Barbara Leisner : "Ich mache keine Kompromisse". Camille Claudel

„Ich mache keine Kompromisse“. Camille Claudel

Barbara Leisner

"Ich mache keine Kompromisse". Camille Claudel

"Ich mache keine Kompromisse". Camille Claudel Econ Ullstein List Verlag, München 2001
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Camille Claudel (1864 - 1943) setzt sich in den Kopf, Bildhauerin zu werden, obwohl man Frauen zu ihrer Zeit die Eignung für diesen Beruf abspricht. Als 30-Jährige bricht sie die seit zwölf Jahre bestehende Liebes- und Arbeitsbeziehung zu dem 24 Jahre älteren Bildhauer Auguste Rodin ab und versucht, als Künstlerin aus seinem Schatten herauszutreten ...
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Kritik

"Ich mache keine Kompromisse" lautet der Titel der spannend und einfühlsam geschriebenen Biografie über Camille Claudel. Am Beispiel dieses tragischen Lebens beleuchtet Barbara Leisner auch die gesellschaftliche Situation am Ende des 19. Jahrhunderts.
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Camille Claudel (1864 – 1943), die Tochter eines französischen Finanzbeamten, setzt sich in den Kopf, Bildhauerin zu werden, obwohl Frauen an der nationalen Kunstakademie in Paris nicht zugelassen sind und man ihnen eigene künstlerische Ideen abspricht. Vor allem für den Beruf der Bildhauerin, der eine dreidimensionale Vorstellung und handwerkliches Geschick voraussetzt, sind Frauen nach vorherrschender Meinung ungeeignet. Mit 18 begegnet Camille Claudel dem 42 Jahre alten Bildhauer Auguste Rodin, der ebenfalls keine Kunstakademie besucht hat, aber nach vielen harten Jahren gerade dabei ist, als Künstler anerkannt zu werden. Er wird ihr Lehrer und Geliebter. Doch obwohl er sie nach Kräften fördert, beutet er auch ihre Ideen aus und ist nicht in der Lage, sie als eigenständige Künstlerpersönlichkeit zu akzeptieren. Da er sich außerdem nicht zu einer Entscheidung zwischen der jungen Frau und seiner langjährigen, nur vier Jahre jüngeren Lebensgefährtin durchringt, bricht Camille Claudel nach zwölf Jahren die skandalöse Liebesbeziehung ab und versucht auch als Künstlerin aus Rodins Schatten herauszutreten. Dabei scheitert sie an der Borniertheit der Gesellschaft. Ihre Familie lässt sie 1913 zwangsweise in eine Irrenanstalt einweisen. Dort verbringt sie die letzten dreißig Jahre ihres Lebens.

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Barbara Leisner – – sie hat Kulturgeschichte, Volkskunde und Archäologie studiert –-  legt eine nicht nur spannende und einfühlsam geschriebene, sondern beinahe schon romanhaft wirkende Biografie über Camille Claudel vor. Dabei gleitet sie in „Ich mache keine Kompromisse. Camille Claudel“ nicht ins Fiktive hinüber, sondern hält sich an das verfügbare Material und füllt die Lücken mit eigenen Überlegungen, die sie als solche klar erkennbar formuliert und nicht etwa als Fakten ausgibt. Am Beispiel dieses tragischen Lebens beleuchtet Barbara Leisner auch die gesellschaftliche Situation am Ende des 19. Jahrhunderts.

 

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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