Ulrich Alexander Boschwitz : Menschen neben dem Leben

Menschen neben dem Leben
Människor utanför Bonnier, Stockholm 1937 Menschen neben dem Leben Klett-Cotta, Stuttgart 2019 ISBN: 978-3-608-96409-7, 303 Seiten ISBN: 978-3-608-19200-1 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Berlin um 1930. Der Bettler Fundholz hat sich eines ebenfalls obdachlosen Debilen angenommen und sorgt für ihn. Auch bei den meisten anderen Romanfiguren handelt es sich um Verlierer am Rand der Gesellschaft. Eines Abends treffen sie im "Fröhlichen Waidmann" aufeinander, und als der Arbeitslose Grissmann einem Kriegsblinden die Frau auszuspannen versucht, kommt es zu einer Tragödie ...
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Kritik

„Menschen neben dem Leben“ ist ein inhaltlich, formal und sprachlich überzeugender Roman. Man könnte ihn mit den Schlagworten Sozialreportage und Neue Sachlichkeit verorten. Ulrich Alexander Boschwitz entwickelt die sich tragisch zuspitzende Geschichte als einen Szenen-bzw. Figurenreigen. Und der wirkt trotz der Hässlichkeit des trostlosen Daseins der Romanfiguren überaus elegant.
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Emil Fundholz und Tönnchen

Berlin um 1930. Emil Fundholz, ein Bettler Ende 60, hat sich eines ebenfalls obdachlosen Debilen angenommen, der auf den Namen „Tönnchen“ hört und längst nicht mehr weiß, dass er Ernst Seidel heißt. Als zwölfjähriger Gymnasiast verlor er den Verstand. Damals hatte er im Landhaus seines Vaters eine Vase zerbrochen und war zur Strafe in einer Kammer eingesperrt worden. Der Vater wollte ihn nur ein paar Stunden lang über seine Tat nachdenken lassen, weil er aber von einem Bierwagen totgefahren wurde, verhungerte der Junge beinahe, bis er endlich gefunden und befreit wurde. Einige Zeit verbrachte Tönnchen in der Städtische Heil- und Pflegeanstalt Herzberge, aber dorthin will er auf keinen Fall zurück. Nun läuft er Fundholz wie ein Hund nach, und der Bettler sorgt für den Schmarotzer, für den nichts als Essen und Schlafen zählen.

Um einen Schlafplatz für sich und Tönnchen zu bekommen, mietet Fundholz einen Nebenraum des Kellers, in dem der Gemüsehändler Walter Schreiber seine Ware auslegt. Als er am Boden Zeitungspapier ausbreitet, saugt sich das Papier sofort voll, denn der Keller ist feucht. Fundholz und Tönnchen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf umgedrehte Körbe zu legen.

Beim Betteln in einem Mietshaus trifft Fundholz zufällig auf Annie, von der er 20 Jahre zuvor geschieden wurde. Auch sie erkennt ihn sofort. Er rennt davon, aber sie hält ihn ohnehin nicht zurück. Mit Genugtuung stellt sie fest, dass sich ihr Ex-Mann als Bettler durchschlagen muss. Fundholz denkt ungewollt an früher.

Die Erinnerung war schwer zu bannen. Sie stieg immer wieder in ihm auf, aber er wehrte sie ab. Er wollte nicht an Annie denken. Er wollte nur eins, seine Ruhe haben. Es kam bei allem Denken nichts heraus. Das war sicher. Er konnte in seinem Leben nichts mehr ändern, und er wollte es auch nicht. Warum sollte er sich noch mit Erinnerungen quälen? Erinnerungen, die verblasst waren und die Annie wieder wachgerufen hatte. Weshalb die alten Geschichten wieder nachdenken? Es war nicht schön gewesen. Ganz bestimmt nicht.

Während Tönnchen auf einer Parkbank sitzt und auf Fundholz wartet, gesellt sich ein Fremder zu ihm, der sich als Friedrich Müller vorstellt und zu schwadronieren beginnt, ohne zu merken, dass der Debile nichts davon versteht. Er sei ein arbeitsloser Schlosser, erzählt er und versucht, seinen vermeintlichen Zuhörer über die Ursache des Schlamassels aufzuklären. Schuld daran seien die Juden und die Freimaurer, meint er.

„Das ist so. Ich habe es selbst gehört. Die Freimaurer haben Logen“, sagte er neidisch. „Unsereiner kommt überhaupt nicht ins Theater! Aber das kommt, weil die Freimaurer Juden sind. Die Juden haben alles Geld. Überall auf der Welt haben sie Logen. Sie haben überhaupt nur Logen. Es ist unerhört!“

Fritz Grissmann, Max und Elsi Sonnenberg

Fritz Grissmann war früher Straßenbahnschaffner. Inzwischen ist der 30-Jährige schon lang arbeitslos.

