Roula. Dunkle Geheimnisse

Roula. Dunkle Geheimnisse

Roula. Dunkle Geheimnisse

Originaltitel: Roula. Dunkle Geheimnisse – Regie: Martin Enlen - Drehbuch: Martin Enlen und Bernd Mollenhauer - Kamera: Martin Peglau - Schnitt: Mona Bräuer - Musik: Dieter Schleip – Darsteller: Anica Dobra, Martin Umbach, Ernst Jacobi, Tina Hamperl, Birgit Thoet Jensen, Felicitas Grimm-Lucke, Julia Burger, Irene Hagensby u.a. - 1995; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Um sich von seiner Schreibblockade zu befreien, fährt der verwitwete Kinderbuchautor Leon Bachstein mit seiner elfjährigen Tochter Tanja für ein paar Wochen nach Dänemark. Dort verliebt er sich in Roula Sievers, die mit ihrem Vater zusammen die Ferienhaussiedlung betreibt, aber die junge Frau gibt sich unnahbar und versucht, ein Geheimnis vor ihm zu bewahren ...
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Kritik

"Roula" ist ein sensibles, packendes und beängstigendes Psychodrama über einen Mann, der jahrzehntelang seine Tochter missbraucht und sich auch an andere Mädchen heranmacht.
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Seit dem Unfalltod seiner Ehefrau vor zwei Jahren leidet der erfolgreiche Kinderbuchautor Leon Bachstein (Martin Umbach) unter Depressionen und an einer Schreibblockade. In der Hoffnung, sich von der Vergangenheit lösen zu können, fährt er mit seiner elfjährigen Tochter Tanja (Tina Hamperl) für ein paar Wochen nach Dänemark.

Roula Sievers (Anica Dobra), die mit ihrem Vater (Ernst Jacobi) zusammen lebt und die Ferienhaussiedlung betreibt, fasziniert ihn auf den ersten Blick, nicht zuletzt, weil sie sich unnahbar gibt und er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Leon und Roula kommen sich näher. Als Leon begreift, dass Roula seit dem Tod ihrer Mutter, also seit ihrer Kindheit, von ihrem Vater missbraucht wird, versucht er mit ihr darüber zu reden, aber sie will nicht und hält trotz allem zu ihrem Vater: „Ich liebe ihn. Er ist mein Vater!“

Kurz darauf ertappt sie ihn, wie er Tanja halbnackt fotografiert. Das Mädchen läuft fort. Roula kann es kaum fassen. „Du hast doch mich“, klagt sie. „Was soll jetzt das Mädchen?“

Die Polaroid-Aufnahmen, die Tanja mit nach Hause bringt, alarmieren Leon:. Er springt ins Auto und rast zum Haus der Sievers.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Roula hat sich in ihr Zimmer zurückgezogen und presst verzweifelt ihr Stofflamm an sich, während sie mit einer Schere auf ihr Handgelenk einsticht. Ihr Vater reißt ihr das Stofftier aus der Hand und wirft es kurzerhand ins Feuer. Danach verlangt er, dass sie ihm die Haare schneidet und ihn dann – wie üblich – befriedigt, während er in der Badewanne liegt. Roula hat jedoch eine brennbare Flüssigkeit ins Badewasser getan, die sie nun mit einem Streichholz entflammt. Ihr Vater verbrennt.

Leon hilft ihr, die Leiche einzubetonieren.

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In seinem Debüt als Spielfilmregisseur beschäftigt Martin Enlen sich auf sensible Weise mit dem Thema Kindesmissbrauch. „Roula“ ist ein packendes Psychodrama. Obwohl die Bilder bewusst unspektakulär sind und auch bei den Dialogen jedes Ausufern vermieden wurde, gelang es den Filmemachern, eine beängstigende Atmosphäre zu erzeugen. Sehenswert sind auch die schauspielerischen Leistungen.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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