Claudine Le Tourneur d'Ison : Hira Mandi

Hira Mandi

Claudine Le Tourneur d'Ison

Hira Mandi

Originalausgabe: Hira Mandi Editions Albin Michel, Paris 2006 Übersetzung: Nathalie Mälzer-Semlinger Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2006 ISBN 3-8031-3204-5, 192 Seiten, 18.50 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Jeden Abend verlässt Chanwaz' Mutter geschminkt und aufgeputzt das Haus in Hira Mandi, einem Vergnügungsviertel in Lahore. Schon als Kind ahnt Chanwaz, dass sie nicht nur fürs Tanzen bezahlt wird. 1946/47 erlebt er die Massaker und Vertreibungen, die mit dem Zerbrechen des indischen Kolonialreiches in die beiden unabhängigen Staaten Indien und Pakistan einhergehen. Als Sohn einer Prostituierten wird Chanwaz im Matriarchat von Hira Mandi ausgehalten, aber er beginnt, die Frauen zu malen ...
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Kritik

Mit stupender Orts- und Sachkenntnis, viel Verständnis, großer Anteilnahme und Aufgeschlossenheit schildert Claudine Le Tourneur d'Ison das Milieu in Hira Mandi, einem traditionsreichen Vergnügungsviertel in Lahore.
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In der Altstadt von Lahore liegt das Viertel Shahi Mohalla mit dem Rotlichtbezirk Hira Mandi (Markt der Diamanten). Dort wächst Chanwaz auf, und zwar in einem allmählich verfallenden Haus aus der Mogulzeit, das seiner Großmutter gehörte. Seit sie tot ist, teilt sich seine Mutter Naseem das Haus mit ihm, ihren beiden Tanten und deren vier Töchtern. Männer gibt es in dem Haus nur als Freier. Naseem gehört der obersten Kaste der Kanjar an. Dieser früher nomadische Stamm, in dem die Frauen das Sagen haben, machte die Prostitution schon früh zur Familientradition. Bereits in der Mogulzeit galten die Kanjar-Frauen als Aristokratinnen ihres Berufes.

Die Tanten kommen Chanwaz zwar schon alt und feist vor, aber wie seine hübsche Mutter und deren anmutige Cousinen schminken sie sich jeden Abend, putzen sich heraus und gehen fort. Wenn Chanwaz nachts aufwacht und nebenan seine Mutter stöhnen, seufzen und schreien hört, weiß er nicht recht, was das zu bedeuten hat; es ist ihm unheimlich. Einmal schreckt er aus dem Schlaf hoch und hört, wie Naseem verprügelt wird. Da rennt er hinüber, erschrickt beim Anblick seiner halbnackten Mutter und stürzt sich auf den Mann, der bei ihr ist. Der lässt überrascht von Naseem ab und geht.

Einige Zeit später wundert Chanwaz sich darüber, dass seine Mutter nun auch einen dicken Bauch bekommt. Dann hört er eines Tages tierische Schreie aus ihrem Zimmer, aber die anderen Frauen lassen ihn nicht zu ihr. Erst nach einer Weile, als die Schreie aufgehört haben, wird er geholt und sieht, dass seine erschöpft im Bett liegende Mutter ein winziges Kind in den Armen hält. Wie kommt dieses Kind hierher? Zu seiner Verwunderung erfährt Chanwaz dann auch noch, dass es sich dabei um seine Schwester Laila handelt.

In diesem Stadtviertel, in dem die Kinder keinen Vater haben, sind die Frauen glücklich, wenn ein Mädchen geboren wird, denn es wird die Tradition fortführen und später für die Mutter sorgen können. Die Geburt eines Sohnes gilt dagegen als Unglück, denn Söhne taugen zu nichts: Sie leben als Schmarotzer auf Kosten ihrer Mütter und anderen weiblichen Verwandten.

