Das Hochzeitsbankett

Das Hochzeitsbankett

Das Hochzeitsbankett

Das Hochzeitsbankett - Originaltitel: Xi yan / The Wedding Banquet - Regie: Ang Lee - Drehbuch: Ang Lee, Neil Peng und James Schamus - Kamera: Jong Lin - Schnitt: Tim Squyres - Musik: Mader (Giacomo Puccini: "Madame Butterfly") - Darsteller: Winston Chao, May Chin, Mitchell Lichtenstein u.a. - 1993; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Wai-Tung Gao lebt schon lange in New York und ist amerikanischer Staatsbürger geworden. Immer wieder drängen ihn seine Eltern in Briefen aus Taiwan, endlich zu heiraten und schlagen auch gleich geeignete Kandidatinnen vor. Sie ahnen nicht, dass ihr Sohn schwul ist ...
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Kritik

"Das Hochzeitsbankett" ist eine witzige Komödie über einen Generationenkonflikt und den Zusammenprall zweier Kulturen, die Liebe im Allgemeinen und die Liebe zwischen Männern im Besonderen.
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Der chinesische Immigrant Wai-Tung Gao (Winston Chao) lebt schon lange in New York, hat es zu einem Mietshaus gebracht und ist amerikanischer Staatsbürger geworden. Immer wieder drängen ihn seine Eltern in Briefen aus Taiwan, endlich zu heiraten und schlagen auch gleich geeignete Kandidatinnen vor. Sie wissen nicht, dass ihr Sohn schwul ist und mit seinem amerikanischen Freund Simon (Mitchell Lichtenstein) glücklich zusammenlebt.

Schließlich lässt sich Wai-Tung auf eine Scheinehe mit der attraktiven Malerin Wei-Wei (May Chin) ein. Durch die Eheschließung wird das mittellose Mädchen die ersehnte Green Card erhalten und Wai-Tung endlich seine Eltern (Ah-Leh Gua, Sihung Lung) beruhigen können. Er ahnt nicht, was ihnen das bedeutet: Sie reisen eigens aus Taiwan an, um die Hochzeitsfeier mit vorzubereiten und freuen sich auf ein rauschendes Fest. Umso enttäuschter sind sie, als Wai-Tung und Wei-Wei ohne Brimborium auf dem Standesamt heiraten. Aber ein Restaurantbesitzer, der früher ein Untergebener General Gaos war, richtet für das Paar und zahlreiche Gäste dann doch noch ein üppiges Hochzeitsbankett aus. Danach ist Wai-Tung betrunken und lässt sich von Wei-Wei verführen, die Ehe zu vollziehen.

Simon muss sich als Wai-Tungs Vermieter ausgeben, damit die Eltern keinen Verdacht schöpfen. Für das schwule Paar wird es immer schwieriger, den Schein aufrechtzuerhalten, zumal Wei-Wei auch noch schwanger wird und Wai-Tungs Mutter darüber hocherfreut ist. Simon hingegen ist eifersüchtig und fühlt sich betrogen, als er begreift, dass Wai-Tung auch mit Wei-Wei Sex hatte. Er streitet mit seinem Geliebten. Kurz darauf muss Wai-Tungs Vater mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht werden.

Dort vertraut Wai-Tung sich seiner Mutter an, aber seinem Vater wollen sie seine Homosexualität weiterhin verheimlichen, um ihn nicht unnötig aufzuregen. Sie ahnen beide nicht, dass Herr Gao spätestens seit dem Streit zwischen Simon und Wai-Tung Bescheid weiß. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus wendet er sich heimlich an Simon und bittet ihn, sich um seinen Sohn und das Enkelkind zu kümmern. Aber Wai-Tung soll nichts von dem Gespräch und Wai-Tungs Mutter auch nichts über die sexuelle Orientierung ihres Sohnes erfahren.

Wei-Wei dachte zunächst an eine Abtreibung. Aber sie ändert ihre Meinung und beabsichtigt, das Kind in einer Patchwork-Familie mit Wai-Tung und Simon aufwachsen zu lassen.

Als Herr und Frau Gao nach Taiwan zurückkehren, wissen sie beide darüber Bescheid, glauben jedoch, der Ehepartner bzw. die Ehepartnerin sei ahnungslos.

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„Das Hochzeitsbankett“ ist eine witzige Komödie über einen Generationenkonflikt, Auswanderung und den Zusammenprall zweier Kulturen, die Liebe im Allgemeinen und die Liebe zwischen Männern im Besonderen.

Für „Das Hochzeitsbankett“ wurde Ang Lee auf der Berlinale 1993 mit einem „Goldenen Bären“ ausgezeichnet.

Ang Lee wurde am 23. Oktober 1954 in Pingtung im Süden Taiwans als ältester Sohn chinesischer Flüchtlinge geboren. Die Highschool, die er als Jugendlicher besuchte, wurde von seinem Vater geleitet. Nachdem er bei der Aufnahmeprüfung für die Universität zweimal durchgefallen war, meldete sich Ang Lee an der (heute zur Nationaluniversität Taiwan gehörenden) nationalen Kunstschule an.

Nach dem Militärdienst zog Ang Lee 1978 in die USA, um sein Studium der Film- und Theaterwissenschaften an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign fortzusetzen. 1985 schloss er es an der Tisch School of the Arts in New York mit einem Master ab. [Fortsetzung]

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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