Bret Easton Ellis : The Shards

The Shards
The Shards. A Novel Alfred A. Knopf, New York 2023 The Shards Übersetzung: Stephan Kleiner Verlag Kiepenheuer & Witsch Köln 2023 ISBN 978-3-462-00482-3, 736 Seiten ISBN 978-3-462-31151-8 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Los Angeles 1981. Der 17-jährige Bret kann für die Fahrt zur Schule zwischen dem Jaguar XJ6 seiner Mutter oder seinem eigenen Mercedes 450 SL wählen. Die bildschöne Filmproduzenten-Tochter Debbie ist seine feste Freundin, aber eigentlich erregen ihn Männer. Als Robert, ein Neuer aus Chicago, das Beziehungsgefüge der Clique zerreißt, steigert Bret sich in die Überzeugung hinein, Robert sei ein Serienmörder – und löst eine Katastrophe aus. 40 Jahre später schreibt er darüber einen Roman.
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Kritik

Bret Easton Ellis veranschaulicht die Welt einer Gruppe wohlstandsverwahrloster 17-Jähriger 1981 in Los Angeles. Zu ihnen gehört die scheinbar autobiografische Hauptfigur. Bret Easton Ellis versucht immer wieder, von der Authentizität des Buches zu überzeugen. Er spielt in "The Shards" mit der Wahrheit im Allgemeinen und True-Crime-Versatzstücken im Besonderen. Dem Ich-Erzähler Bret, der im Alter von 57 Jahren über die Ereignisse von vor 40 Jahren "berichtet", darf man nichts glauben.
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Bret Ellis

Bret Ellis besucht 1981 die Abschlussklasse der Buckley School in Sherman Oaks im San Fernando Valley-Teil von Los Angeles. Seine Eltern leben seit dem Vorjahr getrennt, unternehmen jedoch in der Hoffnung, die Ehe noch retten zu können, eine mehrere Monate dauernde Europa-Reise. Bret ist also allein im Haus seiner Mutter in Los Angeles und kann wählen, ob er mit ihrem Jaguar XJ6 oder seinem eigenen Mercedes 450 SL zur Schule fährt.

Den 17-Jährigen erregt der Anblick von Mitschülern und er träumt auch nicht nur von gleichgeschlechtlichem Sex, aber davon weiß seine feste Freundin Deborah („Debbie“) Schaffer nichts. Sie bewohnt mit ihren Eltern eine Villa im Nobelviertel Bel Air. Ihr Vater Terry, ein 39-jähriger erfolgreicher Filmproduzent, ist homosexuell, und Debbies Mutter Liz nicht zuletzt deshalb alkoholkrank.

Eng befreundet ist Bret auch seit langem mit Susan Reynolds, der Vorsitzenden der Schülervertretung, und ihrem festen Freund Thom Wright. Zur Clique gehören außerdem Matt Kellner und Ryan Vaughn.

Robert Mallory

In diesem Herbst 1981 kommt ein neuer Schüler dazu: Robert Mallory aus Chicago. Er wohnt bei seiner Tante Abigail („Abby“) Mallory, der jüngeren Schwester seines Vaters, in einem Penthouse der Century Towers in Los Angeles und fährt einen Porsche 911. Nach der Scheidung der Eltern und dem Tod der Mutter Carol im April 1980 lebte er zunächst bei seinem Vater und dessen neuer Familie. Weil er jedoch nicht mit seiner Stiefmutter Diane und deren Tochter Ashley auskam, zog er zu seiner Tante Abby.

Bret ist überzeugt, den Neuen schon einmal im Mai 1980 in einem Kino im Stadtteil Westwood gesehen zu haben, aber Robert Mallory behauptet, das könne nicht sein, denn er sei damals nicht in Los Angeles gewesen, sondern habe die Roycemore School in Evanston/Illinois besucht.