Am 15. August 1946 feiert Chanwaz seinen zehnten Geburtstag. Zur gleichen Zeit eskalieren die seit der Hoffnung auf ein Ende der britischen Kolonialherrschaft verstärkten Spannungen zwischen Hindu und Moslems in bürgerkriegsähnlichen Kämpfen. Weder Naseem noch ihre Tanten oder Cousinen empfangen noch Freier; stattdessen verschließen sie die Haustür abends mit einem Vorhängeschloss. Bei blutigen Straßenkämpfen in Lahore kommen allein im März 1947 hundert Menschen ums Leben. Wegen der Metzeleien zwischen Hindu und Moslems sehen die Briten sich schließlich gezwungen, ihr indisches Kolonialreich politisch zu teilen. Am 3. Juni 1947 gibt Lord Mountbatten, der Vizekönig von Indien, die britischen Pläne bekannt, und am 15. August 1947 erkennt die Regierung in London zwei Staaten als autonome Dominions an: die muslimische Republik Pakistan und die mehrheitlich von Hindu bevölkerte, aber säkulare Indische Union.

Früher war Chanwaz sich des Unterschieds zwischen Hindu und Moslems gar nicht bewusst gewesen. Man hatte zwar verschiedene Sachen gegessen und nicht untereinander geheiratet, aber die beiden Bevölkerungsgruppen waren friedlich miteinander ausgekommen. Nun aber muss der im Nachbarhaus wohnende hinduistische Händler Pran Chowdhry Lahore mit seiner Frau und den beiden Töchtern verlassen.

In dem leer stehenden Haus richtet sich einige Zeit später eine muslimische Flüchtlingsfamilie aus Gujarat ein: Mustafa, seine Ehefrau Aicha, ihre Tochter Sana und ihr Sohn Omar.

Saris, die einen Streifen Bauch frei lassen, gelten nun als unzüchtig. Stattdessen tragen Frauen nun wie die Männer eine knielange Tunika (Kameez) und eine Pluderhose (Shalwar).

In den Gassen stoßen Chanwaz und Omar auf andere Jugendliche, die sie gegen Bezahlung Opium rauchen lassen.

Während Naseem ihren Sohn vernachlässigt, ihn nicht zur Schule schickt und ihm weder lesen noch schreiben beibringt, verwendet sie viel Zeit für die Erziehung und Bildung seiner Schwester Laila. Damit investiert sie in die Zukunft, denn nur wenn Laila eine in Hira Mandi begehrte Prostituierte wird, kann sie später ausreichend für ihre Mutter und ihren Bruder sorgen.

Als Laila elf Jahre alt ist, hält Naseem eine Auktion ab: Wer am meisten bietet, darf das Mädchen deflorieren. Von da an empfängt auch Laila ihre Freier im Haus der verstorbenen Großmutter.

Der Anblick seiner Schwester erregt Chanwaz. Eines Tages geht er hinauf zu ihr ins Zimmer, und sie lässt sich von ihm liebkosen. Naseem entgeht nicht, dass ihre beiden Kinder ein Liebespaar geworden sind und es nachmittags miteinander treiben, aber sie unternimmt nichts dagegen.

Drei Jahre nachdem Chanwaz zum ersten Mal mit Laila im Bett war, wird sie von dem dreißigjährigen Großgrundbesitzer Nawab Mohammad Nawaz Khan erschossen. Naseem ist untröstlich. Von was soll sie später leben?

Während Omar drogensüchtig geworden ist und verkommt, will Chanwaz arbeiten und lesen und schreiben lernen. Zum ersten Mal verlässt er das Viertel und fragt Ladenbesitzer, ob sie eine Beschäftigung für ihn hätten. Keiner von ihnen beachtet ihn, denn sie erkennen am Akzent, dass er aus Shahi Mohalla kommt und der Sohn einer Prostituierten ist. Im verzweifelten Bemühen, sich selbst zu finden, zieht Chanwaz dreißig Tage lang mit Pilgern durch die Straßen und geißelt sich, aber danach kommt ihm der Glaube wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten vor.

