Arno Geiger : Unter der Drachenwand

Unter der Drachenwand
Unter der Drachenwand Originalausgabe Carl Hanser Verlag, München 2018 ISBN 978-3-446-25812-9, 480 Seiten ISBN 978-3-446-25938-6 (eBook)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Nach einer Verwundung an der Front und der Behandlung im Lazarett kommt der 23-jährige desillusionierte Gefreite Veit Kolbe aus Wien nach Mondsee, wo sein opportunistischer Onkel Johann als Postenkommandant amtiert. Im Nachbarzimmer ist eine junge "Reichsdeutsche" mit ihrem Säugling einquartiert. Veit und Margot kommen sich näher. Die verbitterte Quartierfrau rümpft die Nase über "den Wiener Drückeberger mit seiner reichsdeutschen Hure" …
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Kritik

In seinem Antikriegsroman "Unter der Drachenwand" zeigt Arno Geiger die Absurdität des Kriegs und rekonstruiert zugleich das Lebensgefühl der Menschen in den Kriegsjahren 1943/44. Dabei gibt er sich lediglich als Herausgeber von Auszügen aus Briefen und Tagebüchern, lässt also (fiktive) Zeitzeugen zu Wort kommen.
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Oskar Meyer, 1939 – 1944

Dem jüdischen Zahntechniker Oskar Meyer und seiner Ehefrau Wally werden am 1. Januar 1939 die Vornamen Israel und Sara aufgezwungen. Mit Drohungen bringt man sie dazu, „freiwillig“ ihr Haus in Wien aufzugeben und mit ihrem kleinen Sohn Georg („Georgili“) wegzuziehen. Zuflucht suchen sie in Budapest. Bernhard („Bernili-Bub“), den älteren der beiden Söhne, konnten sie noch rechtzeitig nach England schicken.

Im Sommer vor unserer Ankunft waren die meisten nicht ungarischen Juden von den Ungarn an die Deutschen ausgeliefert worden. Deshalb brauchten wir als erstes den Schutz einer wie auch immer gearteten Legalität. Bloß weg mit den uns in Wien aufgezwungenen Pässen, die auf der Vorderseite ein großes J trugen. Leider fehlte uns für gute Papiere das nötige Geld. Aber die Papiere eines ungarischen Juden, der die Mittel besessen hatte, sich arisieren zu lassen, beschaffte uns István.

Während der ersten Zeit arbeitete ich als Nachtwächter in der Vaterländischen Papierfabrik. Das Ende des Jahres 1943 erlebte ich als Handlanger in einer Getreidemühle auf der Insel Czepel. Dann quetschte ich mir beim Hantieren mit einer eisernen Schubkarre den den Nagel des kleinen Fingers ab, später begann die Fingerspitze zu vereitern. […] Seit einer Woche habe ich wieder Arbeit, bei Tungsram im Rohstofflager.

Anfang 1944 will Wally den Sohn Georg zur Sonntagsschule bringen. Aber dort kommen sie nie an. Oskar hofft zwar, dass sie wieder auftauchen, aber er wartet vergeblich und erhält auch keine Nachricht. Eine Nachbarin fragt nach Kleidung der beiden Vermissten. „Andere haben sie jetzt nötiger.“

Veit Kolbe, 1943

Der im Spätherbst 1943 am Dnjepr durch Granatsplitter verwundete Gefreite Veit Kolbe wird ins Saargebiet gebracht und dort am 2. Dezember in einem evakuierten und zum Lazarett umfunktionierten Pflegeheim operiert.

Der Bäckerjunge sagte, er habe von einem anderen Bäckerjungen gehört, der eine andere Heilanstalt beliefert habe, dort habe man omnibusweise Patienten hingeschafft, aber der Brotbedarf sei jeden Tag derselbe geblieben.

Als der 23-Jährige das Lazarett verlassen kann, kehrt er zu seinen Eltern nach Wien zurück, die er seit 15 Monaten nicht mehr gesehen hat. Vor mehr als fünf Jahren wurde er zum Militärdienst eingezogen. Obwohl er einen mehrere Monate langen Genesungsurlaub bewilligt bekommt, wird Veit auch weiterhin nicht zum Studium zugelassen. Dabei hatte er bereits im Juni 1938 die Matura mit Auszeichnung bestanden.

