Nosferatu

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Nosferatu

Originaltitel: Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens - Regie: Friedrich Wilhelm Murnau - Buch: Henrik Galeen, nach dem Roman "Dracula" von Bram Stoker - Kamera: Fritz Arno Wagner - Musik: Hans Erdmann - Darsteller: Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder u.a. - 1922; 95 Minuten

Inhaltsangabe

In einem Sarg auf einem Schiff versteckt, gelangt Nosferatu von Transsilvanien nach Wisborg. Der Vampir bringt eine Rattenplage und die Pest in die Stadt. Als eine beherzte Frau die Zusammenhänge ahnt, opfert sie sich, verbringt freiwillig eine Nacht mit Nosferatu und hält den Vampir im Morgengrauen so lange fest, bis er im Sonnenlicht zu Asche zerfällt ...
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Kritik

Mit "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens" begründete Friedrich Wilhelm Murnau das Genre des Vampirfilms und schuf zugleich einen Klassiker.
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Ungeachtet der Bedenken seiner Ehefrau Ellen (Greta Schröder) reist Thomas Hutter (Gustav von Wangenheim) 1838 im Auftrag des Immobilienmaklers Knock (Alexander Granach) von Visborg nach Transsilvanien (auch: Transsylvanien; Siebenbürgen) zu Graf Orlok (Max Schreck), der ein Haus in Visborg erwerben möchte. Bei der letzten Einkehr vor dem Zielort wird Hutter von Bauern vor Graf Orlok gewarnt, und der Kutscher weigert sich, ihn weiter zu fahren. Aber eine geheimnisvolle schwarze Kutsche bringt Hutter zum Schloss. Durch die Warnungen und die Lektüre eines Buches über Vampire ist Hutter beunruhigt. Als er sich beim Abendessen in den Finger schneidet, saugt der Schlossherr gierig die Wunde aus. Als Graf Orlok ein Porträt der Frau seines Besuchers sieht und erfährt, dass das zum Verkauf stehende Anwesen dem der Hutters benachbart ist, unterschreibt er den Vertrag. Am nächsten Morgen bemerkt Hutter zwei winzige Wunden an seinem Hals. Erschrocken begreift er, dass es sich bei dem Schlossherrn um Nosferatu handelt.

Nosferatu hat das Schloss noch in der Nacht verlassen. In einem von sechs Särgen auf dem Segelschiff „Demeter“ versteckt, reist er nach Visborg. Obwohl die Besatzung unterwegs stirbt, gelangt das Schiff nach Visborg. Außer den Särgen bringt es eine Rattenplage und die Pest in die Stadt.

Thomas Hutter gelingt es schließlich, aus dem Schloss zu fliehen und nach Visborg zurückzukehren. Als seine Frau die Zusammenhänge ahnt, opfert sie sich, verbringt freiwillig eine Nacht mit Nosferatu und hält den Vampir im Morgengrauen so lange fest, bis er im Sonnenlicht zu Asche zerfällt. Ellen ist zwar nach dem Vampirbiss nicht mehr zu retten, aber sie hat die Stadt von der Pest befreit.

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Mit „Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens“ begründete Friedrich Wilhelm Murnau (1888 – 1931) das Genre des Vampirfilms und schuf zugleich einen expressionistischen Klassiker. Henrik Galeen (Drehbuch) folgte den Grundzügen des Schauerromans „Dracula“ von Bram Stoker aus dem Jahr 1897, änderte allerdings die Namen und Orte, um die verweigerten Rechte zu umgehen. Es half nicht: Bram Stokers Witwe Florence gewann 1925 einen Urheberrechtsprozess gegen die Produktionsgesellschaft, die dazu verurteilt wurde, die noch in Deutschland verfügbaren Kopien zu vernichten.

Den Vampir zeigt Friedrich Wilhelm Murnau nicht als Spukgestalt, sondern als Personifikation der Pest und des Bösen. Der Grusel beruht vor allem auf der Figur des von Max Schreck gespielten glatzköpfigen Nosferatu mit seinen krallenartigen Fingern, auf der unheimlichen Ausleuchtung und der außergewöhnlichen Kameraführung von Fritz A. Wagner, der Nosferatu häufig aus einem tiefer liegenden Blickwinkel zeigt. Ungewöhnlich für die damalige Zeit waren auch die symbolischen Landschaftsaufnahmen.

Die Dreharbeiten für „Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens“ fanden von Juli bis Oktober 1921 statt. Die Außenaufnahmen entstanden in Lübeck, Wismar, auf Sylt und in der Tatra. Die Premiere war am 4. März 1922 in Berlin.

Unter dem Titel „Die zwölfte Stunde“ kam 1930 eine vertonte Version in die deutschen Kinos, die dem Original kaum noch ähnelte.

In Werner Herzogs Remake „Nosferatu. Phantom der Nacht“ (1978) spielte Klaus Kinski die Hauptfigur.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005 / 2008

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