Cotton Club

Cotton Club

Cotton Club

Cotton Club - Originaltitel: The Cotton Club - Regie: Francis Ford Coppola - Drehbuch: William Kennedy, Francis Ford Coppola und Mario Puzo - Kamera: Stephen Goldblatt - Schnitt: - Musik: - Darsteller: Richard Gere, Gregory Hines, Diane Lane, Bob Hoskins, Lonette McKee, Nicolas Cage, James Remar, Sofia Coppola, Gwen Verdon, Joe Dallessandro, Allen Garfield, Fred Gwynne, Larry Fishburne u.a. - 1984; 120 Minuten

Inhaltsangabe

New York 1928 - 1931: Durch Zufall gerät der Jazztrompeter Dixie Dwyer in Unterweltkreise und soll auf Vera, die Gespielin des Mafiapaten Dutch Schultz, aufpassen. Weil er sich in sie verliebt, Vera jedoch aufgrund ihres Ehrgeizes seine Liebe zurückweist, geht er als Schauspieler nach Hollywood. Erst nachdem der Gangsterboss Vera den gewünschten eigenen Nachtklub eingerichtet hat und in einem Bandenkrieg umgekommen ist, steht der Liebe zwischen Vera und Dixie nichts mehr im Weg.
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Kritik

Mit "Cotton Club" ist Francis Ford Coppola eine ebenso anspruchsvolle wie gelungene Mischung aus Musik- und Gangsterfilm gelungen.

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Harlem 1928. Als der Gangsterboss Dutch Schultz (James Remar) durch einen Bombenanschlag seines Konkurrenten Joe Flynn (John P. Ryan) umgebracht werden soll, rettet der zufällig vorbeikommende Jazztrompeter Michael („Dixie“) Dwyer (Richard Gere) dem ihm Unbekannten das Leben und bringt anschließend Dutchs betrunkene Geliebte Vera Cicero (Diane Lane) nach Hause.

Kurze Zeit später wird Dixie aufgefordert, bei einer Party am Flügel zu spielen und Vera bei ihrem Gesang zu begleiten. Als sie zusammen zum Buffet gehen, ersticht dort gerade Dutch Schultz Joe Flynn, obwohl der Mafiapate Owney Madden (Bob Hoskins) gerade noch versuchte, die beiden Streithähne zu beruhigen.

Um sich für die Rettung bei dem Bombenanschlag zu revanchieren, stellt Dutch den Jazzmusiker als Aufpasser für Vera ein, und um ganz sicher zu gehen, dass seiner Geliebten nichts geschieht, beauftragt er seinen Bodyguard Sol Weinstein (Julian Beck), die beiden nicht aus den Augen zu lassen.

Weil Dixie sich ernsthaft in Vera verliebt, die ehrgeizige Gangsterbraut sich jedoch nicht darauf einlässt, wechselt er von Dutch zu Owney über, und der bringt ihn durch seine Beziehungen als Schauspieler in einem Hollywood-Film unter.

Zur gleichen Zeit gelingt es den afroamerikanischen Brüdern Dalbert („Sandman“) und Clay Williams (Gregory Hines, Maurice Hines), trotz der Rassendiskriminierung als Steptänzer im „Cotton Club“ angestellt zu werden. Dort tanzt auch die hellhäutige Schwarze Lila Rose Oliver (Lonette McKee). Sandman umwirbt sie verliebt, obwohl sie ihm zunächst keine Hoffnungen macht.

Broadway 1930. Vera hat inzwischen von Dutch den gewünschten eigenen Nachtklub geschenkt bekommen: „Vera’s Club“. Sandman, der es im Gegensatz zu seinem Bruder als Solotänzer zu etwas gebracht hat, erfährt nach längerem Suchen, dass Lila dort auftritt, aber als Schwarzer darf er den Klub nicht betreten und muss ihr einen Boten schicken. Lila ist zwar von Sandmans Liebe und Hartnäckigkeit beeindruckt, aber sie zögert noch immer, ihn zu erhören.

Dixie kommt als gefeierter Filmstar aus Hollywood zu Besuch in „Vera’s Club“ und begleitet die Besitzerin, die selbst als Sängerin auf der Bühne steht, spontan auf seinem Kornett. Eifersüchtig beobachtet Dutch die beiden.

Vincent Dwyer (Nicolas Cage), der durch seinen Bruder Dixie ebenfalls in die Unterweltkreise von New York geraten ist, gibt sich mit der Bezahlung durch Owney nicht mehr zufrieden. Um den Gangsterboss zu erpressen, entführt Vincent dessen Vertrauten Frenchy Demange (Fred Gwynne). Owney bleibt zunächst nichts anderes übrig, als seinen treuen Komplizen auszulösen. Dixie überbringt seinem Bruder das Geld und nimmt Frenchy mit. Kurz darauf wird Vincent in einer Telefonzelle erschossen.

„Cotton Club“, New York 1931. Owney fördert den Mafioso Charles („Lucky“) Luciano (Joe Dallesandro) und geht häufig mit ihm in den „Cotton Club“. Eines Abends beobachten sie, wie Dutchs Lebensgefährtin Frances Flegenheimer (Lisa Jane Persky) eifersüchtig hereinstürmt, Dutch mit Vera an einem der Tische sitzen sieht und ihn deshalb wüst beschimpft, bevor sie hinausgeworfen wird.

Dixie kommt erneut aus Hollywood und verschwindet mit Vera hinter der Bühne. Als Dutch seine Geliebte zur Rede stellt, leugnet sie nicht, dass sie und Dixie sich soeben küssten, und sie brüskiert Dutch mit dem Geständnis, bereits mit Dixie geschlafen zu haben und es bei jeder Gelegenheit wieder tun zu wollen. Zornig versucht Dutch, Vera den Schmuck abzureißen, den er ihr kaufte. Dixie eilt durchs Lokal und hindert ihn daran. Plötzlich hält Dutch eine Pistole in der Hand und zielt damit auf seinen Rivalen, aber bevor er abdrücken kann, lässt Owney ihn vor die Tür setzen.

Nach diesem Vorfall hält Lucky Luciano, der es seit einiger Zeit auf Dutchs Waffengeschäfte abgesehen hat, den Zeitpunkt für gekommen, den Konkurrenten auszuschalten: Seine Bande erschießt Dutch und dessen Männer auf der Straße.

Owney muss ins Gefängnis und ist eigentlich ganz froh darüber, sich für einige Zeit aus den lebensgefährlichen Geschäften zurückziehen zu können. Lucky Luciano ist der neue König der Unterwelt.

Bevor Dixie nach Hollywood zurückkehrt, fordert er Vera auf, ihn zu begleiten. Zu seiner Enttäuschung lehnt sie es ab. Als Dixie jedoch zum Bahnsteig kommt, wartet sie dort bereits mit ihrem Koffer auf ihn.

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„Cotton Club“ ist eine ebenso anspruchsvolle wie gelungene Mischung aus Musik- und Gangsterfilm. Mit einer bis in die Nebenrollen exzellenten Besetzung, einer sorgfältig gewählten Ausstattung, sepiagetönten Bildern und viel guter Jazzmusik sorgten Francis Ford Coppola und sein Team für eine so dichte Atmosphäre, dass man sich als Zuschauer in die „Roaring Twenties“ zurückversetzt fühlt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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