Ein gutes Jahr

Ein gutes Jahr

Ein gutes Jahr

Ein gutes Jahr – Originaltitel: A Good Year – Regie: Ridley Scott – Drehbuch: Marc Klein, nach dem Roman "Ein guter Jahrgang" von Peter Mayle – Kamera: Philippe Le Sourd – Schnitt: Dody Dorn – Musik: Marc Streitenfeld – Darsteller: Russell Crowe, Albert Finney, Marion Cotillard, Abbie Cornish, Tom Hollander, Freddie Highmore, Didier Bourdon, Isabelle Candelier, Valeria Bruni Tedeschi u.a. – 2006; 120 Minuten

Inhaltsangabe

Als der ebenso skrupellose wie erfolgreiche Londoner Börsenmakler Max Skinner erfährt, dass sein Onkel Henry gestorben ist und er dessen Weingut in der Provence erbt, reist er hin, um es rasch zu verkaufen. Dass er dort als Kind jedes Jahr die Ferien verbrachte hält ihn ebenso wenig davon ab, wie die Sorge des langjährigen Verwalters Francis Duflot um den Arbeitsplatz. Doch dann verpasst Max den Rückflug und verliebt sich in eine Französin ...
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Kritik

Bei "Ein gutes Jahr" – der Verfilmung des Romans "Ein guter Jahrgang" von Peter Mayle durch Ridley Scott – handelt es sich um eine romantische, unterhaltsame Feelgood-Komödie in malerischen Bildern.
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Bei Max Skinner (Russell Crowe) handelt es sich um einen Börsenmakler in London, für den nichts außer dem Auf und Ab der Börsenkurse zählt. An Regeln hält er sich nicht, und seine Mitarbeiter verachtet er als „Laborratten“, weil sie nicht so erfolgreich sind wie er. Nur seine effiziente Sekretärin Gemma (Archie Panjabi) akzeptiert er halbwegs.

Eines Tages erhält er ein Telegramm mit der Nachricht, dass sein Onkel Henry Skinner (Albert Finney) gestorben sei. Weil der alte Herr kein Testament hinterlassen hat und Max sein nächster Verwandter ist, erbt er das Weingut des Verstorbenen in der Provence: „La Siroque“. Dort verbrachte Max als Kind (Freddie Highmore) jedes Jahr die Sommerferien. In der Absicht, es mit Hilfe des mit ihm befreundeten Immobilienmaklers Charlie Willis (Tom Hollander) zu verkaufen, fliegt Max nach Südfrankreich und lässt von Gemma einen Termin mit der Notarin vereinbaren.

Francis Duflot (Didier Bourdon), der Verwalter des Weinguts, ist bestürzt über Max‘ Pläne, denn bei einem Verkauf des Weinguts müssen er und seine Frau Ludivine (Isabelle Candelier), die für Henry als Haushälterin arbeitete, mit ihrer Entlassung rechnen. Obwohl Max ihn seit seiner Kindheit kennt, nimmt er darauf keine Rücksicht.

Während Max am Steuer telefoniert, überfährt er beinahe die Café-Besitzerin Fanny Chenal (Marion Cotillard), die ihm mit dem Fahrrad entgegenkommt, und merkt es nicht einmal. Als Fanny einige Zeit später den Leihwagen stehen sieht, dem sie ausweichen musste, sucht sie nach dem Fahrer – und findet ihn im leeren Swimming Pool des Weingutes. Max fiel hinein, als er vor seinem Rückflug noch rasch ein paar Fotos für Charlie Willis knipsen wollte. Fanny dreht kurzerhand das Wasser auf und verschwindet wieder.

Durch den Vorfall verpasst Max sein Flugzeug und einen entscheidenden Geschäftstermin in London. Außerdem gerät er wegen seiner dubiosen Börsenspekulationen in Schwierigkeiten und wird von seinem Chef, Sir Nigel (Kenneth Cranham), erst einmal suspendiert.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Im Café sieht Max die junge, attraktive Frau wieder, die den Pool flutete, und er verliebt sich in Fanny. Erst jetzt erfährt er von dem Beinahe-Unfall, und sie zeigt ihm wütend das Hämatom an ihrem Oberschenkel. Um es wieder gut zumachen, hilft Max im Café aus. Fanny versöhnt sich mit ihm und geht mit ihm ins Bett.

Unerwartet taucht eine junge Amerikanerin in „La Siroque“ auf und fragt nach Henry. Sie heißt Christie Roberts (Abbie Cornish) und behauptet, Henrys uneheliche Tochter zu sein. Obwohl Max bezweifelt, dass sie noch nichts von Henrys Tod gehört hat, klärt er sie darüber auf und befürchtet, dass sie ihm das Erbe streitig macht. Als sie beleidigt abreist, holt Max sie ein und übergibt ihr einen Brief Henrys, aus dem hervorgeht, dass sie tatsächlich seine Tochter ist.

Max fliegt nach London zurück. In der Firma wird ihm eine Partnerschaft vorgeschlagen, aber er schlägt das Angebot aus und entscheidet sich stattdessen für ein Leben mit Fanny in der Provence. Christie übernimmt die Leitung des Weingutes. Sie hat inzwischen durchschaut, dass Max den Brief gefälscht hat, aber darüber wird nicht gesprochen.


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Ridley Scott (* 1937) soll seinen Freund Peter Mayle (* 1939) dazu angeregt haben, den Roman „A Good Year“ zu schreiben (New York 2004; „Ein guter Jahrgang“, Übersetzung: Ursula Bischoff, Blessing Verlag, München 2004, 287 Seiten, ISBN: 3-89667-125-1). Jedenfalls liegt das Buch dem Film „Ein gutes Jahr“ zugrunde.

„Ein gutes Jahr“ dreht sich um den Zusammenprall zweier Lebensstile, den Gegensatz von savoir vivre und big business, und es ist ein Plädoyer für die genießerische französische Lebensart. Die etwas märchenhafte Handlung ist klischeehaft, vorhersehbar und oberflächlich. Sehenswert ist die unterhaltsame Feelgood-Komödie wegen der malerischen Bilder des Kameramannes Philippe Le Sourd.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2009

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