Marco Missiroli : Treue

Treue
Fedeltà Einaudi, Turin 2019 Treue Übersetzung: Esther Hansen Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2021 ISBN 978-3-8031-3330-4, 256 Seiten ISBN 978-3-8031-4305-1 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Der Literatur-Dozent Carlo Pentecoste wird mit der Studentin Sofia Casadei in einer Toilettenkabine der Universität gesehen, kann den Vorfall jedoch mit ihrer Hilfe auch gegenüber seiner Frau Margherita als Missverständnis darstellen ...
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Kritik

Kann man nicht nur Lebensgefährtinnen bzw. Lebensgefährten treu sein, sondern auch gleichzeitig sich selbst? Was bedeutet Treue für eine Lebensgemeinschaft? Über solche Fragen denkt Marco Missiroli in seinem ernsten, melancholischen Roman "Treue" nach.
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Das Missverständnis

Mailand 2009. Der Literatur-Dozent Carlo Pentecoste wird mit der 22-jährigen Studentin Sofia Casadei in einer Toilettenkabine der Universität gesehen. Bevor er aufgrund einer entsprechenden Meldung zum Rektor muss, spricht er sich mit Sofia ab und erklärt dann, er habe Geräusche aus einer nicht verschlossenen Kabine gehört, besorgt nachgesehen und sich über die Studentin gebeugt, der es übel gewesen sei. Dass jemand anderes hereinkam, habe er gar nicht wahrgenommen. Sofia Casadel bestätigt diese Darstellung, und der Rektor unternimmt daraufhin nichts weiter.

Auch seiner Ehefrau Margherita beteuert Carlo, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe.

Tatsächlich folgte er Sofia zur Toilette und küsste sie, bis sie zusammensackte.

Sie lag vor ihm auf dem Boden, Sofia, er beugte sich über sie und hielt sie fest, ihr Kopf zurückgesunken, Sofia, er schüttelte sie sanft, richtete sie an der Toilettenwand auf, strich ihr übers Gesicht, hey, Sofia. Mit einem Zucken kam sie wieder zu sich, er fasste sie unter und half ihr auf. Eng umschlungen lehnten sie in der Kabine, erhitzt, atmeten tief durch, gewannen Zeit. Dann hatte er sie hinausgeführt und da erst bemerkt, dass die Tür nur angelehnt war, er hatte sich umgeschaut und war mit ihr ans Waschbecken getreten, um ihr die Stirn zu kühlen. Wut war in ihm aufgestiegen, weil er es nicht geschafft hatte. Sie ausziehen, den Slip wegschieben, seine Hose öffnen und sich auf den Klodeckel setzen, sie an sich drücken, fühlen, wie er in sie eindringt, ihr vielleicht die Hand auf den Mund legen, um sie in ihrer Erregung zurückzuhalten. Das verletzte ihn. Ein dumpfer Zorn, gemischt mit einem Gefühl der Sorge. […]
Es ging vor allem um die Demütigung, erneut bestätigt zu bekommen, dass er nichts zustande brachte. Nicht einmal das konnte er, eine Studentin vögeln, die Sache nachher regeln und vor dem Rektor, seinem Vater, seiner Frau, seiner Schwester und allen anderen so tun, als ob nichts geschehen wäre. Stattdessen rechtfertigte er sich für eine Sache, die er nicht einmal zu Ende gebracht hatte. Die er nie zu Ende bringen würde.

Neun Jahre später wird Margherita zu Carlo sagen:

„Ich glaube dir, dass du sie nicht gevögelt hast.“
„Wo liegt dann das Problem?“
„Vielleicht darin, dass du sie nicht gevögelt hast.“
[…] „Wenn du sie gevögelt hättest, wärst du fertig mit ihr. Oder du wärst fertig mit mir. Oder ich mit dir.“

Carlo und Margherita Pentecoste

Carlo ist der Sohn des Mailänder Chefarztes Domenico Pentecoste und dessen Ehefrau Loretta. Seine unverheiratete Schwester Simone hat sich von dem Afroamerikaner Mamadou ein Kind machen lassen, als Chance, um sich selbst zu finden, wie sie erklärte. Sie zieht Nico allein auf und lebt ungeniert vom Vermögen der Familie.

Carlo wollte Schriftsteller werden und möchte das wohl noch immer. Aber inzwischen ist er Mitte 30 und hat noch nicht einmal einen Plotentwurf zustande gebracht. Nach dem literaturwissenschaftlichen Studium arbeitete der Asthmakranke einige Zeit in einer Werbeagentur. Den aktuellen Lehrauftrag an der Universität ‒ Techniken des Erzählens, sechs Wochenstunden ‒ hat er über Beziehungen seines Vaters bekommen.

