Topkapi

Topkapi

Topkapi

Topkapi - Originaltitel: Topkapi - Regie: Jules Dassin - Drehbuch: Buch: Monja Danischewsky und Eric Ambler, nach Eric Amblers Roman "The Light of Day" - Kamera: Henri Alekan - Musik: Manos Hadjiakis - Darsteller: Maximilian Schell, Melina Mercouri, Peter Ustinov, Robert Morley, Akim Takiroff, Jess Hahn, Gilles Segal, Titos Wandis, Ege Ernart, Joseph Dassin u.a. - 1964, 115 Minuten

Inhaltsangabe

Die Amerikanerin Elizabeth Lipp ist auf Edelsteine versessen. Jetzt hat sie es auf vier große Smaragde abgesehen, die einen Dolch verzieren, der in einer Glasvitrine im Topkapi-Museum von Istanbul zu bestaunen ist. "Er wird mir gehören", prophezeit sie den Zuschauern. "Ich werde ihn besitzen."
mehr erfahren

Kritik

"Topkapi", die unbeschwerte Parodie, die Jules Dassin auf seinen Gaunerfilm "Rififi" (1955) drehte, wirkt inzwischen etwas altbacken, und nicht alles Gezeigte ist plausibel, aber so ernst ist das alles nicht gemeint, und der Film gilt als Klassiker der Gaunerkomödie.
mehr erfahren

Die Amerikanerin Elizabeth Lipp (Melina Mercouri) ist auf Edelsteine versessen. Jetzt hat sie es auf vier große Smaragde abgesehen, die einen Dolch verzieren, der in einer Glasvitrine im Topkapi-Museum von Istanbul zu bestaunen ist. „Er wird mir gehören“, prophezeit sie den Zuschauern. „Ich werde ihn besitzen.“

Sie wendet sich in Paris an den Schweizer Meisterdieb William Walter (Maximilan Schell), einen guten Bekannten, den sie seit drei Jahren nicht gesehen hat. Eigentlich ist ihm der Coup zu heiß, aber er kann der attraktiven Blondine nicht widerstehen und sagt unter der Bedingung zu, dass nur Amateure an der Tat beteiligt werden, denn Profis würde man nach so einem spektakulären Raub weltweit überprüfen. Zum Glück sind auch er selbst und Elizabeth Lipp der Polizei bisher noch nicht bekannt.

William Walter heuert den kauzigen englischen Bastler Cedric Page (Robert Morley) und die beiden Artisten Hans und Julio an. Ein Trapezakt wird erforderlich sein, um an die Juwelen zu kommen, denn im Fußboden des Museums sind empfindliche Sensoren versteckt, die bei der leisesten Berührung Alarm auslösen.

Dann reisen William Walter und Elizabeth Lipp nach Nordgriechenland, um einen Ahnungslosen zu finden, der die in einem Auto versteckten Waffen über die Grenze nach Istanbul bringt. Ihre Wahl fällt auf Arthur Simpson (Peter Ustinov), der sich als Archäologe ausgibt, den Touristen nachgemachte antike Teller und angeblich billige Führungen andient, doch aufgrund seiner Tolpatschigkeit keinen Erfolg hat. Walter erklärt Simpson, ein Bekannter habe sich entschlossen, mit dem Schiff nach Istanbul zu reisen, und er suche nun im Auftrag „Mr. Plimptons“ jemand, der den Luxuswagen hinbringe. Arthur Simpson glaubt, endlich ein wenig Geld verdienen zu können und setzt sich ans Steuer.

Den türkischen Grenzbeamten fällt auf, dass sein ägyptischer Reisepass seit drei Wochen abgelaufen ist, und sie wollen ihn deshalb wieder zurück nach Griechenland schicken. Doch inzwischen haben ihre Kollegen den Wagen untersucht und hinter der Türverkleidung ein Gewehr und sechs Rauchgranaten gefunden.

Simpson wird verhaftet und in Verhören beschuldigt, für die bevorstehenden Feierlichkeiten am Tag der Armee einen Anschlag geplant zu haben. Verzweifelt beteuert der in Ägypten geborene und 1958 wegen der Verbreitung einer Zeitschrift mit dem Titel „Sex im Spiegel der Kunst“ aus Großbritannien ausgewiesene Engländer seine Unschuld. Er habe sich nichts dabei gedacht, das Auto eines Touristen nach Istanbul zu überführen. Zu einer kriminellen Tat sei er gar nicht fähig. Schließlich machen ihm die Beamten einen Vorschlag: Simpson verpflichtet sich, dem türkischen Geheimdienst dabei zu helfen, seine Auftraggeber zu überwachen und rechtzeitig zu verhaften. Die gefundenen Waffen werden wieder im Auto versteckt, und Simpson fährt weiter, als sei nichts geschehen. Allerdings lassen ihn zwei Männer des Geheimdienstes nicht mehr aus den Augen.

