Treffer

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Treffer

Originaltitel: Treffer – Regie: Dominik Graf – Drehbuch: Christoph Fromm – Kamera: Helge Weindler – Schnitt: Rolf Basedow – Musik: David Knopfler, Stefan Melbinger – Darsteller: Maximilian Wigger, Dietmar Bär, Tayfun Bademsoy, Barbara Rudnik, Beate Finckh, Guido Gagliardi, Heinrich Schafmeister, Rainer Grenkowitz, Uwe Ochsenknecht, Fritz Bachschmidt, Dieter Pfaff, Verena Sutcliff, Heinz Wanitschek, Wulf Kessler, Ute Herz, Niki Nowotny u.a. - 1984; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Albi, Franz und Tayfun sind zwar sehr verschieden, aber unzertrennliche Freunde: Die Leidenschaft für ihre Motorräder verbindet sie. Weil Franz mit mehreren Monatsraten für sein Motorrad im Rückstand ist, bringen ihn seine beiden Freunde in der Autowerkstatt unter, in der sie arbeiten. Doch bald darauf stirbt der Besitzer. Albi, Franz und Tayfun werden entlassen. Um trotz der Arbeitslosigkeit ihre Motorräder behalten zu können, lassen sie sich auf einen Kredithai ein ...
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Kritik

"Treffer" ist eine gelungene und unterhaltsame Milieu- und Charakterstudie ohne Schnickschnack, getragen von lockeren, überzeugenden Darstellern und flapsigen Dialogen.
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Tayfun (Tayfun Bademsoy), der jeder Frau nachrennt, Albi (Maximilian Wigger), ein zurückhaltender Blonder, der aber auch zuschlagen kann und der etwas korpulentere Franz (Dietmar Bär), der keine Frau abbekommt, sind unzertrennliche Freunde. Die Leidenschaft für Autos und Motorräder verbindet sie. Aber die drei Motorräder, mit denen sie über die Landstraßen brausen, kosten eine Menge Geld, und Franz, der bei seinen Großeltern lebt, ist bereits mit mehreren Monatsraten in Rückstand.

Deshalb bringen Albi und Tayfun ihren Freund in der vergammelten Werkstatt, in der sie kaputte Autos reparieren, als Sekretär und Gebrauchtwagen-Verkäufer unter. Franz zeigt Talent und ist zuversichtlich, von dem Einkommen seine Schulden abbezahlen zu können. Als der Besitzer mit einer Herzattacke zusammenbricht und stirbt, wollen die drei Freunde die Werkstatt weiterführen wie bisher. Doch der Sohn und Erbe des Verstorbenen, der selbst einen Laden für Kinderspielzeug betreibt, setzt den Schrotthändler Alf als Geschäftsführer ein, der als Erstes Albi, Tayfun und Franz hinauswirft, denn in der Werkstatt sollen von nun an gestohlene Limousinen umlackiert werden.

Ausgerechnet von dem Schnösel Chris (Heinrich Schafmeister), der kürzlich von seiner Freundin mit Tayfun betrogen wurde, nehmen die drei Arbeitslosen einen Kredit an, damit sie ihre Motorräder behalten können. Rasch merken sie, dass sie auf einen Kredithai hereingefallen sind, der skrupellos auf den vereinbarten Tilgungen und Zinszahlungen besteht.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Da verfallen sie auf die Idee, mit dem alten Mercedes des Stockcar-Rennfahrers Leone (Guido Gagliardi) und dessen Hilfe einen Verkehrsunfall herbeizuführen, um mit dem Geld der Versicherung die Schulden tilgen zu können. Auf einer Serpentinenstraße provoziert Leone einen Raser zum Überholen, während Albi, Franz und Tayfun entgegenkommen und sich mit Leone über Funk verständigen. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, weicht Albi im letzten Moment aus, rutscht mit dem Wagen einen Abhang hinunter und kracht gegen einen Baum. Dabei kommt Franz ums Leben.


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Die Bilder sind flau und unscharf, aber die Geschichte, die Dominik Graf in dem Jugenddrama „Treffer“ erzählt, ist farbig, lebendig und temporeich. Es geht um das tragische Scheitern der bescheidenen Wünsche und Hoffnungen einer Gruppe von drei jungen Freunden. „Treffer“ ist eine gelungene und trotz des Themas sehr unterhaltsame Milieu- und Charakterstudie ohne Schnickschnack, getragen von lockeren, überzeugenden Darstellern und flapsigen Dialogen im Stil von „Zur Sache, Schätzchen“.

„Treffer“ wurde am 4. April 1984 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt (ARD) und kam am 29. Juni 1984 ins Kino.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

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