Alfred Komarek : Daniel Käfer

Daniel Käfer
Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch Haymon Verlag, Innsbruck 2004 Daniel Käfer. Die Schattenuhr Haymon Verlag, Innsbruck 2005 Daniel Käfer. Narrenwinter Haymon Verlag, Innsbruck 2006 Daniel Käfer. Doppelblick Haymon Verlag, Innsbruck 2008
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Romanreihe:

Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch
Daniel Käfer. Die Schattenuhr
Daniel Käfer. Narrenwinter
Daniel Käfer. Doppelblick
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Kritik

Bei den Romanen, die Alfred Komarek über Daniel Käfer geschrieben hat, dient die Handlung vor allem dazu, das Lokalkolorit, den Genius loci des Salzkammerguts, darzustellen. Nicht dramatische Wendungen fesseln den Leser, sondern die Atmosphäre.
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Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch

Als Daniel Käfer in eine Midlife Crisis gerät, gibt er seine Tätigkeit als Chefredakteur des Magazins „Intelligence“ auf und zieht sich allein, ohne seine Freundin Sabine, nach Aussee im Salzkammergut zurück, das er in guter Erinnerung hat, seit er dort als Kind die Ferien verbrachte. Er will über seine Zukunft nachdenken und zu sich kommen. Während die Familie damals im Wirtshaus „Zum Ech“ wohnte, mietet Käfer diesmal eine Dachkammer von Maria („Mirz“) und Hubert Schlömmer. Kontakt nimmt er auch mit Anna Hopfer auf, der Enkelin von Pep Hiasler, der Wirtin „Zum Ech“.

Am Ufer der Traun findet Käfer einen Stein mit der Gravur „M. Käfer 1931“. Eine alte Frau soll sich an dieser Stelle ertränkt haben [Suizid]. Bei seinen Nachforschungen erfährt Daniel Käfer, dass es in der Familie seines Vaters eine Ausseerin namens Mizzi Käfer gegeben hatte. Im Archiv der Lokalzeitung findet er heraus, dass seine Urgroßtante als Dienstmädchen in der Villa Muthspiel gearbeitet hatte. Von Frau Hürsch, der Bewohnerin, erhält er einen Koffer, der einmal Mizzi Käfer gehört hatte.

Argwöhnisch beobachtet der Antiquitätenhändler und Immobilienhai Eustach Schiller, der die Villa Muthspiel erwerben möchte, den Fremden. Als Annas Sohn Peter für Daniel Käfer in den Keller der Villa Muthspiel einbricht, gerät er mit dem Bein in ein Fuchseisen …

Julian Roman Pölsler verfilmte den Roman „Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch“.

Originaltitel: Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch – Regie: Julian Pölsler – Drehbuch: Julian Pölsler und Alfred Komarek, nach dem Roman „Daniel Käfer. Die Villen der Frau Hürsch“ von Alfred Komarek – Kamera: Wolfgang Thaler – Schnitt: Ulrike Pahl – Musik: Ausseer Hardbradler – Darsteller: Peter Simonischek (Daniel Käfer), Ingrid Burkhard (Hiasler Pep), Bernadette Heerwagen (Anna Hopfer), Ludwig Hirsch (Toni Kalss), Karl Markovics (Hubert Schlömmer), Louise Martini (Frau Hürsch), Birgit Minichmayr (Mirz Schlömmer), Branko Samarovski (Berz Stadler), Udo Samel (Eustach Schiller), Suzanne von Borsody (Sabine), Hartwig Lasser (Peter) u.a. – 2005; 90 Minuten


Daniel Käfer. Die Schattenuhr

Als Daniel Käfer Aussee verlassen und zu seiner Freundin Sabine zurückkehren will, begegnet ihm der sportliche Fremdenführer Gerd Gamsjäger und überredet ihn, ein paar Tage bei ihm und seiner verwitweten Mutter in Hallstatt zu wohnen. Der Sohn eines verstorbenen Hauers im Salzbergwerk nimmt ihn zu einem Tandemsprung mit dem Paraglider mit und übernachtet am nächsten Tag mit ihm in einer Dachsteinhöhle. Durch die Abenteuer gewinnt Daniel Käfer sein Selbstvertrauen zurück. Übermütig schlittert er in der Höhle übers Eis. Gerd warnt ihn. Daniel Käfer fällt hin und kann sich an einem vereisten Abhang gerade noch festhalten. Beim Versuch, ihn heraufzuziehen, stürzt Gerd in die Tiefe. Schwer verletzt wird er nach Salzburg ins Krankenhaus gebracht.

Gerds Mutter, die von Anfang an dagegen war, dass Daniel Käfer bei ihnen blieb, hasst den Mann, der ihren Sohn in diese Lage brachte. Obwohl Daniel Käfer erfährt, dass er von seinem Verlag keine Abfindung bekommt, bietet er Frau Gamsjäger Geld an, aber sie will nichts von ihm annehmen. Stattdessen gibt sie ihm ein keltisches Kultbeil: Das soll er für sie verkaufen, damit sie die Behandlung ihres Sohnes bezahlen kann. Daniel Käfer wendet sich an Eustach Schiller, aber der behauptet, es handele sich bei dem Gegenstand um eine wertlose Nachbildung. Da versucht Frau Gamsjäger es mit einer Skizze, die ihr verstorbener Mann vom Bergwerk angefertigt hatte: Eine Markierung zeigt angeblich, wo eine prähistorische Leiche im Salz eingeschlossen liegt. Vielleicht lässt sich damit Geld machen. Daniel Käfer erkundigt sich im Salzbergwerk und bei einem Archäologen. Als der selbst ernannte Tourismusmanager Max Moser davon erfährt, lanciert er Sensationsmeldungen in den Medien. Daniel Käfer ist entsetzt, denn inzwischen ist er überzeugt, dass die Skizze ebenso wertlos ist wie das Kultbeil. Aber er hat längst die Kontrolle über die Vorgänge verloren …

Julian Roman Pölsler verfilmte den Roman „Daniel Käfer. Die Schattenuhr“.

