Oscar Wilde : Das Bildnis des Dorian Gray

Das Bildnis des Dorian Gray
Originaltitel: The Picture of Dorian Gray Erstveröffentlichung 1890 in Lippincott's Monthly Magazine Endgültige Fassung: 1891 Das Bildnis des Dorian Gray Deutsche Erstveröffentlichung: 1901 Süddeutsche Zeitung / Bibliothek, Band 44, München 2005 Übersetzung: Hedwig Lachmann, Gustav Landauer Revidiert von Norbert Kohl Übersetzung: Ingrid Rein Nachwort: Ulrich Horstmann Verlag Philipp Reclam, Stuttgart 2017 ISBN 978-3-15-011122-2, 348 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Der zynische Hedonist Lord Henry Wotton behauptet, Schönheit sei bedeutsamer als Tugend. Den noch unverdorbenen Dorian Gray, der durch ein Bildnis erkennt, wie schön er ist, verführt der Lord dazu, sich lustvollen Ausschweifungen hinzugeben, ohne sich von moralischen Bedenken und gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen ...
mehr erfahren

Kritik

In dem Dialogroman "Das Bildnis des Dorian Gray" schildert Oscar Wilde die Selbstzerstörung eines dekadenten Menschen. Es geht um die Beziehung zwischen Schönheit und Sittlichkeit, Kunst und Leben, Seele und Körper, Tod und Vergänglichkeit.
mehr erfahren

Als Lord Henry Wotton, ein etwa dreißig Jahre alter Hedonist, bei dem Künstler Basil Hallward das lebensgroße Bildnis eines außergewöhnlich schönen Mannes entdeckt, möchte er diesen kennen lernen. Zufällig erscheint der Jüngling zu einer weiteren Sitzung bei dem Maler, als Henry Wotton noch da ist. Bei Dorian Gray handelt es sich um einen naiven Zwanzigjährigen, dem erst durch das Gemälde bewusst wird, wie schön er ist. Die geistreich-zynischen Bemerkungen des Lords schlagen bei ihm eine bisher unbekannte Saite an, etwa wenn dieser ihm rät, die Jugend auszukosten und sich keine lustvollen Ausschweifungen zu versagen.

„Der Körper sündigt gelegentlich, und damit ist die Sünde für ihn erledigt, denn Handeln ist eine Art Läuterung. Nichts bleibt dann zurück als die Erinnerung an einen Genuss oder die Wollust des Schmerzes. Der einzige Weg, sich einer Versuchung zu entledigen, ist, ihr nachzugeben. Widerstehen Sie ihr, und Ihre Seele wird krank vor Sehnsucht nach den Dingen, die sie sich selbst verboten hat, vor Begierde nach dem, was ihr widernatürliche Gesetze widernatürlich und gesetzwidrig gemacht haben […] Im Gehirn, und nur im Gehirn, tragen sich […] die großen Sünden der Welt zu.“ (Seite 28)

„Ja, Mister Gray, die Götter sind gütig gegen Sie gewesen. Aber was die Götter schenken, nehmen sie bald wieder. Nur ein paar Jahre sind Ihnen beschieden, wahrhaft, gründlich und ausgiebig zu leben. Wenn Ihre Jugend schwindet, wird auch Ihre Schönheit schwinden, und plötzlich werden Sie entdecken, dass es für Sie keine Triumphe mehr gibt oder dass Sie sich mit jenen jämmerlichen Triumphen begnügen müssen, welche die Erinnerung an Ihre Vergangenheit noch bitterer macht als Niederlagen. Jeder abnehmende Mond bringt Sie etwas Schrecklichem näher. Die Zeit ist eifersüchtig auf Sie und führt Krieg gegen Ihre Lilien und Rosen […] Leben Sie! Leben Sie das wundervolle Leben, das in Ihnen ist! Lassen Sie sich nichts entgehen. Suchen Sie stets nach neuen Eindrücken. Scheuen Sie vor nichts zurück …“ (Seite 33f)

Beim Anblick des fertigen Bildnisses, das Basil Hallward ihm übereignet, flüstert Dorian Gray:

„Wie traurig das ist! Ich soll alt und grässlich und abscheulich werden. Dies Bild aber wird immer jung bleiben. Niemals wird es älter sein als an eben diesem Junitag … Wäre es doch nur umgekehrt! Wenn ich es sein könnte, der ewig jung bliebe, und das Bild müsste altern! Dafür – dafür würde ich alles hingeben! Ja, es gibt nichts auf der Welt, was ich dafür nicht hingeben würde! Meine Seele würde ich dafür geben!“ (Seite 38)

Bei seinem Onkel Lord George Fermor erkundigt Henry Wotton sich über Dorian Gray. Dessen Mutter, Margaret Devereux, habe alle Männer rasend gemacht, berichtet Lord Fermor, als sie einen mittellosen Infanterieoffizier heiratete. Wenige Monate nach der Hochzeit wurde Dorians Vater bei einem Duell in Spa getötet, und es kam das Gerücht auf, sein Schwiegervater, der letzte Lord Kelso, habe einen belgischen Schurken dafür bezahlt, ihn zum Duell zu fordern. Margaret starb ein Jahr später, und ihr Sohn Dorian wuchs bei seinem lieblosen Großvater auf. Dorian Gray müsse sowohl von seinem Großvater als auch von seiner Mutter sehr viel geerbt haben und entsprechend wohlhabend sein, meint Lord Fermor.

Sein Neffe findet es faszinierend, Einfluss auf Dorian Gray zu gewinnen und ihn wie bei einem psychologischen Experiment in eine neue Richtung zu lenken.

Die Methoden der Naturwissenschaft hatten ihn stets gefesselt, während ihm der übliche Stoff dieser Wissenschaft trivial und unwichtig vorgekommen war. Und deshalb hatte er angefangen, sich selbst zu vivisezieren, und hatte damit geendet, andere zu vivisezieren. Das menschliche Leben – es schien ihm das Einzige zu sein, was wert war, ergründet zu werden. Im Vergleich dazu gab es nichts anderes von Bedeutung. (Seite 76)

Eines Tages gesteht Dorian Gray seinem neuen Freund, dass er seit drei Wochen in die siebzehnjährige Schauspielerin Sibyl Vane verliebt ist und jeden Tag ins Theater geht, um sie zu sehen, denn er hält sie für genial. Dorian Gray möchte sie aus dem Vertrag befreien, der sie noch für zwei Jahre und acht Monate an den widerwärtigen jüdischen Theaterdirektor Isaacs bindet. Kurz darauf verlobt Dorian Gray sich mit Sibyl Vane und drängt Lord Henry Wotton und Basil Hallward, ihn zu einer Theatervorstellung mit ihr zu begleiten. Ausgerechnet an diesem Abend spielt Sibyl unerträglich schlecht, theatralisch und lächerlich geziert. Ein peinliches Erlebnis! In ihrer Garderobe gesteht sie Dorian Gray den Grund:

„Dorian, Dorian, ehe ich dich kannte, war Spielen das einzig Wirkliche in meinem Leben. Nur auf der Bühne lebte ich […] Heute Abend durchschaute ich zum ersten Mal in meinem Leben die Hohlheit, den Trug und die Albernheit des eitlen Schaugepränges, in dem ich immer gespielt hatte […] O Dorian, Dorian, begreifst du jetzt, was das bedeutet? Selbst wenn ich dazu imstande wäre, käme es für mich einer Entweihung gleich, wenn ich zu lieben spielte. Du hast mich das erkennen lassen.“ (Seite 112f)

„Du hast meine Liebe getötet“, erwidert Dorian Gray, springt auf und dreht sich in der Tür noch einmal um:

„Ja, du hast meine Liebe getötet. Sonst erregtest du meine Fantasie. Jetzt erregst du nicht einmal meine Neugier. Du bringst einfach keine Wirkung mehr hervor. Ich liebte dich, weil du ein Wunder warst, weil du Genie und Geist hattest, weil du die Träume großer Dichter zur Wirklichkeit machtest und den Schattenbildern der Kunst Form und Inhalt gabst. All das hast du von dir geworfen. Du bist seicht und dumm. Mein Gott! Wie verrückt war ich doch, dich zu lieben! Welch ein Narr war ich! Jetzt bist du mir nichts mehr. ich will dich nie wiedersehen. Ich will nie mehr an dich denken.“ (Seite 113f)

Zu Hause fällt sein Blick auf das Bildnis. Da ist ihm, als sei der Gesichtsausdruck anders geworden, und er glaubt, um den Mund herum einen grausamen Zug zu entdecken. Das Porträt hat sich verändert! Es bringt ihm zum Bewusstsein, wie ungerecht er sich gegenüber Sibyl verhielt. Als Lord Henry Wotton zu Besuch kommt, kündigt Dorian Gray an, er werde Sibyl Vane wie versprochen heiraten. Da erfährt er, dass sich die Siebzehnjährige noch am selben Abend in ihrer Garderobe vergiftet hat.

