|
John Huston: African Queen mit Humphrey Bogart, Katharine Hepburn u. a. |
John Huston: African Queen |
Inhaltsangabe:
Der heruntergekommene kanadische Kapitän Charlie Allnutt (Humphrey Bogart) schippert auf seiner schrottreifen Barkasse "African Queen" in Deutsch-Ostafrika herum und überbringt im August 1914 dem englischen Geistlichen Samuel Sayer (Robert Morley) und dessen Schwester Rose (Katharine Hepburn), die in einer Eingeborenensiedlung missionieren, die Nachricht vom Ausbruch des (Ersten) Weltkriegs. Kurz darauf wird das Dorf von deutschen Truppen überfallen. Samuel Sayer wird dabei verwundet und erliegt seinen Verletzungen. Charlie Allnutt kehrt zurück und nimmt die Schwester des Toten mit an Bord. |
Filmkritik:John Huston (1906 - 1987) drehte "African Queen" (Originaltitel: "The African Queen") nach der gleichnamigen Romansatire von Cecil S. Forester (1899 - 1966 – "African Queen", Übersetzung von Doris Kornau: Ullstein 1985). Zwei nicht mehr ganz junge Menschen, die die Suche nach dem persönlichen Glück längst aufgegeben hatten, kommen sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit auf einer lebensgefährlichen Flussfahrt näher und finden die große Liebe. Der Film wird fast ausschließlich von den beiden exzellenten Schauspielern Humphrey Bogart (1899 - 1957) und Katherine Hepburn (1907 - 2003) und deren Wortgefechten getragen. Humphrey Bogart wurde dafür mit einem "Oscar" ausgezeichnet. Nominierungen hatte es auch für das Drehbuch, die Regie und Katherine Hepburn gegeben. "African Queen" gilt als Meilenstein in der Filmgeschichte. Gedreht wurde unter abenteuerlichen Bedingungen, großen Strapazen und unvorhergesehenen Schwierigkeiten im Kongo und in Uganda. Dabei wurde auch der legendäre, von der Meyer-Werft in Papenburg an der Ems gebaute Dampfer "Liemba" benutzt. John Huston nützte die Gelegenheit, um auf Elefantenjagd zu gehen. Katherine Hepburn berichtete darüber in ihrem Buch "The Making of The African Queen Or How I Went to Africa with Bogart, Bacall and Huston and Almost Lost My Mind" ("African Queen oder Wie ich mit Bogart, Bacall und Huston nach Afrika fuhr und beinahe den Verstand verlor", Übersetzung von Jürgen Abel: Heyne 1992). Den Roman "White Hunter, Black Heart" ("Weißer Jäger, schwarzes Herz", Übersetzung von Otto Schrag: Schweizer Verlagshaus 1990), den Peter Viertel über die Dreharbeiten schrieb, verwendete Clint Eastwood als Vorlage für seinen gleichnamigen Film.
Weißer Jäger, schwarzes Herz – Originaltitel: White Hunter, Black Heart – Regie: Clint Eastwood – Drehbuch: Peter Viertel, James Bridges und Burt Kennedy, nach dem Roman "Weißer Jäger, schwarzes Herz" von Peter Viertel – Kamera: Jack N. Green – Schnitt: Joel Cox – Musik: Lennie Niehaus – Darsteller: Clint Eastwood, Jeff Fabey, Charlotte Cornwell, George Dzundza, Alan Armstrong, Norman Lumsden, Catherine Neilson u.a. – 1990; 110 Minuten |
|
Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006
John Huston: Die Spur des Falken |