David Guterson : Das Land vor uns, das Land hinter uns

Das Land vor uns, das Land hinter uns

David Guterson

Das Land vor uns, das Land hinter uns

Originalausgabe: The Country Ahead of Us,the Country Behind, New York 1989 Das Land vor uns, das Land hinter uns Übersetzung: Christa Krüger Berlin Verlag 1997
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

"David Gutersons Gestalten gehen in die Wildnis, um Enten und Silberforellen nachzustellen, aber was sie finden, ist etwas ganz anderes: das Ende ihrer Jugend, die motivlose Grausamkeit völlig fremder Menschen, ihre eigenen Unwahrheiten und heimlich betrauerten falschen Entscheidungen." (Klappentext)
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Kritik

Unter dem Titel "Das Land vor uns, das Land hinter uns" vereinigt David Guterson ruhige, unaufgeregte Erzählungen, die dem Leser die Schicksale einfacher, wenig gebildeter Menschen unsentimental, aber doch einfühlsam nahebringen.

In den meisten der zehn Erzählungen geht es um Menschen in ihrem sozialen Umfeld. In „Piranhas“ zum Beispiel beschreibt David Guterson einen Jugendlichen, der sich von seinen Eltern vernachlässigt fühlt und mit Aquariumsfischen seine eigene Welt nachstellt. „Eine amerikanische Ulme“ ist als Sinnbild für einen vereinsamten alten Mann zu sehen,

der nach einem Unfall in einem Altenheim dahinvegetiert, bis er sich zu einem letzten fatalen Entschluss aufrafft.

Es fällt auf, dass bei David Guterson hauptsächlich Männer im Mittelpunkt stehen. Oft spielt sich die Handlung in der Natur ab, so zum Beispiel auf der Jagd („Der erste Tag“). Dabei gelingt es David Guterson, die abgeschiedene Landschaft der amerikanischen Pazifikküste bildhaft vor Augen zu führen. Es sind ruhige, unaufgeregte Geschichten, die dem Leser die Schicksale unsentimental, aber doch einfühlsam nahebringen. Durch die sparsamen Dialoge wird das Milieu der meist einfachen, wenig gebildeten Menschen gut vermittelt.

David Guterson, 1956 geboren, wohnt mit seiner Familie in Seattle. Sein Roman „Schnee, der auf Zedern fällt“ machte ihn schlagartig bekannt. Seine Erzählungen wurden aber vorher schon veröffentlicht und gelobt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Irene Wunderlich 2002

Scott Hicks: Schnee, der auf Zedern fällt

Andreas Maier - Wäldchestag
Ein Haufen zum Teil betrunkener Kleinstädter reden übereinander und darüber, was sie von anderen über wieder andere gehört haben wollen. Gerade die Banalität, die Gewöhnlichkeit der Gespräche ist erschreckend, weil sich dahinter der Wahnsinn des Alltäglichen zeigt. "Wäldchestag" ist Milieustudie und Provinzposse zugleich.
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