Michaela Kastel : Mit mir die Nacht

Mit mir die Nacht
Mit mir die Nacht Originalausgabe Emons Verlag, Köln 2021 ISBN 978-3-7408-1255-3, 286 Seiten ISBN 978-3-96041-788-0 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Anja/Madonna setzt ihren furiosen Rachefeldzug gegen den Vater fort, der ihre Mutter von Hunden zerfleischen ließ, sie zur Sexsklaverei zwang und ein Bordell eingerichtet hat, in dem die Freier mit den Mädchen machen dürfen, was immer sie möchten. Der für das "Institut" arbeitende Profikiller Jaxx spürt Anja auf und bringt sie zurück, um sie gegen eine andere Gefangene auszutauschen, in die er sich verliebt hat. Und Anja erfährt, dass das Bordell nicht mehr von ihrem Vater, sondern von einer Frau geleitet wird ...
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Kritik

"Mit mir die Nacht", die Fortsetzung des hardboiled Thrillers "Ich bin der Sturm", ist auch ohne die Lektüre des älteren Buches verständlich. Michaela Kastel entwickelt die spannende Handlung stringent, temporeich und chronologisch. Dabei wechselt sie laufend die Perspektive. Die Handlung ist unrealistisch wie ein Comic, aber die düsteren Szenen sind so suggestiv und anschaulich, dass wir sie trotzdem wie im Kino miterleben.
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Was bisher geschah: „Ich bin der Sturm“

Die Ausgangslage

Anja ist aus einem Etablissement entkommen, das sie nur „Schlachthaus“ nennt, weil dort perverse Freier mit Sexsklavinnen tun dürfen, was immer sie wollen. Man hatte sie dort „Madonna“ genannt. Nur vage erinnert sie sich an den „Direktor“ des „Schlachthauses“, ihren Vater, der sie und ihre Mutter in eine Zelle im Keller gesperrt hatte. Ihre Mutter hatte mit ihr zu fliehen versucht, war aber von den auf sie gehetzten Hunden zerfleischt worden. Ihren Bruder Shark, der zu den vom Direktor befehligten Teufeln gehört hatte, erschoss sie nach ihrer Flucht, und das mit den Mädchenhändlern kooperierende Bordell „Funkhaus“ in der Stadt brannte sie nieder. Zwar gelang es ihr, während des Brandanschlags ein blutjunges Geschwisterpaar aus dem „Funkhaus“ zu befreien, aber der Junge wurde vor ihren Augen von den Teufeln ermordet, und seine stumme, gehörlose Schwester Moonlight hasst Anja, weil sie ihr die Schuld an Stars Tod gibt. Notgedrungen teilen sich die beiden eine Wohnung in der Stadt, wo sie von einem Polizisten betreut werden, der seine Schwester Flora in der neuen Einrichtung des Direktors vermutet. Ebenso wie Anja tut er alles, um zu ermitteln, wo sich dieses „Institut“ befindet; er, um seine Schwester zu befreien, Anja, um ihren Rachefeldzug mit der Tötung ihres Vaters zu beenden.

Die Polizei vernimmt einen 34-Jährigen rumänischer Abstammung, der im „Schlachthaus“ als Angestellter einer Reinigungsfirma putzte. Viktor Juskowiak hat angeblich nichts Ungesetzliches gesehen und verrät auch nicht, wo sich die neue Einrichtung befindet.

Anja spricht ihn an der Theke des Clubs „Donnerkuppel“ an. Er erinnert sich an sie, kennt das Gerücht, dass sie die Tochter des Direktors sei und weiß, dass dessen Männer nach ihr suchen. Aber er will nicht weiter mit ihr reden, denn er fürchtet um sein Leben.

