André Téchiné


André Téchiné wurde 13. März 1943 in Valence nordwestlich von Toulouse geboren, wo die spanisch-stämmige Familie eine kleine Fabrik für landwirtschaftliches Gerät besaß. 1952 kam er in ein strenges katholisches Internat in Montauban. Der Wechsel an eine weiterführende staatliche Schule im Jahr 1959 konfrontierte André Téchiné mit atheistischen Lehrern.

In der Absicht, Filme zu drehen, zog er im Alter von 19 Jahren nach Paris, aber die Aufnahmeprüfung für die École Nationale Supérieure des métiers de l’image et du son bestand er nicht. Statt zu studieren, begann André Téchiné deshalb im Sommer 1964 für die Filmzeitschrift „Cahiers du cinéma“ Kritiken zu schreiben (1964 – 1967). Dann arbeitete er als Regieassistent, und am 2. September 1969 stellte er bei den Filmfestspielen von Venedig seinen ersten eigenen Film vor: „Paulina s’en va“ / „Paulina haut ab“.

André Téchiné: Filmografie (Auswahl)

  • Paulina s’en va (1975; Paulina haut ab)
  • Souvenirs d’en France (1975; Erinnerungen aus Frankreich)
  • Barocco (1976)
  • Les sœurs Brontë (1978; Die Schwestern Brontë)
  • Hôtel des Amériques (1981; Begegnung in Biarritz)
  • La matiouette ou l’arrière-pays (1983)
  • Rendez-vous (1985; Rendez-vous)
  • Le lieu du crime (1986; Schauplatz des Verbrechens)
  • Les innocents (1987; Die Unschuldigen)
  • J’embrasse pas (1991; Ich küsse nicht)
  • Ma saison préférée (1993; Meine liebste Jahreszeit)
  • Les roseaux sauvages (1994; Wilde Herzen)
  • Le chêne et le roseau (1994; Der Neue)
  • Les voleurs (1996; Diebe der Nacht)
  • Alice et Martin (1998; Alice & Martin)
  • Loin (2001; Weit weg)
  • Les égarés (2003; Die Flüchtigen)
  • Les temps qui changent (2004; Changing Times)
  • Les témoins (2007; Wir waren Zeugen)
  • La fille du RER (2009)
  • Impardonnables (2011)

© Dieter Wunderlich 2014 / 2015

Umberto Eco - Nullnummer
Mit "Nullnummer", einer Mischung aus Politsatire und Agenten­thriller, geißelt Umberto Eco den moralischen Niedergang der italienischen Gesell­schaft am Vorabend der Berlusconi-Ära. Allerdings fehlt es "Nullnummer" an Tiefgang, und bei den Figuren handelt es sich mehr um Schablonen als um Charaktere.
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