Delia Owens : Der Gesang der Flusskrebse

Der Gesang der Flusskrebse
Where the Crawdads Sing G. P. Putnam's Sons, New York 2018 Der Gesang der Flusskrebse Übersetzung: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann hanserblau, Berlin 2019 ISBN 978-3-446-26419-9, 461 Seiten ISBN 978-3-446-26513-4 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Kya, ein von den Eltern und Geschwistern verlassenes Kind, haust einsam in einer Marschhütte und wird von den Bewohnern der nahen Stadt als "Wilde" verhöhnt. Obwohl Kya nur einen einzigen Tag lang eine Schule besucht, lernt sie lesen, baut in ihrer Hütte kenntnisreich eine naturkundliche Sammlung auf und gestaltet schließlich mit ihren Zeichnungen und Erläuterungen eine erfolgreiche Buchreihe über Tiere und Pflanzen in der Marsch. Als ein Stadtbewohner tot aufgefunden wird, der damit prahlte, das "Marsch-Luder" flachgelegt zu haben, gerät Kya unter Mordverdacht.
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Kritik

Bei "Der Gesang der Flusskrebse" handelt es sich um eine Mischung aus Entwicklungsroman, Liebesgeschichte, Natur Writing und Thriller bzw. Gerichtsdrama. Einiges wirkt unrealistisch. Delia Owens entwickelt die Handlung im ständigen Vor und Zurück zwischen den Zeitebenen. Dadurch entsteht Spannung. Die Lektüre reißt mit, weil Kya eine gute Identifikationsfigur abgibt, das Geschehen überschaubar bleibt und die Autorin große Gefühle hervorruft. In einigen Passagen bewegt sich Delia Owens aber zumindest nah am Kitsch.
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1952

Kya ist sechs Jahre alt, als ihre Mutter die in einer Hütte im Marschland an der Küste North Carolinas lebende und deshalb in der nahen Küstenstadt Barkley Cove als Sumpfgesindel verschriene Familie verlässt.

Kyas Eltern Jackson Henry Clark aus Asheville/North Carolina und Julienne Maria Jacques aus New Orleans hatten 1933 geheiratet. Die fünf Kinder wurden zwischen 1934 und 1945 geboren. Kya kam am 10. Oktober 1945 zur Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Jackson Clark hinkend aus Frankreich zurück, denn ein Granatsplitter hatte ihm den linken Oberschenkel zertrümmert. Die Mutter ebenso wie die Kinder litten unter der Gewalttätigkeit des alkoholkranken Vaters.

Bald nach der Mutter ziehen auch die älteren Kinder weg, und Kya bleibt allein mit dem Vater zurück.

Die Schulinspektorin Sally Culpepper bringt Kya dazu, in die Schule in Barkley Cove zu kommen. Dort ist sie nicht Kya, sondern Catherine Danielle Clark. Weil die Sechsjährige, die nicht einmal Schuhe trägt, von ihren Mitschülerinnen und -schülern gehänselt wird, geht sie nur einen Tag lang hin und versteckt sich von da an jedes Mal, wenn die Schulinspektorin auf der Suche nach ihr zur Hütte kommt.

1956

1956 verschwindet auch der Vater. Das „Marschmädchen“, wie die Leute in der Stadt abschätzig sagen, ist nun ganz allein und auf sich selbst angewiesen. Um das Notwendigste kaufen zu können, sammelt Kya säckeweise Muscheln und bietet sie dem gutmütigen Afroamerikaner Jumpin‘ an, der ihr Geld dafür gibt, wenn er Abnehmer findet. Seine mit ihm in einer Schwarzensiedlung außerhalb von Barkley Cove wohnende Frau Mabel besorgt Kya nicht nur gebrauchte Schuhe und Kleidung, sondern auch Samen, damit das scheue einsame Kind neben der Hütte Gemüse anbauen kann. Kya wächst den beiden Schwarzen, die unter dem Rassenhass der Weißen leiden, wie eine Tochter ans Herz.

1960/61

Während andere Jugendliche Kya als „Sumpfschlampe“ beschimpfen, bringt ihr der ein paar Jahre ältere Tate Walker, der viel mit Jodie zusammen war und Kya von klein auf kennt, lesen und rechnen bei. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Weil Kya aber erst 15 Jahre alt ist, vermeidet Tate es, sich ihr körperlich zu nähern.

