Tricks

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Tricks - Originaltitel: Matchstick Men – Regie: Ridley Scott – Drehbuch: Nicholas Griffin und Ted Griffin, nach dem Roman "Ein brillanter Bluff" von Eric Garcia – Kamera: John Mathieson – Schnitt: Dody Dorn – Musik: Hans Zimmer – Darsteller: Nicolas Cage, Sam Rockwell, Alison Lohman, Bruce Altman, Bruce McGill, Jenny O'Hara, Steve Eastin, Beth Grant, Sheila Kelley u.a. – 2003; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Roy, der vor gut 14 Jahren seine damals schwangere Frau verließ und seither unter Neurosen leidet, arbeitet mit seinem Partner Frank als Trickbetrüger. Als ihm eines Tages die Tabletten ausgehen, rät Frank ihm, den Psychiater Dr. Klein aufzusuchen. Der findet heraus, dass Roy eine 14-jährige Tochter hat und rät ihm, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Roy spricht sie vor der Schule an. Durch Angela vergisst er seine Neurosen, und um seiner Vaterrolle gerecht zu werden, will er mit den Betrügereien aufhören ...
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Kritik

Die Gaunerkomödie "Tricks" basiert auf dem Roman "Ein brillanter Bluff" von Eric Garcia. Ridley Scott hat bessere Filme gedreht, aber "Tricks" ist immerhin witzig, unterhaltsam und überrascht gegen Ende zu mit einer unerwarteten Wendung.
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Vor gut vierzehn Jahren verließ Roy Waller (Nicolas Cage) seine schwangere Ehefrau Heather, weil er argwöhnte, dass sie ihn betrogen hatte. Er weiß nicht, ob sie damals einen Sohn oder eine Tochter bekam. Obwohl er eine massive Zwangsneurose entwickelte und seine Gesichtszuckungen nur durch die regelmäßige Einnahme von Tabletten unterdrücken kann, wohnt er in einem komfortabel eingerichteten Haus mit Swimming Pool in Los Angeles und verfügt über ein Bankschließfach voller Geld. Das stammt von einfallsreichen Trickbetrügereien, die er zusammen mit seinem leichtlebigen Partner Frank Mercer (Sam Rockwell) durchführt. Frank lebt über seine Verhältnisse, hat Schulden und möchte deshalb einen großen Coup durchziehen, aber Roy hält das für zu riskant.

Als Roy seine Tabletten versehentlich in den Abfluss des Spülbeckens fallen lässt und erfährt, dass sein Arzt an die Ostküste gezogen ist, wagt er sich nicht mehr aus dem Haus, hebt auch das Telefon nicht mehr ab und putzt nur noch den ganzen Tag. Nach einer Woche taucht Frank bei ihm auf und überredet ihn, einen Psychiater aufzusuchen. Dr. Klein (Bruce Altman) bringt Roy zum Reden und gibt ihm Tabletten mit, nach deren Einnahme er sich gleich besser fühlt. (Er ahnt nicht, dass es sich um ein wirkungsloses Pflanzenpräparat handelt.) Nach einer der Sitzungen erklärt sich Dr. Klein bereit, Roys Exfrau Heather anzurufen und sich nach dem inzwischen vierzehnjährigen Kind zu erkundigen. Danach berichtet er Roy, es handele sich um eine Tochter namens Angela.

Vor der von Dr. Klein genannten Schule wartet Roy, bis ihm ein Mädchen auffällt, das er fragt, ob es Angela heiße. Der Teenager (Alison Lohmann) sagt ja, und Roy gibt sich als Vater zu erkennen. Kurz darauf – inzwischen sind Sommerferien – steht Angela vor seiner Tür, will ein paar Tage bei ihm wohnen und ihn näher kennen lernen.

Bald durchschaut sie, womit Roy sein Geld verdient, und sie lässt ihm keine Ruhe, bis er ihr einen Trick beibringt, mit dem es ihr gelingt, von einer leichtgläubigen Hausfrau (Beth Grant) in einem Waschsalon 300 Dollar zu bekommen.