Der Deal

Das Etablissement, das als Ersatz für das „Schlachthaus“ eingerichtet worden ist, befindet sich tausend Kilometer entfernt, jenseits der Staatsgrenze. Es handelt sich um einen früheren Herrschaftssitz in den Bergen, ein abgelegenes Schloss. Die Freier können sich dort austoben, wie in einem herkömmlichen Hotel übernachten und den Wellness-Bereich aufsuchen.

Seit der Direktor unheilbar an Lungenkrebs erkrankt ist, hat eine Frau die Leitung übernommen, die sich als Mistress ansprechen lässt.

Jaxx ist einer der Männer, die für sie arbeiten, ein Profikiller, der Menschen auszuschalten hat, die dem Institut gefährlich werden könnten. Er hat sich in eine der Gefangenen verliebt. Fairy heißt eigentlich Flora und ist die Schwester des Polizisten, der nach ihr sucht.

Als Mr Frost, ein sadistischer Stammkunde, die junge Frau so stark verletzt, dass sie halbtot in den Krankenbereich gebracht werden muss, bringt Jaxx ihn heimlich um und sorgt dafür, dass die Leiche im Krematorium verbrannt wird. Er muss befürchten, dass auch Fairy so endet, falls sie nicht mehr einsatzfähig wäre. Er schwört sich, Fairy zu befreien. Ein Kündigungsrecht gibt es hier nicht. Jaxx sieht nur eine Chance: Er muss der Mistress einen Deal anbieten, ihr etwas besorgen, das sie unbedingt haben möchte: Madonna!

Die Mistress geht auf den Vorschlag ein und schickt Jaxx los, die Geflüchtete zu suchen. Sie weiß, dass er der einzige ihrer Männer ist, dem das gelingen kann.

„Donnerkuppel“

In der Stadt sucht Jaxx als erstes Beck auf, den Betreiber des Bordells „Venushügel“ und Geschäftspartner des Instituts, der sich einer plastischen Operation unterziehen musste, nachdem ihm Madonna das Gesicht zerschnitten hatte. Ihm gehört auch der Club „Donnerkuppel“.

Während Jaxx bei ihm ist, erhält Beck einen Anruf und beendet dann rasch das Gespräch mit seinem Besucher, beteuert jedoch, es handele sich lediglich um einen unbedeutenden Vorfall in der „Donnerkuppel“.

Tatsächlich hat ihm der Barkeeper berichtet, dass Madonna aufgetaucht sei. Aber bevor sie festgehalten werden kann, warnt der ebenfalls anwesende Viktor Juskowiak sie, schiebt sie durch eine Hintertür ins Freie und nimmt sie im Auto mit in seine Wohnung.

Zwei Tage später hält Jaxx dem Barkeeper in der „Donnerkuppel“ sein Smartphone mit Madonnas Foto hin und erfährt, dass sie da war, aber mit einem Gast entkam, der einmal erwähnt hatte, dass er gegenüber dem Schlachthof wohne.

Der Verrat

Durch Zufall lernt Jaxx in einer U-Bahn-Station Moonlight kennen. Das schätzungsweise 14 Jahre alte Mädchen begleitet ihn zum Abschleppdienst, wo er seinen SUV auslöst.

In der Hoffnung, doch noch einen brauchbaren Hinweis zu bekommen, fährt der Polizist mit Anja und Moonlight zu Viktor Juskowiak. Moonlight soll im Auto sitzen bleiben, während die beiden Erwachsenen die Mietskaserne betreten. Die Wohnungstür wurde aufgebrochen. Viktor Juskowiak ist nicht mehr da.

Moonlight, die Jaxx‘ SUV vor dem Haus stehen sieht, schleicht sich in den gegenüberliegenden geschlossenen Schlachthof – und kann Jaxx gerade noch davon abhalten, Viktor Juskowiak zu erschießen. Er hat ihm bereits das linke Handgelenk gebrochen und einen Finger abgeschnitten. Aber der Gefolterte weiß offenbar wirklich nicht, wo Madonna zu finden sein könnte.