In Wien hält Veit es nicht lange aus. Deshalb fährt er am Neujahrstag 1944 zu seinem Onkel Johann – dem ältesten Bruder seines Vaters –, der in der Gemeinde Mondsee am gleichnamigen See im Salzkammergut als Postenkommandant amtiert und ihm ein Quartier bei Trude Dohm vermittelt, einer verbitterten Frau, deren Ehemann Max, ein Lackierermeister, als SS-Offizier im Generalgouvernement im Einsatz ist.

Im benachbarten Zimmer wohnt eine junge „Reichsdeutsche“ aus Darmstadt mit ihrer acht Wochen alten Tochter Lilo. Margot ist mit einem Soldaten aus Linz verheiratet, den sie schon längere Zeit nicht gesehen hat, weil er an der Ostfront kämpft. Inzwischen bedauert sie die Eheschließung, denn sie weiß, dass Ludwig nicht der Richtige für sie ist.

Kurt Ritler und Annemarie Schaller, 1943

Im Gasthof „Drachenwand“ im Nachbarort sind zwölf- und dreizehnjährige Schülerinnen einer Wiener Hauptschule einquartiert, die aus Sicherheitsgründen aufs Land geschickt wurden (Lager Schwarzindien). Veit lernt sowohl ihre Betreuerin kennen, die Lehrerin Margarete („Grete“) Charlotte Bildstein, als auch einige der Mädchen, zum Beispiel Annemarie („Nanni“) Schaller.

Nanni erhält Liebesbriefe von ihrem 17 Jahre alten Cousin Kurt Ritler aus Wien, der mit ihr auf demselben Bauernhof Wand an Wand aufwuchs. Zu Ostern will er mit ihr die Drachenwand am Mondsee besteigen. Kurz nachdem Nanni erfahren hat, dass Kurt die Reise zum Mondsee wegen eines militärischen Lehrgangs in Kledering absagen musste, verschwindet sie spurlos. Kurt schreibt ihr weiter Briefe, die vom Postenkommandanten aufbewahrt werden.

Jetzt schreibe ich dir weiterhin postlagernd und hoffe, dass du dich bald meldest. Und sei bitte nicht böse mit mir, ich schwör’s, ich wollte nach Schwarzindien kommen, obwohl mir bange war, weil der ältere Bruder von Ferdl gemeint hatte, die Sperren an den Bahnhöfen seien von Gendarmerie besetzt, und vor den Streifen in den Zügen müsse man sich besonders in acht nehmen. Das hätte mich nicht abgehalten. Aber der Lehrgang in Kledering wurde ganz kurzfristig angesetzt […].

Der Brasilianer, 1943/44

Veit Kolbe erfährt, dass es sich beim Gärtner nebenan um den Bruder seiner Quartierfrau handelt. Die beiden reden allerdings nicht miteinander. Er heißt Robert Raimund Perttes, aber alle nennen ihn nur den „Brasilianer“, weil er jahrelang in Südamerika lebte. Veit besucht ihn des Öfteren nachts im Gewächshaus. Weil er Orchideen züchtet, muss er in der kalten Jahreszeit darauf achten, dass das Feuer im Ofen nicht ausgeht.

Unvorsichtigerweise sagt der Brasilianer vor mehreren Zeugen, er sehne sich zurück nach Rio de Janeiro, denn es falle ihm schwer, unter Menschen zu leben, die glaubten, sie seien von Haus aus etwas Besseres.

„In Brasilien vermischen sich die Rassen ganz selbstverständlich. Dort gibt es viele Mischlinge, das ist dort normal. Wer bei der Einschätzung von Menschen Rasse zur obersten Kategorie erhebt, höher als jede andere menschliche Eigenschaft, Intelligenz, Geist, Takt, Talent, gibt keinen Beweis seiner Überlegenheit.“

Als er dann auch noch Ende März eine beleidigende Äußerung über den Propagandaminister macht, wird er festgenommen. Am nächsten Tag werfen Unbekannte einige Scheiben des Gewächshauses ein und zerschlagen der zurückgelassenen Hündin das Rückgrat. Veit und Margot kümmern sich um das schwer verletzte Tier, das sich kaum noch bewegen kann – bis Max Dohm es während eines Kurzurlaubs erschießt.

