Irene Gammel : Die dada Baroness

Die dada Baroness

Irene Gammel

Die dada Baroness

Originalausgabe: Baroness Elsa. Gender, Dada, and Everyday Modernity MIT Press, Cambridge (Mass.), 2002 Die dada Baroness. Das wilde Leben der Elsa von Freytag-Loringhoven Für die deutsche Übersetzung neu bearbeitet Übersetzung: Claudia Kotte Edition Ebersbach, Berlin 2003 ISBN: 3-934703-57-7, 256 Seiten, 34 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Elsa Plötz wurde 1874 in Swinemünde als Tochter eines Maurermeisters und einer Pianistin geboren. Mit 18 verließ sie ihr Elternhaus. Nach mehreren Affären vermählte sie sich mit August Endell, später mit Felix Paul Greve und dem Gelegenheitsarbeiter Leopold Baron von Freytag-Loringhoven. Mit Gedichten, Ready-mades und exzentrisch-provokativen Selbstinszenierungen entwickelte sich Elsa von Freytag-Loringhoven zu einer zentralen Figur des New York Dada.
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Kritik

Irene Gammel hat mit spürbarer Begeisterung eine ebenso fundierte wie lebendige Biografie über "die dada Baroness" Elsa von Freytag-Loringhoven" geschrieben.


Elsa von Freytag-Loringhoven (Kurzbiografie)

Irene Gammel hat sich nach eigener Aussage über zehn Jahre lang mit Elsa von Freytag-Loringhoven beschäftigt und die Spuren der „dada Baroness“ in „Berlin, New York, Paris, München, Tübingen, College Park, Winnipeg, Greifswald, Anklam, Eberswalde […] Swinemünde“ verfolgt. Gisela Freifrau von Freytag-Loringhoven, eine Nachfahrin der Künstlerin, öffnete für die Literaturwissenschaftlerin ihr privates Archiv. Irene Gammel las aber auch von der Persönlichkeit Elsa von Freytag-Loringhoven inspirierte Belletristik, wie die Novelle „Klasin Wieland“ von Oscar A. H. Schmitz, das Drama „Kampf ums Rosenrote“ von Ernst Hardt und den Roman „Fanny Essler“ von Felix Paul Greve.

Die Begeisterung, mit der Irene Gammel an dem Buch „Die dada Baroness.
Das wilde Leben der Elsa von Freytag-Loringhoven“ arbeitete, ist ebenso deutlich zu

spüren wie die Bewunderung für die exzentrische Künstlerin. Vielleicht hat Irene Gammel sich dadurch auch zu Übertreibungen hinreißen lassen. Sie behauptet beispielsweise, Elsa von Freytag-Loringhoven sei nicht nur ein „sexuell aufgeladenes Kunstobjekt“ und eine Vorreiterin der Performances, sondern auch die Erfinderin der Readymades gewesen. Auf jeden Fall erfahren wir aus dem Buch einiges über weibllche Selbstverwirklichung, den Dadaismus und das Kunstverständnis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Vor allem bringt uns Irene Gammel in der klug und lebendig geschriebenen Biografie über Elsa von Freytag-Loringhoven eine außerordentliche Frau nahe.

Die in Zusammenarbeit mit Irene Gammel entstandene deutsche Übersetzung von Claudia Kotte erschien in der Edition Ebersbach in einer großzügig gestalteten Ausgabe.

Irene Gammel wuchs im Saarland auf und promovierte nach ihrem Staatsexamen in Saarbrücken an der Universität in Ontario. Sie lehrt und forscht als Literaturprofessorin an der University of Prince Edward Island in Kanada.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008
Textauszüge: © Edition Ebersbach

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