Originaltitel: Daniel Käfer. Die Schattenuhr – Regie: Julian Pölsler – Drehbuch: Julian Pölsler und Alfred Komarek, nach dem Roman „Daniel Käfer. Die Schattenuhr“ von Alfred Komarek – Kamera: Martin Gschlacht – Schnitt: Tom Kohler, Ulrike Pahl – Musik: Hubert von Goisern – Darsteller (Rollen): Peter Simonischek (Daniel Käfer), Udo Samel (Eustach Schiller), Birgit Doll (Frau Gamsjäger), Nicholas Ofczarek (Max Moser), Suzanne von Borsody (Sabine), Birgit Minichmayr (Mirz Schlömmer), Karl Markovics (Hubert Schlömmer), Hans-Michael Rehberg (Lobisser), Bernadette Heerwagen (Bernadette Heerwagen), Heinz Trixner (Walter Klampfl), Xaver Hutter (Gerd Gamsjäger), Paul Sigmund (Jäger), Uwe Bohm (Rösler), Ina-Alice Kopp (Barbara) u.a. – 2008; 90 Minuten


Daniel Käfer. Narrenwinter

Wegen eines Buchprojekts fährt Daniel Käfer erneut ins Salzkammergut, diesmal von seiner Freundin begleitet, denn es wird Fasching gefeiert, und Sabine, die als Fotografin arbeitet, möchte Bilder vom Faschingstreiben machen. Sie quartieren sich bei Mirz und Hubert Schlömmer ein.

Der Fasching enthemmt die Menschen, nicht nur Mirz und Hubert Schlömmer, auch Sabine, die sich mit einem Striptease versucht.

Daniel Käfer erhält das Angebot, in Hamburg für einen Medienkonzern tätig zu werden, und er lässt sich überreden, es anzunehmen.

Bevor er abreist, verunglückt er. Das Ehepaar Sepp und Christine Köberl rettet ihm das Leben. Dann wird Daniel Käfer auch noch verprügelt …


Daniel Käfer. Doppelblick

Daniel Käfer arbeitet inzwischen bei dem Medienkonzern Kappus & Schaukal in Hamburg. Er verdient viel Geld, muss aber auch hart dafür arbeiten.

Als sein Bruder Hein in Graz an Überarbeitung stirbt, denkt Daniel Käfer darüber nach, ein wenig kürzer zu treten, damit es ihm nicht ebenso ergeht. Da kommt es ihm gerade recht, dass ihn der Verlag beauftragt, im Salzkammergut ein Anwesen für ein Seminarzentrum zu suchen. Also fährt Daniel Käfer wieder einmal nach Bad Aussee, diesmal ohne seine Freundin Sabine, die in Schottland Schafe fotografiert.

Während die meisten Menschen in Bad Aussee skeptisch auf das Projekt reagieren, entdeckt Daniel Käfer in Bad Ischl ein geeignetes Objekt: den ehemaligen Gasthof „Doppelblick“. Der Eigentümer ist jedoch nicht bereit, das Anwesen zu verkaufen …

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Bei den Romanen, die Alfred Komarek über Daniel Käfer geschrieben hat, dient die Handlung vor allem dazu, das Lokalkolorit, den Genius loci des Salzkammerguts, darzustellen. Nicht dramatische Wendungen fesseln den Leser, sondern die Atmosphäre und die Beschreibung der Bewohner des Salzkammerguts. Dabei führt Alfred Komarek allerdings auch Charaktere ein, die für die Handlung entbehrlich wären und nur kurz auftreten. Dieses Zuviel an Figuren stört jedoch.

Alfred Komarek wurde am 5. Oktober 1945 in Bad Aussee geboren. Während des Jura-Studiums begann er, Glossen und Reportagen für Zeitungen zu schreiben. Bekannt wurde er ab 1998 durch seine Romanreihe über den schrulligen Inspektor Simon Polt, die komplett verfilmt wurde: „Polt muss weinen“ (1998), „Blumen für Polt“ (2000), „Himmel, Polt und Hölle“ (2001), „Polterabend“ (2003). Ab 2004 folgte eine Romanreihe über Daniel Käfer: „Die Villen der Frau Hürsch“ (2004), „Die Schattenuhr“ (2005), „Narrenwinter“ (2006), „Doppelblick“ (2008). Außerdem schrieb Alfred Komarek Kinderbücher wie zum Beispiel „Katz- und Kratzgeschichten“ (2000), „Das Rote-Nasen-Geschichtenbuch. Bezaubernde Märchen“ (2003), „Bohumil Blubb und die Wächter der Wasserwelt“ (2004), „Flugs! Ein Spatz führt durch Wien“ (2004).

 

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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