Am nächsten Morgen sitzt er beim Frühstück. Basil Hallward sucht ihn auf, um ihn wegen des Verlustes zu trösten, aber Dorian Gray trinkt gelangweilt einen Schluck Wein und schwärmt dann von der Sängerin Patti, die er am Vorabend in der Oper hörte. Der Künstler kann es nicht glauben, dass Dorian Gray sich im Opernhaus dem Musikgenuss hingab, während die Leiche seiner unglücklichen Geliebten noch nicht einmal bestattet ist. „Ich will nicht meinen Gefühlen ausgeliefert sein“, erklärt Dorian Gray. „Ich will sie nutzen, genießen und beherrschen.“ (Seite 140)

Später lässt er sich von Mrs Leaf, der Haushälterin, die Schüssel zu einem Dachzimmer aushändigen, das seit vier Jahren nicht mehr benutzt wurde und befiehlt, das für den Transport sorgfältig abgedeckte Bildnis aus der Bibliothek hinaufzubringen. Immer wieder vergleicht Dorian Gray das Porträt mit seinem Spiegelbild.

Er wurde immer verliebter in seine Schönheit und immer interessierter an der Verderbnis seiner Seele. (Seite 165)

Dorian Gray befasst sich mit Parfums, Juwelen und teuren Stoffen und pflegt einen Kult der Schönheit. Lord Henry Wotton hatte ihm erklärt, dass Schönheit bemerkenswerter als Tugend sei und Dorian Grays Neugier auf das Leben geweckt. Obwohl niemand etwas Genaues sagen kann, erzählt man sich gerüchtweise, er sei an den übelsten Orten gesehen worden.

Je mehr er kannte, um so mehr wünschte er kennen zu lernen. Ein wahnsinniger Hunger war in ihm, der um so gieriger wurde, je mehr er darauf bedacht war, ihn zu stillen. (Seite 166)

Weil Dorian Gray es bald nicht mehr aushält, von seinem Bildnis getrennt zu sein und befürchtet, jemand könne es während seiner Abwesenheit entdecken, gibt er seine Villa in Trouville und das Haus in Algier auf. Manchmal eilt er von seinem Landsitz Selby in Nottingham nach London zurück, um nach dem Gemälde zu sehen, von dem seine Freunde glauben, es sei beim Transport nach Selby verloren gegangen.

Er pflegte sich über die seichte Psychologie jener zu verwundern, die sich das menschliche Ich als etwas Einfaches, Beständiges, Verlässliches und im Wesen Einschichtiges vorstellen. Für ihn war der Mensch ein Wesen mit Myriaden Leben und Myriaden Empfindungen, ein kompliziertes, vielgestaltiges Geschöpf, das seltsame Vermächtnisse an Denken und Leidenschaft in sich trug […] (Seite 184)

Als er am Vorabend seines achtunddreißigsten Geburtstages nach Hause geht, begegnet er zu seinem Missvergnügen Basil Hallward, der ihn besuchen wollte, bevor er mit dem Nachtzug für ein halbes Jahr nach Paris reist. Der Künstler wirft ihm vor, viele Freunde – darunter Gwendolen, die Schwester Lord Wottons – in Verruf gebracht zu haben und spricht ihn auf die unglaublichen Gerüchte an. Da nimmt Dorian Gray ihn mit hinauf unters Dach, sperrt das Zimmer auf und zeigt ihm, was aus dem Bildnis geworden ist. Entsetzt prallt Basil Hallward zurück. Hasserfüllt greift Dorian Gray nach einem herumliegenden Messer und schneidet dem Maler die Halsschlagader durch.

Einige Stunden später erpresst er den Naturwissenschaftler Alan Campbell, mit dem er früher befreundet war, die Leiche in Salpetersäure aufzulösen. Alan Campbell kommt darüber nicht hinweg und nimmt sich das Leben.

