Bruce Seymour : Lola Montez

Lola Montez

Bruce Seymour

Lola Montez

Originalausgabe: Lola Montez. A Life Yale University Press, New Haven / London 1996 Übersetzung: Renate Sandner Artemis & Winkler Verlag, Düsseldorf / Zürich 1998 Taschenbuch: Piper Verlag, München 2000 ISBN: 3-492-22784-8, 552 Seiten, 13.90 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Lola Montez war eine egomanische Hochstaplerin, unverschämte Lügnerin, raufsüchtige Cholerikerin und eine prunksüchtige Frau, die enorme Gelder u. a. des bayrischen Königs Ludwig I. verschwendete. Sie war aber auch eine starke Persönlichkeit, die sich mehrmals aus eigener Kraft zu neuen Höhen aufschwang, als Tänzerin, Schauspielerin und Vortragsrednerin. Es handelte sich bei ihr um einen vielschichtigen, widersprüchlichen Charakter.
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Kritik

Um Legende und Wirklichkeit unterscheiden zu können, sammelte Bruce Seymour unglaubliche Mengen an Daten und Fakten aus Originalquellen. Darauf basiert seine aufschlussreiche und ausgewogene, fesselnde und lebendige Darstellung.

Lola Montez (Kurzbiografie)

Weil Elizabeth Rosanna Gilbert immer wieder falsche Angaben über sich und ihre Herkunft machte – selbst der Name Maria de los Dolores Porry y Montez, kurz Lola Montez, war erfunden – und sich schon zu ihren Lebzeiten zahlreiche Gerüchte über sie bildeten, war das Knäuel von Tatsachen und Erfindungen bald nicht mehr zu entwirren. Um Legende und Wirklichkeit unterscheiden zu können, griff der amerikanische Jurist und Historiker Bruce Seymour auf Originalquellen zurück, die er in Dutzenden von Archiven und Bibliotheken auf vier Kontinenten zusammensuchte. In stupender Kleinarbeit recherchierte er Einzelheiten aus

dem Leben von Lola Montez und fügte seine Erkenntnisse zu einem umfassenden Lebensbild zusammen.

Dabei zeigt sich, dass die Realität mindestens ebenso umwerfend ist wie die Legende: Lola Montez war eine egomanische Hochstaplerin, unverschämte Lügnerin, raufsüchtige Cholerikerin und eine prunksüchtige Frau, die enorme Gelder u. a. des bayrischen Königs Ludwig I. verschwendete. Sie war aber auch eine starke Persönlichkeit, die sich mehrmals aus eigener Kraft zu neuen Höhen aufschwang, als Tänzerin, Schauspielerin und Vortragsrednerin. Es handelte sich bei ihr um einen vielschichtigen, widersprüchlichen Charakter.

Obwohl Bruce Seymour unglaubliche Mengen an Daten und Fakten gesammelt hat, ist seine Biografie über Lola Montez alles andere als die blutleere Anhäufung von Einzelheiten durch einen fleißigen Forscher, sondern ein farbiges, überaus lebendiges Gesamtbild. Seine leicht zu verstehende Darstellung ist aufschlussreich, ausgewogen, sachlich und seriös, zugleich aber auch fesselnd und unterhaltsam wie ein Roman. „Lola Montez. Eine Biografie“ ist eine der besten Biografien, die ich kenne.

Die Notizen und Fotokopien, die Bruce Seymour während seiner Recherchen anfertigte – es sind mehrere tausend Seiten – hinterlegte er bei der Bancroft Library der University of California in Berkeley.

Gemeinsam mit Reinhold Rauh gab Bruce Seymour 1995 den umfangreichen Briefwechsel von König Ludwig I. von Bayern und Lola Montez heraus.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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