Bruce Chatwin : Traumpfade

Traumpfade
Originalausgabe: The Songlines, 1987 Traumpfade Übersetzung: Anna Kamp Carl Hanser Verlag, München / Wien 1990 Süddeutsche Zeitung / Bibliothek, Band 37, München 2004 ISBN 3-937793-28-3, 368 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Die Aborigines glauben, dass ihre Vorfahren in der "Traumzeit" in einem schöpferischen Prozess singend über den australischen Kontinent wanderten und das Land zugleich unter sich aufteilten. Diese "Traumpfade" haben eine hohe Bedeutung in der Tradition der Aborigines. Beim Bau neuer Eisenbahnlinien und der Erschließung von Bodenschätzen drohen sie zerstört zu werden ...
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Kritik

In 39 skizzenhaften und reportageartigen Episoden bzw. Kapiteln berichtet Bruce Chatwin von seinen Begegnungen mit Aborigines während einer mehrtätigen Reise in Australien. Sensibel und humorvoll beschreibt er die Charaktere und Verhaltensweisen einiger Aborigines.
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Als Kind lebte Bruce oft monatelang bei seinen beiden Großtanten Katie und Ruth in einem Reihenhaus hinter der Kirche der Shakespeare-Stadt Stratford-on-Avon, denn sein Vater war bei der Kriegsmarine und seine Mutter reiste viel. Nach dem Studium begann er eine viel versprechende Karriere bei Sotheby’s, doch als er zu erblinden drohte, riet ihm der Arzt, zu reisen, und sobald er im Sudan aus dem Flugzeug stieg, waren seine Augen wieder gesund.

Um mehr über die sog. „Traumpfade“ (Songlines) der Aborigines zu erfahren, kam Bruce 1982 nach Australien.

Die Aborigines – die Ureinwohner Australiens – glauben, dass die Totems, von denen sie abstammen, in einer „Traumzeit“ (Dreamtime, Tjukurrpa) genannten mythischen Epoche durch das damals öde Land zogen und durch ihren Gesang überhaupt erst Berge, Felsen, Flüsse, Wasserlöcher, Pflanzen und Tiere schufen. Sie sangen die Welt ins Dasein und markierten zugleich ihre Territorien. Während ein Vogel durch seinen Gesang ein Revier beansprucht, denken die Aborigines nicht in Flächen, sondern in Pfaden, die das Land durchziehen. Diese Traumpfade haben auch heute noch eine große Bedeutung für die Aborigines, die ihre Mythen durch Tänze und Gesänge von Generation zu Generation überliefern.

„Die Handelsstraße ist die Songline“, sagte Flynn. „Denn Lieder und nicht Dinge sind Hauptgegenstand des Tauschens. Der Handel mit ‚Dingen‘ ist eine Begleiterscheinung des Handels mit Liedern.“
Bevor die Weißen kamen, fuhr er fort, war niemand in Australien ohne Land, denn jeder erbte als seinen oder ihren privaten Besitz ein Stück vom Lied des Ahnen und ein Stück von dem Land, über das das Lied führte. Die Strophen eines Menschen waren seine Besitzurkunde für sein Territorium. Er konnte sie an andere ausleihen. Er konnte sich seinerseits Strophen borgen. Nur verkaufen oder loswerden konnte er sie nicht. (Seite 74)

Als Bruce anderen von seiner Absicht erzählte, zu den Aborigines nach Australien zu reisen, assoziierten einige das Phänomen der Traumpfade mit prähistorischen Steinkreisen, andere mit den Drachenlinien im feng-shui oder mit Mnemotechnik. Cicero pflegte beispielsweise lange Reden auswendig zu lernen, indem er die einzelnen Passagen in seiner Vorstellung mit Elementen eines Raumes verknüpfte, den er dann während des Vortrags im Geist abschritt.

