Episches Theater


Bertolt Brecht (1898 – 1956) wollte nicht, dass die Theaterbesucher von der Illusion des Bühnengeschehens mitgerissen werden, denn es ging ihm darum, das Publikum zu aktivieren. Zu diesem Zweck führte er ein „episches Theater“ ein.

Statt wie bei der aristotelischen Tragödie eine durchlaufende Handlung auf einer Guckkastenbühne möglichst störungsfrei ablaufen zu lassen, werden beim epischen Theater zum Beispiel nüchtern-lehrhafte Beispiele möglichen Verhaltens in loser Folge aneinandergereiht. Um den Verfremdungseffekt weiter zu steigern, verzichtet das epische Theater weitgehend auf Kulissen und Requisiten. Auch eine Kommentierung der Aufführung durch einen „Spielleiter“, einen Chor oder die Darsteller selbst erschwert es dem Publikum, mit einer Bühnenfigur mitzufühlen oder sich in einer Illusion zu verlieren. Episches Theater will keine Emotionen hervorrufen, sondern die Zuschauer mit gesellschaftlichen Problemen konfrontieren und zu eigenständigem Denken anregen.

© Dieter Wunderlich 2005

Bertolt Brecht (Kurzbiografie)

Bertolt Brecht: Baal (Verfilmung)
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Bertolt Brecht: Dreigroschenroman
Bertolt Brecht: Leben des Galilei
Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan

Sebastian Faulks - Gesang vom großen Feuer
"Gesang vom großen Feuer" ist ein etwas pathetischer Antikriegsroman, beginnt jedoch mit einer Dreiecksgeschichte und erweckt deshalb zunächst falsche Erwartungen. Sebastian Faulks wechselt zwischen drei Zeitebenen: 1910, 1916 – 1918, 1978/79. Er veranschaulicht die Unmenschlichkeit des Krieges in realistischen, einprägsamen und gründlich recherchierten Bildern.
Gesang vom großen Feuer

 

 

 

Deutscher Buchpreis 2018
(Vorstellung des Romans der Preisträgerin und zehn weiterer Bücher der Finalisten)


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