Später findet Bret seinen Verdacht bestätigt, dass Robert gelogen hat: Nach einem Selbstmordversuch wurde er von Januar bis Mai 1980 in einer psychiatrischen Einrichtung bei Jacksonville/Texas therapiert. Danach kehrte er zu seiner Tante Abby zurück. Einige Male war er mit Kathy Latchford in Los Angeles verabredet – so auch in dem Kino, in dem er Bret auffiel –, aber seit das Mädchen ermordet wurde, behauptet Robert, direkt von der Roycemore zur Buckley School gewechselt zu sein, um nicht mit dem Verbrechen in Zusammenhang gebracht zu werden.

Matt Kellner

Katherine Latchfords Leiche wurde im August 1980 gefunden. Sie gilt als erstes Opfer eines Serienmörders, dem die Medien den Namen „Trawler“ gegeben haben. Inzwischen brachte er auch Julie Selwyn und Sarah Johnson um. Seine ebenso grausam wie bizarr inszenierten Morde hängen mit einer Serie von Einbrüchen im San Fernando Valley zusammen, die im April 1980 begonnen hat.

Matt bewohnt das Poolhouse auf dem Grundstück seiner Eltern Sheila und Ronald („Ron“) Kellner. (Ron leitet eine der bedeutendsten Anwaltkanzleien in Los Angeles.) Bret macht sich Sorgen, als sein Freund feststellt, dass jemand bei ihm einbrach. Die Katze ist fort, die Fische sind aus dem Aquarium verschwunden, und jemand hat die Möbel umgestellt. Außerdem erhält Matt unheimliche Telefonanrufe, bei denen sich niemand meldet, aber Atemgeräusche zu hören sind.

Und dann wird Matt Kellner vermisst. Nachdem ein Ranger seinen blutigen Rucksack im Crystal Cove State Park gefunden hat, entdeckt der Gärtner der Familie Kellner die Leiche des Schülers im Pool. Offiziell heißt es, Matt sei unter Drogeneinfluss ertrunken, aber Bret glaubt es besser zu wissen: Matt sei vom Trawler ermordet worden, nimmt er an und fühlt seinen Verdacht bestätigt, als Ron Kellner ihm Fotos von der Leiche zeigt, auf der nicht nur Hämetome, sondern auch klaffende Wunden zu sehen sind.

Brets Reaktion auf Matts Tod lässt Susan vermuten, dass die beiden nicht nur Freunde waren, sondern eine homosexuelle Beziehung hatten. Und sie möchte nicht, dass ihre beste Freundin Debbie von Bret betrogen wird.

Untreue

Terry Schaffers Assistent Steven Reinhardt überbringt Bret eine Einladung seines Chefs. Der Schüler, der Schriftsteller werden möchte, nimmt an, der Filmproduzent wolle mit ihm über ein Drehbuch reden, aber Debbies Vater hört nur gelangweilt zu, als Bret ihm seine Idee erläutert, und dann fällt er über den Jungen her.

Thom Wright lässt sich von Bret zum Flughafen fahren, denn sein in New York lebender Vater Lionel besteht darauf, dass er sich auch dort nach Studienmöglichkeiten umschaut. Dabei ist bereits ausgemacht, dass Thom, der bei seiner Mutter Laurie in Los Angeles lebt, auf der UCLA studieren wird. Offenbar ist er sich der Treue seiner Freundin nicht sicher, denn er bittet Bret, während seiner Abwesenheit auf Susan aufzupassen.

Als Bret deshalb bei den Reynolds anruft und nach Susan fragt, erfährt er von ihrer Mutter Gayle, dass sie übers Wochenende zu ihren Großeltern nach Palm Springs gefahren sei. Sein Verdacht, dass sie dort mit Robert Mallory zusammen ist, bestätigt sich durch ein Telefonat mit dessen Tante Abby:  Ihr Neffe verbringt das Wochenende ebenfalls in Palm Springs. Bret fährt deshalb auch selbst hin und observiert Susan und Robert, die augenscheinlich ein Paar geworden sind.