Beim Bau von Eisenbahnstrecken oder durch die Erschließung von Bodenschätzen drohen diese für Weiße unsichtbaren Traumpfade zerstört zu werden. Eine Freundin in Adelaide gibt Bruce die Telefonnummer von Arkady („Ark“) Wolschok, der von der Eisenbahngesellschaft dafür bezahlt wird, mit den Aborigines zu reden und die Ingenieure beim Bau einer neuen Strecke zwischen Darwin im Norden und Alice Springs im Süden zu beraten.

Arks Vater Iwan Wolschok war ein Kosake, den die Deutschen 1942 gefangen nahmen und als „Ostarbeiter“ in eine deutsche Fabrik bringen wollten. Unterwegs, in der Ukraine, sprang er aus dem Viehwaggon in ein Sonnenblumenfeld und entkam. Nach dem Krieg schlug er sich mit einem Mädchen aus Kiew, das er geheiratet hatte, nach Österreich durch, wo ihn ein britischer Besatzungsoffizier fälschlicherweise verdächtigte, in Pannwitzens Kosakenbrigade mit den Deutschen gegen die Rote Armee gekämpft zu haben. Man brachte das Paar schließlich nach Berchtesgaden. Iwan Wolschok stellte Anträge auf Einwanderung in die USA und nach Kanada, obwohl man ihm riet, es lieber in Argentinien zu versuchen. Nach einem Jahr Hoffen und Bangen schiffte er sich mit seiner Frau in Triest nach Adelaide ein. Dort wurde er zunächst Wartungsmonteur bei der Transcontinental Line. Eines Tages brachte man ihn mit einem Hitzschlag auf einer Bahre aus der Nullarbor-Ebene nach Adelaide zu seiner Frau. Weil er von da an arbeitsunfäig war, zog er eine Wodkabrennerei auf, und seine Frau eröffnete einen Obst- und Gemüsehandel.

Ark war der jüngste der drei Söhne. Er schloss sein Geschichts- und Philosophie-Studium an der Universität von Adelaide mit Auszeichnung ab, wurde dann aber bloß Lehrer in einer Aborigines-Siedlung im Warlpiri Country nördlich von Alice Springs. Nach anfänglichem Zögern begannen ihm die Ältesten der Warlpiri allmählich zu vertrauen – bis ein Anthropologe aus Canberra kam, Ark Informationen über die Aborigines entlockte und die unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertrauten Geheimnisse veröffentlichte. Frustriert warf Ark seine Arbeit hin, verließ Australien und unternahm ausgedehnte Reisen. Auf der Akropolis von Athen begegnete er einem griechischen Mädchen aus Sydney. Sie reisten zusammen durch Italien; in Paris beschlossen sie, zu heiraten, und sechs Wochen später taten sie es in Sydney. Ark zog mit ihr nach Alice Springs, aber nach einem Sommer hatten sie sich auseinander gelebt.

Bruce trifft sich in Alice Springs mit Ark. Der nimmt ihn auf eine Dienstreise nach Cullen im Landesinneren mit. Dabei lernt Bruce eine Reihe von Aborigines kennen und einige Weiße, die mit ihnen zu tun haben.

Old Stan Tjakamarra gehört zum Stamm der Pintupi. Er malt seit acht Jahren, und Enid Lacey, eine Buchhändlerin Ende sechzig, verkauft seine Gemälde in Alice Springs.

Der weiße Gemeindeberater Kidder weist Bruce selbstherrlich zurück:

„Die Aborigines haben es gründlich satt, wie Tiere im Zoo beschnüffelt zu werden.“ (Seite 55)

Der Aborigine Dan Flynn wurde als Findelkind in der Benediktiner-Mission in Cygnet Bay erzogen und 1969 zum Priester geweiht. Später zog er zu einer Zahnärztin namens Goldie, deren Vater Perlenfischer gewesen war.

Der irische Pater Terence kam in den Sechzigerjahren ins Ordenshaus der Zisterzienser in Victoria und lebt seit sieben Jahren in einer Wellblech-Klause am Ufer des Timorsees.

