Nikola Hahn : Die Detektivin

Die Detektivin
Die Detektivin Marion von Schröder Verlag 1998 Ullstein Taschenbuch, München 2000 Überarbeitete Neuausgabe: Thoni-Verlag, Rödermark 2016 ISBN 978-3-944177-54-0, 267 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Frankfurt am Main im Jahr 1882. Vom "Wäldchestag" an vermisst man das Dienstmädchen Emilie. Victoria Könitz, die 23 Jahre alte Tochter einer reichen Frankfurter Kaufmannsfamilie, verlässt sich nicht auf die polizeilichen Ermittlungen, sondern sie stellt eigene Nachforschungen darüber an, was mit dem Dienstmädchen ihrer Tante geschehen ist.
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Kritik

Während man den spannenden Kriminalroman "Die Detektivin" von Nikola Hahn liest, erfährt man auch einiges über Frankfurt im Jahr 1882 und über die Anfänge polizeilicher bzw. gerichtsmedizinischer Methoden.
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Frankfurt am Main im Jahr 1882. Vom „Wäldchestag“ an vermisst man das Dienstmädchen Emilie. Mit der Klärung des Falls wird der Berliner Kriminalkommissar Richard Biddling beauftragt, der parallel zu seinen dienstlichen Ermittlungen aus eigenem Antrieb zwei zehn Jahre zurückliegende Morde aufzuklären versucht. (Im Verlauf der Lektüre werden wir erfahren, warum er das tut.) Dem pflichtbesessenen Preußen assistiert ein älterer Frankfurter Polizeibeamter, der seinen ortsfremden Chef auch ein wenig mit dem Leben in seiner Heimatstadt bekannt macht.

Noch jemand möchte herausfinden, was mit Emilie geschehen ist: Victoria Könitz ist die 23 Jahre alte Tochter einer reichen Frankfurter Kaufmannsfamilie, und Emilie war das Dienstmädchen ihrer geliebten Tante und ihres Onkels, eines Arztes, aus dessen Bibliothek sie sich heimlich Bücher ausleiht, um sich die einem Mädchen verwehrte Allgemeinbildung anzulesen. Sie überzeugt den Kommissar schließlich auch von der Zweckmäßigkeit der in Europa noch völlig unbekannten Möglichkeit, Fingerabdrücke für Fahnungszwecke zu vergleichen.

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Es gibt noch einige weitere Figuren in dem historischen Kriminalroman „Die Detektivin“ von Nikola Hahn, aber die Handlungsfäden bleiben überschaubar. Dabei haben alle Charaktere eine Geschichte, die der Leser nach und nach erfährt, und so erkennt er allmählich ein immer komplexeres Beziehungsgeflecht zwischen den handelnden Personen. Geschickt streut Nikola Hahn Hinweise ein, aber wenn dadurch zwei Fragen beantwortet werden, tauchen drei neue auf – bis die Mosaiksteinchen gegen Ende ein immer klareres Bild ergeben.

Während man einen spannenden Kriminalroman liest, erfährt man auch einiges über Frankfurt im Jahr 1882 und die Anfänge polizeilicher bzw. gerichtsmedizinischer Methoden.

Eine Fortsetzung zu „Die Detektivin“ veröffentlichte Nikola Hahn im Herbst 2002 unter dem Titel „Die Farbe von Kristall“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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