Drei Farben. Rot

Drei Farben. Rot

Drei Farben. Rot

Drei Farben. Rot - Originaltitel: Trois couleurs. Rouge - Regie: Krzysztof Kieslowski - Drehbuch: Krzysztof Piesiewicz und Krzysztof Kieslowski - Kamera: Piotr Sobocinski - Schnitt: Jacques Witta - Musik: Zbigniew Preisner - Darsteller: Irène Jacob, Jean-Louis Trintignant, Jean-Pierre Lorit, Frederique Feder u.a. - 1994; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Die Pariser Studentin Valentine lernt durch Zufall einen pensionierten Richter kennen, der einsam und verbittert in seinem Haus lebt. Irritiert bemerkt sie, dass er die Telefone seiner Nachbarn abhört ...

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Kritik

Auch in dem traurigen Film "Drei Farben: Rot", in dem es um Mitmenschlichkeit geht, achtet Krzysztof Kieslowski auf jedes Detail.
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Die Pariser Studentin Valentine (Irène Jacob), die als Model Geld verdient, fährt einen Schäferhund an, kümmert sich um das verletzte Tier und bringt es dem Besitzer, einem pensionierten Richter (Jean-Louis Trintignant), der einsam und verbittert in seinem Haus lebt. Irritiert bemerkt sie, dass er die Telefone seiner Nachbarn abhört, nicht weil ihn die Menschen besonders interessieren, sondern um sich über ihr sinnloses Gerede zu amüsieren.

(Vergeblich versuchen sie, durch technische Kommunikationsmittel wie Telefon und Anrufbeantworter die Mitmenschlichkeit zu bewahren und „brüderlich“ zu sein.) Nur das Schlechte sieht der Zyniker – bis Valentine in sein Leben tritt. Sie glaubt an die Liebe und das Gute im Menschen. Im Dialog mit ihr löst er sich allmählich aus seiner Erstarrung und beginnt, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Valentine erfährt, dass seine Frau ihn betrog und er sich an ihrem Geliebten rächte, als er zufällig in einem Prozess gegen ihn als Richter zu entscheiden hatte. Der Richter ist einsam und seiner Beziehungen beraubt wie Julie und Karol, aber wie diese beiden findet er zum Leben zurück. Indem er sich selbst anzeigt, steht er zu seiner Vergangenheit.

Valentine reist nach London. Der Richter überredet sie, nicht das Flugzeug zu nehmen. Sie setzt mit der Fähre „Jan Heweliusz“ über, die während der Überfahrt sinkt. Fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder ertrinken, gerettet werden nur Julie und Oliver („Drei Farben: Blau“), Karol und Dominique („Drei Farben: Weiß“), Valentine und der Jurastudent Auguste, von dem wir ahnen, dass er ihr neuer Freund wird.

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Wie bei all seinen Filmen achtete Krzysztof Kieślowski auch in „Drei Farben: Rot“, einem traurigen Film über Mitmenschlichkeit, auf jedes Detail und erreichte damit ein außergewöhnlich hohes künstlerische Niveau. Die Trilogie „Drei Farben“ stellte den Höhepunkt seines Filmschaffens dar. Zwei Jahre später, im März 1996, starb er im Alter von 54 Jahren.

„Drei Farben. Rot“ wurde in drei Kategorien für einen „Oscar“ nominiert (Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

Krzysztof Kieślowski (kurze Biografie / Filmografie)

Krzysztof Kieslowski: Der Filmamateur
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Krzysztof Kieslowski: Drei Farben. Blau
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