Heute, sagte er, müssten die Menschen mehr denn je lernen, ohne Dinge zu leben. Dinge erfüllten die Menschen mit Furcht: je mehr Dinge sie besäßen, um so mehr hatten sie zu fürchten. (Seite 83)

In einem rostigen Blechbungalow lebt auch der dreiundsiebzigjährige Kauz Jim Hanlon, der sich unwirsch gibt, um seine Einsamkeit zu verbergen. Er müsste sich wegen eines Leistenbruchs operieren lassen, fürchtet sich aber davor und zögert den Eingriff hinaus. Es gelingt ihm, Ark und Bruce eine Stunde festzuhalten, aber dann müssen sie weiter.

In der verwahrlosten Aborigines-Siedlung Skull-Creek wollen sie den Kaititj-Ältesten Timmy abholen. Kinder tollen herum. Zwei Frauen schlafen auf der Veranda. Endlich hebt eine von ihnen den Kopf. Sie heißt Mavis, und Ark fragt sie nach Timmy.

„Wo ist Timmy?“
„Schläft.“
„Ich will ihn in den Busch mitnehmen.“
„Heute?“
„Sofort, Mavis. Sofort!“ (Seite 111)

Timmy taucht auf. Mavis besitzt keine Sandalen, aber als Bruce ihr sein Reservepaar überlässt, kommt sie mit. Auch Big Tom und seine Frau Ruby schließen sich der Reisegruppe an. Ein Stück weiter hat Ark sich mit seiner Freundin Marian verabredet, die in Warlpiri Country für einen Landclaim von Frauen arbeitet.

Sie kam angefahren, am Steuer ihres alten grauen Landrover, zwischen den Hütten hindurch, und hielt knapp fünfzig Meter vor unserer Feuerstelle. Zwei stämmige Frauen, Topsy und Gladys, quetschten sich aus der Kabine heraus, vier dünnere Frauen saßen hinten. Sie sprangen herunter, wischten sich den Staub ab und dehnten und streckten sich.
„Du kommst spät“, schalt Arkady sie scherzhaft.
Ihre Wangen waren vor Müdigkeit eingefallen.
„Du wärst auch spät gekommen“, sagte sie lachend.
Seit sie Alice Springs verlassen hatte, war sie dreihundert Meilen gefahren, hatte einen Jungen behandelt, der von einem Skorpion gestochen worden war, hatte ein Baby mit Durchfall mit Arznei versorgt, hatte einem Älteten einen vereiterten Zahn gezogen, hatte eine Frau genäht, die von ihrem Mann geschlagen worden war, hatte den Mann genäht, der von seinem Schwager geschlagen worden war.
„Und jetzt“, sagte sie, „sterbe ich vor Hunger.“ (Seite 127)

In Cullen begegnet Bruce der weißen Lehrerin Lydia und dem Aborigine Stumpy Jones, dessen linke Gesichtshälfte seit einem Schlangenbiss vernarbt ist.

Rolf Niehart haust in einem mit Büchern vollgestopften Wohnwagen. Väterlicherseits stammt er von Deutschen aus dem Barossa Valley ab; seine Mutter war eine Französin, die es während des Zweiten Weltkriegs nach Adelaide verschlagen hatte. Rolf erhielt ein Stipendium für die Sorbonne und promovierte über „strukturale Linguistik“. Dann arbeitete er als Kulturkorrespondent für eine Zeitung in Sydney, aber aufgrund dieser Erfahrung begann er die Medien zu hassen, und er zog sich mit seine Freundin Wendy, die ebenfalls Linguistik studiert hatte, nach Cullen zurück.

