Jasper Fforde : Der Fall Jane Eyre

Der Fall Jane Eyre
Originalausgabe: The Eyre Affair Hodder and Stoughton, London 2001 Der Fall Jane Eyre Übersetzung: Lorenz Stern Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004 ISBN 3-423-24379-1, 378 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Der 1854 begonnene Krimkrieg geht ins 131. Jahr. Klonen und Zeitreisen sind normal, aber das Parlament in London lehnt nach wie vor Gelder für die Entwicklung von Flugzeugen ohne Propeller ab. Die Literatur wird für so wichtig gehalten, dass eine spezielle Geheimdienstorganisation Fälschungen und Diebstähle aufzuklären versucht ...
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Kritik

Mit überbordender Fabulierlust – launig Elemente des Agententhrillers und von Farce und Fantasy vermischend – erzählt Jasper Fforde in dem furiosen Roman "Der Fall Jane Eyre" eine ebenso fantasievolle wie mitreißende Geschichte, bei deren Lektüre der Leser außer Atem gerät.
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London im Mai 1985. Der Krimkrieg geht ins 131. Jahr. Die Engländer hatten ihn 1854 begonnen, um die russische Expansion einzudämmen, aber nachdem es den englischen Streitkräften 1975 gelungen war, das russische Zarenreich aus seinen letzten Stellungen auf der Krim zu vertreiben, ist der Krieg zu einem Instrument verkommen, mit dem der britische Nationalstolz aufrechterhalten werden soll.

Aus einer verschlossenen Vitrine im Charles-Dickens-Museum in Gad’s Hill Place wird das Originalmanuskript des 1843/44 veröffentlichten Romans „Martin Chuzzlewit“ gestohlen. Niemand hat etwas bemerkt, auf den Videos der Überwachungskameras ist nichts Auffälliges zu sehen, und die Vitrine wurde auch nicht aufgebrochen. Doch als die knapp sechsunddreißigjährige Spezialagentin Thursday Next den Tatort untersucht, fällt ihr eine leichte Kräuselung in einer der Glasscheiben auf.

Thursday Next arbeitet seit acht Jahren für das Special Operations Network (SpecOps), und zwar in der Sektion 27 (SO-27), auch Sektion LiteraturAgenten (LitAg) genannt, einer Spezialeinheit, die beispielsweise Diebstähle von Manuskripten und Fälschungen von Erstausgaben verfolgt. Ihr Vater war Colonel bei der ebenfalls zu SpecOps gehörenden ChronoGarde, aber erst als Kollegen von ihm mit einem Haft- und Eliminationsbefehl ins Elternhaus eindrangen, erfuhr die Familie von seiner streng geheimen Tätigkeit. Seither ist er auf der Flucht und reist durch die Zeiten. Sobald er seine Tochter hin und wieder für ein paar Minuten besucht, erstarrt außer ihm und ihr alles ringsherum, und die Zeit bleibt stehen.

Thursday wird von Fillip Tamworth, dem Einsatzleiter SO-5, angeworben. Er ist überzeugt, dass Acheron Hades, der Autor des Buches „Die Lust am Laster“, das Originalmanuskript von Charles Dickens gestohlen hat, obwohl er angeblich 1982 in Venezuela ums Leben gekommen sein soll. Tamworth hat erfahren, dass Hades 1968 an der Swindon University einer der Anglistikdozenten von Thursday Next war. Sie kennt ihn also persönlich und weiß wie er aussieht. Bei der Observierung der Wohnung von Styx, dem Bruder des Gesuchten, trifft Thursday einen Kollegen, den sie für den Vater von Filbert Snood hält, mit dem sie eine Affäre hatte. (Später stellt sich heraus, dass es sich nicht um den Vater, sondern um den zweiunddreißigjährigen Filbert handelt, der bei einem ChronoGarde-Einsatz durch eine missglückte Zeitreise um vierzig Jahre alterte.)

Damit es Thursday nicht langweilig wird, schenkt Tamworth ihr ein in Leder gebundenes Exemplar des Romans „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë (1816 – 1855).

Ein Baconier läutet an der Tür der konspirativ angemieteten Wohnung und versucht, Thursday in ein Gespräch zu verwickeln.

Die Baconier waren zwar reichlich bekloppt, aber im Großen und Ganzen harmlos. Ihr Lebenszweck bestand darin, den Beweis zu führen, dass nicht Will Shakespeare, sondern Francis Bacon die bedeutendsten Dramen der englischen Sprache verfasst habe. (Seite 45)

Plötzlich taucht Acheron bei Styx auf. Snood beobachtet das Geschehen weiter von der gegenüberliegenden Wohnung aus, während Thursday nicht lange auf den gerade abwesenden Tamworth warten, sondern mit Buckett zusammen Acheron Hades festnehmen will. Buckett weigert sich, weil er Frau und Kinder hat. Beim Überqueren der Straße trifft Thursday ihren soeben von einer Besprechung zurückkehrenden Chef. Sie gehen zusammen vorsichtig in den siebten Stock hinauf.