Obwohl ihm die Nachbarstochter Sana missfällt, muss Chanwaz seiner Mutter gehorchen und sie im April 1953 heiraten. Naseem hätte es auch gar nicht verstanden, wenn er sich dagegen gewehrt hätte.

Seit wann war die Ehe etwas anderes als eine Frage von Interessen zwischen zwei Familien? Seit wann hatten Gefühle etwas damit zu tun? (Seite 67)

Das frisch vermählte Ehepaar richtet sich im obersten Stock des Hauses ein. Sana gehört dem in Hira Mandi üblichen Gewerbe nicht an. Zwei der vier Cousinen Naseems haben es inzwischen aufgegeben und geheiratet, aber sie werden von ihren Ehemännern misshandelt, und von den schillernden Paradiesvögeln ist nur noch matter Abglanz übrig.

Auch Naseem geht inzwischen auf die vierzig zu, aber sie ist noch immer die Mätresse des Mannes, der sie vor Jahren schlug. Er heißt Jaffer und betreibt eine Textilfirma. Als er merkt, dass Chanwaz arbeiten will, beschäftigt er ihn in seinem Unternehmen, und abends lernt der Junge bei einem pensionierten Lehrer lesen und schreiben.

1957 bringt Sana ihre erste Tochter zur Welt. Als Aicha heranwächst, wagt Chanwaz sie nicht einmal anzuschauen und vermeidet jeden Kontakt mit ihr, denn sie erinnert ihn zu sehr an Laila, über deren Tod er nicht hinwegkommt.

Naseem schneidet sich die Pulsadern auf, aber Chanwaz entdeckt sie rechtzeitig und rettet ihr das Leben.

Aus einem inneren Antrieb heraus beginnt er zu malen und konzentriert sich auf Porträts von Prostituierten in Hira Mandi. Das ist nicht ungefährlich, denn die Abbildung von Menschen ist im Islam verboten. Chanwaz beschäftigt sich mit Bauwerken in Lahore und stellt fest, dass es noch weit schönere Moscheen gibt als die Badshadi in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Begierig liest er, was Fran Sebastien Manrique im 17. Jahrhundert über die Pracht Lahores schrieb.

Naseem betrachtet Aicha als Ersatz für Laila. Das Mädchen wird aufs College geschickt und im Singen und Tanzen unterrichtet. In dem Matriarchat kann Chanwaz nichts dagegen unternehmen, dass seine Tochter schließlich zur Defloration versteigert wird und sich anschließend als Prostituierte betätigt. Wovon hätte seine Mutter sonst den Lebensunterhalt bestreiten sollen?

Der 1947 geschaffene muslimische Staat Pakistan besteht aus zwei durch die Republik Indien getrennten Teilen, einem größeren im Westen und einem kleineren im Osten. Im März 1971 ruft der ostpakistanische Scheich Mudschib ur-Rahman die unabhängige Republik Bangladesch aus. Aus Angst vor Übergriffen muslimischer Pakistani fliehen bis zu 150 000 Hindu am Tag über die Grenze ins Nachbarland, insgesamt zehn Millionen Menschen. Die indische Regierungschefin Indira Gandhi erkennt Bangladesch am 4. Dezember an, und zwischen Indien und den westpakistanischen Streitkräften kommt es zum Krieg. Am 16. Dezember ergeben sich die nach Bangladesch eingedrungenen Soldaten, und tags darauf lässt Indira Gandhi auch an der Westfront das Feuer einstellen.

In Westpakistan richten sich die Hoffnungen auf Zulfikar Ali Bhutto, der im Dezember 1971 das Amt des Staatspräsidenten und im August 1973 das des Premierministers übernimmt.