Er nutzt eine Gelegenheit und stiehlt den Handwagen einer Kleiderreinigungsfirma, der unbewacht auf der Straße steht, während der Mitarbeiter bei einem Kunden ist. Durch das Verhökern der Kleidungsstücke verschafft sich Grissmann etwas Geld.

Eine andere Einkommensquelle hat er sich mit dem Verleih von Nacktfotos erschlossen, an denen beispielsweise ein Herr Dr. Hähnchen interessiert ist, von dem Grissmann nur weiß, dass es sich um einen ehemaligen Schriftleiter einer Zeitung handelt. Weil er annimmt, dass in der Wohnung des Kunden etwas zu holen wäre, versucht er die Adresse herauszubekommen und drängt sich zu diesem Zweck Dr. Hähnchen nach der Übergabe neuen Materials als Begleiter auf.

Sie gingen, beide in Gedanken, zur Haltestelle der Straßenbahn.
[…] Er [Hähnchen] machte sich schwere Vorwürfe. Wie hatte er nur so dumm sein können, sich mit diesem Mann einzulassen? Der Schriftleiter Dr. Hähnchen neben diesem Arbeitslosen. Missmann, oder wie der Mann hieß. Schrecklich, wenn sie jemand sah. Das war der ganze Schweinkram nicht wert.

Vergeblich versucht Grissmann, den Kunden auszufragen. Der behauptet schließlich, er ziehe gerade um, und als Grissmann sogleich seine Hilfe beim Möbel-Tragen anbietet, lügt Hähnchen weiter und sagt, er habe bereits eine Spedition beauftragt. Weil Grissmann während der Straßenbahnfahrt merkt, dass er mit Fragen nicht ans Ziel kommt, ändert er seine Taktik:

„Sie haben sicher eine Menge Sauereien bei sich zu Hause hängen?“, fragte er laut und unbekümmert.
[…] Wie peinlich! Dieser verfluchte Prolet. […]
Hähnchen hatte seine geheimen Neigungen stets verbergen können. Niemand hätte in ihm derartige Interessen vermutet. Nun aber brüllte dieser Mensch förmlich wie ein Sprachrohr Hähnchens Innenleben in die Welt hinaus. Wie peinlich das war, wie schrecklich peinlich. […]
Hähnchen bekam es mit der Angst. […]
Hähnchens Hände zitterten etwas. Er gab Grissmann zehn Mark.
„Verschwinden Sie. Wenn ich Sie nochmals sehe, geht es Ihnen schlecht“, drohte er leise und unglaubwürdig.

Nachdem Grissmann dem Blinden Max Sonnenberg und dessen Ehefrau Elsi über den Weg gelaufen ist und erfahren hat, dass die beiden jeden Abend im „Fröhlichen Waidmann“ sind, nimmt er sich vor, Elsi dort zum Tanzen aufzufordern und etwas mir ihr anzufangen.

Elsi war arbeitslos, nachdem man sie als Dienstmädchen entlassen hatte. Sie schlug sich als Straßenmädchen durch, fand aber kaum Freier, weniger wegen ihrer Dummheit, sondern weil sie nicht hübsch genug ist, um Männern zu gefallen. Sonnenberg holte sie aus der Gosse, aber er verlangt von ihr sklavischen Gehorsam und verprügelt sie, wenn ihm danach ist. Seit er im Weltkrieg durch einen Kopfschuss erblindete, ist er verbittert und hasserfüllt. Sein Schicksal zwingt ihn, auf der Straße mit Zündhölzern zu handeln und für ein paar Groschen im „Fröhlichen Waidmann“ Ziehharmonika zu spielen.

Zum Fröhlichen Waidmann

Der „Fröhliche Waidmann“ hieß früher „Zum Grünen Jäger“. Als dem Wirt Heinrich Hagen die Konzession entzogen wurde, überschrieb er die Gaststätte seiner Frau und benannte sie um. Im großen Saal wird allabendlich getanzt. Im Hinterzimmer tagen Gruppen wie zum Beispiel der als „Liederkranz von 1929“ getarnte Ringverein, eine kriminelle Vereinigung von Zuhältern. Die zum Gasthaus gehörenden Zimmer vermietet Hagen auch nacht- oder stundenweise an weibliche Stammgäste.