Margherita Pentecoste hat sich vor zwei Jahren als Immobilienmaklerin selbstständig gemacht und beschäftigt zwei Mitarbeiterinnen: Gabriele und Isabella. Margheritas Vater Franco starb vor einiger Zeit, die Mutter Anna lebt allein.

Der Eisenbahner mit dem Schweizer Naturell und die Schneiderin, die mindestens einen Tag früher ablieferte. Ihre Tochter allerdings hatten sie erst mit sechsunddreißig bekommen, die einzige Verspätung in ihrer Ehe.

Nach dem Tod ihres Mannes fand Anna 21 an ihn adressierte, mit „Deine Clara“ unterschriebene Ansichtskarten aus verschiedenen Orten, die älteste vom 8. August 1976, die letzte vom 7. Juli 1986. Das war ein harter Schlag.

Eine Kundin Margheritas, die zu ihrem Lebensgefährten nach Mallorca zieht und Geld benötigt, um seine Schulden abzutragen, beauftragt die Agentur, für ihre Wohnung am Corso Concordia in Mailand einen Käufer zu suchen. Sie befindet sich zwar in der vierten Etage eines Hauses ohne Aufzug, aber Margherita überredet ihren Mann, von ihrer bisherigen 70-Quadratmeter-Wohnung in diese größere zu ziehen. Dabei können sie sich die Anschaffung selbst mit finanzieller Hilfe der Eltern kaum leisten.

Andrea Manfredi

Weil Margherita aufgrund einer Adduktoren-Tendopathie von Schmerzen im Bein geplagt wird, lässt sie sich im FisioLab von dem 26-jährigen Physiotherapeuten Andrea Manfredi behandeln, der versucht, die verkrampfte Muskulatur zu lockern.

Der junge Mann nahm das Elektrotherapiegerät und hielt es an die Innenseite ihres Oberschenkels, wanderte bis zur Leiste, verweilte mit sanftem Druck auf dem Schambein. Margherita konzentrierte sich auf einen bestimmten Punkt im Raum und versuchte, ruhig zu atmen. […] Sie spürte dem Druck seiner Finger nach, ob sie nicht doch ein klein wenig Unsicherheit verrieten, während sie auf der Suche nach der Sehne das Schambein abtasteten. Er setzte den Daumen, den Mittelfinger und manchmal auch den Zeigefinger ein, bohrte in ihr Fleisch, als grabe er nach etwas. […] War sie eine Patientin, die sich niemals von drei geschickten Fingern verführen lassen würde? Auch das konnte sie, wenn sie wollte. […]
Andrea fragte, ob der Schmerz genau an der Stelle sitze, die er gerade massierte. Sie hätte nur „Weiter rechts“ sagen müssen, um ihren Phantasien nachzugeben. Andrea hätte weiter rechts massiert, und sie hätte nichts weiter getan, als es zu genießen, Himmel noch mal.
Stattdessen sagte sie: „Weiter links.“
[…] Margherita spürte, wie er sich allmählich ihrer Leiste näherte, die Sehne Zentimeter für Zentimeter traktierte. Sie gab sich kurz der Überlegung hin, wie er wohl im Bett war. Vielleicht grob, wahrscheinlich unerfahren. Einen Moment lang kamen ihr die zwei leerstehenden Wohnungen in den Sinn, in die sie mit ihm gehen konnte […]
„Weiter rechts“, hörte sie sich plötzlich zu ihrem eigenen Erstaunen murmeln.
Er hielt inne: „Weiter rechts?“
„Ein bisschen.“
Er wusste, dass weiter rechts nicht stimmen konnte. Die schmerzende Stelle an der Sehne lag genau unter seinen Fingern, und er bearbeitete sie schon, so gut es ging. Weiter rechts bedeutete Gefahr, schon bei der kleinsten Bewegung: Es genügte, den kleinen Finger sinken zu lassen, um die Wärme zu ertasten, die Feuchtigkeit, die andere Beschaffenheit der Haut, ihn dann wieder anzuheben, ohne die Massage auch nur eine Sekunde zu unterbrechen. Er hatte es nie ausprobiert, doch seine Kollegen hatten ihm gezeigt, wie man es machte und dabei ganz professionell dreinschaute.

Andreas Eltern führen seit 23 Jahren einen Zeitschriftenkiosk gegenüber der Kirche Sant’Andrea. Vor einiger Zeit lag der Vater zusammengebrochen vor dem Kiosk. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte einen Herzinfarkt und legten drei Bypässe. Der Vater würde den Kiosk inzwischen gern verkaufen, aber das lässt Andrea nicht zu und er hilft lieber täglich seinem Vater bei der Arbeit.