Durch Angela vergisst Roy seine Ticks und Neurosen.

Frank kann ihn schließlich doch zu einem größeren Coup überreden: Als die beiden den Gauner Chuck Frechette (Bruce McGill) um einen Koffer voll Geld betrügen wollen, sorgt Angela durch ein Ablenkungsmanöver dafür, dass Roy die Koffer unbemerkt vertauschen kann.

Roy überlässt Frank das Geld, denn nach diesem Coup will er die Betrüger-Karriere beenden, um seiner Verantwortung als Vater gerecht zu werden und seiner Tochter nicht länger ein schlechtes Vorbild zu liefern.

Als Roy und Angela einige Tage später ins Haus kommen, sitzt Chuck Frechette im Wohnzimmer. Er hat Frank in seiner Gewalt und verlangt sein Geld zurück. Angela gelingt es, an Roys versteckten Revolver zu kommen: Damit schießt sie auf Chuck Frechette. Der bricht zusammen. Frank beugt sich über ihn und meint, der Verletzte werde nicht überleben. Roy beauftragt seinen Partner, die schluchzende Angela in ein Motel zu bringen. Den tödlichen Schuss will er auf sich nehmen. Nachdem er sich von Frank und Angela verabschiedet hat, kehrt er mit zwei großen Plastiksäcken ins Wohnzimmer zurück. Dort wundert er sich, weil Chuck Frechette nicht mehr am Boden liegt. Im nächsten Augenblick schlägt ihm jemand von hinten auf den Kopf.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

In einem Krankenbett kommt Roy wieder zu sich. Als ihn Dr. Klein besucht, erklärt er ihm, Angela sei in Schwierigkeiten, nennt ihm das Motel, in das er Frank und Angela schickte und den Code seines Bankschließfaches: Den soll er Angela telefonisch durchgeben, damit sie ihre Flucht vor der Polizei finanzieren kann.

In dem Zimmer, in dem Roy liegt, ist es brütend heiß. Niemand kümmert sich mehr um ihn. Er steht auf, öffnet die Tür – und stellt fest, dass er sich gar nicht in einem Krankenhaus, sondern in einem eigens hergerichteten Raum eines Parkhauses befindet: Frank, Dr. Klein und Angela haben ihn hereingelegt! Roy nimmt ein Taxi zur Bank. Dort findet er seine Befürchtungen bestätigt: Das Schließfach wurde ausgeräumt.

Von Heather (Melora Walters), die er nach mehr als vierzehn Jahren zum ersten Mal aufsucht, erfährt Roy, dass sie damals eine Fehlgeburt erlitten hatte.

Ein Jahr später – Roy ist inzwischen von seinen Neurosen kuriert und mit Kathy (Sheila Kelley) zusammen, die er als Kassiererin im Supermarkt kennen gelernt hatte – begegnet er zufällig „Angela“ wieder. Er versichert ihr, die Tage mit ihr als seiner vermeintlichen Tochter seien gut für ihn gewesen.

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Die Gaunerkomödie „Tricks“ (Originaltitel: „Matchstick Men“) basiert auf dem 2002 veröffentlichten Trivialroman „Ein brillanter Bluff“ (Originaltitel: „Matchstick Men“) von Eric Garcia (Übersetzung: Sonja Hauser, Droemer Knaur 2003, 253 Seiten). Ein Meisterwerk ist auch der von Ridley Scott inszenierte Film nicht, doch „Tricks“ ist immerhin witzig und augenzwinkernd unterhaltsam. Gegen Ende zu überrascht der Film mit einer unerwarteten Wendung, die alles Vorherige in einem neuen Licht erscheinen lässt. Von den Darstellern überzeugt vor allem Alison Lohmann. Wenn man sie in der Rolle der vierzehnjährigen Angela sieht, glaubt man kaum, dass sie bei den Dreharbeiten schon zehn Jahre älter war.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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