Moonlight gibt Jaxx ihren Wohnungsschlüssel und nennt die Adresse, die sie sich zur Zeit mit Anja teilen muss, obwohl sie die Frau hasst, die sie für den Tod ihres Bruders verantwortlich macht.

Verfolgungsjagd

Jaxx ist noch vor Anja und Moonlight in der Wohnung. Er überwältigt Anja, die er nur unter dem Namen Madonna kennt und fährt mit der Gefangenen los. Unterwegs ruft er die Mistress an, berichtet, dass er Madonna in seiner Gewalt habe und sie ins Institut bringen werde.

Weil ihm nicht entgeht, dass sie verfolgt werden, nimmt er mit Anja ein Hotelzimmer und bereitet sich auf einen Überfall vor. Mit einer solchen Übermacht hat er allerdings nicht gerechnet. Anja wird entführt, während er fünf Angreifer tötet und einen überwältigt, der seinen Verdacht bestätigt, dass der Trupp von Beck geschickt wurde. Von dem Mann, dem er am Ende mit zerschossener Kniescheibe auf einem Feldweg aussetzt, erfährt er, dass Beck in einem nahen stillgelegten Schlachthaus auf Madonna wartet.

Hier bin ich nun. Gefesselt und umzingelt, eine Maus in der Falle. Wie konnte ich nur so dumm sein? Geblendet war ich. Getrieben von nur einem einzigen Wunsch: Rache. Seht, wohin es mich gebracht hat. In die Fänge eines Wahnsinnigen mit zu viel Geld und schlechtem Körpergeruch. […]
„Hallo, Beck“, sage ich. […] „Nettes Gesicht […]. War es teuer?“
[…] Die Klinge wandert von meiner Wange zu meinem Kinn […].
Doch Beck zieht das Messer wieder zurück. […]
„Hast gedacht, ich mach es dir so einfach, stimmt’s? Ein bisschen Schnetzeln und wir sind fertig. Aber das hier soll eine Weile dauern, meine Liebe. […] Alle Gliedmaßen werde ich dir abschneiden […] Bis nur noch deine Möse und deine Titten übrig sind, und dann überlasse ich dich meinen Männern. […]“
Er schnippt mit dem Finger. Ein Mann kommt mit einer Kettensäge daher. Einer alten, rostigen Kettensäge.

Aber bevor Beck ihr mit der Kettensäge zu nahe kommt, hat Jaxx die Wachen ausgeschaltet und schießt ihn nieder. 15 Tote bleiben zurück, als er mit Anja weiterfährt.

Von einer alten Frau, der einzigen Bewohnerin eines abgelegenen Bauernhofes, lässt sich Jaxx seine Stichwunde säubern, nähen und verbinden. Nachts hört er ein Auto kommen und flieht mit Anja aus dem Haus. Wieder gelingt es ihm, die Gegner auszuschalten. Auch die Verräterin erschießt er. Weil an seinem SUV die Reifen zerschossen sind, nimmt den Wagen der Toten.

Anja begreift inzwischen, dass Jaxx sie zum Institut bringen und gegen eine der Gefangenen austauschen will. Aber das passt zu ihrem Vorhaben, dort ihren Vater zu töten.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Showdown

Im Büro des Direktors werden Jaxx und Madonna von einer Frau erwartet, die Jaxx als Mistress anspricht. Anja kennt sie von früher unter dem Namen Vera bzw. Vendetta. Sie war eine der Sexsklavinnen wie sie und mit ihr befreundet – bis sie eines Tages plötzlich verschwand. Anja fragt nach ihrem Vater. Höhnisch antwortet Vendetta, der sei nicht mehr wichtig; sie leite jetzt das Institut.