Seit einem Jahr sind illegale, nachts auf leerstehendem Industriegelände ausgetragene Hundekämpfe seine heimliche Leidenschaft. Ein Hund beißt ihn in die Hand, und die Verletzung entzündet sich. Am nächsten Morgen sieht Margherita im FisioLab, dass er schweißgebadet ist, bringt ihn zur Notaufnahme, löst dann das Rezept für Antibiotika in einer Apotheke ein und bringt ihn nach Hause, wo er sich erschöpft auf sein Bett fallen lässt.

Andrea lässt sich mit Margherita ein, obwohl er schwul ist.

Neun Jahre später lebt er mit Giorgio zusammen, führt den Kiosk seines Vaters weiter und hat als Physiotherapeut aufgehört. Statt Körper zu „reparieren“, steigert er lieber die Leistungsfähigkeit und verlangt dafür 40 Euro pro Stunde.

Mit Hundekämpfen hat er nichts mehr zu tun, aber inzwischen steigt er selbst bei illegalen Hallenkämpfen in den Ring und wird nicht selten schwer zusammengeschlagen. „Deine Verachtung für dich selbst, die ekelt mich an“, meint Giorgio dazu.

Sofia Casadei

Sofia Casadei kam vor einem halben Jahr aus Rimini nach Mailand, um ihren Master zu machen. Zur Finanzierung bedient sie sechsmal pro Woche halbtags in einem Café.

Ihre depressive Mutter verlor bei einem absichtlich herbeigeführten Autounfall ihr Leben. Der Vater gab daraufhin seine Eisen- und Haushaltswarenhandlung in Rimini auf.

Nach dem „Missverständnis“ kehrt Sofia nach Rimini zurück. Während der Zugfahrt schickt sie Carlo eine SMS und teilt ihm mit, dass sie das Masterstudium abgebrochen habe.

Drei Jahre später überredet sie ihren Vater, die Eisenwarenhandlung in Rimini wieder zu eröffnen und arbeitet nun selbst bei „Eisen- und Haushaltswaren Casadei“.

Sie ist mit einem drei Jahre älteren Mann namens Tommaso zusammen, der ein kleines Hotel in Bellaria-Igea Marina betreibt.

Carlo und Margherita Pentecoste

Als Anna 2018 ihre Tochter besuchen will, stürzt sie auf der Treppe zur vierten Etage und bricht sich den Oberschenkelhals. Sie wird operiert, und Margherita kümmert sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nicht nur selbst um sie, sondern organisiert auch eine professionelle Pflegerin.

Mit ihrer Agentur hat sie sich von einem Immobilienkonzern aufkaufen lassen.

Margherita und Carlo haben inzwischen einen Sohn: Lorenzo.

Bevor er geboren wurde, hatte Carlo es noch mit Manuela getrieben, einer Kollegin in der Redaktion, für die er seit seiner Entlassung an der Universität Reisekataloge textet.

Er musste an Manuela zurückdenken und daran, wie er mit seinem Betrug umgegangen war. An jenem Nachmittag vor einigen Jahren, als er mit ihr gevögelt hatte, war er völlig abgehetzt zu Hause angekommen, obwohl er wusste, dass Margherita erst spätabends zurück sein würde. Er hatte ausführlich geduscht und sich klargemacht, dass er mehr und mehr zu einer Ladung Dynamit wurde, die seine Ehe jederzeit in die Luft jagen könnte.

Ja, bevor er Vater wurde, sollte er noch mit anderen Frauen schlafen. Mit einer Unternehmensberaterin, die manchmal im Verlag auftauchte, mit einer ehemaligen Kollegin von der Uni, einer jungen Frau, die in der Bar neben dem Verlag arbeitete. Noch einmal mit Manuela. Ein paar Treffen mit jeder von ihnen, dann hatte er plötzlich und nachdrücklich die Büchse der Pandora verschlossen, aus Angst, der Ehebruch könnte zur Gewohnheit werden.

Margherita erinnert sich daran, wie sie vor neun Jahren nackt auf dem Küchentisch lag und für Andrea die Beine spreizte.

Sie hatte einen jungen Mann gevögelt, der ihr gefiel und der ihr Lust bereitete. Was sollte das ihrer Ehe nehmen?

Ihre Mutter Anna sagt einmal zu ihr: „Sich anpassen war unsere Art der Freiheit, mein Schatz.“ Aber das entspricht nicht Margheritas Verständnis von Freiheit.

Im Alter von 44 Jahren bewirbt sich Carlo für eine eine Stelle im Marketing einer Getränkefirma.

„Signor Pentecoste, ist Ihnen bewusst, dass Ihr Lebenslauf etwas, wie soll ich sagen, sprunghaft ist?“
„Meinen Sie im Sinne von vielseitig?“
„Studium der Literaturwissenschaft, Beschäftigung als Werbetexter, Strategic Planner, Teilzeit-Dozent eines Master-Seminars über Erzähltechniken, Redakteur in einem Tourismusverlag.“
„Das hat auf kongeniale Weise zusammengepasst.“
„Auf kongeniale Weise zusammengepasst. Würden Sie das nicht auch Unentschlossenheit nennen?“
„Ich würde es Flexibilität nennen.“

Nach dem Vorstellungsgespräch in Mailand bittet Carlo seine Mutter Loretta telefonisch, Lorenzo vom Kindergarten abzuholen und fährt spontan mit dem Zug nach Rimini.