Zurück in Los Angeles, findet Bret eine Tonkassette vor. Außer Wind und Wellen sind zwei Stimmen zu hören: Jemand fordert sein Gegenüber auf, etwas Widerliches zu essen. Bret vermutet, dass es sich um lebende Fische aus Matts Aquarium handelt. Er ist überzeugt, dass die beiden Stimmen von Matt und Robert sind und es sich um eine dem Mord vorangehende Folter handelt.

Als Thom aus New York zurückkommt, berichtet ihm Bret von Susans Treffen mit Robert in Palm Springs und meint, sie müssten etwas gegen Robert unternehmen, denn der sei der Trawler.

Bret warnt auch Susan und Debbie vor dem Mörder, aber Debbie rät ihm, einen Psychiater zu konsultierten, und als er den Lehrer Dr. Croft ebenfalls über Robert aufzuklären versucht, macht dieser sich mehr Sorgen um Brets Homosexualität.

Die Schaffers

Terry Schaffer wird nach einem Treppensturz in seiner Villa schwer verletzt ins UCLA Medical Center gebracht. Bret, der inzwischen weiß, dass Carol Mallory im Vorjahr auf ganz ähnliche Weise umkam, nimmt an, dass der Filmproduzent von Robert gestoßen worden sei. Der war als Debbies Partygast im Haus.

Durch die Beschattung Roberts weiß Bret von einem leer stehenden Haus am Benedict Canyon Drive in Beverly Hills, das Abby Mallory und ihrem Mann gehört, die sich gerade unter hässlichen Bedingungen scheiden lassen. Durch eine unverschlossene Gartentür dringt er ein und wühlt in den Sachen Roberts, der sich manchmal dort aufhält. Einen Schlüssel für das Penthouse von Roberts Tante in den Century Towers steckt er ein.

Terry ruft ihn aus dem Cedars-Sinai Medical Center an, in das er inzwischen verlegt wurde. Weil sein Assistent Steven Reinhardt in New York zu tun hat, drängt er Bret, zu den Windover Stallungen zu fahren. Mit Debbies dort untergebrachtem Pferd scheint etwas Schlimmes geschehen zu sein, aber Connie Myerson, die Besitzerin der Stallungen, wollte am Telefon nichts Genaueres sagen. Tatsächlich wurde das Tier getötet und ähnlich wie die Opfer des Serienmörders Trawler grotesk drapiert. Der Sherif von Malibu vermutet den oder die Täter in der Sekte der Riders of the Afterlife.

Robert verdächtigt Bret, in das Haus am Benedict Canyon Drive eingebrochen zu sein und in seinen Sachen herumgestöbert zu haben. Er fordert Bret sexuell heraus und als dieser mit einer Erektion reagiert, beschimpft er ihn als „Scheiß-Schwuchtel“.

Liz ließ ihren Mann observieren. Als Debbie die Fotos des Privatdetektivs von Bret und ihrem Vater sieht, versteckt sie sich schockiert bei dem 30 Jahre alten Gitarristen der Band Line One mit Künstlernamen Shore Landes in den Hollywood Hills.

Bret befürchtet, dass sie Robert zum Opfer gefallen sei.

Überfall

Am 7. November 1981 wartet Susan auf Robert. Ihre Eltern Gayle und Donald Reynolds sind beim Essen mit Freunden in einem Restaurant. Weil sie sich in der Villa am North Canon Drive in Beverly Hills plötzlich bedroht fühlt und Robert nicht telefonisch erreicht, ruft sie Thom an, der sich sofort auf den Weg zu ihr macht. Susan stößt auf einen Einbrecher, der eine Sturmhaube trägt, um nicht erkannt zu werden. Er greift sie mit einem Fleischermesser an. Thom hört sie schreien, als er eintrifft. Sie warnt ihn, aber bevor Thom begreift, dass auch er in Gefahr ist, schlitzt ihm der Verbrecher ein Bein auf und er droht zu verbluten. Susan beißt dem Angreifer ein Stück Fleisch aus dem Arm, bevor er flieht.

