Kopfüber in die Nacht

Kopfüber in die Nacht

Kopfüber in die Nacht

Kopfüber in die Nacht – Originaltitel: Into the Night – Regie: John Landis – Drehbuch: Ron Koslow – Kamera: Robert Paynter – Schnitt: Malcolm Campbell – Musik: Ira Newborn – Darsteller: Jeff Goldblum, Michelle Pfeiffer, Irene Papas, Roger Vadim, Stacey Pickren, Dan Aykroyd, Carmen Argenziano, Bruce McGill, Jon Stephen Fink, David Bowie, Richard Farnsworth, Vera Miles, Jake Steinfeld, Kathryn Harrold, Paul Mazursky u.a. – 1985; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Los Angeles. Ed Okins leidet unter Schlaflosigkeit. Nachdem er seine Ehefrau mit einem anderen Mann ertappt hat, fährt er mitten in der Nacht zum Flughafen, um nach Las Vegas zu fliegen. Im Parkhaus springt eine von vier Männern verfolgte Frau in sein Auto und fleht ihn um Hilfe an. Er gibt Gas. Noch ahnt er nicht, dass Diana nicht nur von Agenten des persischen Geheimdienstes, sondern auch von französischen und persischen Gangstern sowie dem FBI verfolgt wird ...
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Kritik

Die unterhaltsame Krimikomödie "Kopfüber in die Nacht" schwankt zwischen Action, Slapstick, Klamauk und Parodie. Eine stringente Handlung gibt es nicht.

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Ed Okins (Jeff Goldblum) Arbeit in einem auf Satellitenkommunikation spezialisierten Unternehmen in Los Angeles leidet darunter, dass er aufgrund seiner Schlaflosigkeit chronisch übermüdet ist und sich nicht konzentrieren kann. Als er eines Tages vorzeitig sein Büro verlässt, um endlich ein wenig Schlaf nachzuholen, parkt eine fremde Limousine vor seinem Wohnhaus. Durchs Schlafzimmerfenster hört und sieht er, dass ihn seine Ehefrau Ellen (Stacey Pickren) mit einem anderen Mann betrügt. Er fährt wieder fort und stellt Ellen auch am Abend nicht zur Rede. Stattdessen folgt er dem Rat eines Kollegen, steht mitten in der Nacht auf und macht sich auf den Weg zum Flughafen, um nach Las Vegas zu fliegen.

Im Parkhaus überlegt er es sich anders. Als er den Motor gerade wieder startet, springt ihm eine Frau von der nächst höheren Etage auf den Kühler, setzt sich neben ihn und fleht ihn aufgeregt an, sie zu retten. Sie wird von vier Persern (Michael Zand, Hadi Sadjadi, Beruce Gramian, John Landis) verfolgt, die soeben ihren Begleiter Hasi (Ali Madani) erstachen und seine Leiche in den Kofferraum ihres Autos warfen. Diana (Michelle Pfeiffer), so heißt die Frau, konnte sich losreißen und weglaufen. Ed gibt Gas. Am Ausgang hält er neben einer Polizistin (Hope Clarke), um zu melden, dass seine Beifahrerin im Parkhaus von vier Männern verfolgt wurde (vom Mord weiß er nichts), aber Diana beteuert, es sei nichts geschehen und drängt Ed, weiterzufahren.

Sie bittet ihn, sie zu einer Luxusyacht zu fahren, die ihrem Freund Jack Caper (Richard Farnsworth) gehört. Weil der Bodyguard Larry (Jake Steinfeld) sie jedoch nicht an Bord lässt, überredet Diana ihren übermüdeten, entnervten Retter, sie zu ihrem Bruder Charlie (Bruce McGill) nach Las Vegas zu bringen.

Kurz nachdem Ed und Diana fort sind, überfallen die vier Agenten des persischen Geheimdienstes SAVAK Larry und seine Freundin (Sue Bowser) auf der Yacht, durchwühlen alles, finden jedoch nicht, was sie suchen.

Charlie, ein Elvis-Presley-Imitator, kommt mit seinem Partner Don (Jon Stephen Fink) von der Arbeit nach Hause. Statt sich über den unerwarteten Besuch seiner Schwester zu freuen, wirft er sie und ihren Begleiter hinaus. Inzwischen wurde jedoch Eds falsch geparktes Auto von der Polizei abgeschleppt. Kurzerhand nehmen er und Diana Charlies weißes Cabrio mit der Aufschrift „The King Lives“.

