Das Leben ist schön

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön – Originaltitel: La vita è bella – Regie: Roberto Benigni – Drehbuch: Vincenzo Cerami und Roberto Benigni – Kamera: Tonino Delli Colli – Schnitt: Simona Paggi – Musik: Nicola Piovani – Darsteller: Roberto Benigni, Giorgio Cantarini, Nicoletta Braschi, Sergio Bustric, Horst Buchholz, Marisa Paredes, Giustino Durano, Lydia Alfonsi, Giuliana Lojodice, Amerigo Fontani u.a. – 1998; 120 Minuten

Inhaltsangabe

Als der italienische Jude Guido mit seinem fünfjährigen Sohn von den in Italien einmarschierten Deutschen in ein Konzentrationslager gebracht wird, gaukelt er dem Kind unermüdlich und mit immer neuen aberwitzigen Einfällen vor, es handele sich um ein lustiges Spiel, bei dem es am Ende einen Panzer zu gewinnen gebe.
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Kritik

Wie Charlie Chaplin in "Der große Diktator" macht Roberto Benigni in "Das Leben ist schön" die nationalsozialistische Herrschaft in einer surrealen Tragikomödie mit Slapstick-Elementen lächerlich. Dabei wird die Absurdität dieses Schreckensregimes um so deutlicher.
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Handlung:

1938 zieht der unbekümmerte, lebensfrohe Tolpatsch Guido Orefice (Roberto Benigni) vom Land in die Stadt und träumt von einer eigenen Buchhandlung in Arezzo. Zunächst verdient er seinen Lebensunterhalt als Kellner. In einer Schule, wo man ihn mit dem Schulinspektor verwechselt, veralbert er die neuen Rassengesetze. Guido verliebt sich in die aus einer besseren Familie stammende Lehrerin Dora (Nicoletta Braschi) und gewinnt sie für sich, obwohl sie mit einem einflussreichen Mussolini-Sympathisanten verlobt ist. Guido und Dora heiraten und zeugen einen Sohn: Giosué. Auch der Traum von einer Buchhandlung geht in Erfüllung.

Im Herbst 1943 zerstören die in Italien einmarschierten Deutschen das Familienglück. Guido hat jüdische Vorfahren. Als er und sein fünfjähriger Sohn (Giorgio Cantarini) in ein Konzentrationslager gebracht werden, schließt sich auch Dora ungeachtet ihrer italienischen Herkunft dem Transport an. Um Giosué vor der drohenden Vernichtung zu schützen und ihm den Schrecken zu ersparen, tut Guido so, als handele es sich um ein wochenlanges Spiel auf einem riesigen Abenteuerspielplatz.

Dazu gehöre auch, dass Horrorgeschichten erzählt werden und die SS-Männer die Gefangenen schikanieren. Wer sich davon nicht beeindrucken lasse, dem Hunger standhalte und sich im entscheidenden Augenblick erfolgreich verstecke, erhalte Punkte gutgeschrieben. Ein Panzer sei der Preis für den Sieger. Obwohl sie die Teilnahmegebühr bezahlt hatten, habe man sie zuerst nicht mitmachen lassen wollen, behauptet Guido, aber es sei ihm dann doch gelungen, die Verantwortlichen zu überreden. Die Teilnehmernummer trage er jetzt als Tätowierung auf dem Unterarm; da könne er sie nicht verlieren. Wenn Guido nach unmenschlichen Strapazen abends in die Baracke zurückkehrt, denkt er sich unermüdlich immer neue aberwitzige Erklärungen aus, und es gelingt ihm, die Fiktion aufrechtzuerhalten.

Die Amerikaner rücken an; das Konzentrationslager wird geräumt. Guido schickt seinen Sohn zu einer Blechkiste. Darin soll er sich verstecken und erst wieder herausklettern, wenn alles still ist. Durch einen Spalt beobachtet Giosué, wie sein Vater abgeführt wird. Guido zwinkert seinem Sohn scheinbar aufgekratzt zu und hüpft, als handele es sich um einen besonders lustigen Teil des großen Spiels. So entgeht es Giosué, dass sein Vater hinter der nächsten Ecke erschossen wird.

Als nichts mehr zu hören ist, wagt sich Giosué aus seinem Versteck. Da kommt der erste amerikanische Panzer auf ihn zu. Er ist offenbar der Sieger des Spiels, wie es der Vater von Anfang an versprochen hatte. Bald darauf findet Giosué auch die Mutter wieder und jubelt: „Mama, wir haben gewonnen!“

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Wie Charlie Chaplin in „Der große Diktator“ oder Radu Mihaileanu in „Zug des Lebens“ macht Roberto Benigni die nationalsozialistische Herrschaft in einer surrealen Tragikomödie mit Slapstick-Elementen lächerlich. Dabei wird die Absurdität dieses Schreckensregimes um so deutlicher. Auch wenn man beim Zuschauen immer wieder lacht, handelt es sich bei „Das Leben ist schön“ um einen erschütternden Film, und in keiner Minute vergisst man das Grauen hinter der Clownerie.

„Das Leben ist schön“ erhielt den Jewish Experience Award und wurde 1998 außerdem mit dem Europäischen Filmpreis sowie dem Großen Preis der Jury der Filmfestspiele in Cannes ausgezeichnet. „Oscars“ gab es in den Sparten bester Auslandsfilm, Hauptdarsteller (Roberto Benigni) und Musik (Nicola Piovani). Nominiert hatte man auch Film, Regie, Drehbuch und Schnitt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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