Shurma, die attraktive Tochter einer der vier Cousinen Naseems, wird Opfer eines Säureattentats: Ein Freier, der sich von ihr beleidigt fühlt, schüttet ihr ein Glas Säure ins Gesicht, zerstört ihre Schönheit und ihr Augenlicht. Chanwaz ist entsetzt. Da keine Aussicht auf eine juristische Aufarbeitung des Falls besteht und der mafiose Zuhälter Mahmud Sahib seine Macht in Hira Mandi demonstrieren muss, damit die Prostituierten weiterhin Schutzgeld bezahlen, suchen Mahmuds Männer den Schuldigen und bringen ihn um. Sobald wie möglich wirbt Shurmas Mutter wieder um Freier für ihre blinde Tochter, deren entstelltes Gesicht sie mit einem Stück Stoff verhüllt.

Sechs Monate nachdem Chanwaz dem erfolgreichen Maler Khalil Iqbal begegnet ist und ihm seine Porträts gezeigt hat, arrangiert die avantgardistische Galerie „Alhamra“ seine erste Ausstellung. Unmittelbar vor der Vernissage werden jedoch die meisten seiner Bilder abgehängt: Obwohl Chanwaz die Tänzerinnen von Hira Mandi nicht als Lustobjekte darstellte, sondern als traurige, desillusionierte und ohnmächtige Frauen, hält man sie für unsittlich. Die inzwischen eingetroffenen Gäste verlangen, dass man die Bilder im Freien zeigt, und wegen des Tumults berichten die Zeitungen ausführlich über Chanwaz. Bald darauf reist er zum ersten Mal nach Karachi, wo seine Bilder gezeigt werden. Allerdings stellt er fest, dass die Besucher weniger an seiner Kunst interessiert sind, sondern sich einfach bei der Ausstellung eines Mannes sehen lassen wollen, der gerade für einen Skandal gesorgt hat und deshalb im Gespräch ist.

Das Geld, das Chanwaz für seine Bilder bekommt, teilt er mit den Modellen. Inzwischen verdient er auch als Kunstlehrer am College den Lebensunterhalt für sich und seine Angehörigen, zu denen inzwischen vier Töchter gehören: Aicha, Rubi, Rami und Naika. (Einige Zeit später folgt als letztes Kind der Sohn Jamil.)

Aicha wird die Mätresse von Asif Salahuddin, dem Sohn einer durch Textilhandel reich gewordenen Familie, der eines der verwahrlosten Herrenhäuser in Hira Mandi von seiner Großmutter erbte, es restaurieren ließ und dort jetzt ausschweifende Feste veranstaltet.

Zulfikar Ali Bhutto wird am 5. Juli 1977 durch einen Militärputsch gestürzt und unter Anklage gestellt, weil er Oppositionspolitiker ermordet haben soll. Am 4. April 1979 stirbt er am Galgen.

Unter dem neuen Machthaber General Zia ul-Hak soll Hira Mandi geschlossen werden, aber als einige verantwortliche Politiker einsehen, dass man den Frauen nicht die Lebensgrundlage entziehen kann, ohne ihnen eine Alternative zu bieten, wird der Befehl wieder aufgehoben. Chanwaz verliert allerdings seine Stelle am College, und keine Galerie wagt es mehr, seine Gemälde auszustellen. Taraq, ein junger Christ, der mit seinen bettlägerigen Eltern, seiner Frau und den vier Kindern in einem einzigen Zimmer haust, hilft Chanwaz 1981, eine Gaststätte und Kunstausstellung einzurichten.

Am 9. April 1986 kehrt Benazir Bhutto, die älteste Tochter des hingerichteten Staatschefs, aus ihrem Exil in London nach Pakistan zurück, um die Opposition gegen Zia ul-Hak unter ihrer Führung zu einen.

Chanwaz, dem früher nur anmutige, feingliedrige Frauen gefielen, verliebt sich in Surayia, eine fünfunddreißigjährige Tänzerin aus Hira Mandi mit einer Rubensfigur, aber das Liebesglück währt nicht lang, denn Surayia stirbt an einer Überdosis Rauschgift.

Nachdem Zia ul-Hak am 17. August 1988 bei einem Anschlag auf sein Flugzeug ums Leben gekommen ist, wird Benazir Bhutto am 4. Dezember als Regierungschefin vereidigt.