Damit fahren sie zu einem Filmset, wo Diana ihrer Freundin Christie (Kathryn Harrold) etwas zusteckt, was diese in ihrem Mantel verschwinden lässt. Christies Geliebter Bud Herman (Paul Mazursky) fordert die beiden Besucher auf, vom Set zu verschwinden.

Diana versucht, Jack Caper anzurufen, aber das Telefon wird von seiner Ehefrau Joan (Vera Miles) abgenommen.

Sie vertraut Ed an, dass sie als Model arbeitete und Schauspielerin werden wollte, bis sie vor fünf Jahren die Geliebte des steinreichen Unternehmers Jack Caper wurde. Das Luxusleben endete vor einem halben Jahr, als ihr von einem Rechtsanwalt, der angeblich in Jacks Auftrag handelte, das Haus verboten wurde. Zuletzt war sie drei Wochen lang in Europa, holte sechs unbezahlbare Smaragde aus dem Zepter der persischen Schahs aus einem Schließfach in Zürich und schmuggelte sie bei der Rückkehr nach Los Angeles ein. Im Parkhaus des Flughafens war sie mit Hasi verabredet, dem sie die Steine übergeben sollte. Er hatte ihr 25 000 Dollar für den Job bezahlt.

Nun könne ihr nur noch Hamid (Houshang Touzie) helfen, meint sie. Ed überzeugt dessen Assistenten Mr Williams (Carl Perkins) davon, dass er mit Hamid sprechen müsse und bringt diesen dazu, sich mit Diana in Verbindung zu setzen.

Während Ed am Straßenrand auf Diana wartet, wird er von dem französischen Gangster Monsieur Melville (Roger Vadim) angesprochen und aufgefordert, das Versteck der Smaragde zu verraten. Als Melville gewalttätig werden will, hält ein Streifenwagen, und er flieht.

Die Ereignisse überschlagen sich. Ed und Diana werden nicht nur vom persischen Geheimdienst und von einer französischen Gangsterbande, sondern auch von Sheriff Peterson (Reid Smith), vom FBI und von der ebenso dubiosen wie mächtigen Iranerin Shaheen Parvici (Irene Papas) verfolgt. Bei der Suche nach den Juwelen werden mehrere Wohnung verwüstet, und es gibt eine ganze Reihe von Toten.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Ed und Diana spielen die Smaragde Shaheen Parvici zu, die allerdings nicht lange Freude daran hat, weil sie festgenommen wird.

Währenddessen gehen Ed und Diana an Bord eines Flugzeugs nach Mexiko. Sie glauben, ihren Verfolgern entkommen zu sein. Wegen einer technischen Störung rollt die Maschine jedoch nicht zur Startbahn, sondern die Passagiere müssen wieder aussteigen. Im Abfertigungsgebäude lauern alle ihre noch lebenden Verfolger. Es kommt zu einer blutigen Schießerei, bei der das FBI die Oberhand behält.

FBI-Agenten bringen Ed und Diana in ein Hotel, und sie bekommen eine Reisetasche mit 750 000 Dollar von Jack, der schwer krank ist und von seiner Ehefrau abgeschirmt wird, die ihn eigentlich verlassen hatte, aber in der Hoffnung, ihn bald zu beerben, zurückgekehrt war.

Während Diana duscht, legt Ed sich aufs Bett – und schläft sofort ein. Als er aufwacht, ist Diana nicht mehr da, aber er findet in seinem Jackett ein mit Banknoten prall gefülltes Kuvert. Von einem Zimmermädchen (Alma Beltran) erfährt er, dass er zwei Tage lang schlief.

Unvermittelt taucht Diana am Ende des Korridors auf und fragt ihn, ob er mit ihr zum Flughafen fahren wolle.

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„Kopfüber in die Nacht“ ist eine Krimikomödie. Ron Koslow (Drehbuch) und John Landis (Regie) konnten sich offenbar nicht zwischen Action, Brutalität, Slapstick, Klamauk und Parodie entscheiden. Statt eine stringente Handlung zu entwickeln, springen sie von Episode zu Episode. Das ist zwar stilistisch und dramaturgisch unbefriedigend, aber immerhin lustig und unterhaltsam.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2010

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