Christa Wolf

Christia Wolf wurde am 18. März 1929 als Tochter des Kaufmanns Otto Ihlenfeld in Landsberg an der Warthe (heute: Gorzow Wielkopolsky) geboren. Bei Kriegsende floh die Familie vor den Russen nach Mecklenburg. Nach dem Abitur, im Alter von zwanzig Jahren, trat Christa Wolf in die SED ein. Während des Germanistik-Studiums (1949 bis 1953) heiratete sie 1951 den ein Jahr älteren Germanisten Gerhard Wolf (*1928), und im Jahr darauf wurde sie von ihrer ersten Tochter entbunden, der sie den Namen Annette gab. (Katrin, ihre zweite Tochter wurde 1962 geboren.) Die Diplomarbeit schrieb Christa Wolf über „Probleme des Realismus im Werk Hans Falladas„.

Von 1953 bis 1962 arbeitete sie als Kritikerin und Lektorin, danach als freie Schriftstellerin, und von 1955 bis 1977 gehörte sie dem Schriftstellerverband der DDR an. Ihren ersten großen Erfolg erzielte Christa Wolf 1963 mit ihrem zwei Jahre später auch verfilmten Roman „Der geteilte Himmel“.

Ab 1963 war Christa Wolf ZK-Kandidatin der SED, aber wegen ihrer kritischen Haltung wurde ihr dieser Status 1967 aberkannt. 1976 gehörte sie zu den Mitunterzeichnern des „offenen Briefs gegen die Ausbürgerung“ des Liedermachers Wolf Biermann. Dafür erhielt sie eine Rüge. Im Juni 1989 trat sie aus der SED aus.

1992 tauchten Dokumente auf, die belegten, dass sie 1959 bis 1962 mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammengearbeitet hatte („IM Margarete“), und Christa Wolf bekannte sich Anfang 1993 öffentlich dazu.

Christa Wolf starb am 1. Dezember 2011 in Berlin im Alter von zweiundachtzig Jahren.

Christa Wolf: Bibliografie (Auswahl)

© Dieter Wunderlich 2005 / 2011

Christa Wolf: Der geteilte Himmel
Christa Wolf: Nachdenken über Christa T.
Christa Wolf: Blickwechsel
Christa Wolf: Kassandra
Christa Wolf: Medea. Stimmen
Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

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