Hermann Höfle


Hermann Julius Höfle wurde am 19. Juni 1911 in Salzburg geboren und trat 1933 in die österreichische NSDAP ein. Parallel dazu ließ er sich von der SS aufnehmen. Beim Pogrom am 9. November 1938 tat er sich besonders hervor.

Am 1. September 1940 kam Hermann Höfle zur SS in Lublin; zwei Monate später übernahm er die Leitung eines Lagers für Zwangsarbeiter. Von Anfang an war er am Holocaust beteiligt: Er organisierte vor allem die Räumung mehrerer Gettos und den Transport der Juden in die Vernichtungslager.

Im Februar 1944 wurde er in das KZ Sachsenhausen versetzt.

Von Juni 1945 bis August 1947 hielten die Briten Hermann Höfle in Internierungslagern fest.

Als Polen im Juli 1948 seine Auslieferung von Österreich beantragte, setzte er sich für drei Jahre nach Italien ab. Im Januar 1961 wurde er in Salzburg erneut verhaftet. Bevor das Gerichtsverfahren gegen ihn begann, erhängte er sich am 20. August 1962 in einem Gefängnis in Wien.


© Dieter Wunderlich 2009

Dror Zahavi: Marcel Reich-Ranicki. Mein Leben

Syd Field - Das Handbuch zum Drehbuch
"Ohne Konflikte gibt es keine Handlung, ohne Handlung keine Figur, ohne Figur keine Geschichte und ohne Geschichte kein Drehbuch." (Syd Field)
Das Handbuch zum Drehbuch