In dem observierten Apartment stoßen sie auf die Leiche von Styx. Offenbar hat sein Bruder ihn erschossen, als er merkte, dass er entdeckt worden war. Am Fahrstuhl im Treppenhaus steht eine alte Dame, die halblaut über die Fahrpläne der Londoner Straßenbahnen schimpft. Thursday fällt auf, dass ihre Fußabdrücke Herrenschuhgröße haben. Ohne lange zu überlegen, schießt sie auf die Greisin, die durch die Wucht der Geschosse die Treppe hinunterstürzt. Natürlich handelt es sich um Hades, der die Gestalt der Hausbewohnerin Grimswold angenommen hat. (Ihre Leiche wird kurz darauf im Kamin gefunden.) Schüsse können den Verbrecher offenbar nicht ernsthaft verletzen. Er rappelt sich auf und läuft auf die Straße hinaus. Dort wird er schließlich von Thursday gestellt. Obwohl ihre letzte Begegnung sechzehn Jahre zurück liegt, kann Hades sich gut an sie erinnern. Er schießt auf sie, hält die leblos am Boden Liegende für tot und flieht. Aber Thursday wurde nur von einer Kugel in den Arm getroffen; die gefährlichere ist in dem Buch „Jane Eyre“ steckengeblieben, das sie in der Brusttasche bei sich trug.

Aufgrund des Blutverlustes liegt Thursday vier Wochen lang im Koma. Snood und Tamworth sind tot. Hades wurde bei seiner Flucht auf der M4 von einer SO-14-Einheit verfolgt, bis er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und sich überschlug. Der Wagen explodierte. Die verkohlte Leiche des Insassen konnte nur noch aufgrund von zahnärztlichen Unterlagen identifiziert werden.

Während Thursday noch im Krankenbett liegt, quietschen plötzlich Reifen, ein bunter Porsche steht in ihrem Zimmer, am Steuer eine Mitdreißigerin, die ihr zuruft: „Thursday. Er ist nicht tot! […] Nimm den LitAg-Job in Swindon!“ Der Beifahrer bleibt stumm. Im nächsten Augenblick gibt die Frau wieder Gas und Thursday wird klar, dass sie sich selbst in dem Sportwagen gesehen hat.

Den Rat befolgend, nimmt Thursday einen Geheimdienstjob in ihrer Geburtsstadt Swindon an und fliegt mit dem Luftschiff hin, um ihn anzutreten. In der Kabine sitzt auch Colonel Phelps. Unter seinem Kommando fuhr Thursday während ihres Einsatzes im Krimkrieg einen Truppentransportpanzer, und sie stellt fest, dass er noch immer zu den fanatischen Scharfmachern gehört, die für eine Fortsetzung des Krieges kämpfen. Thursday ist da ganz anderer Ansicht. Sie hat im Krimkrieg einen ihrer beiden Brüder verloren. Anton fiel vor zwölf Jahren bei einem missglückten Angriff, den nur 8 von 534 Soldaten unverletzt überlebten. Captain Anton Next hatte seine Schwester mit seinem Freund, Lieutenant Landen Parke-Laine, bekannt gemacht, und die beiden waren noch während ihres Kriegseinsatzes ein Paar geworden. Als Landen – der bei dem Angriff ein Bein verloren hatte – jedoch öffentlich Anton die Schuld für das Desaster gab, trennte Thursday sich von ihrem vier Jahre älteren Verlobten. Das war vor zehn Jahren. Seither ist sie – abgesehen von der Affäre mit Filbert Snood und dem einen oder anderen One-Night-Stand – allein geblieben. Ihre Wohnung in London hatte sie sich mit Pickwick, einem geklonten Dodo, geteilt.

Nach ihrer Ankunft in Swindon wird sie von einem Fahrer abgeholt. „Spike“ Stoker von der SO-17 – Vampir- und Werwolfentsorgung – soll sie ins Hotel Finis bringen, doch unterwegs fällt ihr bei einem Gebrauchtwagenhändler ein Porsche auf, der genauso aussieht wie der im Krankenhaus. Sie lässt Spike halten und erwirbt den Wagen, obwohl der Verkäufer ihr davon abrät.

Zwei Herren erwarten sie in der Hotelbar: Victor Analogy, der Leiter der Swindoner LitAg, ist Mitte siebzig. Thursdays neuer Kollege, Bowden Cable, scheint ein paar Jahre jünger als sie zu sein. Bei seinem Anblick weiß sie, dass er der Beifahrer war, den sie vom Krankenbett aus im Porsche sah. Im Büro lernt sie die anderen Kollegen kennen: Fisher, Beicht sowie Jeff und Geoff Forty, eineinige Zwillinge, die in einem kleinen, überhitzten Raum eine riesige, ohrenbetäubend laute Maschine mit Tausenden von Röhren und Relais bedienen, einen Versmaßanalysator, mit dem sich Wortwahl, Interpunktion und andere Stilmerkmale mit denen eines Autors vergleichen und Fälschungen aufdecken lassen.