Robert kommt im Porsche angefahren. Während Nachbarn die Polizei alarmieren, bringt er Thom ins Cedars-Sinai Medical Center. Der Schwerverletzte kann gerade noch gerettet werden.


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Showdown

Mit dem beim Einbruch in dem Haus am Benedict Canyon Drive gestohlenen Schlüssel dringt Bret in Abby Mallorys Penthouse ein und schraubt den Türgriff ab, bevor er sich weiter umsieht. Er vermutet Robert in der Dusche, aber der überrascht ihn im Schlafzimmer – und hat ebenso wie er ein Küchenmesser in der Hand. Wo er Debbie gefangen halte, will Bret von Robert wissen. Die beiden Schüler stechen mit den Messern aufeinander ein. Robert will fliehen, und als er merkt, dass die Wohnungstür nicht zu öffnen ist, rettet er sich auf den Balkon und schreit um Hilfe. Bret tritt das Glas der Tür ein. Daraufhin springt Robert auf den Balkon darunter, also im 27. Stockwerk, und hämmert gegen die Tür. Niemand hilft ihm. Bret setzt ihm nach. Robert beabsichtigt, es noch eine Etage tiefer zu versuchen, aber Bret haut ihm mit der Faust auf den Rücken der Hand, mit der er sich festhält, und Robert stürzt in die Tiefe.

Im Cedars-Sinai Medical Center kommt Bret wieder zu sich. Er musste zwar mit Dutzenden von Stichen genäht werden, aber die Stich- und Schnittverletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Er sagt aus, Robert habe ihn aufgeregt angerufen, und weil er befürchtete, sein Mitschüler wolle sich etwas antun, sei er sofort zu ihm geeilt. Aber Robert habe ihn in der Wohnung seiner Tante eingesperrt und mit einem Messer angegriffen. Es sei zum Kampf gekommen, und schließlich habe sich Robert selbst in den Tod gestürzt.

Debbie, die von den Ereignissen aus dem Fernsehen erfährt, kehrt am 9. November zurück. Steven Reinhardt berichtet ihr, was er weiß. Dass Robert selbstmörderische Absichten hatte, kann sie nicht glauben.

Brets Eltern brechen eine Kreuzfahrt in Europa ab, fliegen mit der Concorde von London nach New York und nehmen die nächste Maschine nach Los Angeles.

Mitte November 1981

Bret besucht am 13. November 1981 Susan, die zwar das Krankenhaus verlassen konnte, aber zu Hause noch im Bett liegen muss. Sie ist an der Hand verletzt, mit der sie nach dem Messer des Angreifers griff, und er hat ihr die rechte Brust zerschnitten. Plötzlich starrt sie auf Brets Arm. Er packt ihre Hand und quetscht sie, bis Susan das Bewusstsein verliert. Dann ruft er ihre Mutter Gayle und verabschiedet sich, bevor der Arzt kommt.

Er sieht Susan nie wieder. Statt an die Buckley School zurückzukehren, macht sie ihren Abschluss in Marymount High School in Los Angeles.

Bret genießt es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Es heißt, er habe den Trawler zur Strecke gebracht und dabei sein eigenes Leben riskiert. Aber das Glück dauert nur bis zum 21. November. Dann wird die 17-jährige Leslie Slavin in Westwood entführt, und der Trawler brüstet sich in Mitteilungen an die Medien mit der Tat.

Jemand schickt Bret Fotos, die Matt in den letzten Minuten seines Lebens auf einem Felsvorsprung zeigen. Im Hintergrund sieht Bret einen beigen Transporter, der ihm immer wieder auffiel und von dem er sich verfolgt fühlte.

40 Jahre später

Weder die dem Trawler angelastete Mordserie noch der Angriff auf Susan Reynolds und Thom Wright werden aufgeklärt.