Er musste sich Sofia aus dem Kopf schlagen, musste sie wiedersehen.

Neun Jahre lang hatte er nichts von Sofia gehört, aber in den letzten Wochen bekam er mit der Post in kurzen Abständen drei Bücher ohne Begleitschreiben aus Rimini, und er vermutet Sofia als Absenderin.

In Rimini sucht er die Eisenwarenhandlung Casadei auf und trifft auf Sofias Vater. Ohne etwas zu kaufen, geht er wieder und beobachtet den Eingang von der anderen Straßenseite. Sofia kommt, betritt das Geschäft und Carlo sieht, wie sie auf eine Leiter steigt. Er dreht sich um und geht zurück zum Bahnhof.

Sein Vorstellungsgespräch war erfolgreich: Er wird auf Probe eingestellt.

Seine Schwiegermutter Anna stirbt, und Lorenzo glaubt, dass seine geliebte Großmutter nun wie die Fische im Meer schwimmt.

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Kann man nicht nur Lebensgefährtinnen bzw. Lebensgefährten treu sein, sondern auch gleichzeitig sich selbst? Was bedeutet Treue für eine Lebensgemeinschaft? Über solche Fragen denkt Marco Missiroli in seinem ernsten, melancholischen Roman „Treue“ nach.

Wagt man sich in die Ambivalenzen des Lebens hinein, kriegt man selten Antworten, sondern eher noch mehr Fragen – so geht es wenigstens den Protagonisten meines Romans. (Marco Missiroli, Zitat im Verlagsprospekt)

Bei seinen Charakteren achtet er vor allem auf unscheinbare Gesten und Veränderungen der Mimik. Immer wieder versetzt sich Marco Missiroli in sie hinein und folgt ihren Gedankengängen.

Erinnerungen der Figuren an frühere Zeiten sind wie Rückblenden eingefügt, aber die Handlung des Romans „Treue“ spielt im Wesentlichen auf zwei Zeitebenen: 2009 und 2018. Marco Missiroli hat den Text nicht in Kapitel unterteilt. Hin und wieder springt er mit einer harten Blende von einer Figur zur anderen, häufig wechselt er jedoch die Perspektive gleitend, zum Beispiel von Sofia zu Andrea oder zurück:

[Sofia] mochte sieben oder acht gewesen sein, roch den Duft ihres Papas, der auf die Leiter stieg und zu ihr sagte: Wenn ich mal alt bin, kümmerst du dich dann um den Laden?
Andrea antwortete: „Aber du wirst doch nie alt, Papa“, malte weiter sein He-Man-Heft aus und biss in die Focaccia, die von der Frühstückspause übrig war.

Später würde [Andrea] zu ihnen nach Hause fahren, Kuchen essen, auf eine Leiter steigen und die Glühbirne im Flur auswechseln, sich aufs Sofa vor den leise gestellten Fernseher setzen, über den Kiosk reden, dann würde er gehen und in die Halle fahren, davor aber seinen Vater in einer Art Verabschiedung an den Schultern fassen, es war so schwer, seinen Vater zu berühren.
Als Sofia ihren Vater unterhakte, spürte sie zugleich ihre Mutter: Als sie klein war, hatten sie zu dritt im Astoria Toy Story gesehen, sie erinnerte sich noch an das Popcorn, sonst an nichts mehr.

Im folgenden Beispiel springt Marco Missiroli mitten im Satz von Carlo zu Sofia:

Carlo lehnte sich an die Heizung und ließ sich den Rücken wärmen. Er las noch einmal ihre SMS. Dann drehte er sich zu der Neonschrift der chinesischen Wäscherei um, die sich durch die Winterluft bohrte, und er glaubte einen Hauch von Frühling darin zu erkennen: Durch das Schaufenster blickte Sofia auf den vom Frost befreiten Largo Bordoni und sagte sich, dass Pentecoste niemals antworten würde, vielleicht hatte er die Bücher gar nicht bekommen, vielleicht war er genervt von ihr.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2021
Textauszüge: © Verlag Klaus Wagenbach

Marlen Haushofer - Wir töten Stella
Mit großer Anteilnahme und Sensibilität, ohne anklagenden Unterton und ohne zu moralisieren, beleuchtet Marlen Haushofer in "Wir töten Stella" die Verlogenheit einer äußerlich intakten, tatsächlich aber kaputten bürgerlichen Familie.
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