David Cronenberg


David Paul Cronenberg wurde am 15. März 1943 in Toronto geboren. Seine Eltern waren der Schriftsteller Milton Cronenberg und dessen Ehefrau, die Musikerin Esther Cronenberg (geb. Sumberg). Bei den jüdischen Eltern sowohl des Vaters als auch der Mutter handelte es sich um Immigranten aus Litauen.

Bereits als Kind schrieb David Cronenberg Geschichten. Nach dem Besuch der High School begann er zwar 1963 an der University of Toronto Naturwissenschaften zu studieren, wechselte aber noch im ersten Jahr zu Englisch und Literatur.

Ursprünglich erstrebte David Cronenberg eine Karriere als Schriftsteller wie sein Vater. Aber nachdem er den von seinem Kommilitonen David Secter 1965 gedrehten Film „Winter Kept Us Warm“ gesehen hatte, schwenkte er von Literatur auf Cineastik um. 1967 kehrte er von einer einjährigen Europareise zurück, schloss das Studium mit einem Bachelor-Titel ab und begann, Filme zu drehen.

Obwohl David Cronenberg die Klassifizierung ablehnt, wird er zu den Mitbegründern des body horror gezählt.

Einen Namen machte sich David Cronenberg 1981 mit „Scanners. Ihre Gedanken können töten“.

Von 1972 bis 1979 war David Cronenberg mit Margaret Hindson verheiratet. Aus dieser Ehe stammt die Tochter Cassandra Cronenberg. Die Trennung verarbeitete er nach eigener Aussage in dem Film „Die Brut“. Carolyn Zeifman, die bei „Rabid. Der brüllende Tod“ als Produktionsassistentin mitgewirkt hatte, wurde David Cronenbergs zweite Ehefrau. Sie haben zwei Kinder: Caitlin und Brandon.

Mitte der Achtzigerjahre begann David Cronenberg auch als Schauspieler vor der Kamera zu agieren, sowohl in eigenen Filmen als auch unter anderen Regisseuren.

Im Alter von 71 Jahren veröffentlichte David Cronenberg doch noch einen Roman: „Consumed“ / „Verzehrt“ (Übersetzung: Tobias Schneider, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M 2014, 400 Seiten, ISBN 978-3-10-010233-1).

David Cronenberg: Filmografie (Auswahl)

  • Transfer (1966 – Kurzfilm)
  • Stereo (1969)
  • Crimes of the Future (1970)
  • Shivers (1975; Parasiten-Mörder)
  • Rabid (1977; Rabid. Der brüllende Tod)
  • Fast Company (1979 (10 000 PS. Vollgasrausch im Grenzbereich)
  • The Brood (1979; Die Brut)
  • Scanners (1981; Scanners. Ihre Gedanken können töten)
  • (1983; Videodrome)
  • The Dead Zone (1983; Dead Zone)
  • The Fly (1986; Die Fliege)
  • Dead Ringers (1988; Die Unzertrennlichen)
  • Naked Lunch (1991)
  • M. Butterfly (1993)
  • Crash (1996)
  • eXistenZ (1999)
  • Spider (2002)
  • A History of Violence (2005)
  • Eastern Promises (2007; Tödliche Versprechen. Eastern Promises)
  • A Dangerous Method (2011; Eine dunkle Begierde)
  • Cosmopolis (2012)
  • Maps to the Stars (2014)

Literatur über David Cronenberg

  • Thomas J. Dreibrodt: Lang lebe das neue Fleisch. Die Filme von David Cronenberg. Von Shivers bis eXistenZ (Bochum 2000)
  • Almut Oetjen, Holger Wacker: Organischer Horror. Die Filme des David Cronenberg (Meitingen 1993)
  • Bettina Papenburg: Transformationen des grotesken Körpers im Kino David Cronenbergs (Dissertation, Heidelberg 2007)
  • Bettina Papenburg: Das neue Fleisch. Der groteske Körper im Kino David Cronenbergs (Bielefeld 2011)
  • Simon Pühler: Metaflesh. Cronenberg mit Lacan. Körpertechnologien in Shivers und eXistenZ (Berlin 2007)
  • Manfred Riepe: Bildgeschwüre. Körper und Fremdkörper im Kino David Cronenbergs (Bielefeld 2002)
  • Drehli Robnik, Michael Palm (Hg.): Und das Wort ist Fleisch geworden: Texte über Filme von David Cronenberg (Wien 1992)
  • Marcus Stiglegger (Hg.): David Cronenberg (Berlin 2009)

© Dieter Wunderlich 2014 / 2015

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