Bret wird tatsächlich Schriftsteller und debütiert im Alter von 21 Jahren mit dem Roman „Less than Zero“ / „Unter Null“. Während einer Lesereise im Jahr 1999 und einer Signierstunde für „Glamorama“ in Boston sieht er Thom Wright erstmals wieder.

Der erzählt, dass ihn Susan am 13. November 1981 anrief. Sie glaubte, die Bisswunde, die sie dem Einbrecher am 7. November zugefügt hatte, an Brets Arm zu erkennen.

Nach mehreren vergeblichen Ansätzen fühlt Bret Ellis sich im Alter von 57 endlich in der Lage, ein Buch über die traumatischen Ereignisse im Herbst 1981 zu schreiben: The Shards.

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Im Roman „The Shards“ von Bret Easton Ellis geht es um eine Mordserie, aber ein Thriller ist es nicht, denn dieser Handlungsstrang bleibt nebensächlich, und das Kapitalverbrechen wird ebenso wenig aufgeklärt wie andere Gewalttaten. Viel wichtiger nimmt Bret Easton Ellis die Darstellung der Welt einer Gruppe wohlstandsverwahrloster 17-Jähriger 1981 in Los Angeles. Zu ihnen gehört die scheinbar autobiografische Hauptfigur: Bret Ellis, ein Schüler, der mit einer festen Freundin über seine sexuellen Vorlieben hinwegtäuscht. (Ein offenes Bekenntnis zur Homosexualität wäre damals noch riskant gewesen.) Man kann „The Shards“ als Adoleszenz-Roman lesen. Er kreist um sexuelle Orientierung und Selbstfindung, Begehren, Verrat und Eifersucht, psychische Labilität, Besessenheit – und dysfunktionale Familien.

In einem 16 Seiten langen Vorwort versucht Bret Easton Ellis die Leserinnen und Leser von der Authentizität des Buches zu überzeugen. Er spielt in „The Shards“ mit der Wahrheit im Allgemeinen und True-Crime-Versatzstücken im Besonderen. Dem Ich-Erzähler Bret, der im Alter von 57 Jahren über die Ereignisse von vor 40 Jahren „berichtet“, darf man nichts glauben.

Bret Easton Ellis lässt die Fassaden der Luxus-Welt privilegierter Familien so zersplittern wie beim Showdown eine Glastür. Darauf spielt auch der Titel an: „The Shards“ lässt sich mit „Die Scherben“ übersetzen.

Ebenso penetrant, wie er immer wieder Authentizität vorgaukelt und schreckliche Ereignisse ankündigt, betont Bret Easton Ellis in „The Shards“ Reichtum, Ennui und psychische Labilität. Im Alter von 16 Jahren bekommen die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich ihr erstes Auto von den Eltern geschenkt, keinen Kleinwagen, sondern Porsche oder Mercedes. Schülerinnen wie Debbie und Susan sind natürlich Schönheiten. Daraus hätte Bret East Ellis eine knackige Satire oder Parodie bzw. ein flottes Spiel mit Fiktion und Fakten machen können, aber stattdessen walzt er sein Thema auf 736 Seiten aus. Für ein Opus magnum hat „The Shards“ zu wenig Substanz. Der Roman, in dem täuschende Oberflächen zu Bruch gehen, erweist sich selbst als hohle Fassade.

Den Roman „The Shards“ von Bret Easton Ellis gibt es auch als Hörbuch, gelesen von Frank Arnold.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2023
Textauszüge: © Verlag Kiepenheuer & Witsch

Bret Easton Ellis: American Psycho (Verfilmung)
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Stefanie Bachstein - Du hättest leben können
"Du hättest leben können" ist kein abstrakter, sondern ein szenisch umgesetzter Bericht, in dem eine um ihr Kind trauernde Mutter differenziert und ohne Larmoyanz das Gefühlschaos darstellt, in dem sie sich zurechtfinden muss. Gleichzeitig untersucht sie die strukturellen Mängel im Umgang mit ärztlichen Kunstfehlern und fordert Verbesserungen.
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