Men in Black

Men in Black

Men in Black

Originaltitel: Men in Black - Regie: Barry Sonnenfeld - Drehbuch: Ed Solomon, nach einem Comic von Lowell Cunningham - Kamera: Don Peterman - Schnitt: Jim Miller - Musik: Danny Elfman - Darsteller: Tommy Lee Jones, Will Smith, Linda Fiorentino, Vincent D'Onofrio, Rip Torn, Siobhan Fallon, Tony Shalhoub u.a. - 1997; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Die Men in Black, Agenten einer US-Geheimbehörde, haben die Aufgabe, die überall in der Welt als Menschen getarnt lebenden Aliens zu überwachen. Als eine extraterrestrische Riesenschabe nach einer Bruchlandung auf einem Bauernhof die Erde zu zerstören droht, müssen die Agenten K und J sie aufspüren und ausschalten. Werden sie das Monster rechtzeitig zur Strecke bringen?
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Kritik

Die ebenso rasante wie urkomische Persiflage auf das Science-Fiction-Genre besticht durch perfektes Styling, brillante Bilder, coole, trockene Dialoge, originelle Einfälle, außergewöhnliche technische Effekte und zwei glänzend aufgelegte Hauptdarsteller: "Men in Black".
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Die Polizei stoppt einen Lieferwagen, mit dem ein Dutzend Mexikaner illegal über die Grenze gebracht werden sollen. Da tauchen zwei Männer in schwarzen Anzügen auf, die behaupten, von der Einwanderungsbehörde zu sein und das Kommando übernehmen. Alle bis auf einen der Flüchtlinge schicken sie in den Wagen zurück. Den alten, verwahrlosten Mann, den sie festhalten, entlarven sie als verkleidetes außerirdisches Ungeheuer, das auf einem Stab einen menschlichen Kopf aus dem Mantelkragen hält. Als es einen der Polizisten angreift, der neugierig nachsieht, was die ominösen Männer von der Einwanderungsbehörde tun, erschießen diese im letzten Augenblick das Monster, das ihn wütend angreift. Dann setzen die beiden Men in Black dunkle Brillen auf und löschen die Erinnerungen der Polizeibeamten an den Vorfall durch einen Lichtblitz, den sie mit einem kleinen, stabförmigen Instrument erzeugen.

Der eine der beiden Men in Black setzt sich zur Ruhe. Der andere, Agent K (Tommy Lee Jones), wird einige Tage später auf einen jungen schwarzen Polizisten (Will Smith) namens Edwards aufmerksam, dem es gelang, einen Alien – den er für einen Junkie hielt – auf einem Hochhausdach zu stellen, obwohl dieser an senkrechten Wänden emporlief. K sorgt dafür, dass Edwards von seinem Chef Z (Rip Torn) eingestellt wird und erklärt ihm, was vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben muss: In den Fünfzigerjahren wurde die amerikanische Sonderbehörde MIB gegründet, die Kontakte mit Außerirdischen aufnehmen sollte. Als im nächsten Jahrzehnt die ersten intergalaktischen Flüchtlinge auftauchten, vertuschte die geheime Behörde deren Ankunft, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Seither suchen immer neue Aliens Zuflucht auf der Erde. Inzwischen sind es 15 000. Sie alle leben, als Menschen getarnt, unbemerkt unter uns. Die von der Behörde geduldeten Aliens dürfen die ihnen zugewiesenen Areale nicht verlassen und werden überwacht. Aufgabe der mit modernsten Mitteln ausgestatteten und sich durch Patente auf außerirdische Erfindungen finanzierenden Geheimorganisation MIB ist es auch, Außerirdische, die gefährlich werden könnten, rechtzeitig zu entlarven, aufzuspüren und zu vernichten.

Edwards Identität wird vollständig gelöscht. Er ist jetzt nur noch Agent J und trägt natürlich auch einen schwarzen Anzug, wie alle seine Kollegen.

Als das Überwachungssystem Alarm auslöst, weil ein Alien verbotswidrig Manhattan verlässt, kommt J an der Seite Ks zum ersten Einsatz. Zuerst mokiert er sich über die scheinbar alte Limousine, mit der sie losfahren, aber er reißt die Augen auf, als K Gas gibt und wegen eines Verkehrsstaus im Straßentunnel einfach an der Decke über die blockierten Autos hinwegrast. Während K den ertappten Alien befragt, muss J sich um dessen Frau kümmern, die auf dem Rücksitz gerade eine Krake gebiert, die auch gleich mit ihren Fangarmen J zum Spaß durch die Luft wirbelt.

Inzwischen ist ein UFO neben einem Bauernhof eingeschlagen. Der aufgebrachte Bauer Edgar (Vincent D’Onofrio) stapft mit seinem Gewehr zu dem Krater. Plötzlich wird er in die Tiefe gerissen. Als ungelenkter Zombie klettert er wieder aus dem Loch, stakt ins Haus und verlangt von seiner dümmlichen Frau Beatrice (Siobhan Fallon) Zuckerwasser. Eine außerirdische Riesenschabe ist in die Haut des Toten geschlüpft und fährt nun mit einem Lieferwagen nach New York City, um die Erde zu vernichten. Als erstes schleicht die als Edgar getarnte Schabe sich in ein Restaurant ein und ermordet den Juwelier Rosenberg, bei dem es sich in Wirklichkeit um einen extraterrestrischen König handelt, und dessen Gesprächspartner.