Im Oktober 1999 putscht sich Pervez Muscharaf an die Macht. Unter ihm bringt es Asif Salahuddin zum Minister. Er trennt sich daraufhin von seiner Mätresse Aicha und heiratet eine Frau aus vornehmer Familie, die für seine politische Karriere förderlich ist. Mit den Orgien in seinem Herrenhaus in Hira Mandi ist es vorbei. Statt der Tänzerinnen von Hira Mandi lädt seine Frau affektierte Mannequins aus London zu Gesellschaftsabenden ein.

Aicha wird von einem Freier geschwängert, aber der Junge erliegt bald nach der Geburt einer Lungenentzündung. Während einer zweiten Schwangerschaft stirbt Aicha an einer Infektion durch den abgestorbenen Fötus.

Muslimische Fundamentalistischen setzen das Haus in Brand, in dem Chanwaz sein ganzes Leben verbracht hat.

Chanwaz blieb unbeirrt. Er bezähmte seine Angst, die seinen Willen nur gelähmt hätte. Weder ihre Rachegelüste noch ihre grausamen Blicke würden seinem entschlossenen Kampf gegen Unrecht, Lüge und Dummheit etwas anhaben können. Nie wollte er zum Sklaven dieser pervertierten Religion werden. Er würde gegen ihre entsetzliche Torheit ankämpfen, die sie aufgrund ihrer panischen Angst vor den Frauen und deren angeblicher Wollust zu Bestien machte. Für Chanwaz war die Frau in dieser finsteren Welt die schönste Kreatur Gottes. Nachdem die vom Wind angefachten Flammen alles verzehrt hatten, was jemals sein gewesen war, stieg aus seiner verzweifelten Seele die Erinnerung an den funkelnden Blick einer Tänzerin auf, die ihn nie loslassen würde […]
Seine Gedanken schweiften fort, und sein Herz war voller Trauer. Er besaß nichts mehr. Nur ein paar Träume. Aber niemanden, mit dem er sie teilen konnte. (Seite 188f)

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„Hira Mandi“ ist mehr eine Romanbiografie als ein Roman, denn es gibt keine auf einen Höhepunkt zustrebende Handlung, sondern Claudine Le Tourneur d’Ison entwickelt das Lebensbild eines pakistanischen Malers und ein Gesellschaftspanorama vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung in Pakistan von 1946 bis 2002. Mit stupender Orts- und Sachkenntnis, viel Verständnis, großer Anteilnahme und Aufgeschlossenheit schildert Claudine Le Tourneur d’Ison das Milieu in Hira Mandi, einem traditionsreichen Vergnügungsviertel in Lahore. Dabei wählt sie zumeist die Perspektive des 1936 geborenen Protagonisten Chanwaz, der in diesem Matriarchat aufwächst und als junger Mann aus einem inneren Antrieb heraus Porträts der Prostituierten in Hira Mandi zu malen beginnt, obwohl es im Islam verboten ist, Personen abzubilden. Ihm legt Claudine Le Tourneur d’Ison auch ein Plädoyer gegen die Intoleranz religiöser Fanatiker in den Mund. Sie verstößt zwar bewusst gegen die Grundregeln der Schreibschulen, indem sie auf Dialoge fast ganz verzichtet und schnörkellose Beschreibungen vorzieht, aber es ist ihr eine anschauliche, fesselnde Darstellung gelungen, deren Reiz nicht zuletzt in der evozierten orientalischen Atmosphäre liegt.

Claudine Le Tourneur d’Ison studierte Literatur, Ägyptologie und Kunst in Paris, bevor sie Journalistin wurde und mehrere Biografien, Sach- und Reisebücher veröffentlichte. „Hira Mundi“ ist ihr erster Roman. Claudine Le Tourneur d’Ison schrieb ihn während eines längeren Aufenthalts in Pakistan.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006
Textauszüge: © Verlag Klaus Wagenbach

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