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Steven Spielberg: Minority Report mit Tom Cruise u.a. |
Steven Spielberg: Minority Report |
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Inhaltsangabe: Im Jahr 2054 benötigt man in den USA keinen Personalausweis mehr, denn die Standorte aller automatischen Individualfahrzeuge werden zentral erfasst und in Straßen, U-Bahnen und öffentlichen Gebäuden identifiziert man die Augen der Menschen durch Laserstrahlen. Auf diese Weise ist es möglich, dass Werbetafeln auf Plätzen und in Kaufhäusern jeden Kunden mit seinem Namen ansprechen und ihm individuell abgestimmte Werbebotschaften zeigen. In Washington D. C. testet man seit sechs Jahren eine neue Einrichtung, die jetzt aufgrund des Erfolgs auf das ganze Land ausgedehnt werden soll: Precrime. Im Inneren der Behörde schwimmen drei im Drogenrausch vor sich hin dämmernde junge Menschen – sogenannte Pre-Cogs – in einem mit einer milchigen Flüssigkeit gefüllten Becken. Es handelt sich um ein männliches Zwillingspaar und ein Mädchen namens Agatha (Samantha Morton), die über hellseherische Fähigkeiten verfügen und jeden Mord qualvoll vorhersehen. Die Namen sowohl des Opfers als auch des Mörders erscheinen auf Holzkugeln, und die Visionen der Pre-Cogs werden in den Computer überspielt. John Anderton (Tom Cruise), der Chef der Abteilung, steht vor einer großen Glasplatte und setzt darauf durch Bewegungen seiner Hände und Finger Einzelbilder zu sinnvollen Sequenzen zusammen. Auf diese Weise ermittelt er, wo und wann der Mord geschehen soll. Sobald er es herausgefunden hat, rast er mit seinem Team in einem raketenschnellen Hubschrauber zum Tatort und verhindert – nicht selten im letzten Augenblick – das Verbrechen. Durch entsprechende Gesetze ist es erlaubt, die potenziellen Täter in ein lebenslanges Koma zu versetzen. In einem Saal der Behörde werden sie bewacht. Das System scheint perfekt zu funktionieren: In Washington D. C. gibt es keine Morde mehr. John Andertons kleiner Sohn wurde vor sechs Jahren aus einer Schwimmhalle entführt und ist vermutlich tot. Weil er über den Verlust des Kindes nicht hinwegkam, hat sich seine Ehefrau Lara (Kathryn Morris) von ihm getrennt. Seither widmet er seine ganze Kraft der Verhinderung von Gewalttaten. Während seiner Freizeit besorgt er sich in den Slums illegale Drogen und sieht sich zu Hause Hologramme seines Sohnes und seiner Frau an. Von Lamar Burgess (Max von Sydow), dem Gründer und Chef der Behörde Precrime, wird John wie ein Sohn behandelt. Burgess verheimlicht Danny Witwer (Colin Farrell), einem ehrgeizigen Beauftragten des Generalstaatsanwalts, der das neue System eingehend prüft, dass John Drogen konsumiert, doch der Kriminalbeamte wittert, dass etwas mit dem Abteilungsleiter nicht in Ordnung ist, durchsucht heimlich dessen Wohnung und findet verbotene Drogen. Inzwischen hat John ein viel größeres Problem: Mit Hilfe der auf die Glaswand gespielten Visionen der Pre-Cogs ermittelt er in einem Mord, der in 36 Stunden geschehen soll. Das Gesicht des Opfers hat er noch nie gesehen, aber das des Mörders kennt er – es ist sein eigenes! Er flieht. Aufgrund der systematischen Überwachung lokalisiert ihn die von Danny Witwer angeführte Polizeieinheit – aber es gelingt ihm, seine mit Düsenrucksäcken ausgestatteten Verfolger abzuschütteln. Nach einer Prügelei mit Witwer in der automatischen Fertigungsstraße einer Autofabrik schlüpft er unter den Pressen und Schweißautomaten hindurch und taucht in der Lackiererei vor den Augen der Polizei am Steuer eines neuen roten Sportwagens wieder auf. Damit rast er davon. In einem Gewächshaus mit giftigen und sich aktiv bewegenden Pflanzen sucht John die Genforscherin Dr. Iris Hineman (Lois Smith) auf, deren Erkenntnisse die wissenschaftlichen Grundlagen von Precrime bildeten. Sie hat auch die drei Pre-Cogs ausgewählt und verrät ihrem Besucher, dass deren Visionen nicht immer übereinstimmen. Hin und wieder sieht Agatha mehr als die Zwillinge. In diesen Fällen – die in sogenannten Minority Reports festgehalten werden – sei nicht sicher, ob die prophezeiten Verbrechen überhaupt stattgefunden hätten. Die potenziellen Täter werden jedenfalls festgenommen und aus dem Verkehr gezogen. John ist entsetzt, denn er hielt das System für unfehlbar und wusste nichts von Minority Reports. Er hat also Menschen verhaftet, die möglicherweise auch ohne das Eingreifen der Polizei nichts verbrochen hätten! Kopien der Minority Reports werden regelmäßig vernichtet, nur die Originale bleiben im entsprechenden Pre-Cog gespeichert. Dr. Hineman sieht nur eine Möglichkeit für John, um mehr über die Wahrscheinlichkeit des ihm zur Last gelegten Mord herauszufinden: Er muss prüfen, ob es sich um eine gemeinsame Vision der Pre-Cogs handelte oder ob ein Minority-Report vorliegt. Aber wie soll John durch die überwachten Straßen unbehelligt bis zur Behörde gelangen und dann auch noch bis ins Innerste zu den Pre-Cogs vordringen?
Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
Von Dr. Solomon (Peter Stormare), einem etwas verrückten Augenarzt, lässt er sich neue Augen einsetzen. Während er mit einem dicken Augenverband in einer leer stehenden Mietwohnung liegt, überprüft die Polizei auf der Suche nach ihm alle Bewohner des Hauses. Ein Infrarotgerät zeigt an, wo sich in dem Gebäude Warmblütler aufhalten. Um deren Augen zu scannen, werden acht spinnenförmige Roboter ausgeschickt. Als John merkt, was geschieht, kippt er die Eiswürfel aus dem Kühlschrank in eine mit kaltem Wasser gefüllte Wanne und taucht darin so lange wie möglich unter. Ein Polizist geht los, um nachzusehen, wieso einer der Warmblütler vom Bildschirm verschwunden ist. Eine der Roboterspinnen findet in dem Raum nichts Warmes und will ihn gerade wieder verlassen, als in der Wanne eine Luftblase aufperlt und an der Oberfläche mit einem leisen Geräusch platzt. Sofort kehrt das Gerät um und holt auch die anderen Roboter herbei. John setzt sich auf. Jetzt hilft nur noch eines: Obwohl die Operationsnarben noch nicht verheilt sind, zieht er den Verband auf der linken Seite etwas hoch, damit eine der Spinnen das Auge scannen kann. Die Polizistin, die im Hubschrauber vor dem Infrarot-Bildschirm sitzt und mit den Robotern in Verbindung steht, ruft ihren Kollegen zurück: Der für kurze Zeit verschwundene Warmblütler sei wieder da, und der Augenscan habe ergeben, dass es sich nicht um den Gesuchten handelt. |
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Filmkritik: |
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002
Steven Spielberg: Duell |