Tatjana Gräfin Dönhoff : Camilla

Camilla

Tatjana Gräfin Dönhoff

Camilla

Camilla Originalausgabe: Diana Verlag, München 2006 ISBN: 978-3-453-28503-3, 464 Seiten, 19.95 € (D) aktualisierte Taschenbuchausgabe: Diana Verlag, München 2007 ISBN: 978-3-453-35185-1, 491 Seiten, 9.95 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Enthüllungen bietet Tatjana Gräfin Dönhoff keine. Stattdessen hat sie in ihrer unauthorisierten Biografie von Camilla Parker Bowles bzw. Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall, eine Fülle bereits bekannten Materials zusammengetragen. Ob es gerechtfertigt ist, das Buch "Camilla" zu nennen, ist fraglich, denn im Zweifel enthält es mehr Informationen über Prinz Charles und Lady Diana als über Camilla ...
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Kritik

Die teilweise recht flapsige Sprache der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Aber die stringente und in keiner Weise geschwätzige Darstellung ist vielleicht gerade dadurch besonders flott, temporeich und mitreißend.

Camilla Parker Bowles / Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall (Tabellarische Biografie)

Enthüllungen bietet Tatjana Gräfin Dönhoff keine. Stattdessen hat sie in ihrer unauthorisierten Biografie von Camilla Parker Bowles bzw. Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall, eine Fülle bereits bekannten Materials zusammengetragen. Beispielsweise stammen etliche Einzelheiten aus „Charles & Camilla. Die Geschichte einer großen Liebe“ von Gyles Brandreth, obwohl sie diesen Titel im (überhaupt nur neun Bücher umfassenden) „Literaturverzeichnis“ nicht nennt. Weil Tatjana Gräfin Dönhoff auch sonst keine Quellen angibt, können Zitate nicht überprüft werden.

Offenbar hat Tatjana Gräfin Dönhoff sich unter anderem an der wohlmeinenden Biografie über den Prinzen von Wales orientiert, die Jonathan Dimbleby in

Zusammenarbeit mit Charles verfasste, um dessen Image zu verbessern („The Prince of Wales“, London 1998). Das passt zur Grundtendenz des Buches „Camilla“, denn Tatjana Gräfin Dönhoff lässt keinen Zweifel daran, dass sie in der Auseinandersetzung zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales auf der Seite des Thronfolgers steht. Auf diese Weise ist „Camilla“ allerdings auch ein Gegengewicht zu dem Bestseller „Diana 1961 – 1997. Ihre wahre Geschichte in ihren eigenen Worten“ von Andrew Morton.

Ob es gerechtfertigt ist, das Buch „Camilla“ zu nennen, ist fraglich, denn im Zweifel enthält es mehr Informationen über Prinz Charles und Lady Diana als über Camilla. (Was nicht verwunderlich ist, weil über den Prinzen und die Prinzessin von Wales mehr bekannt ist.) Jedenfalls hat Tatjana Gräfin Dönhoff die unterschiedlichen Charaktere der drei Hauptfiguren gut herausgearbeitet.

Die teilweise recht flapsige Sprache der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. (Da werden beispielsweise junge Damen „verknuspert“ bzw. „flachgelegt“.) Aber die stringente und in keiner Weise geschwätzige Darstellung ist vielleicht gerade dadurch besonders flott, temporeich und mitreißend.

Ein Register fehlt leider. Dafür finden wir einen Familienstammbaum, der mit König Eduard VII. und seiner Mätresse Alice Keppel beginnt und mit den Kindern von Prinz Charles bzw. Camilla Parker Bowles endet. Irritierend sind dabei allerdings Abweichungen zwischen den Angaben in der Genealogie und im Text. So heißt es beispielsweise auf Seite 47, Alice Keppel sei am 11. September 1949, zwei Jahre nach ihrer Rückkehr aus Italien nach England im Jahr 1947, gestorben, während im Anhang 1947 als Todesjahr angegeben ist. (Tatsächlich starb Camillas Urgroßmutter am 11. September 1947.)

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2011
Textauszüge: © Diana Verlag

Camilla Parker Bowles (Kurzbiografie)

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Nach Auffassung der "konstruktivistisch-technomorphen" Management-Theorie werden Organisationen wie Maschinen konstruiert. Daraus folgt die Erwartung, dass es möglich sei, vollständige Informationen über eine Organisation zu erlangen.
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