Wie vereinbart, parkt Simpson das Auto vor dem Hotel Hilton in Istanbul und gibt die Papiere zusammen mit dem Schlüssel für „Mr. Plimpton“ an der Rezeption ab. Cedric Page, der in der Halle bereit stand, lässt sich den Schlüssel und die Dokumente aushändigen. Als er einsteigen will, fordert ihn ein Polizist auf, die Fahrzeugpapiere vorzuzeigen und erklärt ihm nach einem Blick darauf, dass ein ausländisches Auto von niemand außer dem Besitzer gefahren werden dürfe. Eine Ausnahme gebe es nur für denjenigen, der es eingeführt hat. Notgedrungen engagiert Page deshalb Simpson weiterhin als Fahrer.

Die Bande bereitet sich in einer Villa auf den Coup vor. Als sich Hans bei einem Unfall beide Hände in der Tür quetscht, weiht Walter alias „Mr. Harper“ Arthur Simpson als Ersatzmann in das Vorhaben ein. 10 000 Dollar stellt er ihm dafür in Aussicht. Aus Unachtsamkeit verrät Simpson, dass er mit dem türkischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat. Um die Beschatter zu täuschen, beschließt Walter, die Waffen im Auto zu lassen.

Unter den Augen der Männer vom Geheimdienst fährt die Bande zu einem spektakulären Fest der Ringkämpfer. Nach und nach verlassen William Walter, Elizabeth Lipp, Cedric Page, Julio und Arthur Simpson ihre Tribünenplätze und fahren im Taxi fort. Weil sie den Wagen stehen lassen, schöpfen die beiden Beamten, die sie observieren, keinen Verdacht.

Cedric Page und Elizabeth Lipp suchen auf einem Jahrmarkt in der Nähe des Topkapi-Palastes den Besitzer eines Wachsfigurenkabinetts auf und vergewissern sich, dass er alles vorbereitet hat, um mit seinem Kirmeswagen aufzubrechen, sobald er das Dolchimitat am Anzug seines Wachssultans durch das Original aus dem Museum ersetzen kann. Dann gehen sie los, um den Leuchtturmwärter abzulenken. Im entscheidenden Augenblick wird Page das Scheinwerferlicht von den Dieben abhalten. Nachdem das Museum geschlossen worden ist, klettern Walter, Simpson und Julio über das Dach. Julio wird an Seilen durch ein Fenster zu der Vitrine hinuntergelassen. Kopfüber an einem von Simpson gehaltenen Trapez hängend, setzt der Artist einen starken Sauger auf die Scheibe, und während Walter den Glassturz hochzieht, vertauscht er den echten Dolch gegen einen nachgemachten. Vorsichtig wird die Vitrine wieder geschlossen. Während Julio aus dem Fenster klettert, fliegen zwei Vögel in die Schatzkammer.

Schließlich trifft sich die Bande wieder in dem Sportstadion.

Walter weiß, dass man ihn und seine Kumpane nicht ausreisen lassen würde. Deshalb meldet er sich mit ihnen beim türkischen Geheimdienst und gibt vor, man habe mit Entsetzen Waffen in dem Auto entdeckt, das Mr. Plimpton gehöre. In diesem Augenblick setzt sich einer der beiden Vögel in der Schatzkammer auf den Fußboden und löst den Alarm aus. Sofort wird auch der Geheimdienstmajor telefonisch verständigt. Der ahnt nun, dass die Leute, die vor ihm sitzen, mit einem Raub im Topkapi-Palast zu tun haben und lässt sie festnehmen.

Einen Tag, bevor sie ihre Haftstrafe verbüßt haben, flüstert Elizabeth Lipp den Männern im benachbarten Innenhof zu: „Ich habe eine glänzende Idee. Es existiert ein geheimer Gang im Kreml …“

nach oben

„Topkapi“ ist die filmische Adaptation des 1962 veröffentlichten Kriminalromans „The Light of Day“ (deutsch: „Topkapi“, 1964) von Eric Ambler, der sich allerdings mehr mit den Lebenslügen des Pechvogels Arthur Abdel Simpson als mit dem Diamantenraub beschäftigte.

Die unbeschwerte Parodie, die Jules Dassin auf seinen eigenen Gaunerfilm „Rififi“ drehte, wirkt inzwischen etwas altbacken, und nicht alles Gezeigte ist plausibel, aber so ernst ist das alles nicht gemeint, und der Film gilt als Klassiker der Gaunerkomödie. Die Schauspieler – allen voran Peter Ustinov, der einen „Oscar“ erhielt – waren offenbar in bester Spiellaune.

Die Idee, einen Einbrecher wegen des gesicherten Fußbodens von einem Trapez aus zugreifen zu lassen, übernahm Brian De Palma 1996 in seinem Film „Mission: Impossible“ (mit Tom Cruise am Seil).

nach oben

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

George Orwell - 1984
Bei "1984" handelt es sich um eine düstere und hoffnungslose Vision, eine beklemmende Warnung vor der uneingeschränkten Vereinnahmung der Menschen durch eine Parteielite. Der längst als Klassiker geschätzte Roman ist aktueller denn je.
1984

Meine vor 18 Jahren selbstgestrickte Website wurde im Juli durch einen professionellen Neubau ersetzt. Aber das Informationsangebot bleibt kostenlos und werbefrei.