Nachtgestalten

Nachtgestalten

Nachtgestalten

Originaltitel: Nachtgestalten - Regie: Andreas Dresen - Drehbuch: Andreas Dresen, nach einer Episode aus dem Tagebuchroman "Meine Nachtgestalten" von Annegret Held - Kamera: Andreas Höfer - Schnitt: Monika Schindler - Musik: Cathrin Pfeifer und Rainer Rohloff - Darsteller: Meriam Abbas, Dominique Horwitz, Oliver Bäßler, Susanne Bormann, Michael Gwisdek, Ricardo Valentim, Imogen Kogge, Josefine Leuschner, Daniela Dietze, Eralp Hüseyin Uzun u.a. - 1999; 105 Minuten

Inhaltsangabe

In der Nacht des (fiktiven) Papstbesuchs im Jahr 1999 kreuzen sich in Berlin die Wege von zwei Obdachlosen, eines Bauern und einer minderjährigen Hure, eines erfolglosen Geschäftsmanns und eines kleinen Angolaners.
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Kritik

"Nachtgestalten" ist ein trotz einiger Klischees beinahe authentisch wirkender Episodenfilm in blassen Farben.
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Berlin in der Nacht des (fiktiven) Papstbesuchs im Jahr 1999.

Die Pennerin Hanna (Meriam Abbas) findet einen Hundertmarktschein in ihrer Sammelschachtel und macht sich daraufhin mit ihrem ebenfalls obdachlosen Freund Victor (Dominique Horwitz) auf die Suche nach einem Hotelzimmer, um endlich einmal wieder ein Bad zu nehmen und in einem Bett zu schlafen.

Der unbedarfte Bauer Jochen (Oliver Bäßler) aus Neu-Ruppin sucht in der Hauptstadt nach einem sexuellen Abenteuer, denn auf dem Land sind die jungen Frauen entweder arrogant oder verheiratet. Mit der minderjährigen, drogensüchtigen Prostituierten Patty (Susanne Bormann) geht er in das trostlose Zimmer eines Stundenhotels – und wird von dem Mädchen ausgeraubt.

Der Geschäftsmann Peschke (Michael Gwisdek), ein spießiger Verlierertyp, trifft am Flughafen statt auf die erwartete japanische Geschäftspartnerin auf den kleinen Angolaner Feliz (Ricardo Valentim), der gerade ankam und nicht abgeholt wird, weil Ricardo (Ade Sapara) im Stau steckt. Zuerst verdächtigt er den schwarzen Jungen als Dieb, dann nimmt er sich seiner an. Dabei wird ihm auch noch sein Auto von Jugendlichen gestohlen.


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Alle diese Menschen, deren Wege sich in dieser besonderen Nacht kreuzen, suchen nach ein bisschen Glück und Liebe, aber sie geraten in die Fallen der Großstadt. „Nachtgestalten“ ist ein trotz einiger Klischees beinahe authentisch wirkender Episodenfilm, der nur hin und weder einen gezielt gesetzten Farbtupfer aufweist.

Andreas Dresen (*1963) arbeitete 1984/85 als Tontechniker am Schweriner Theater, volontierte dann bei der DEFA und studierte 1986 bis 1992 an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Mit „Stilles Land“ begann er 1992 seine Karriere als Regisseur und Drehbuchautor. Es folgten „Mein unbekannter Ehemann“ (1994), „Raus aus der Haut“ (1998), „Nachtgestalten“ (1999), „Die Polizistin“ (2000), „Halbe Treppe“ (2002), „Willenbrock“ (2004).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

Andreas Dresen (kurze Biografie / Filmografie)

Andreas Dresen: Die Polizistin
Andreas Dresen: Halbe Treppe
Andreas Dresen: Willenbrock
Andreas Dresen: Sommer vorm Balkon
Andreas Dresen: Halt auf freier Strecke
Andreas Dresen: Als wir träumten

Maarten 't Hart - Der Schneeflockenbaum
Die chronologische Entwicklung der Geschichte, das behäbige Tempo und der burleske Stil wirken etwas altmodisch, aber Maarten 't Harts Erzählfreude macht "Der Schneeflockenbaum" unterhaltsam und lesenswert.
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