Bereits am Nachmittag, als Hagen noch vor dem Eingang steht, nähert sich eine alte Frau. Amalie Fliebusch, Tochter des früheren Schulrektors Kernemann, sucht nach ihrem Mann, dem „schönen Wilhelm“, denn die Behauptung, er sei im Weltkrieg gefallen, hält sie für eine Lüge. Ebenso wenig will sie wahrhaben, dass ihre 60.000 Mark Ersparnisse durch die Inflation wertlos geworden sind. Als sie nun zufällig hörte, wie ein Blinder zu seiner Frau sagte, sie dürfe am Abend mit dem „schönen Wilhelm“ im „Fröhlichen Waidmann“ tanzen, glaubte Amalie Fliebusch die Spur ihres Mannes gefunden zu haben. Hagen erklärt ihr allerdings, dass der „schöne Wilhelm“ erst in einigen Stunden kommen werde. Er wundert sich, dass dessen vermeintliche Mutter Fliebusch heißt, denn er kennt den 26-jährigen Zuhälter unter dem Familiennamen Winter. Aus Gutmütigkeit erlaubt er, dass sich die alte Frau in die Gaststube setzt und wartet.

Wilhelm Winter begann im Alter von 14 Jahren als Botenjunge und Zeitungsverkäufer Geld zu verdienen. Später schuftete er als ungelernter Arbeiter in einer Fabrik. Inzwischen ist er bereits so lange arbeitslos, dass er die Unterstützung von der Wohlfahrt bekommt. Weil das nicht reicht, ist er vor einiger Zeit Zuhälter geworden und gehört auch dem „Liederkranz von 1929“ an. Allerdings hat er nun vor, damit aufzuhören und sich wieder eine bürgerliche Arbeitsstelle zu suchen.

Als er an diesem Abend in den „Fröhlichen Waidmann“ kommt und Hagen zu einer alten Frau in der Gaststube sagt, ihr Sohn sei jetzt gekommen, klärt sich das Missverständnis rasch auf. Amalie Fliebusch lässt sich davon nicht beirren; sie wartet weiter auf ihren Mann.

Hermine („Minchen“) Lindner steigt kurz vor dem Eingang der Gaststätte aus einem Taxi. Sie ist im „Fröhlichen Waidmann“ mit ihrem Vater verabredet und möchte nicht, dass er sieht, was sie sich leisten kann.

Lindner war Gerichtsvollzieher, aber als herauskam, dass er sich von Schuldnern bestechen ließ, musste er für ein Jahr ins Gefängnis, und danach blieb er arbeitslos. Minchen hält es für ihre Pflicht, ihn zu unterstützen und bringt ihm auch an diesem Abend 50 Mark. Weil sie nicht möchte, dass er ihre Wohnung sieht, trifft sie sich mit ihm im „Fröhlichen Waidmann“.

Ihre Wohnung wird von Herrn von Sulm bezahlt, und sie bekommt neben der Miete noch 300 Mark von ihm. Dafür will er jede Woche zwei-, dreimal mit ihr ins Bett. In ihrem Schlafzimmer empfängt sie heimlich auch noch andere Herren.

Als Minchen ihrem Bier trinkenden Vater im „Fröhlichen Waidmann“ 50 Mark zusteckt, denkt er:

So war das heute. Man musste sich von seiner Tochter unterhalten lassen!

Tanzabend

Wie erwartet, entdeckt Grissmann Elsi und den Blinden im Saal des „Fröhlichen Waidmann“. Er geht zu ihnen an den Tisch und fordert Elsi zum Tanzen auf.

Sonnenberg fragt Fundholz, der neben ihm sitzt, wer das gewesen sei und schreckt auf, als er hört, dass Elsi mit Grissmann tanzt. Sofort argwöhnt er, dass Grissmann es darauf abgesehen habe, ihm Elsi auszuspannen, und damit Fundholz ihm berichtet, was die beiden machen, spendiert er ihm einen Schnaps nach dem anderen.

Der höfliche Grissmann gefällt Elsi und sie drückt sich an ihn, aber dann merkt sie, wie er einer sehr viel hübscheren Frau nachschaut − es handelt sich um Minchen Lindner − und da begreift Elsi, dass auch das kein Mann für sie wäre. Statt mit ihm durchzubrennen, kehrt sie zum Tisch zurück, als Sonnenberg ihren Namen durch den Saal brüllt.

Grissmann folgt ihr und versucht vergeblich, sie zurückzuhalten. Sonnenberg fordert ihn zum Kampf heraus. Weil der Blinde nicht in der Lage wäre, mit Grissmann zu boxen, will er mit ihm ringen. Als er seinen Gegner in den Schwitzkasten nimmt, rammt dieser ihm ein Messer in die Kehle.

Das Ganze hatte aufgehört, Unterhaltung zu sein, vergnügtes Zusehen. Es war zum Verbrechen geworden.

Während Sonnenberg am Boden liegt und röchelnd stirbt, rennt Grissmann davon. Zwei Männer verfolgen ihn. Mit Hilfe eines Autofahrers erwischen sie ihn und schleppen ihn zum „Fröhlichen Waidmann“ zurück, wo der Wirt inzwischen die Polizei anrief und den „Liederkranz von 1929“ vor deren Eintreffen warnen ließ.