Als Thursday beobachtet, dass Jack Schitt, der sich in London an sie gewandt und als Leiter des Sicherheitsdienstes der Goliath Corporation vorgestellt hatte, ohne anzuklopfen das Büro des Commanders Braxton Hicks betritt, erkundigt sie sich bei Bowden nach ihm. Bowden verrät ihr, dass es sich bei dem einflussreichen Manager in Wirklichkeit um den Chef der Abteilung Spezialwaffen handelt.

Tante Polly und Onkel Mycroft [Mycroft wie Sherlock Holmes‘ älterer Bruder] freuen sich, als Thursday sie in Swindon besucht. Die Agentin erinnert sich, wie sie 1958 als Kind mit ihnen im Brontë-Museum im Haworth House war. Ein Besucher beschwerte sich bei der Fremdenführerin über den Schluss des Romans „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë. Es sei unbefriedigend, dass Jane mit St. John Rivers nach Indien reist und man nicht erfährt, was aus John Fairfax Rochester und seiner verrückten Ehefrau wird. Überzeugender wäre es gewesen, wenn Jane und der Gutsherr sich am Ende gekriegt hätten. Die Führerin musste zugeben, dass viele Brontë-Fans diese kritische Meinung teilten. Während die Besuchergruppe weiterging, blieb Thursday vor einer Vitrine stehen, in der das Originalmanuskript des Romans „Jane Eyre“ aufgeschlagen lag. Eine japanische Touristin las ihr daraus vor. Unvermittelt befand sie sich auf einem Weg bei Thornfield Hall, und der Hund Pilot sprang an ihr hoch. Als Rochester um die Ecke ritt, erschrak er über das Mädchen unmittelbar vor ihm und riss sein Pferd zur Seite. Doch es glitt auf dem gefrorenen Boden aus und stürzte mit dem Reiter. In diesem Augenblick rief Tante Polly ungeduldig, und Thursday musste sich wieder der Gruppe im Museum anschließen.

Ihr Onkel Mycroft hat einen 2B-Bleistift mit eingebauter Rechtschreibprüfung erfunden, ein Auto, das auf Knopfdruck die Farbe wechselt und sich, falls gewünscht, der Umgebung anpasst (ChameleoCar), Übersetzungskohlepapier, eine Maschine, auf der man ablesen kann, wieviele Kerne in einer noch ungeöffneten Orange sind und einen Olfaktografen, mit dem Straftäter anhand des Körpergeruchs überführt werden können. Jetzt experimentiert er gerade mit Bücherwürmern und einem sogenannten ProsaPortal, das wie eine alte Kirchenbibel aussieht. Nachdem die Nichte sich wieder verabschiedet hat, legt Mycroft das Gedicht „Daffodils“ (Narzissen) von William Wordsworth (1770 – 1850) in die Maschine, gibt eine Handvoll Bücherwürmer dazu, die jeden Buchstaben in ihr kollektives Unbewusstes aufnehmen, und ermöglicht seiner Frau auf diese Weise einen Besuch in der Welt des englischen Dichters. In diesem Augenblick wird er von Hades überfallen. Der raubt das ProsaPortal samt dem Wordsworth-Gedicht und Polly und entführt Mycroft.

Gegenüber seinem Opfer brüstet er sich mit zweiundfünfzig Morden und Schlagzeilen wie zum Beispiel: „Hades: 74 Wochen auf Platz 1 der Fahndungsliste“.

„Güte ist Schwäche, Nettigkeit Gift, Zufriedenheit ist Mittelmaß, und Nächstenliebe ist was für Verlierer. Wie ich immer sage: Gemeinheiten muss man um ihrer selbst willen begehen! Zwar ist gegen einen kleinen Kapitalzuwachs nichts einzuwenden, doch verwässert er den unvergleichlichen Geschmack der Niedertracht derart, dass sich bald jeder hergelaufene Eierdieb daran erfreut. Das wahre, grundlos Böse ist ebenso selten wie das Gute per se […] Pah! Außerdem finde ich es langweilig, Zivilisten umzubringen. Da kann man ja gleich auf Tontauben schießen.“ (Seite 160/163)

Um Mycroft zu zwingen, Hades‘ Komplizen Hobbes Zugang zu dem Originalmanuskript des Romans „Martin Chuzzlewit“ zu verschaffen, hält Hades drohend ein Feuerzeug an das Gedicht „Daffodils“, in dem Polly sich noch immer aufhält. Dem Erfinder bleibt nichts anderes übrig, als das ProsaPortal für Hobbes zu öffnen. Nach zwei Minuten kehrt der Verbrecher mit Mr Quaverley zurück, einer schrulligen Nebenfigur, die in der Pension von Mrs Todger wohnt und sich mit Vorliebe über Themen unterhält, von denen sie keine Ahnung hat. Hades begrüßt Mr Quaverley höflich und weist dann einen anderen Komplizen folgendermaßen an:

„Felix7, fahren Sie nach Swindon und sorgen Sie dafür, dass Mr Quaverleys Leiche spätestens beim Morgengrauen von spielenden Kindern entdeckt wird.“ (Seite 167)

Thursday und Bowden suchen Sturmey Archer auf, einem willensschwachen Verbrecher, der zwanzig seiner sechsundvierzig Lebensjahre in Gefängnissen verbracht hat und zur Zeit seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung von Gipsbüsten berühmter Schriftsteller verdient. Gerade als sie mit ihm sprechen wollen, taucht Felix7 auf und erschießt Archer, wird allerdings im nächsten Augenblick von Thursday tödlich getroffen. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Auftragskiller Felix7 um den seit zwei Jahren vermissten Buchhalter Adrian Smarts aus Newbury handelte. Hades gibt den Nachfolgern seines ersten – 1975 bei einem Banküberfall erschossenen – Komplizen namens Felix nicht nur dessen Namen, sondern auch dessen Gesicht. (Felix8 wird übrigens Danny Chance aus Reading.)

Wieder im Büro, bekommt Thursday mit, dass Spike Stoker – der Agent, der sie vom Flugplatz abholte – per Funk um Hilfe ruft. Obwohl ihr die Kollegen davon abraten, fährt sie zur Senior School in Haydon, wo er sich befindet. Am Eingang steht sein Streifenwagen. Hausmeister Frampton begleitet Thursday zum Hörsaal 4. In einem Nebenraum findet sie Spike inmitten von zerbrochenen Glasgefäßen, ausgelaufenem Formaldehyd und absonderlichen Präparaten. Hungrig sucht er zwischen den Scherben nach etwas Essbaren. Als er Thursday erkennt, bittet er sie verzweifelt um eine Spritze aus seinem Verbandskasten. Framptom zeigt seine wahre Natur und wird zum Vampir. Thursday schießt auf ihn, doch er erhebt sich wieder. Im letzten Augenblick tötet Spike, der sich durch die Injektion wieder in einen Menschen zurückverwandelt hat, den Hausmeister mit einem zugespitzten Holzpflock.

Landen Parke-Laine, der bereits vor der Ankunft seiner ehemaligen Verlobten im Hotel Finis einen Blumenstrauß für sie abgab, lädt sie an ihrem ersten Abend ins „Ritz“ ein, in das heruntergekommene Theater von Swindon, in dem seit mehr als fünfzehn Jahren en suite „Richard III.“ auf dem Programm steht. Die Schauspieler werden jeweils eine halbe Stunde vor dem Beginn aus dem Publikum ausgewählt. Das ist kein Problem, weil jeder hier im Saal das Stück auswendig kennt. Leider endet der Abend für Thursday und Landon im Streit, weil sie ihm noch immer nicht verziehen hat, dass er Anton die Schuld an dem Desaster im Krimkrieg gegeben hat.

Dr. Runcible Spoon – er ist Professor für englische Literatur an der Swindon University – macht Thursday darauf aufmerksam, dass in allen verfügbaren Ausgaben des Romans „Martin Chuzzlewit“ von Charles Dickens plötzlich die skurrile Figur Quaverley fehlt. Im Leichenschauhaus findet Thursday mithilfe des Chefpathologen Mr Rumplunkett die Leiche eines Mannes mit unbezahlten Rechnungen über das Stärken von Hemdkrägen und einem Brief seiner Mutter vom 5. Juni 1843 in den Taschen: Mr Quaverley!

Jetzt durchschaut sie, was Hades plant: Er könnte mithilfe ihres Onkels das Originalmanuskript verändern, und Modifikationen in einem Originalmanuskript wirken sich bekanntlich auf alle gedruckten Fassungen aus. Es dauert auch nicht lang, da erhält sie einen Brief von Hades, in dem er damit droht, als Nächstes Martin Chuzzlewit umzubringen, die Hauptfigur des Romans. Auf diese Weise will er 10 Millionen Pfund erpressen.

Commander Hicks befiehlt Thursday im Beisein von Jack Schitt, sich für die Geldübergabe bereit zu halten. Sie erfährt, dass die Abteilung Spezialwaffen der Goliath Corporation seit dreißig Jahren an einer Maschine arbeitet, die Zugang zu literarischen Werken verschaffen soll, aber bisher lediglich einen minderwertigen Cheddar aus der Großen Käse-Enzyklopädie synthetisieren konnte und deshalb sehr an der Erfindung ihres Onkels interessiert ist. Goliath soll das ProsaPortal bekommen, SpecOps Acheron Hades und das geraubte Originalmanuskript. Außerdem sollen Polly und Mycroft befreit werden. Wie von Hades verlangt, setzt SpecOps eine Kleinanzeige in die Zeitung, in der Angorakaninchen zum Verkauf angeboten werden.

