Indien

Indien

Indien

Originaltitel: Indien - Regie: Paul Harather - Drehbuch: Paul Harather, Josef Hader und Alfred Dorfer, nach dem Theaterstück "Indien" von Josef Hader und Alfred Dorfer - Kamera: Hans Selikovsky - Schnitt: Andreas Kopriva - Musik: Ulrich Sinn - Darsteller: Alfred Dorfer, Josef Hader, Maria Hofstätter, Roger Murbach, Ranjeet Singh, Ursula Rojek, Karl Markovics, Linde Prelog, Karl Künstler, Wolfgang Böck, Proschat Madani, Rupert Henning, Christian Weinberger u.a. - 1994; 85 Minuten

Inhaltsangabe

Der adrette Gaststätteninspektor Kurti Fellner nervt seinen denkfaulen Kollegen Heinzi Bösel mit seinem neunmalklugen Geschwätz, während sie zusammen in Bösels altem Ford auf Dienstreise durch die österreichische Provinz sind. Zum Entsetzen des kultur- und gesundheitsbewussten Vegetariers Fellner raucht Bösel, verschlingt Wurstsemmeln, trinkt Dosenbier, müllt den Wagen zu und gebraucht Fäkalausdrücke. ...
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Kritik

Josef Hader und Alfred Dorfer haben sich die Hauptrollen in dem Stück "Indien" auf den Leib geschrieben und sind zweifellos auch in Paul Harathers Verfilmung die Idealbesetzung. Die Mischung aus Heimatfilm und Roadmovie, Posse, Märchen und Tragödie lebt von einer spezifisch wienerischen Variante schwarzen Humors.
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Der adrette Gaststätteninspektor Kurti Fellner (Alfred Dorfer) nervt seinen denkfaulen Kollegen Heinzi Bösel (Josef Hader) mit seinem neunmalklugen Geschwätz, während sie zusammen in Bösels altem Ford auf Dienstreise durch die niederösterreichische Provinz sind. Zum Entsetzen des gesundheitsbewussten Vegetariers Fellner raucht Bösel, verschlingt Wurstsemmeln, trinkt Dosenbier, müllt den Wagen zu und gebraucht Fäkalausdrücke. Fellner hat eine Kassette mit indischer Musik bei sich und erzählt von Indien, obwohl er nie dort war: „In Indien zum Beispiel, die essen überhaupt nur Reis. Die sitzen auf der Straße, essen Reis, lachen dabei; manche verhungern. Das muss irgendwie eine ganz eigene Landschaft sein.“ Während Fellner Wert auf Kultur und – zum größten Teil völlig unsinniges – Wissen legt, hat Bösel nur schäbige Frauengeschichten, Fernsehsendungen und Erlebnisse mit seinem Schäferhund im Kopf.

Trotz der gegenseitigen Antipathie bleibt Fellner und Bösel nichts anderes übrig, als gemeinsam von Gaststätte zu Gaststätte zu fahren und Küchen, Toiletten und Bäder zu überprüfen. Gegen ein paar Flaschen Grünen Veltliner drücken die staatlichen Inspektoren schon mal die Augen zu.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Als Bösel durch seine abenteuerliche Fahrweise auf einem Acker landet, springt Fellner wütend aus dem Wagen und droht mit einem offiziellen Bericht. Aber dann fahren sie doch zusammen weiter, und in einem Gasthaus trinken sie sogar Bruderschaft. Am Morgen albern sie auf einer Wiese herum. Plötzlich greift Fellner sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Gemächt. Die Ärzte in einem Wiener Krankenhaus drucksen herum, aber Bösel schlüpft in einen Arztkittel und hört auf einer für das Personal reservierten Toilette, dass sein Kollege unheilbar an Hodenkrebs erkrankt ist und nur noch ein paar Wochen leben wird. Daraufhin besucht Bösel seinen neuen Freund fast jeden Tag und lässt ihn beim Kartenspielen gewinnen.

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Josef Hader und Alfred Dorfer schrieben die Tragikomödie „Indien“ und traten damit 1991 im Theater auf. Zwei Jahre später verfilmte Paul Harather das Stück zusammen mit Josef Hader und Alfred Dorfer. Wenn man das Theaterstück oder den Film gesehen hat, kann man sich andere Hauptdarsteller gar nicht mehr darin vorstellen: Josef Hader und Alfred Dorfer haben sich die Rollen auf den Leib geschrieben und sind die Idealbesetzung für „Indien“. Die Mischung aus Heimatfilm und Roadmovie, Posse, Märchen und Tragödie lebt von einer spezifisch wienerischen Variante schwarzen Humors, ist jedoch kein Klamauk, sondern thematisiert die Bedeutung von Toleranz, Freundschaft und Tod.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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