Bevor er im Herbst 1960 am College zu studieren beginnt, verabschiedet er sich von Kya und verspricht ihr spätestens am Unabhängigkeitstag einen Besuch.

Aber am 4. Juli 1961 – und in der folgenden Zeit – wartet sie vergeblich auf ihn. Wie ihre Familienmitglieder zuvor hat auch Tate sie verlassen.

Sie leiht sich Bücher in der öffentlichen Bibliothek von Sea Oaks, einer größeren Stadt etwas weiter entfernt als Barkley Cove. Bald ist Kya in der Lage, ihre seit der Kindheit gepflegte Sammlung von biologischen Funden in der Marsch mit Etiketten zu beschriften und sowohl mit Erläuterungen als auch Zeichnungen zu ergänzen.

1965 − 1967

Als Kya nach dem Verschwinden ihrer Mutter erstmals beim Einkaufen in Barkley Cove war, hätte ein Junge sie beinahe mit dem Rad angefahren. Seither kennt sie Chase Andrews, der im Geschäft seines Vaters einsteigt, statt zu studieren. Er steht gern im Mittelpunkt eines Freundeskreises und brüstet sich mit seinen sexuellen Erfahrungen. Unter den Jugendlichen in der Stadt werden bereits Wetten abgeschlossen, wer bei dem „Marschmädchen“ der Erste sein wird.

Eines Tages überrascht er Kya mit einer Einladung zu einem Picknick-Ausflug. Eigentlich hat Chase nur vor, sie herumzukriegen, aber ihr Wissen über die Natur beeindruckt ihn ebenso wie ihre Schönheit ihn fasziniert. Als er am Strand eine Schmuck-Kammmuschel aufhebt, nennt Kya den lateinischen Namen Pecten ornatus. Mit einem Lederriemen macht sie daraus einen Anhänger als Geschenk für Chase.

Immer wieder weist Kya ihn zurück, wenn er versucht, sie sexuell zu erobern. Er malt ihr aus, wie sie heiraten und sich ein Haus zwischen der Marsch und der Stadt bauen werden. 1966 überredet er sie, ihn bei einer Autofahrt in eine etwas weiter entfernte Stadt zu begleiten. Dort hat er ein Zimmer in einem Motel reserviert – und Kya lässt sich endlich von ihm deflorieren.

Bald darauf ist Weihnachten, aber Chase lässt Kya eine Woche lang allein. Stattdessen kommt überraschend Tate zu Besuch. Kya versucht, ihn mit Steinwürfen zu vertreiben. Obwohl er mehrmals getroffen wird, bleibt er und bittet sie um Verzeihung für sein Verhalten. Inzwischen hat er sein Studium abgeschlossen und arbeitet an einer Dissertation auf dem Gebiet der Protozoologie. Er bestaunt ihre naturkundliche Sammlung und nimmt sich vor, darüber mit einem Buchverlag zu sprechen.

Die Leute in Barkley Cove tuscheln darüber, dass Chase Andrews etwas mit der „Wilden“ habe. Er erzählt auch selbst, dass Kya im Bett „ein echtes Marsch-Luder“ sei. Seine hochnäsige Mutter Patti Love Andrews ist entsetzt, als sie ein Bilderbuch bei ihm findet, in dem Kya die Geschichte ihrer Beziehung mit Chase dargestellt hat.

Beim Einkaufen in Barkley Cove sieht Kya 1967 zufällig Chase mit seiner Clique. Er hat einen Arm um Pearl Stones Schultern gelegt. Weil auf der Titelseite der Lokalzeitung über die Eröffnung eines Meeresforschungslabors bei Sea Oaks berichtet wird, nimmt Kya ein Exemplar mit – und stößt im Inneren auf die Verlobungsanzeige von Chase Andrews und Pearl Stone.

1968

Kya erhält Belegexemplare des Buches „Die Muscheln der Ostküste“ mit ihren Zeichnungen und Erläuterungen. Tate hat ihr einen Verlag dafür vermittelt. Der Vorschuss ermöglicht es Kya, das Innere der Hütte renovieren zu lassen. Sie kauft Möbel, lässt einen Stromanschluss legen, ein WC, ein Bad und eine Küchenspüle einbauen.

