Gérard Corbiau


Gérard Corbiau wurde am 19. September 1941 in Brüssel geboren.

Nach dem Regie-Studium am Institut des Arts de Diffusion in Brüssel begann er 1968 für Radio Télévision Belge Francophone zu arbeiten und drehte Dutzende kürzere und längere Dokumentarfilme. Auch als Cutter und Drehbuchautor arbeitete er. Sein erster abendfüllender Spielfilm kam 1988 in die Kinos: „Maestro“. Für „Farinelli, der Kastrat“ erhielt Gérard Corbiau eine „Oscar“-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Gérard Corbiau: Filmografie (Auswahl)

  • Le maître de musique (1988; Maestro)
  • L’année de l’éveil (1990; Das Jahr des Erwachens)
  • Farinelli, il castrato (1994; Farinelli, der Kastrat)
  • Le Roi danse (2000; Der König tanzt)
  • Saint-Germain, ou La négociation (2003; Verrat im Namen der Königin)

© Dieter Wunderlich 2015

Colm Tóibín - Marias Testament
Colm Tóibín erzählt in "Marias Testament" die aus dem Neuen Testament bekannte Geschichte gegen den Strich und macht aus der Heilsgeschichte ein finsteres Drama. Die Sprache der alten Frau, die hier zu Wort kommt, ist einfach, nüchtern und unsentimental. Aber gerade dadurch wirkt "Marias Testament" dicht, authentisch und suggestiv.
Marias Testament