Ark unternahm die Reise, um sich mit Titus Tjilkamata zu treffen, der etwa fünfundzwanzig Meilen südwestlich von Cullen in einer Hütte lebt. Vor sieben- oder achtundvierzig Jahren wurde er hier geboren. Sein Vater war ein Pintupi, seine Mutter eine Loritja. Um 1942 zogen sie – „von der Marmelade, dem Tee und dem Mehl des weißen Mannes angezogen“ (Seite 196) – aus der Wüste fort und suchten Zuflucht in der Lutherischen Mission am Horn River. Weil die Pastoren die überragende Intelligenz des Kindes erkannten, machten sie Titus zum Modellschüler, und er wurde schließlich Laienprediger. Zweimal im Jahr – im Juni und im November – zieht er seither einen Zweireiher an und fährt für ein paar Wochen nach Adelaide, um dort in der Volksbücherei zu lesen und sich zum Beispiel über petrochemische Technologien zu informieren. In der übrigen Zeit läuft er als traditionsbewusster Aborigine halbnackt herum, jagt mit dem Speer, nie mit einem Gewehr, spricht sechs oder sieben Aborigine-Sprachen und ist wegen seiner weisen Auslegungen der Stammesgesetze hoch anerkannt. Jetzt weiß er selbst nicht mehr weiter und hat deshalb Ark zu Hilfe gerufen: Sein Großvater hatte um 1910 mit einem Loritja-Klan tschuringas ausgetauscht, als Zeichen dafür, dass jede der beiden Parteien auch die Jagdgründe der anderen betreten durfte. Als nun eine Bergbaugesellschaft ein Stück Land auf Titus‘ Territorium erwerben wollte, lehnte dieser es ab, darüber zu verhandeln, aber der inzwischen in der Amadeus-Mission lebende Loritja-Klan behauptet neuerdings, im rechtmäßigen Besitz des Gebietes zu sein und erklärte sich bereit, es der Bergbaugesellschaft zu verkaufen. Titus fühlt sich aus Respekt gegenüber seinen Ahnen verpflichtet, diesen Vertragsbruch zu rächen. Ark ist schockiert darüber, dass die Aborigines sich gegenseitig zu übervorteilen versuchen. Er benötigt etwas Zeit, um die Angelegenheit zu prüfen und bittet Titus, nichts zu unternehmen, bevor er aus Alice Springs zurückkehrt.

Wegen eines Unwetters ist der Rückweg selbst für den Landrover unpassierbar. Ark benützt das Funktelefon, und trotz des gestörten Empfangs gelingt es ihm, zwei Plätze im Postflugzeug zu bekommen. Als die Cessna landet, überlässt Bruce seinen Sitz einer Frau, die unter einem schmerzhaften Abszess leidet und ins Krankenhaus von Alice Springs gebracht werden soll.

Während Bruce in Cullen auf die Rückkehr Arks wartet, möchte er einen Aborigine auf der Jagd begleiten und er bittet Rolf um Vermittlung. Der hält Alex Tjangapati für den geeignetsten Jäger. Der Greis trägt einen pflaumenblauen Damensamtmantel mit wattierten Schultern und ist darunter nackt. Als Rolf ihn bittet, Bruce mitzunehmen, dreht er sich wortlos um und geht fort. Bald darauf findet Rolf jemand, dem Bruce sich anschließen kann. Allerdings muss er Donkey-donk – so heißt der Mann – erst einmal Patronen, Schokoriegel, Zigaretten, Motorenöl, eine Tankfüllung und einen neuen Reifen für den klapprigen Ford bezahlen. Ein junger Mann mit dem Namen Walker gesellt sich zu ihnen, und dann nehmen sie noch den Globetrotter Nero mit, weil der ein Gewehr besitzt.

Als sie ein Känguruhweibchen mit seinem Jungem entdecken, drückt Donkey-donk aufs Gas und rammt das Muttertier, sodass es einen Rückwärtssalto übers Autodach macht. Nero schießt, aber das Känguruh springt trotz seiner Verletzungen fort. Erst nach der dritten Kollision scheint das Tier liegen zu bleiben. Vorsichtshalber schlägt ihm Donkey-donk mit einem schweren Schraubenschlüssel auf den Schädel – aber da richtet es sich erneut auf, und er muss es am Schwanz festhalten, bis Nero das Känguruh durch einen Kopfschuss tötet.

Noch einmal möchte Bruce das nicht erleben, und er lehnt die Einladung ab, Donkey-donk am nächsten Tag wieder zu begleiten.