Als Jumpin‘ ihr von Bauunternehmern berichtet, die davon reden, die Marsch trockenzulegen, erkundigt sich Kya beim Gericht in Barkley Cove nach den Besitzverhältnissen des Areals, auf dem die Hütte steht. Das Land wurde 1897 ordnungsgemäß von ihrem Großvater Napier Clark erworben und nie verkauft. Nachdem die Erbin die in Jahrzehnten angefallene Steuer – weniger als 1000 Dollar – bezahlt hat, verlässt sie das Gerichtsgebäude mit einer Besitzurkunde für das schuldenfreien Grundstück.

Unvermittelt steht Jeremey („Jodie“) Andrew Clark bei ihr in der Tür, ihr fast sieben Jahre älterer Bruder, das zweitjüngste der Geschwister. Er ging damals zum Militär und ist inzwischen von zwei Einsätzen im Vietnam-Krieg zurück. Die Armee ermöglichte ihm ein Maschinenbau-Studium in Georgia, wo er nun stationiert ist. Von ihm erfährt Kya, dass die Mutter seit zwei Jahren tot ist.

1969

Sieben Monate nach Jodies Besuch erscheint Kyas zweites Buch: „Die Vögel der Ostküste“.

Als sie bei der Arbeit an ihrem dritten Buch am 30. August 1969 nach seltenen Pilzen sucht, wird sie von Chase überrascht. Mit brutaler Gewalt wirft er sie auf den Boden und reißt ihr die Jeans herunter. Aber es gelingt Kya, sich aus seinem Griff zu befreien, ihn zwischen die Beine zu treten und mit dem Boot zu entkommen.

Im September bemerkt Tate, der inzwischen in dem neuen Archbald-Labor bei Sea Oaks angestellt ist und über ein Forschungsboot verfügt, die Hämatome in Kyas Gesicht. Er ahnt, dass Chase sie angriff, aber Kya beschwört ihn, nichts zu unternehmen.

1969/70

Am Morgen des 30. Oktober 1969 entdecken die beiden Zehnjährigen Benji Mason und Steve Long im Sumpf neben dem Feuerwachturm bei Barkley Cove die Leiche von Chase Andrews. Sie alarmieren Sheriff Ed Jackson, der sich sofort mit dem Deputy Joe Purdue und dem Mediziner Dr. Vern Murphy auf den Weg macht.

Augenscheinlich stürzte Chase Andrews vom Turm. Handelt es sich um einen Unfall, einen Selbstmord oder ein Gewaltverbrechen? Bei den Ermittlungen kommt der Sheriff rasch zu der Überzeugung, dass er einen Mordfall aufzuklären hat.

Viele in Barkley Cove halten das „Marschmädchen“ für die Mörderin. Die Verrückte habe sich dafür gerächt, dass Chase eine andere Frau heiratete, glauben sie.

Hal Miller, der in der Nacht vom 29./30. Oktober auf Tim O’Neals Krabbenfischerboot war, sagt aus, er habe das „Marschmädchen“ gesehen und es sei mit dem unbeleuchteten Boot genau in die Richtung des Feuerwachturms unterwegs gewesen.

Aber es melden sich auch mehrere Frauen beim Sheriff, die gesehen haben, wie Kya am 28. Oktober um 14.30 Uhr mit einem Bus wegfuhr und am 30. Oktober um 13.16 Uhr zurückkam. Es stellt sich heraus, dass Kyas Lektor Robert Foster in North Carolina zu tun hatte und die Gelegenheit nutzte, sie auf Verlagskosten nach Greenville einzuladen, um sie persönlich kennenzulernen.

Das sieht nach einem guten Alibi aus, aber Sheriff Ed Jackson findet heraus, dass auch nachts ein Bus von Greenville nach Barkley Cove und ein weiterer in der Gegenrichtung fährt. Die Verdächtige könnte also zwischendurch hier gewesen sein und Chase ermordet haben.