Jaxx und Fairy/Flora dürfen das Gelände zu Fuß verlassen, aber die Mistress hält sich nicht an den Deal, sondern schickt dem Paar vier Killer nach. Die werden jedoch von Jaxx ausgeschaltet. Er schlägt sich mit Flora zu einem Dorf im Tal durch, nimmt dort in einer Gaststätte ein Zimmer und versucht, Floras Bruder anzurufen, erreicht allerdings nur die Mailbox.

Währenddessen lässt Vendetta ihre neue Gefangene in das Zimmer bringen, in dem diese früher mit ihrer Mutter gelebt hatte. So wie der Direktor Vera mit Peitschenhieben zwang, sich Anja zu nennen und die Rolle seiner Tochter zu spielen, soll nun Anja dazu gebracht werden, Veras Identität zu übernehmen.

Als Flora begreift, dass sie gegen Madonna ausgetauscht wurde, will sie nicht weiter, denn sie erträgt den Gedanken nicht, dass eine andere Frau an ihrer Stelle leiden muss. Jaxx hält eine Umkehr für Wahnsinn, aber als es sich herausstellt, dass Flora kurz vor dem Aufbruch von der Mistress mit einem Tee vergiftet wurde, müssen sie zurück, denn nur die Mistress kennt ihre selbst entwickelten Gifte und Gegengifte.

Mit einem gestohlenen Auto fahren Jaxx und Flora zurück. Sie schwimmen durch einen kleinen See zu einer Grotte mit einem Zugang zu den Katakomben des Instituts. Jaxx legt Feuer, dringt dann mit Flora zum Büro des Direktors vor und drückt der Mistress die Mündung seiner Pistole an die Stirn.

„Geben Sie ihr das Gegengift.“
[…] „Ganz ehrlich – ich weiß gar nicht mehr, was ich ihr gegeben habe. Dieser Stress. Macht mich noch ganz vergesslich.“
„Begreifen Sie eigentlich, was hier los ist? Das Haus brennt! […] Ich schwöre, ich schieße Ihnen jedes Gelenk einzeln weg, wenn Sie ihr nicht sofort helfen.“

Unter der Bedingung, dass Jaxx sie aus dem brennenden Gebäude retten wird, erklärt sich die Mistress bereit, Flora das Gegengift zu injizieren. Jaxx findet Anja und führt dann die drei Frauen durch Korridore und Treppenhäuser.

Glühende Holzbalken liegen auf der gesamten Treppe verteilt. […]
Vor uns liegt die größte Hürde: drei komplette Balken sind quer auf der Treppe gelandet. Das Geländer ist zerschmettert, die Stufen brechen bereits auseinander. […] Etwas kracht. Weitere Dachtrümmer schlagen neben uns auf der Treppe ein. Vendetta drängt sich an mir vorbei.

Die Mistress wird von herabstürzenden Trümmern verschüttet. Die anderen eilen weiter zu den Katakomben und erreichen den See. Am Steg ist ein Boot vertäut. Unerwartet taucht die für tot gehaltene Mistress auf und rammt Jaxx ein Messer in die Brust. Anja zieht es heraus und schneidet der Wahnsinnigen die Kehle durch.

Weil sie eine rote Tür entdeckt hat und ahnt, dass dahinter ihr Vater zu finden ist, fordert sie Flora auf, mit dem Schwerverletzten über den See zu rudern. Anja ahnt, dass Jaxx nicht überleben wird, und sein letzter Blick zeigt ihr, dass er es auch weiß.

In der Zwischenzeit sind Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr eingetroffen. Floras Bruder ist dabei. Er fand heraus, woher der Anruf auf seiner Mailbox kam, raste mit Moonlight im Auto los und forderte unterwegs Verstärkung an. Das Feuer in den Bergen wies schließlich den Weg.

Wie erwartet, steht Anja nach dem Öffnen der roten Tür in einem wie die Intensivstation eines Krankenhauses eingerichteten Raum. Ihr Rachefeldzug sollte mit der Tötung des Vaters enden, aber als sie den Totkranken intubiert und an Geräte angeschlossen vor sich liegen sieht, verzichtet sie darauf.

