Wenn der Klempner kommt

Wenn der Klempner kommt

Wenn der Klempner kommt

Wenn der Klempner kommt - Originaltitel: The Plumber - Regie: Peter Weir - Drehbuch: Peter Weir - Kamera: David Sanderson - Schnitt: Gerald Turney-Smith - Musik: Gerry Tolland und Rory O'Donoghue - Darsteller: Judy Morris, Robert Coleby, Ivar Kants, Candy Raymond u.a. - 1979; 75 Minuten

Inhaltsangabe

Jilly und Brian Cowper leben in einer von der australischen Universität von Adelaide auf dem Campus zur Verfügung gestellten Wohnung. Eines Morgens, als Brian gerade die Wohnung verlassen hat, läutet ein Fremder, der Jilly erklärt, er sei der für das Haus verantwortliche Klempner und müsse die Rohrleitungen überprüfen. ...
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Kritik

Mit minimalem Aufwand schuf Peter Weir eine spannende Gesellschaftssatire mit vielen überraschenden Wendungen: "Wenn der Klempner kommt".
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Jilly und Brian Cowper (Judy Morris, Robert Coleby) leben in einer von der australischen Universität von Adelaide auf dem Campus zur Verfügung gestellten Wohnung. Der Mediziner Brian fährt jeden Morgen in sein Forschungsinstitut, und die Anthropologin Jilly arbeitet zu Hause an ihrer Magisterarbeit.

Eines Morgens, als Brian gerade die Wohnung verlassen hat, läutet ein Fremder, der Jilly erklärt, er sei der für das Haus verantwortliche Klempner Max (Ivor Kants) und müsse die Rohrleitungen überprüfen. Er sieht im Bad nach. Schließlich kündigt er Jilly an, am nächsten Morgen wiederzukommen, um die Leitungen zu reparieren. Beim nächsten Mal bringt er Werkzeuge, Rohre und Schläuche mit, schlägt im Bad die Kacheln ab und verwandelt den Raum in eine Baustelle. Von Tag zu Tag wird Jilly misstrauischer. Als sie ihn fragt, ob er schon einmal im Gefängnis gewesen sei, sagt er: Ja, wegen einer Vergewaltigung. Gleich darauf beteuert er, dass er einen Scherz gemacht habe.

Brian ignoriert die wachsende Angst seiner Frau; ihm geht es nur um den angekündigten Besuch einer WHO-Kommission aus Genf. Um sein Gewissen zu beruhigen, schenkt er ihr eine wertvolle Uhr. Am nächsten Morgen öffnet Jilly nicht. Doch Max gelangt durch ein inzwischen in die Decke des Badezimmers gestemmtes Loch in ihre Wohnung.

Nach mehreren Tagen beendet der Klempner seine Arbeit, und Jilly glaubt die Aufregung überstanden zu haben. Da sprudelt plötzlich Wasser aus der Wand. Diesmal könne es Wochen dauern, meint der Klempner.

Wir sehen Jilly, wie sie auf dem Parkplatz vor dem Haus auf einen roten Schal in Max’ Auto starrt. Am Abend berichtet sie ihrem Mann, die Uhr sei nicht mehr da. Zum ersten Mal interessiert sich Brian für etwas anderes als seine Arbeit; die Uhr war schließlich teuer. Als Max am nächsten Morgen auf den Parkplatz fährt, treten Kriminalbeamte auf ihn zu. In einem roten Schal, der in seinem Wagen liegt, finden sie Jillys Uhr. Sie schaut von oben zu, wie der Klempner verhaftet wird.

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Jilly und die Zuschauer werden durch stereotype Erwartungen, Vorurteile und die Angst vor dem Fremden fehlgeleitet. Mit einer entschlossenen Aktion findet Jilly schließlich aus ihrer Hilflosigkeit heraus, aber durch ihr hysterisches Verhalten ruiniert die Intellektuelle die Existenz eines Handwerkers. Mit minimalem Aufwand schuf Peter Weir eine spannende Gesellschaftssatire mit vielen überraschenden Wendungen: „Wenn der Klempner kommt“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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