Mit diesem Argument überredet der Sheriff den zuständigen Richter, einen Durchsuchungsbefehl für Kyas Hütte auszustellen. Dort finden Ed Jackson und Joe Purdue eine rote Wollmütze, die zu Fasern passen könnte, die an der Jacke des Toten sichergestellt wurden, und eine Laboruntersuchung bestätigt die Übereinstimmung.

Daraufhin wird Kya Ende 1969 festgenommen.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Der Mordprozess beginnt am 25. Februar 1970 in Barkley Cove. Die Angeklagte wird von dem 71-jährigen Rechtsanwalt Tom Milton pro bono verteidigt. Eric Chastain heißt der Staatsanwalt, Harold Sims der Richter.

Rodney Horn berichtet im Zeugenstand, was er und sein Freund Denny Smith am 30. August 1969 beim Angeln erlebten. Sie hörten eine Frau kreischen und näherten sich, um ihr gegebenenfalls beistehen zu können. Aber dann sahen sie, wie Kya auf Chase einschlug, zu ihrem Boot rannte und schrie: „Lass mich in Ruhe, du Scheißkerl! Wenn du mir noch einmal zu nahe kommst, bring ich dich um!“

Der Krabbenfischer Tim O’Neill wird als Zeuge der Verteidigung mit Hal Millers Aussage konfrontiert, der in der Nacht vom 29./30. Oktober das „Marschmädchen“ erkannt haben will. Er erklärt, man habe weder das Boot noch die Person darin deutlich genug sehen können, weil der Mond noch nicht aufgegangen und die Entfernung zu groß war.

Der Gerichtsmediziner Dr. Steward Cone versichert, dass die roten Wollfasern schon seit langem an der Jacke haften könnten.

Dass Kya am 28. Oktober mit dem Bus nach Greenville fuhr und zwei Tage später zurückkam, ist unstrittig. Entscheidend ist, ob sie zwischendurch in Barkley Cove war. Larry Price, der in der Mordnacht den Bus von Greenville nach Barkley Cove fuhr, behauptet, einer der Fahrgäste könne eine verkleidete schlanke Frau gewesen sein. John King, der den Bus in der Gegenrichtung fuhr, fiel eine scheinbar ältere Frau auf und er hält es für möglich, dass die Person in Wirklichkeit sehr viel jünger war. Tom Milton konstatiert, dass keiner der beiden Busfahrer mit Bestimmtheit sagen könne, die Angeklagte sei in der Mordnacht zwischen Greenville und Barkley Cove unterwegs gewesen. Außerdem weist er darauf hin, dass es in den 50 Minuten zwischen der Ankunft des Busses aus Greenville um 1.40 Uhr und der Abfahrt des Busses nach Greenville um 2.30 Uhr nur bei außergewöhnlichen Strömungsverhältnissen möglich gewesen wäre, mit einem Boot zum Feuerwachturm zu fahren, hinaufzusteigen, einen Mann hinunterzustoßen und zum Busbahnhof zurückzukehren.

Die Geschworenen beraten einige Stunden lang. Dann teilt ihr Sprecher dem Richter mit, dass sie sich auf einen Freispruch geeinigt haben.

2009

Nachdem Tates verwitweter Vater gestorben ist, zieht der promovierte Forscher zu der erfolgreichen Buchautorin Kya in die Marschhütte. Endlich sind die beiden vereint.

Wie Chase Andrews zu Tode kam, bleibt unaufgeklärt.

Kya stirbt 2009 im Alter von 64 Jahren an Herzvesagen.

In einem Versteck findet Tate Manuskripte von Amanda Hamilton, deren Namen man in Barkley Cove kennt, weil die Lokalzeitung seit Jahren ihre Gedichte gedruckt hat. Nicht einmal Tate ahnte, dass sich Kya hinter dem Pseudonym verbarg. Aus einem Umschlag zieht Tate ein nicht eingeschicktes Gedicht mit dem Titel „Leuchtkäfer“ und liest in der ersten Strophe:

Ihn anzulocken war so leicht
Wie rote Rosen senden.
Doch wie Leuchtkäferzeichen luden sie ein
Ein Leben zu beenden.