„Bei uns sind zweiundsiebzig Anrufe eingegangen“, verkündete Victor. „Leider alles Anfragen wegen der Kaninchen.“ (Seite 222)

Die Geldübergabe soll auf einer Brücke erfolgen: Thursday hängt die Tasche mit dem Geld und dem verlangten Gainsborough an einen dort platzierten Karabinerhaken, während versteckte Spezialagenten mit ihren Waffen im Anschlag lauern. Plötzlich taucht ein Leichtflugzeug im Tiefflug auf. Hades selbst steuert die Maschine. Es kommt zu einem heftigen Schusswechsel, aber es gelingt dem Verbrecher, die Beute aufzunehmen und damit fortzufliegen, und zwar in Richtung auf die Volksrepublik Wales, die 1854 unter Führung von John Frost ihre Unabhängigkeit erklärt und 1965 die Grenzen zu England geschlossen hat. Es existiert zwar ein Auslieferungsabkommen, aber die anglo-walisischen Beziehungen sind sehr gespannt.

Thursday bereut längst, dass sie nach dem Theaterbesuch so unfreundlich zu Landen war. Mehrmals ruft sie bei ihm an – und schließlich meldet sich eine Daisy Mutlar, die behauptet, seine Verlobte zu sein. Verwirrt überlegt Thursday, ob sie auf Bowdens Vorschlag eingehen soll, mit ihm nach Ohio zu gehen, wo ihm eine Stelle angeboten worden ist.

Die Sektion LitAg sucht inzwischen nach einem wichtigen Komplizen von Hades, dem fünfundsiebzigjährigen Mediziner Dr. Müller, der 1974 wegen illegalen Handels mit Spendernieren angeklagt worden war, sich jedoch kurz vor der Gerichtsverhandlung angeblich das Leben genommen hatte. Anfang der Fünfzigerjahre hatte er zusammen mit dem Fernseh-Astronomen Samuel Orbiter den Geheimbund der Erdkreuzer gegründet. Um ihn aufzuspüren, schleicht Victor sich bei einem Geheimtreffen der Erdkreuzer in Liddington Hill ein. In Erwartung eines Meteoritenschauers haben die Erdkreuzer Baseballhandschuhe angezogen, damit sie sich beim Fangen der glühenden Stücke nicht die Hände verbrennen. Victor wird von Dr. Müller als Spezialagent entlarvt. Gerade als ein Leibwächter ihn eliminieren soll, ist ein Heulen zu hören: Ein Meteorit trifft den Killer auf den Helm und wirft ihn zu Boden. Dr. Müller holt seine Pistole aus dem Jackett. Da fängt Victor einen zweiten glühenden Meteoriten auf und wirft ihn Dr. Müller zu, der instinktiv danach greift, sich aber böse verbrennt, weil er keinen Handschuh trägt. In dem Durcheinander nimmt Victor den Verbrecher fest.

Zuerst ist Dr. Müller nicht bereit, zu verraten, wo Hades sich aufhält. Doch auf Dauer kann er dem Druck nicht standhalten. Während er ansetzt, „Penderyn“ zu sagen, verzerrt sich sein Gesicht. Mit einem „Quizzzzz“ auf den Lippen bricht er zusammen, eine Flamme schlägt aus seinem Jackett, und es bleibt nur ein Häufchen Asche von ihm übrig: Offenbar lässt Hades bei seinen Leuten eine Art Sicherung gegen Verrat einbauen.

Unglücklicherweise gibt es vierundachtzig nach Dic Penderyn, dem 1831 hingerichteten Freiheitskämpfer, benannte walisische Ortschaften und darüber hinaus Unmengen von Straßen und Gaststätten.

Damit Hades nicht noch mehr in dem Originalmanuskript von Charles Dickens verändern kann, verbrennt Mycroft es. Über so viel Mut und Einfallsreichtum zeigt Hades sich amüsiert. Allerdings benötigt er jetzt ein anderes Originalmanuskript, um seinen Erpressungsversuch fortsetzen zu können. Seine Wahl fällt auf „Jane Eyre“. Das Manuskript liegt nach wie vor in einem Glaskasten im Haworth House. Unbemerkt von den Wachen dringt Hades dort ein. Nachdem das Glas der Vitrine unter seinem Handteller weich wie Gummi geworden ist, holt er das Manuskript heraus.

Rasch erfahren Thursday und Bowden, was geschehen ist. Bowden hat den Roman nie gelesen, und seine Kollegin erzählt ihm deshalb die Geschichte, während sie in Thursdays buntem Porsche zum Tatort rasen. Unterwegs geraten sie in einen Stau: Die Autofahrer halten, weil sich vor ihnen auf der Strecke eine Art Strudel gebildet hat, eine Zeitinstabilität. Thursday stürzt sich mit Bowden auf dem Beifahrersitz in das Loch. Auf dem weiteren Weg kommen sie in ein Krankenzimmer, in dem eine Patientin liegt, die wie Thursday aussieht: „Thursday. Er ist nicht tot!“, ruft Thursday. „Nimm den LitAg-Job in Swindon!“ Bowden bleibt stumm. Erst einige Zeit später sind sie wieder im Hier und Jetzt.

