Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz
(Märchen)
      Kritik:
Mit "Der kleine Prinz" hinterließ Antoine de Saint-Exupéry ein zauberhaftes und wunderbar erzähltes Märchen. Buchkritik, Rezension
 

Antoine de Saint-Exupéry:
Der kleine Prinz

 
 
Inhalt:
Der Erzähler muss mit seinem Flugzeug mitten in der Sahara notlanden, "tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt". Da begegnet er einem seltsamen Jungen, der ihm verrät, er sei ein Prinz von einem kleinen Stern ... Inhaltsangabe, Handlung




Erstausgabe: New York 1943
Le Petit Prince, Paris 1946

Der kleine Prinz
Übersetzung: Grete und Josef Leitgeb
Karl Rauch Verlag, Düsseldorf 1950
   



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Antoine de Saint-Exupéry:
Der kleine Prinz

Inhaltsangabe:

Der Erzähler muss mit seinem Flugzeug mitten in der Sahara notlanden, "tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt".

Da begegnet er einem seltsamen Jungen, der ihm verrät, er sei ein Prinz von einem kleinen Stern. Den verließ er, als er an der Liebe seiner Rose zu zweifeln begann. Sie versteckte nämlich ihre Zuneigung hinter widerspenstigen Reden. Dass dies nur aus jungfräulicher Scham und Angst geschah, verstand der kleine Prinz noch nicht.

Auf seiner langen Reise durch den Weltraum traf er zuerst einen König ohne Untertanen, der nur befahl, was ohnehin geschah. Auf dem zweiten Planeten lebte ein Eitler, der ständig bewundert werden wollte. Es folgte ein Säufer, der trank, um zu vergessen, dass er sich schämte, weil er trank. Einen Geschäftsmann, der die Sterne kaufen und besitzen wollte, verstand der kleine Prinz noch weniger als den König, den Eitlen und den Säufer, aber was er auf dem fünften Planeten beobachtete, gefiel ihm: Da zündete ein Mann bei Sonnenuntergang die Laternen an und löschte sie dann wieder in der Morgendämmerung. Aber der Laternenanzünder teilte die Begeisterung seines Besuchers gar nicht, denn sein Planet rotierte immer schneller und er musste immer häufiger nach den Laternen sehen. Der Geograf, den der kleine Prinz dann traf, erschreckte ihn mit der Behauptung, Blumen seien vergänglich und unbedeutend.

Nachdem er auf die Erde gefallen war, lernte er Menschen wie den Händler kennen, der Pillen gegen den Durst verkaufte, weil man durch den Verzicht auf das Trinken 53 Minuten pro Woche sparen konnte. (Erinnert das nicht an "Momo"?) Bücher von Dieter Wunderlich Ein Jahr lang wanderte der kleine Prinz über die Erde. Unterwegs befreundete er sich mit einem Fuchs, der sich von ihm zähmen ließ und ihm zum Abschied ein Geheimnis verriet: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Und obwohl der kleine Prinz auf der Erde viele, viele Rosen sah, versteht er nun, dass seine Rose für ihn einmalig ist und er sich um sie kümmern muss. Um heimkehren zu können, lässt er sich von einer Giftschlange beißen.

Das geschieht, als es dem Erzähler gerade gelungen ist, nach tagelanger Arbeit sein Flugzeug zu reparieren und dem Tod in der Wüste zu entgehen.

Buchbesprechung:

Antoine de Saint-Exupéry (1900 – 1944) stammte aus einer alten französischen Adelsfamilie. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater. Seinen Militärdienst absolvierte er Anfang der Zwanzigerjahre in einem Fliegerregiment, und von 1926 bis 1928 arbeitete er als Pilot der "Companie générale aéropostale" auf der Strecke Toulouse – Casablanca – Dakar. Später war er Direktor der Luftpost von Buenes Aires und Testpilot. 1935 stürzte er über der Wüste von Ägypten ab, aber trotz seiner Verletzungen flog er weiter. Als die Deutschen 1940 Frankreich besetzten, emigrierte er nach New York. Nach der Landung alliierter Truppen in Nordafrika im November 1942 führte er für die Freifranzosen unter Charles de Gaulle militärische Aufklärungsflüge in Westeuropa durch. Von seinem letzten Flug, zu dem er am 31. Juli 1944 von Borgo auf Korsika gestartet war, kehrte er nicht mehr zurück. Das Wrack seiner Maschine (Lightning P 38) entdeckte man im Frühjahr 2000 vor der Küste südöstlich von Marseille. Mitte März 2008 wurde publik, dass Antoine de Saint-Exupéry von dem damaligen deutschen Jagdflieger Horst Rippert in der Nähe von Toulon abgeschossen worden war. "Wenn ich gewusst hätte, dass das Saint-Exupéry war, hätte ich niemals geschossen", beteuerte der inzwischen achtundachtzigjährige Horst Rippert, der Bruder des Sängers Ivan Rebroff (bürgerlich: Hans Rolf Rippert, 1931 – 2008).

Über die Beziehung von Antoine de Saint-Exupéry und seiner Ehefrau Consuelo berichten Alain Vircondelet und José Martinez Fructuoso in ihrem Bildband mit dem Titel "Antoine et Consuelo de Saint Exupéry. Un amour de légende" (Verlag Les Arènes, Paris 2005, 182 Seiten).

Mit "Der kleine Prinz" hinterließ Antoine de Saint-Exupéry ein zauberhaftes und wunderbar erzähltes Märchen. (Verfilmt wurde "Der kleine Prinz" 1966 von dem litauischen Regisseur Arünas Gebriünas.)

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002 - 2008

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