Der Filmamateur

Der Filmamateur

Der Filmamateur

Der Filmamateur - Regie: Krzysztof Kieslowski - Drehbuch: Krzysztof Kieslowski und Jerzy Stuhr - Kamera: Jacek Petrycki - Schnitt: Halina Nawrocka - Musik: Krzysztof Knittel - Darsteller: Jerzy Stuhr, Malgorzata Zabkowska, Stefan Czyzewski, Ewa Pokas, Jerzy Nowak, Tadeus Bradecki, Marek Litewka, Boguslaw Sobczuk, Krszystof Zanussi, Andrzej Jurga - 1979; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Für zwei Monatslöhne kauft Filip Mosz nach der Geburt seiner Tochter eine einfache Filmkamera, um festzuhalten, wie sie aufwächst. Als der Direktor des Werkes, in dem Filip als Angestellter tätig ist, von dessen filmischen Ambitionen erfährt, beauftragt er ihn, die bevorstehende Jubiläumsfeier zu filmen. Immer stärker engagiert sich Filip für sein neues Hobby ...
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Kritik

"Der Filmamateur" ist eine humorvolle Satire von Krzysztof Kieslowski über die Trostlosigkeit des sozialistischen Alltags in Polen, das Filmemachen und die Gefahr des Realitätsverlustes.

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Für zwei Monatslöhne kauft Filip Mosz (Jerzy Stuhr) nach der Geburt seiner Tochter eine einfache Filmkamera, um festzuhalten, wie sie aufwächst.

Als der Direktor des Werkes, in dem Filip als Angestellter tätig ist (Stefan Czyzewski), von dessen filmischen Ambitionen erfährt, beauftragt er ihn, die

bevorstehende Jubiläumsfeier zu filmen. Immer stärker engagiert sich Filip für sein neues Hobby, während seine Frau Irka (Malgorzata Zabkowska) gereizt darauf reagiert, weil sie die Kamera als Eindringling in ihr friedliches Zuhause empfindet.
Sie träumt, wie ein Habicht in eine Hühnerschar stößt. Schließlich wird die Funktionärin eines Amateurfilmer-Vereins auf Filip aufmerksam, fördert ihn und verhilft ihm bei einem Festival zum Erfolg. Man diskutiert über das Konzept, das hinter seinen Filmen vermutet wird.

Filip ist von der Möglichkeit beseelt, das Leben unverfälscht auch mit seinen Schattenseiten darstellen zu können, muss dann aber doch feststellen, dass seine Aufnahmen vom Werksdirektor zensiert werden.

Irka verlässt ihn und zieht mit der kleinen Tochter zu ihrer Schwester.

Als im Fernsehen sein Film über die Korruption bei der Renovierung eines verwahrlosten
Wohngebäudes mit öffentlichen Mitteln gezeigt wird, kommt es zum Skandal, und die verantwortlichen verlieren ihre Stellungen, obwohl sie nicht in die eigene Tasche wirtschafteten, sondern das Geld in dringendere Investitionen umleiteten.

Ohne es zu wollen, beeinflusst Filip mit seinen Filmen das Leben anderer Menschen.

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Krzysztof Kieślowski gibt seiner Filmsatire den Anschein eines einfachen Amateurfilms, einen Eindruck, den der großartige Hauptdarsteller Jerzy Stuhr dadurch verstärkt, dass er wie ein Laiendarsteller aussieht und agiert. Im Hintergrund der zumeist monochrom beigen Bilder ist die Trostlosigkeit des sozialistischen Alltags in Polen zu sehen: verkommene Straßen und Plattenbauten. In dem klug gestalteten und hintergründig humorvollen Film „Der Filmamateur“ setzt sich Kieslowski mit dem Filmemachen und der Gefahr des Realitätsverlustes auseinander.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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