Diana Gabaldon : Das flammende Kreuz

Das flammende Kreuz

Diana Gabaldon

Das flammende Kreuz

Originalausgabe:The Fiery Cross, 2001 Das flammende Kreuz Übersetzung: Barbara Schnell Blanvalet, München 2002 ISBN 3-7645-0056-5, 1276 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

North Carolina 1771: Das Leben der Einwanderer auf "Fraser's Ridge" ist hart. Die Zeitreisenden Claire, Brianna und Roger wissen, dass in Kürze der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg ausbrechen wird. Ihre Hauptsorge ist aber zur Zeit noch der Konflikt zwischen den reichen Plantagenbesitzern an der Küste und den mittellosen, nach Siedlungsmöglichkeiten suchenden Bewohnern des Hinterlandes ...
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Kritik

Diana Gabaldon mischt in ihrer bisher aus sechs Bänden bestehenden Saga Elemente aus verschiedenen Genres: historischer Roman, Fantasy, Science Fiction, Romanze bzw. Schnulze. Es geht um gefährliche Abenteuer und leidenschaftliche Liebe, Schrecken und Rührung.
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Was bisher in der Highlander Saga von Diana Gabaldon geschah:
(1) Feuer und Stein
(2) Die geliehene Zeit
(3) Ferne Ufer
(4) Der Ruf der Trommel

North Carolina 1771: Dass Claire, ihre Tochter Brianna und deren Freund Roger aus dem 20. Jahrhundert in die Vergangenheit gekommen sind, spielt bei dem harten Leben der Einwanderer auf „Fraser’s Ridge“ kaum noch eine Rolle.

Claire betätigt sich als Ärztin und zeigt dabei Kenntnisse und Fertigkeiten, die ihrer Zeit weit voraus sind, weil sie aus der Zukunft stammen.

Die Zeitreisenden sehen voraus, dass in Kürze der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg ausbrechen wird. Darüber sind vor allem Claire und Jamie besorgt, denn sie wissen aus eigener Erfahrung, wie grausam militärische Auseinandersetzungen sind. Jedoch glauben sie auch, dass der Widerstand gegen die englischen Kolonialherren und die Opfer in einem Krieg gerechtfertigt sind, wenn es darum geht, die Freiheit auch für zukünftige Generationen von Amerikanern zu erringen.

1771 ist der Unabhängigkeitskrieg allerdings noch nicht die Hauptsorge der Bewohner von „Fraser’s Ridge“. Mehr zu schaffen macht ihnen der bereits entbrannte Konflikt zwischen den reichen Plantagenbesitzern an der Küste und den mittellosen, nach Siedlungsmöglichkeiten suchenden Bewohnern des Hinterlandes.

Fortsetzung: Ein Hauch von Schnee und Asche

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Die von der amerikanischen Schriftstellerin Diana Gabaldon als schottische Highland Saga begonnene Romanreihe bestand bis 2005 aus sechs Bänden:

 

2009 setzte Diana Gabaldon die Reihe mit „An Echo in the Bone“ fort. Die deutsche Übersetzung von Barbara Schnell erschien unter dem Titel „Echo der Hoffnung“ (Blanvalet, München 2009, 1013 Seiten, ISBN: 978-3-7645-0303-1).

Zwischen dem vierten und fünften Band veröffentlichte Diana Gabaldon 1999 unter dem Titel „The Outlandish Companion“ („Der magische Steinkreis“, Übersetzung: Barbara Schnell, Blanvalet, München 1999, 699 Seiten) „das große Kompendium zur Highland-Saga mit vielen Enthüllungen über Claire und Jamie Fraser, ihr Leben und ihr(e) Zeitalter, ihre Vorgeschichte, ihre Abenteuer, Wegbegleiter und Nachkommen, mit gelehrten Anmerkungen (und zahlreichen Fußnoten) aus der Feder ihrer ergebenen Schöpferin“.

Die inzwischen millionenfach verkaufte Romanreihe beginnt mit einer Trilogie, in deren Mittelpunkt der in der neuntägigen Schlacht von Culloden Moor im April 1746 kulminierende und scheiternde Aufstand der Schotten gegen die Engländer steht. Dafür stimmte auch die Bezeichnung „Highland Saga“. Vom 4. Band an spielt die Geschichte jedoch in der Neuen Welt, und der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg wirft seine Schatten voraus. Die Zeitsprünge zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert enden mit Band 4. Dementsprechend gerät die reizvolle Frage, wie eine Frau aus dem 20. mit dem Leben im 18. Jahrhundert zurechtkommt, mehr und mehr in den Hintergrund.

Diana Gabaldon mischt in ihrer Saga Elemente aus verschiedenen Genres: historischer Roman, Fantasy, Science Fiction, Romanze bzw. Schnulze. Das mehrere tausend Seite lange Epos (die Bände wurden immer dicker) spielt zwar vor dem Hintergrund historischer Ereignisse, aber auf deren faktengetreue Wiedergabe sollte man sich lieber nicht verlassen. Es geht in diesem grandiosen Bilderbogen nicht um historische Genauigkeit, sondern um Unterhaltung, um gefährliche Abenteuer und leidenschaftliche Liebe (einschließlich heftiger Sexszenen). Die Leser werden mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht und abwechselnd in Schrecken und in Rührung versetzt. Über die Protagonistin Claire bringt Diana Gabaldon auch einiges an trockenem Humor mit ein.

Am schwächsten fiel wohl der fünfte Band aus: Da fehlt der große Spannungsbogen, und Diana Gabaldon hat auch die Charaktere nicht mehr weiter entwickelt. Mit einer schottischen Highland Saga hat „Das flammende Kreuz“ nichts mehr zu tun, denn der Roman handelt vom harten Leben der Einwanderer in Nordamerika, und Diana Gabaldon schwelgt in Lagerfeuer-Romantik.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

Diana Gabaldon: Feuer und Stein
Diana Gabaldon: Die geliehene Zeit
Diana Gabaldon: Ferne Ufer
Diana Gabaldon: Der Ruf der Trommel
Diana Gabaldon: Ein Hauch von Schnee und Asche

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