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„Mit mir die Nacht“, die Fortsetzung des Thrillers „Ich bin der Sturm“ von Michaela Kastel, ist auch ohne die Lektüre des älteren Buches verständlich.

Wie in „Ich bin der Sturm“ dreht sich die Handlung um Zwangsprostitution, Gewaltverbrechen im Allgemeinen und Sadismus im Besonderen. Beim Lesen der beiden hardboiled Thriller blicken wir in menschliche Abgründe.

Protagonistin ist erneut Anja / Madonna, die in „Mit mir die Nacht“ ihren furiosen Rachefeldzug gegen den Vater fortsetzt, der ihre Mutter von Hunden zerfleischen ließ, sie zur Sexsklaverei zwang und ein Bordell eingerichtet hat, in dem die Freier mit den Mädchen machen dürfen, was immer sie möchten.

Während Michaela Kastel in „Ich bin der Sturm“ konsequent die verzerrte Sichtweise dieser traumatisierten, seit der Kindheit grausam missbrauchten Ich-Erzählerin einnimmt, wechselt sie in „Mit mir die Nacht“ laufend die Perspektive. Häufig beginnt sie ein neues Kapitel mit einem zeitlichen Rückschritt und stellt eine Szene oder zumindest deren Ende dann noch einmal aus einem anderen Blickwinkel dar. Das erhöht den Reiz des raschen Szenenwechsels.

Michaela Kastel entwickelt die spannende Handlung stringent, temporeich und chronologisch. Aber zu Beginn nimmt sie die Schlussszene vorweg, und die Textpassage wiederholt sich mit kleinen, bedeutsamen Variationen.

Auf Seite 19 heißt es:

Eine nette kleine Drei-Zimmer-Wohnung. […] Mit Blick über die Stadt, weil sie im sechsten Stock liegt. Alles kann man sehen, sogar den nagelneuen Tanzclub, der gleich neben dem abgebrannten Funkhaus eröffnet wurde. Nur die Sterne, die sieht man nicht. Seit jener Nacht im Norden kein einziges Mal.
Vor mir ein gedeckter Tisch. Zwei Teller, zwei Tassen, zwei Löffel, eine geladene Waffe. […]

Auf Seite 284 lesen wir:

Eine nette kleine Drei-Zimmer-Wohnung. […] Mit Blick über die Stadt, weil sie im sechsten Stock liegt. Alles kann man sehen, sogar den nagelneuen Tanzclub, der gleich neben dem abgebrannten Funkhaus eröffnet wurde. Auch die Sterne sieht man nun. Seit jener Nacht in den Bergen leuchten sie strahlend hell.
Vor mir ein gedeckter Tisch. Zwei Teller, zwei Tassen, zwei Löffel, ein Strauß Blumen […].

Die Handlung ist unrealistisch. Wenn Jaxx zum Beispiel eine Übermacht von 15 Gangstern besiegt, wirkt er wie der Superheld in einem Comic. Das ist wohl so gewollt, und Michaela Kastel versteht es, die Szenen so suggestiv und anschaulich zu machen, dass wir sie trotzdem wie im Kino miterleben.

Die männlichen Romanfiguren sind mit Ausnahme des innerlich zerrissenen Profikillers Jaxx schwach, die Frauen Anja/Madonna, Vera/Vendetta/Mistress, Fairy/Flora und Moonlight dagegen stark.

Und die von Michaela Kastel heraufbeschworene Atmosphäre ist in „Mit mir die Nacht“ ebenso düster wie in „Ich bin der Sturm“.

Bemerkenswert ist auch die aufeinander abgestimmte Titelgestaltung der beiden Bücher.

Fazit: „Mit mir die Nacht“ ist eine packende Lektüre, aber nichts für schwache Nerven.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2022
Textauszüge: © Emons Verlag

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