Michael Mathias Prechtl : Charakter-Bilder

Charakter-Bilder

Michael Mathias Prechtl

Charakter-Bilder

Charakter-Bilder Bibliophiles Taschenbuch: Harenberg, Dortmund 1983
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Zeichnungen, Gouachen, Aquarelle von Michael Mathias Prechtl lassen sich dem Künstler auf den ersten Blick zuordnen, denn sein Realismus und Fantasie in witziger Weise verbindender Stil ist unverkennbar.

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Kritik

"Die schönsten Bilder gibt es nur im Traum oder nur in der Vorstellung", meint Michael Mathias Prechtl bedauernd. "Von zehn Ideen lässt sich nur eine, meist mühsam realisieren, und das Ergebnis entspricht selten der Vision."


Michael Mathias Prechtl kam 1926 als Sohn eines „für schwere Arbeit schlecht entlohnten“ Berghauers in Haag bei Amberg zur Welt. Nachdem er 1949 aus der Gefangenschaft zurückgekehrt war, verdiente er als Akkordarbeiter Geld, bis er sich das Studium an der Nürnberger Akademie in Ellingen leisten konnte.

Seine erste Einzelausstellung fand 1961 in Nürnberg statt.

Sein Realismus und Illusion in witziger Weise verbindender Stil ist unverkennbar. Die Werkgruppe „Charakter-Bilder“ (auch: „Charakterbilder“) besteht aus Bildnissen zahlreicher – vorwiegend männlicher – Persönlichkeiten aus Kunst, Musik, Literatur, Wissenschaft und anderen Lebensbereichen. Einfallsreich und satirisch verband er bei den „Charakter-Bildern“ gegenständliche Motive mit den dargestellten Persönlichkeiten. Seine Porträts zeugen von poetischer Fantasie, kraftvoller Bildersprache und großem handwerklichen Können.

Die Charakterbilder wurden weithin bekannt. In der zweiten Hälfte der 70er Jahre hielten sie Einzug in westdeutsche Lesebücher. In vielen internationalen Zeitungen und Zeitschriften, selbst in der taiwanesischen China Times wurden sie abgedruckt. (Kai Artinger)

Gottfried Knapp schrieb in seinem Nachruf auf den im März 2003 verstorbenen Maler, Zeichner, Graphiker, Buchillustrator und Plakatmaler (Süddeutsche Zeitung, 25. März 2003):

Wenn es in Deutschland einen Künstler gab, der die Rolle des Unzeitgemäßen spielen musste, dann war es der Maler Michael Mathias Prechtl, der mit seinem stupenden graphischen Illusionismus, seinem satirischen Impetus und seiner kombinatorischen Bilderlust die europäische Geistesgeschichte karikierend vergegenwärtigte und so als ein lebender Widerspruch – als gegenwartsbewusster Historienmaler – in die Kulturgeschichte einging.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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Ebenfalls von Michael Mathias Prechtl illustriert:
– Voltaire: Candide oder Der Optimismus
– Johann Wolfgang von Goethe: Reineke Fuchs

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