Ich dachte an mich in meinem Krankenbett. Hätte ich mich nicht gesehen, wäre ich nicht nach Swindon gekommen, und wäre ich nicht nach Swindon gekommen, hätte ich mir nicht dazu raten können. Mein Vater fand so etwas vermutlich ganz normal, doch mich machte der Gedanke ziemlich nervös. (Seite 288)

Endlich kommt jemand darauf, was Dr. Müller mit „Penderyn Quizzzzz“ gemeint haben könnte. Gwesty ist das walisische Wort für Hotel. Hades hat sein Quartier in dem seit den Sechzigerjahren leer stehenden Penderyn-Hotel in Merthyr Tydfil aufgeschlagen!

Während Bowden und Thursday überlegen, wie sie in die Volksrepublik Wales kommen, schickt Hades seinen Komplizen Hobbes durch das ProsaPortal nach Thornfield Hall. Er sieht dort eine in Lumpen gekleidete Frau mit zerzaustem Haar, die den Inhalt einer Petroleumlampe auf die Bettdecke gießt, unter der Rochester schläft. Er lässt Jane Eyre den Brand noch löschen, dann zwingt er sie mit vorgehaltener Pistole, ihm vorauszugehen. Gleich darauf tauchen die beiden im Rauchsalon des Penderyn-Hotels auf.

Zwanzig Sekunden nach Janes Eyres Entführung bemerkt die erste Leserin eine Veränderung in dem Roman: Während es in Rochesters Schlafzimmer noch brennt, dringt ein mysteriöser „Agent in Schwarz“ in Thornfield Hall ein. Gleich darauf bricht der in der ersten Person Singular geschriebene Roman unvermittelt ab. Vier Stunden nach der Entdeckung wendet sich der Vorsitzende der Brontë-Gesellschaft an den Premierminister.

Thursday und Bowden fahren in die Freihandelszone Abertawe. Bei früheren Einsätzen hat die Spezialagentin dort einen alten Buchhändler namens Manuskripte-Jones kennen gelernt. Er soll sie über die Grenze nach Merthyr Tydfil schmuggeln. Jones fühlt sich zu alt dafür, aber seine Assistentin Haelwyn erklärt sich dazu bereit.

Ohne große Überraschung zu zeigen, blickt Acheron Hades auf, als die beiden Agenten im Penderyn-Hotel erscheinen. Jack Schitt traf bereits vor ihnen ein. Er steht da mit einem Plasmagewehr der Goliath Corporation zum Abfeuern fein dosierbarer Mengen reiner Energie. Die Waffe funktioniert allerdings nicht, und inzwischen steht sogar fest, dass sie überhaupt nicht funktionieren kann. Deshalb will Jack Schitt mit Hilfe des ProsaPortals Waffen aus „Das Plasmagewehr auf dem Schlachtfeld“ holen. In dem Roman funktionieren sie nämlich. Gerade als Felix8 mit zwei Maschinenpistolen auf die Agenten schießt, taucht Thursdays Vater auf. Die Geschosse bleiben in der Luft hängen. Der vorübergehende Zeitstillstand erlaubt es Thursday, vor dem erstarrten Bowden einen Eichentisch aufzurichten und selbst in Deckung zu gehen.

Hades verschwindet mit der Gebrauchsanweisung durch das ProsaPortal in „Jane Eyre“. Schitt reißt die Maschine an sich. Aber Jane macht ihm klar, dass ihm das nichts nützen wird, solange er nicht auch über die Gebrauchsanweisung dafür verfügt. Sie will Jane nach Thornfield bringen, Hades ausschalten und mit der Gebrauchsanweisung zurückkommen. Sobald dann auch noch ihre Tante Polly aus dem Wordsworth-Poem befreit sei, könne Schitt die Gebrauchsanweisung haben. Der stimmt notgedrungen zu. „Süßer Wahn“ soll das Codewort sein. Sobald es im Roman auftaucht, will Mycroft das Tor wieder öffnen und sie herauslassen.

In Thornfield Hall klärt Thursday den Gutsbesitzer darüber auf, was geschehen ist und warnt ihn vor dem gefährlichen Verbrecher in der Nähe. Mrs Fairfax, die sich über Thursdays Frisur und Kleidung – Pferdeschwanz, Jeans – wundert, macht ein Bett für sie. Jane Eyre wird rund um die Uhr bewacht, ohne dass sie davon etwas merkt.

