Pedro Almodóvar


Pedro Almodóvar Caballero wurde am 24. September 1949 in der Kleinstadt Calzada de Calatrava in der spanischen Provinz Ciudad Real als eines von vier Kindern des Winzers Antonio Almodóvar und dessen Ehefrau Francisca Caballero geboren. Die Mutter übernahm Schreibarbeiten für die Analphabeten unter den Nachbarn und las ihnen auch Briefe vor. Als Pedro acht Jahre alt war, schickte ihn die Familie in ein Internat in der Extremadura. Seine Eltern stellten sich ihn als zukünftigen Priester vor, doch während Pedro zunächst von Salesianern, dann von Franziskanern unterrichtet wurde, wandte er sich vom katholischen Glauben ab.

Als 16-Jähriger zog Pedro Almodóvar allein nach Madrid und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, bis er eine Anstellung im Büro einer Telefongesellschaft bekam, die er zwölf Jahre lang behielt. In seiner Freizeit schrieb er unter dem Pseudonym Patty Diphusa für Zeitschriften und machte erste Gehversuche als Filmschaffender. Nach dem Ende der Franco-Diktatur (1975) gehörte Pedro Almodóvar zur Movida Madrileña, einer schrillen Kulturbewegung der städtischen Jugend in der spanischen Hauptstadt, die bis dahin ungekannte Freiheiten ausleben wollte.

1985 gründete Pedro mit seinem jüngeren Bruder Agustín Almodóvar (* 1955) zusammen die Filmgesellschaft El Deseo, die seit „Das Gesetz der Begierde“ alle seine Filme produziert hat. 1999 gewann Pedro Almodóvar einen „Oscar“ für seinen Film „Alles über meine Mutter“ (Bester fremdsprachiger Film). Mit einem weiteren „Oscar“ wurde er 2003 für das Drehbuch seines Films „Sprich mit ihr“ ausgezeichnet. 2013 erhielt er den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste europäische Leistung im Weltkino“.

Pedro Almodóvar, der seine Homosexualität zwar nicht verheimlicht, sie aber auch nicht öffentlich herausstellt, wurde zu einer Ikone der Schwulen- und Lesbenbewegung.

Pedro Almodóvar: Filmografie (Auswahl)

© Dieter Wunderlich 2014

Sibylle Berg - Der Tag, als meine Frau einen Mann fand
"Der Tag, als meine Frau einen Mann fand" ist kein nuanciertes Beziehungsdrama, sondern eine zynische Groteske über den Gegen­satz von Sex und Liebe. Sibylle Berg entwickelt die Geschichte, indem sie abwechselnd Chloe und Rasmus zu Wort kommen lässt, also aus zwei Perspektiven.
Der Tag, als meine Frau einen Mann fand

 

 

 

Deutscher Buchpreis 2018
(Vorstellung des Romans der Preisträgerin und zehn weiterer Bücher der Finalisten)


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