In einer üblen Gegend wird Dorian Gray von einer Prostituierten sarkastisch als „Prinz Wunderhold“ angesprochen. Unmittelbar schleudert ihn ein Matrose gegen eine Wand und richtet einen Revolver auf ihn: James Vane will seine Schwester rächen. Er kennt den Namen des Mannes nicht, von dem sie in den Tod getrieben wurde, aber er weiß, dass sie ihn „Prinz Wunderhold“ genannt hatte. Vergeblich beteuert Dorian Gray seine Unschuld. Plötzlich kommt ihm eine Idee, und er fragt James Vane, wann das gewesen sein soll. Vor achtzehn Jahren, lautet die Antwort. Da fordert er den Matrosen auf, mit ihm unter eine Straßenlaterne zu kommen und zeigt ihm sein Gesicht. Es ist das eines Zwanzigjährigen. James Vane weicht zurück und erschrickt, weil er glaubt, dass er beinahe den Falschen getötet hätte. Der hier kann es nicht gewesen sein, denn der war damals augenscheinlich noch ein Kind. Dorian Gray entfernt sich. Die Prostituierte taucht wieder auf und bedauert, dass James Vane ihn nicht umgebracht hat. Sie kenne den Herrn schon länger, erläutert sie, der habe sie vor achtzehn Jahren zur Prostituierten gemacht und sehe immer noch genauso aus wie damals.

Eine Woche nach dieser gefährlichen Begegnung glaubt Dorian Gray während einer Abendgesellschaft im Wintergarten seines Anwesens in Selby, das Gesicht des Matrosen kurz hinter einer der Scheiben gesehen zu haben. Tagelang wagt er sich daraufhin nicht mehr aus dem Haus.

Als er wieder ins Freie geht, begegnet er Sir Geoffrey Clouston, der gerade auf der Jagd ist. Ein Hase springt auf und rennt ins Dickicht. Dorian Gray will Sir Geoffrey davon abhalten, auf das Tier zu schießen, aber der lacht nur verständnislos und drückt ab. Ein Mann schreit auf. Die Treiber ziehen einen Toten zwischen dem dichten Unterholz heraus, und der Schütze beschwert sich beim Obertreiber:

„Hier“, antwortete Sir Geoffrey ärgerlich und eilte auf das Dickicht zu. „Warum in aller Welt halten Sie Ihre Leute nicht zurück? Verdirbt mir die Jagd für den ganzen Tag.“ (Seite 258)

Vom Wildhüter erfährt Dorian Gray einige Stunden später, dass es sich bei dem Erschossenen nicht um einen der Treiber handelte, wie zunächst vermutet worden war, sondern um einen Unbekannten, möglicherweise einen Matrosen; darauf lassen zumindest die Tätowierungen schließen. Aufgeregt lässt Dorian Gray sich zu der Leiche bringen und erkennt tatsächlich das Gesicht des Toten: Es war der Mann, der ihn töten wollte, Sibyls Bruder James Vane.

Dorian Gray beschließt, sich zu bessern und fängt damit an, sich von dem in ihn verliebten Dorfmädchen Hetty Merton zu trennen, statt ihm die Unschuld zu rauben. Über den Trennungsschmerz werde sie schon hinwegkommen, meint er und ist stolz auf seine Entsagung. Dann durchschaut er, dass sein Verhalten gegenüber Hetty nichts anderes als Eitelkeit war: Eitelkeit und die Neugier auf eine unbekannte Gemütsbewegung.

Voller Abscheu vor seiner Schönheit schleudert er den Spiegel, den Lord Henry Wotton ihm schenkte, zu Boden und zertrampelt die Scherben.