Bald findet die Spezialagentin heraus, dass Hades sich unter dem Namen Hedges in einem Gasthof in Millcote einquartiert hat. In dem Städtchen begegnet sie Mrs Nakijima und Mr Suzuki, zwei Japanern aus Osaka mit einer Nikon-Kamera. Mrs Nakijima kommt immer wieder mit zahlenden Touristen, die unbemerkt einen Blick auf Jane Eyre werfen möchten. Sie wisse nicht, wie sie es anstelle, aber sie könne einfach zwischen der Welt im Jahr 1985 und der Romanwelt hin- und herspringen, erklärt sie Thursday. Auf deren Warnung hin zieht sie es dann doch vor, diesmal auf ihr Honorar zu verzichten und mit Mr Suzuki gleich wieder zu verschwinden.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Thursday ist in der Kirche, als Jane Eyre und John Fairfax Rochester getraut werden sollen. Zur Zeremonie gehört, dass Pfarrer Wood dazu auffordert, eventuelle Ehehindernisse jetzt vorzubringen oder für immer zu schweigen. Da klärt Anwalt Briggs die Anwesenden darüber auf, dass Rochester bereits verheiratet ist. Tatsächlich lebt Bertha, Rochesters wahnsinnig gewordene Ehefrau, unter der Obhut von Grace Poole im Obergeschoss von Thornfield Hall.

Während Jane Eyre enttäuscht Thornfield verlässt, verschwindet Hades aus seinem Hotel in Millcote. Besorgt eilt Thursday nach Thornfield, doch keine der Wachen hat etwas Verdächtiges bemerkt. Die Agentin trifft auf Rochester, der angesichts der akuten Gefahr vorschlägt, dass sie ihm das Codewort nennt. Bevor sie es sich überlegen kann, hört sie den echten Rochester mit Pilot an der Haustür und begreift, dass Hades nur die Gestalt des Gutsbesitzers angenommen hatte, um sie zu täuschen. Der Verbrecher hält eine Kerze an ein aufgerolltes Papier – offenbar das Gedicht von William Wordsworth, in dem Polly noch immer gefangen ist. Auf diese Weise will er Thursday erpressen, das Codewort zu nennen. Plötzlich springt ihn die irre Mrs Rochester von hinten an und rammt ihm eine Schere zwischen die Schulterblätter. Er sinkt auf die Knie. Die Kerze fällt zu Boden und setzt einen frisch mit Wachs polierten Sekretär in Brand. Vor dem rasch um sich greifenden Feuer fliehen Hades, Bertha, Thursday und Rochester hinauf aufs Dach. Thursday bittet Rochester, das Codewort zu rufen, hat jedoch nicht bedacht, dass der Roman von Jane in der Ich-Form geschrieben ist und deshalb nur deren Erlebnisse darin auftauchen können. Hades gelingt es, die wie eine Furie auf ihn einstechende Verrückte vom Dach zu werfen. Das Codewort hat er natürlich gehört. Die Kugeln, die Thursday aus ihrer Automatikpistole auf ihn abfeuert, fängt er mit der bloßen Hand auf. Da überlegt die Agentin, warum Bertha ihn mit einer silbernen Schere verletzen konnte und erinnert sich an die Patrone aus Silber, die ihr der Vampirjäger Spike Stoker zusteckte. Damit erschießt sie Acheron Hades. Beim Einsturz der Dienstbotentreppe erhält sie einen Schlag auf den Kopf und kommt erst in Ferndean Manor, einem anderen Gut Rochesters, wieder zu sich. Rochester wurde von einem herabstürzenden Balken getroffen und erblindete dabei. Seine von Hades zerschossene Hand muss amputiert werden.

Unvermittelt glaubt Jane Eyre, Rochester zu hören. In Wirklichkeit steht Thursday unter ihrem Fenster und ruft mit verstellter Stimme nach ihr. Jedenfalls ändert Jane ihre Absicht, mit dem Geistlichen St. John Rivers, in dessen Haus sie Zuflucht gefunden hatte, nach Indien zu gehen, und sie kehrt nach Thornfield zurück. Thursday schafft es gerade noch, vor ihr einzutreffen und Rochester die Neuigkeit mitzuteilen. Als Jane ins Zimmer tritt und der Hund sie freudig begrüßt, tut Rochester deshalb zunächst so, als erkenne er sie nicht. Dann ruft er: „Was für eine Sinnestäuschung ist das? Welch süßer Wahn hält mich umfangen?“ Das Codewort! Im selben Augenblick kehrt Thursday zu Schitt, Mycroft und Bowden ins Penderyn-Hotel zurück. Gleich darauf eilt sie noch einmal durchs ProsaPortal, um Polly aus dem Gedicht „Daffodils“ zu holen. Mycroft begrüßt seine Frau und erkundigt sich eifersüchtig nach William Wordsworth.

Jetzt glaubt Jack Schitt endlich an der Reihe zu sein: Er legt das Buch „Das Plasmagewehr auf dem Schlachtfeld“ zusammen mit einer Handvoll Bücherwürmern in die Maschine. Sobald sich das Portal öffnet, greift er nach einem Plasmagewehr, achtet jedoch nicht auf Bowden, der ihn durch die Öffnung schubst und Mycroft ein Zeichen gibt, damit er das Portal wieder schließt und den Stecker zieht. Die beiden Männer zerstören die gefährliche Maschine.