Um Elsi kümmert sich niemand. Sie blickt auf ihren toten Mann und weiß, dass sie wieder anschaffen muss.

Das hatte sie nicht gewollt. Sie wollte lieber verprügelt werden als nochmals auf die Straße zu müssen.

Wilhelm Winter hat sich an diesem Abend vom Ringverein losgesagt, Minchen Lindner kennengelernt und mit ihr getanzt, bis ein Mann mit einem blutigen Messer an ihnen vorbeirannte und der Wirt die Polizei rief. Die beiden verlassen den „Fröhlichen Waidmann“ und wollen sich zusammentun. Minchen hat 7000 Mark gespart. Das würde für einen Kolonialwarenhandel reichen, meint sie.

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In seinem brillanten Großstadtroman „Menschen neben dem Leben“ beleuchtet Ulrich Alexander Boschwitz das Berliner Lumpenproletariat nach der Weltwirtschaftskrise. Bei den Figuren handelt es sich großenteils um Verlierer, einen Kriegsverletzten wie Sonnenberg, ein Straßenmädchen wie Elsi, einen obdachlosen Bettler wie Fundholz und die gewissermaßen aus der Zeit gefallene Amalie Fliebusch, die nicht wahrhaben will, dass ihr Mann tot ist und die Ersparnisse verloren sind.

Ulrich Alexander Boschwitz erzählt eine erschütternde Geschichte vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. (Die politische Dimension tangiert er lediglich.) In die lebendigen Szenen flicht er vorsichtig dosiert Überlegungen wie die folgende ein:

Die Schnelligkeit der Arbeit wurde in den großen Werken von Fließbändern bestimmt. Das hässliche System der Antreiberei durch die Meister konnte damit fallen gelassen werden. Es genügte, das Fließband etwas schneller einzustellen, damit jeder entsprechend arbeitete. Wer nicht mitkam, wurde entlassen.
Und die Arbeitslosen übten durch ihre bloße Existenz einen starken Druck aus auf ihre Kollegen, die in den Stellungen verblieben waren. Wer mochte da noch streiken? Wer mochte noch Ansprüche stellen?
[…]
Der Kleiderstofffabrikant, der schmunzelnd ein Drittel seiner Belegschaft entlassen hatte und dank der neuen Maschinen mit dem verbleibenden Rest das Doppelte an Ware hatte produzieren können, merkte mit einem Mal bestürzt, dass der Bedarf geringer geworden war. Das hieß, der Bedarf war schon da, aber es fehlte an Geld. Es waren ja alle arbeitslos.

Man könnte den Roman „Menschen neben dem Leben“ mit den Schlagworten Sozialreportage und Neue Sachlichkeit verorten. Auf jeden Fall handelt es sich um herausragende Literatur, bei der man an Hans Fallada („Kleiner Mann − was nun?“) denkt. Ulrich Alexander Boschwitz entwickelt die sich tragisch zuspitzende Geschichte als einen Szenen- bzw. Figurenreigen. Und der wirkt trotz der Hässlichkeit des trostlosen Daseins der Romanfiguren überaus elegant. Auf diese Weise wechselt Ulrich Alexander Boschwitz von Kapitel zu Kapitel die Perspektive, obwohl er als auktorialer Erzähler auftritt. Fein dosiert blitzen Sprachwitz und Sarkasmus auf.

Unter dem Pseudonym John Grane und mit dem Titel „Människor utanför“ erschien der Roman „Menschen neben dem Leben“ 1937 in schwedischer Übersetzung. Auf die (vorsichtig editierte) deutschsprachige Ausgabe musste man bis 2019 warten. Den Roman „Menschen neben dem Leben“ von Ulrich Alexander Boschwitz gibt es jetzt auch als Hörbuch, gelesen von Hans Löw (ISBN 978-3-7424-1250-8).

„Menschen neben dem Leben“ ist ein inhaltlich, formal und sprachlich überzeugender Roman. Was für ein Jammer, dass es von Ulrich Alexander Boschwitz lediglich zwei Bücher gibt! Aber auch sein Leben war eine Tragödie.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2019
Textauszüge: © J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger

Ulrich Alexander Boschwitz (kurze Biografie)

Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol
Obwohl sich Natascha Wodin für eine sach­lich-nüchterne Darstellung ent­schieden hat und v. a. die Lebens­geschichte ihrer Tante Lidia rekon­struiert, han­delt es sich bei "Sie kam aus Mariupol" um einen Tat­sachen­roman, nicht um einen Bericht oder eine Dokumentation.
Sie kam aus Mariupol