Das Geisterhaus

Das Geisterhaus

Das Geisterhaus

Das Geisterhaus - Originaltitel: La casa de los espíritus / The House of the Spirits - Regie: Bille August - Drehbuch: Bille August, nach dem Roman "Das Geisterhaus" von Isabel Allende - Kamera: Jörgen Persson - Schnitt: Janus Billeskov Jansen - Musik: Hans Zimmer - Darsteller: Jeremy Irons, Glenn Close, Meryl Streep, Winona Ryder, Antonio Banderas, Armin Müller-Stahl, Vanessa Redgrave u.a. - Produktion: Bernd Eichinger - 1993; 140 Minuten

Inhaltsangabe

Isabel Allende, eine Verwandte des 1973 ermordeten chilenischen Präsidenten, beschrieb in ihrem Roman "Das Geisterhaus" das Schicksal von vier Generationen einer Familie. Der dänische Filmregisseur Bille August konzentrierte sich auf drei davon.
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Kritik

"Das Geisterhaus", die Verfilmung eines Romans von Isabel Allende, ist eine gewaltige Familiensaga voller Gefühle und Leidenschaften.
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Die Handlung beginnt in den Zwanzigerjahren in Santiago de Chile. Der ehrgeizige Minenarbeiter Esteban Trueba (Jeremy Irons) verlobt sich mit der aus gutem Hause stammenden Rosa del Valle. Doch die Braut fällt einem Giftanschlag zum Opfer. Ihre Schwester Clara verstummt, weil sie sich einbildet, das Unglück durch ihre seherischen Fähigkeiten herbeigeführt zu haben.

Esteban verlässt die Stadt und zieht aufs Land, um sich dort mit eiserner Entschlossenheit eine neue Existenz aufzubauen. Der Großgrundbesitzer bringt es zu Ansehen und Wohlstand, aber die Einsamkeit und der Gram über den Tod seiner Braut machen den Gutsherrn zum unbarmherzigen Tyrannen, dem es nur noch um materiellen Erfolg geht.

Als Esteban erfährt, dass seine Mutter gestorben ist, besucht er seine unterwürfige, verschlossene Schwester Ferula (Glenn Close) in Santiago de Chile und verliebt sich dort in die offene, sanftmütige Clara (Meryl Streep). Zu dritt richten sie sich auf Estebans Hacienda „Tres Marias“ ein. Ruhe und Frieden scheint auf dem Gut einzukehren. Zwischen Clara und Ferula entwickelt sich eine sinnliche Intimität – bis der Patriarch in wilder Eifersucht seine Schwester aus dem Haus jagt.

Seine Tochter Blanca (Winona Ryder) lehnt sich gegen ihren despotischen Vater auf und verliebt sich ausgerechnet in den rebellischen Landarbeiter Pedro (Antonio Banderas). Esteban, der zum Senator der konservativen Partei aufsteigt, verbietet es Blanca, sich mit Pedro zu treffen. Nach einem von Esteban unterstützten Militärputsch wird Blanca von Armeeangehörigen abgeholt und gefoltert.

Ausführliche Inhaltsangabe zur literarischen Vorlage: „Das Geisterhaus“.


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Der Film „Das Geisterhaus“ von Bille August ist eine gewaltige Familiensaga voller Gefühle und Leidenschaften, großartig besetzt mit Jeremy Irons, Glenn Close, Meryl Streep, Winona Ryder, Antonio Banderas, Armin Müller-Stahl, Vanessa Redgrave.

Isabel Allende beschreibt in ihrem Roman „Das Geisterhaus“ („La casa de los espíritus“) das Schicksal von vier Generationen einer Familie. Der dänische Filmregisseur Bille August konzentriert sich auf drei davon. Claras Söhne Jaime und Nicolas lässt er ganz weg, die Romanfigur Miguel geht in Pedro auf, und statt Alba wird Blanca unter der Militärdiktatur gefoltert.

Die Familienchronik spielt vor dem Hintergrund der Volksfrontregierung von Salvador Allende und dem Militärputsch von 1973 in Chile. Vermutlich wurde dabei auch der Dichter Pablo Neruda ermordet.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002 / 2010

Isabel Allende: Das Geisterhaus
Salvador Allende (Kurzbiografie)
Militärputsch in Chile 1973

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