Im letzten Augenblick will Thursday die Trauung von Daisy und Landen verhindern, aber in der Kirche fehlt ihr der Mut, Einspruch zu erheben. Da tritt Anwalt Briggs auf. Auch Mrs Nakijima ist da, und als Thursday zu ihr hinschaut, hebt sie lächelnd einen Zeigefinger an die Lippen. Briggs unterrichtet die Versammelten darüber, dass die Braut seit 20. Oktober 1981 rechtmäßig mit Murray Posh verheiratet ist und Landen deshalb nicht heiraten kann. Von den Hochzeitsgästen übel beschimpft, verlässt die Familie Mutlar die Kirche.

Von Mrs Nakijima erfährt Thursday, dass in Thornfield inzwischen zehn Jahre vergangen sind. Der abgebrannte Herrensitz wurde wieder aufgebaut, Jane und Rochester haben geheiratet und sind inzwischen bereits Eltern eines fünfjährigen Sohnes und einer kleinen Tochter, die übrigens den Namen Helen Thursday Rochester trägt. Mrs Nakijima und ihr Mann bewirtschaften das Haus, aber sie und der Gutsherr legen Wert darauf, dass sie von Jane im Roman nicht erwähnt werden.

Die geplatzte Hochzeitsfeier wird kurzerhand zur Verlobungsfeier von Landen und Thursday umfunktioniert. Getraut werden sie just an dem Tag, an dem auf der Krim der Frieden ausgerufen wird.

„Um das Honorar für die Glöckner zu sparen, erklärte mir Landen.“ (Seite 368)

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In seinem furiosen Roman „Der Fall Jane Eyre“ hat Jasper Fforde eine eigene Welt kreiert, in der das Parlament Gelder für die Entwicklung von Flugzeugen ohne Propeller ablehnt, die Menschen in Luftschiffen reisen, der Krimkrieg ins 131. Jahr geht, Rechenmaschinen mit Tausenden von Röhren und Relais lärmen, aber Klonen und Zeitreisen als normal gelten. In dieser Welt wird die Literatur für so wichtig gehalten, dass eine spezielle Geheimdienstorganisation Fälschungen und Diebstähle aufzuklären versucht.

Es geht zwar auch um Jane Eyre, aber die Hauptfigur von Jasper Ffordes Roman ist eine Spezialagentin, deren Onkel eine Maschine erfunden hat, die den Zugang in literarische Welten ermöglicht: Thursday Next.

Jedes der sechsunddreißig Kapitel beginnt pseudo-sachlich mit einem angeblichen Zitat. Erzählt wird von Thursday Next in der Ich-Form. Nur wenn Vorgänge für das Verständnis wichtig sind, die von ihr nicht erlebt werden, wechselt Jasper Fforde die Perspektive und schreibt in der dritten Person.

Mit überbordender Fabulierlust – launig Elemente des Agententhrillers und von Farce und Fantasy vermischend – erzählt Jasper Fforde eine ebenso fantasievolle wie mitreißende Geschichte, bei deren Lektüre der Leser außer Atem gerät. Hin und wieder setzt der Autor im Eifer noch eins drauf – auch wenn er dabei die „Logik“ des Romans bricht. Da findet zum Beispiel Jack Schitt im ProsaPortal ein Plasmagewehr, und später stellt sich heraus, dass statt des Buches „Das Plasmagewehr auf dem Schlachtfeld“ ein Gedichtband von Edgar Allan Poe (1809 – 1849) mit vertauschtem Schutzumschlag in der Maschine lag. – Auf jeden Fall hat Jasper Fforde eine intelligente Parodie auf Science Fiction Thriller geschrieben und damit ein außergewöhnliches Lesevergnügen geschaffen.

Jasper Fforde (*1961) stammt aus Wales und arbeitete jahrelang als Kameramann, bis er mit „The Eyre Affair“ eine Romanreihe über die Spezialagentin Thursday Next begann, die er mit „Lost in a Good Book“ und „The Well of Lost Plots“ fortsetzte. Sechsundsiebzig Verlage hatten das Manuskript des ersten Bandes abgelehnt, bevor es 2001 gedruckt wurde. Inzwischen gilt Jasper Ffordes Buchreihe in den angelsächsischen Ländern als Kult. Eine deutsche Übersetzung des ersten Bandes erschien 2004 unter dem Titel „Der Fall Jane Eyre“. Im November 2004 folgte der zweite Band: „In einem anderen Buch“. Der dritte Band („Im Brunnen der Manuskripte“) erschien im Juni 2005, der vierte („Es ist was faul“) im Oktober 2006 bei dtv.

 

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004
Textauszüge: © dtv

Charlotte Brontë: Jane Eyre

Jasper Fforde (kurze Biografie / Bibliografie)
Jasper Fforde: In einem anderen Buch
Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte

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