Seine Schönheit war es, die ihn zugrunde gerichtet hatte, seine Schönheit und die Jugend, um die er gefleht hatte. Ohne die beiden wäre sein Leben vielleicht frei von Makel gewesen. Seine Schönheit war ihm nur eine Maske gewesen, seine Jugend nur Trug. (Seite 280f)

In der Kammer, in der er das Bildnis aufbewahrt, packt er das Messer, mit dem er sechs Wochen zuvor Basil Hallward tötete und sticht auf das Bild ein. Auf einen wilden Schrei hin sehen die Bediensteten nach: In der Kammer hängt ein prächtiges Bild, das Dorian Gray in jugendlicher Schönheit zeigt, und davor liegt ein runzeliger, abscheulicher Toter im Abendanzug mit einem Messer in der Brust. Erst an den Ringen erkennen ihn die Bediensteten.

nach oben

Während Dorian Gray für den Künstler Basil Hallward den Inbegriff des Schönheitsideals darstellt, missbraucht Lord Henry Wotton – ein geistreich-zynischer Dandy – den noch unverdorbenen Zwanzigjährigen als Objekt eines anmaßenden psychologischen Experiments: Er verführt ihn dazu, sich lustvollen Ausschweifungen hinzugeben, ohne sich von moralischen Bedenken und gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen.

„Ich billige oder missbillige niemals etwas. Das ist eine abgeschmackte Haltung dem Leben gegenüber. Wir sind nicht in die Welt gesetzt worden, um uns mit unseren moralischen Vorurteilen aufzuspielen.“ (Seite 97)

Oscar Wilde schildert die Selbstzerstörung eines dekadenten Menschen. In seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ geht es um die Beziehung zwischen Schönheit und Sittlichkeit, Kunst und Leben, Tod und Vergänglichkeit. Auf die Bedeutung der Harmonie von Leib und Seele weist der Künstler Basil Hallward hin:

„Die Harmonie von Seele und Leib – wieviel das bedeutet! Wir in unserm Wahnsinn haben die beiden getrennt und einen Realismus erfunden, der vulgär ist, eine Idealität, die unwirksam ist.“ (Seite 19)

Zugleich nimmt Oscar Wilde in dem Dialogroman die sog. „bessere Gesellschaft“ in England sarkastisch aufs Korn: den Jahrmarkt der Eitelkeiten und die Spiegelfechtereien der Konversationen.

1962 wurde die Oper „Dorian Gray“ von Robert Hanell uraufgeführt.

Oliver Parker verfilmte den Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“.

Bildnis des Dorian Gray – Originaltitel: Dorian Gray – Regie: Oliver Parker – Drehbuch: Toby Finlay nach dem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde – Kamera: Roger Pratt – Schnitt: Guy Bensley – Musik: Charlie Mole – Darsteller: Ben Barnes, Colin Firth, Ben Chaplin, Rebecca Hall, Rachel Hurd-Wood, Emilia Fox, Fiona Shaw u.a. – 2009; 115 Minuten

Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin als Sohn eines erfolgreichen Arztes und einer Dichterin geboren. Nach dem Studium in Dublin und Oxford sowie Reisen nach Südeuropa führte er ab 1879 in London ein exzentrisches Leben als Dandy. Am 29. Mai 1884 heiratete er Constance Lloyd. Als der Vater seines Freundes Lord Alfred Bruce („Bosie“) Douglas ihn öffentlich der Homosexualität beschuldigte, wehrte Oscar Wilde sich mit einer Verleumdungsklage, unterlag jedoch vor Gericht und wurde 1895 wegen Homosexualität zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus von Reading am 19. Mai 1897 reiste er nach Italien und ließ sich dann in Frankreich nieder. Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde in Paris.

Die Veröffentlichung seines ersten und einzigen Romans „Das Bildnis des Dorian Gray“ löste einen Skandal aus, weil er damit den viktorianischen Moralkodex verletzte. Auch mit seinen Bühnenstücken griff Oscar Wilde das englische Großbürgertum immer wieder scharfzüngig an.

 

nach oben

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004
Textauszüge: © F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung,
Berlin / München / Wien o. J.,
Übersetzung: Christine Hoeppener

Oscar Wilde (Kurzbiografie)

Oscar Wilde: Lady Windermeres Fächer
Oscar Wilde: Ein idealer Gatte

Wilhelm Genazino - Die Liebesblödigkeit
Die rudimentäre Handlung entwickelt sich vor dem Hintergrund einer Persiflage auf das Geschäft mit der Sinnsuche. Wilhelm Genazino schmückt "Die Liebesblödigkeit" mit verschrobenen Figuren und vielen Miniaturen aus dem Alltag aus.
Die Liebesblödigkeit

Meine vor 18 Jahren selbstgestrickte Website wurde im Juli durch einen professionellen Neubau ersetzt. Aber das Informationsangebot bleibt kostenlos und werbefrei.