In Cullen beobachtet er, wie Eileen Houston vom Aborigine-Kunstbüro in Sydney vorbeikommt, um ein neues Gemälde von Winston Japurula abzuholen. Halb nackt und mit gekreuzten Beinen auf dem Boden sitzend, erwartet sie der Aborigine. Bruce merkt an Eileens Gesichtsausdruck, dass ihr die abstrakte Darstellung gefällt, aber sie kritisiert, dass sie nicht mit Titanweiß gemalt ist und weist auf eine Beschädigung der Leinwand hin. Sie müsse das Bild zum Restaurieren nach Melbourne schicken. Das koste mindestens 300 Dollar; 200 Dollar habe sie Winston bereits als Vorschuss gegeben, da könne sie nur noch weitere 300 Dollar für das Bild bezahlen. Und sie benötige ein Foto von ihm für den Katalog.

„Nein!“, brüllte Winston.
„Was soll das heißen, nein?“ Mrs Houston sah sehr schockiert aus. „Du willst kein Foto von dir machen lassen?“
„NEIN!“, brüllte er noch lauter. „Ich will mehr Geld!“
„Mehr Geld? Ich … ich … verstehe nicht.“
„MEHR … GELD!, habe ich gesagt.“
Sie machte ein betrübtes Gesicht, als hätte sie es mit einem undankbaren Kind zu tun, und sagte dann in eisigem Ton: „Wieviel?“
Wieder beschirmte Winston sein Gesicht mit den Armen […]
Winston senkte den Unterarm und formte einen dreieckigen Schlitz, durch den der rief: „SECHSTAUSEND DOLLAR!“
Mrs Houston fiel fast vom Stuhl. „Sechstausend Dollar! Das soll wohl ein Witz sein!“
„Und warum verlangst du verdammte siebentausend Dollar für eins meiner Bilder in deiner verdammten Ausstellung in Adelaide?“ (Seite 329)

Einige Tage später treffen Ark und Marian mit einem Flugzeug ein. Der Eisenbahn-Bau wurde wegen Geldmangel auf Eis gelegt. Dadurch hat Ark zwar seinen Job verloren, aber das bekümmert ihn nicht.

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In „Traumpfade“ geht es um den kulturellen Konflikt zwischen der westlichen Zivilisation und der Tradition der Aborigines. Weil die Aborigines nackt herumliefen, keine eigene Schrift entwickelten, sondern ihr Wissen mündlich überlieferten und sich mit Holz- und Steingeräten begnügten, statt Metall zu verarbeiten, hielten die englischen Einwanderer sie für Wilde und versuchten, sie zu missionieren.

Die Weißen veränderten ständig die Welt, um sie ihrer zweifelhaften Zukunftsvision anzupassen. Die Aborigines verwendeten alle ihre geistigen Kräfte darauf, die Welt so zu erhalten, wie sie war. (Seite 154)

In neununddreißig skizzenhaften und reportageartigen Episoden bzw. Kapiteln berichtet Bruce Chatwin von seinen Begegnungen mit Aborigines während einer mehrtätigen Reise von Alice Springs ins Innere des australischen Kontinents. Besonders lesenswert sind Chatwins sensible und humorvolle Beschreibungen der Charaktere und Verhaltensweisen einiger Aborigines.

An mehreren Stellen streut er Zitate aus seinen seit Jahren geführten Notizbüchern ein, die er wegen ihres schwarzen Wachstucheinbandes „carnets moleskines“ nennt. Es sind Breviere über das Nomadentum, Instinkte und andere Themen, Zitate aus anderen Büchern und eigene Überlegungen. Bruce pflegte die „carnets moleskines“ in einem bestimmten Schreibwarengeschäft in Paris zu kaufen. Als er zuletzt noch einmal hundert Stück haben wollte, erfuhr er, dass die Herstellerfirma in Tours, ein Familienunternehmen, nach dem Tod des Unternehmers von den Erben verkauft worden war. Die echten „carnets moleskines“ wird es also nicht mehr geben.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004
Textauszüge: © Carl Hanser Verlag

Bruce Chatwin (Kurzbiografie)

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