Die Toten werden in ein Leichenschauhaus gebracht und dort von der Pathologin Dr. Laurel Weaver (Linda Fiorentino) untersucht. Rosenbergs Katze sitzt auf dem Leichnam ihres toten Herrchens und lässt sich nicht vertreiben. Rasch nehmen K and J die Spur auf und geben sich gegenüber Dr. Weaver als Ärzte aus, um mehr über die Ermordeten zu erfahren. Sie berichtet von eigenartigen Entdeckungen: Als sie bei einer der beiden Leichen die Temperatur anal messen wollte, war da nichts, wo sie das Fieberthermometer hätte hineinstecken stecken. Bei der Leiche Rosenbergs fehlen alle inneren Organe, und als sie an sein Ohr fasst, springt das Gesicht wie ein Deckel auf. Dahinter liegt ein vergreister Säugling, der vor einem Krieg warnt und – bevor er seinen Geist aufgibt – gerade noch lallen kann: „Die Galaxie ist im Band des Orion.“

Was bedeutet dieser Satz? Und warum verlassen zwölf weitere Aliens trotz des Verbots ihre Gebiete? Was wissen sie? Wovor fürchten sie sich?

Dr. Weaver merkt, dass auf dem Halsband der Katze deren Name steht – „Orion“ – und daran ein geheimnisvoll schimmerndes Amulett hängt. Aber da taucht auch schon Edgar auf, der alle Leichenschauhäuser absucht, weil er das kostbare Amulett in Rosenbergs Juwelierladen nicht fand. K und J schauen auch noch einmal vorbei. K wartet am Eingang, und J missversteht die wiederholten Andeutungen der Ärztin als plumpe Anmache, bis der Zombie aus seinem Versteck hervorkommt, Dr. Weaver als Geisel packt und mit dem vom Halsband der Katze abgerissenen Amulett durchs Fenster springt. Er überfällt einen Taxifahrer und flieht mit seiner Geisel in dessen Wagen. Das Amulett verschluckt er sicherheitshalber.

Auf elektronischem Weg droht er MIB, innerhalb von sechzig Minuten die Erde zu zerstören.

Während er auf ein altes irdisches Raumschiff klettert, um damit ins All zu starten, lässt er Dr. Weaver fallen. Sie landet unverletzt in einer Baumkrone. K und J schießen das losfliegende Raumschiff ab. Aus dem Wrack kriecht die Riesenschabe, jetzt ohne die Verkleidung. Mit ihrem Maul entreißt sie den beiden Men in Black die Spezialgewehre und verschluckt sie. Da reizt K das Ungeheuer so lange, bis es ihn ebenfalls verschlingt. Als die Schabe auf das zweite ausgemusterte Raumschiff klettert, kann J sie zwar nicht mit Gewalt zurückhalten, aber als er anfängt, gewöhnliche Schaben zu zertreten, kehrt das Untier wütend zurück. In diesem Augenblick wird es von einer gewaltigen Explosion zerfetzt: K hat in seinem Inneren eines der beiden Spezialgewehre gefunden und abgedrückt.

Erschöpft sitzten die beiden Agenten am Boden. Plötzlich greift die auferstandene Riesenschabe von hinten an. Aber sie wird durch einen Schuss endgültig vernichtet: Dr. Laurel Weaver ist inzwischen vom Baum geklettert und kam gerade noch rechtzeitig, um den beiden Men in Black das Leben zu retten.

K will sich zur Ruhe setzen und klärt J darüber auf, er habe nicht einen Partner, sondern einen Nachfolger gesucht. Er übergibt J das Instrument, das durch einen Lichtblitz Gedächtnisinhalte löscht und fordert ihn auf, sich mit einer dunklen Brille zu schützen und es dann zu betätigen.

Als Dr. Laurel Weaver, die inzwischen ebenfalls ein schwarzes Kostüm trägt und offenbar zu den Agenten der Behörde gehört, von J erfährt, dass auch Michael Jackson ein Außerirdischer sei, meint sie: „Bisschen schlampig, seine Tarnung!“

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„Men in Black“ ist weniger ein Actiondrama als ein Bilderbogen aus einzelnen Episoden. Aber das ist kein Nachteil. Auch Plausibilität spielt hier keine Rolle. Diese ebenso rasante wie zum Brüllen komische Persiflage auf das Science-Fiction-Genre besticht durch perfektes Styling, brillante Bilder, coole, trockene Dialoge, originelle Einfälle, außergewöhnliche technische Effekte und zwei glänzend aufgelegte Hauptdarsteller.

Für die Spezialeffekte engagierte Produzent Steven Spielberg die Firma „Industrial Light & Magic“. Für das Make-up wurde Rick Baker mit seinem fünften „Oscar“ ausgezeichnet. (Die anderen vier erhielt er für „American Werewolf“ 1981, „Bigfoot und die Hendersons“ 1987, „Ed Wood“ 1994 und „Der verrückte Professor“ 1996.)Eine ebenfalls von Barry Sonnenfeld gedrehte Fortsetzung kam 2002 unter dem Titel „Men in Black II“ in die Kinos. „Men in Black 3“ folgte zehn Jahre später.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

Barry Sonnenfeld (kurze Biografie / Filmografie)

Barry Sonnenfeld: Addams Family
Barry Sonnenfeld: Schnappt Shorty
Barry Sonnenfeld: Wild Wild West
Barry Sonnenfeld: Men in Black II
Barry Sonnenfeld: Jede Menge Ärger
Barry Sonnenfeld: Men in Black 3

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