Petra Oelker : "Nichts als eine Komödiantin"

„Nichts als eine Komödiantin“
Petra Oelker "Nichts als eine Komödiantin". Die Lebensgeschichte der Friederike Caroline Neuber Beltz und Gelberg Weinheim und Basel 1993
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Mit ihrer eigenen Wanderkomödianten-Truppe inszenierte Friederike Caroline Neuber französische Klassiker, und sie verbannte die populäre Figur des »Hans Wurst« von der Bühne, um das Niveau des Theaters zu heben. Doch sie war ihrer Zeit voraus. Das Publikum folgte ihr nicht: Die »Neuberin« galt zwar als Berühmtheit, aber man bevorzugte derbe Possen und schaurige Spektakel. Unglücklich und völlig verarmt starb sie unter dem Dach eines mildtätigen Bauern.

Kritik

Das Buch "Nichts als eine Komödiantin" von Petra Oelker ist außergewöhnlich aufschlussreich, nicht nur wegen der zahlreichen Fakten aus dem tragischen Leben der Theaterreformerin Friederike Caroline Neuber, sondern auch aufgrund von klug formulierten Informationen aus der Theatergeschichte. Dass es sich bei der Autorin um eine Journalistin handelt, zeigt sich sehr angenehm an der bildhaften und mitreißenden Art der Darstellung.
William Boyd - Trio
In "Trio" geht es William Boyd um Masken bzw. Kulissen im Gegensatz zum Leben dahinter, um den Unterschied zwischen der Selbstwahrnehmung und dem Bild, das andere sich machen, um Betrug, Lebenslügen und Selbsterkenntnis, um Realität im Verhältnis zur Kunst und um deren Erschaffung. Die Romanfiguren werden treffsicher dargestellt, und die Komposition ist sorgfältig durchdacht. William Boyd bietet mit "Trio" nicht nur eine inhaltlich und formal überzeugende, sondern auch eine fein-unterhaltsame Lektüre.
Trio

 

 

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Mehr als zwei Jahrzehnte lang las ich rund zehn Romane pro Monat und stellte sie dann mit Inhaltsangaben und Kommentaren auf dieser Website vor. Aber seit November 2024 bin ich nicht mehr dazu gekommen, auch nur ein einziges belletristisches Buch zu lesen.