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Marschland ist nicht gleich Sumpf. Marschland ist ein Ort des Lichts, wo Gras in Wasser wächst und Wasser in den Himmel fließt. Träge Bäche mäandern, tragen die Sonnenkugel mit sich zum Meer, und langbeinige Vögel erheben sich mit unerwarteter Anmut – als wären sie nicht fürs Fliegen geschaffen – vor dem Getöse Tausender Schneegänse.

Mit diesen Sätzen beginnt der Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens. Es handelt sich um eine Mischung aus Entwicklungsroman, Liebesgeschichte, Natur Writing und Thriller bzw. Gerichtsdrama.

Im Zentrum steht Kya, ein von den Eltern und Geschwistern verlassenes Kind, das einsam und verwildert in einer Marschhütte haust und von den Bewohnern der nahen Stadt verhöhnt wird. Obwohl Kya nur einen einzigen Tag lang eine Schule besucht, lernt sie lesen, baut in ihrer Hütte kenntnisreich eine naturkundliche Sammlung auf und gestaltet schließlich mit ihren Zeichnungen und Erläuterungen eine erfolgreiche Buchreihe über Tiere und Pflanzen in der Marsch. Als ein Stadtbewohner tot aufgefunden wird, der damit prahlte, das „Marsch-Luder“ flachgelegt zu haben, gerät Kya unter Mordverdacht.

Einiges in „Der Gesang der Flusskrebse“ wirkt unrealistisch. Delia Owens entwickelt die Handlung im ständigen Vor und Zurück zwischen den Zeitebenen. Dadurch entsteht Spannung. Die Lektüre reißt mit, weil Kya eine gute Identifikationsfigur abgibt, das Geschehen überschaubar bleibt und die Autorin große Gefühle hervorruft. In einigen Passagen bewegt sich Delia Owens aber zumindest nah am Kitsch.

Der Titel „Der Gesang der Flusskrebse“ wird im Buch erklärt:

„Was heißt’n das eigentlich, wo die Flusskrebse singen? Ma hat das auch immer gesagt.“ Kya erinnerte sich daran, dass Ma sie dauernd ermutigt hatte, die Marsch zu erkunden. „Geh, soweit du kannst – bis dahin, wo die Flusskrebse singen.“
„Das heißt bloß, weit draußen, wo die Tiere noch wild sind und sich benehmen wie Tiere. […]“

Delia Owens Debütroman „Where the Crawdads Sing“ / „Der Gesang der Flusskrebse“ stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times.

Den Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens gibt es auch in einer gekürzten Fassung als Hörbuch, gelesen von Luise Helm.

Delia Owens wurde am 4. April 1949 in Thomasville/Georgia als eines der vier Kinder von Mary Helen und Maurice Dykes geboren. Ihr amtlicher Geburtsname lautete Cordelia Dykes. In North Carolina, wo die Familie die Sommermonate verbrachte, begeisterte sich das Mädchen für die Natur. Cordelia Dykes studierte Zoologie an der University of Georgia in Athens und promovierte an der University of California in Davis, wo sie 1971 den fünf Jahre älteren Zoologen und Biologen Mark Owens kennenlernte. 1972 heirateten die beiden. Nachdem sie sich bei den Planungen für einen Wildpark in Oregon engagiert hatten, verkauften Mark und Delia Owens 1974 ihren spärlichen Besitz und flogen mit One-Way-Tickets nach Afrika. 23 Jahre lang blieben sie dort. Sie studierten die Wildnis in der Kalahari, arbeiteten im North Luangwa National Park in Sambia und später in Mpika, dem Sitz der Parkverwaltung des Nordluangwa-Konservationsprojektes. 1984 veröffentlichen sie ihr gemeinsames Buch „Cry of the Kalahari“. 1997 kehrten sie in die USA zurück. Dort trennten sich dann ihre Wege.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2020
Textauszüge: © hanserblau, Carl Hanser Verlag

E. Annie Proulx - Aus hartem Holz
Ein 320 Jahre überspannendes Familienepos bedeutet auch, dass sich die Stamm­bäume immer weiter ver­zweigen und es schwierig ist, den Überblick zu bewahren. Mehr noch als Annie Proulx' Fabulier­laune be­ein­druckt ihr enormes Wissen, das es ihr ermöglicht, konkret und en detail – also lebendig – zu erzählen.
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