Das in Linz tagende Sondergericht Wien verurteilt Robert Perttes zu sechs Monaten Zuchthaus.

Veit und Margot, 1944

Veit und Margot kommen sich näher. Sie schlafen miteinander, und Margot klärt den unerfahrenen Liebhaber unbekümmert über ihre Vorlieben im Bett auf.

[…] war ich froh, dass die Bekanntschaft zwischen Margot und mir klappte. Ich staunte immer, wenn ich mir diese junge Frau aus Hessen vergegenwärtigte, die in meinen Armen vor Erregung zitterte.

Schließlich muss Veit zur Nachmusterung nach Wien. Er wird zunächst „feldtauglich“ geschrieben, erreicht aber durch die Konsultation eines verständnisvollen Facharztes eine erneute Zurückstellung und kehrt zu Margot zurück.

Der Postenkommandant missbilligt die Beziehung seines Neffen mit einer verheirateten Frau; die Stimmen im Ort werden lauter, die meinen, der Gefreite würde sich „im Bett der Darmstädterin vor dem Feld der Ehre drücken“, und die Quartierfrau rümpft die Nase über „den Wiener Drückeberger mit seiner reichsdeutschen Hure“.

Veit, Oktober – Dezember 1944

Am 15. Oktober 1944, einen Tag vor dem ersten schweren Luftangriff auf Salzburg, kehrt der Brasilianer aus dem Gefängnis zurück. Zwei Monate Haft wurden ihm erlassen.

Zwei Soldaten – Ludwig Holzer und Franz Wenig –, die einen Kurzurlaub zum Bergsteigen nutzen, finden in der sogenannten Hochstelle der Drachenwand eine bereits skelettierte Leiche. Bei der Toten handelt es sich um die vermisste Annemarie Schaller. Das Mädchen muss gleich nach seinem Verschwinden vom Grat der Drachenwand abgestürzt sein.

Im November wird das Lager Schwarzindien aufgelöst. Die Mädchen, die nicht zu ihren Eltern nach Wien zurückkehren, kommen in die Lager Stern bzw. Stabauer.

Am selben Tag erfährt Veit, dass der Brasilianer erneut verhaftet werden soll, weil ihn sein Schwager wegen des Hörens ausländischer Sender angezeigt hat. Da nimmt Veit die Pistole, die Margots Ehemann auf dem polnischen Schwarzmarkt erworben und ihr mitgegeben hatte. Er denkt:

Der totale Krieg war ein totaler Betrug. Vor allem die Einberufung der Buben mit Pfirsichflaum auf den Wangen enthüllte auch im Hinterland in grausamer Deutlichkeit, wie wahnwitzig und menschenfeindlich die Firma für Blut und Boden agierte, jederzeit bereit, völlig sinnlose Opfer zu fordern.

Als gänzlicher Opportunist war der Onkel das größte Arschloch von allen. Sein Hauptinteresse bestand darin, keinen Ärger zu bekommen und für sich selbst möglichst viele Vorteile herauszuschlagen […].

Veit bewahrt den Brasilianer vor der erneuten Festnahme, indem er seinen Onkel erschießt. Nachdem sie die Leiche in ein Gebüsch gezerrt haben, bedankt sich der Brasilianer bei seinem Retter und taucht unter. In einem Versteck habe er einen Vorrat an getrocknetem Obst und Gemüse, der für ein halbes Jahr reiche, sagt er zum Abschied.

Ganz schlau wurden die Behörden aus dem Tod des Onkels nicht. Es war festgestellt worden, dass er mit einer Pistole erschossen worden war. Woher der Brasilianer plötzlich eine Pistole genommen haben sollte, konnte sich niemand erklären, trotzdem wurde davon ausgegangen, dass er der Täter war.

Mehr als ein Jahr nach seiner Verwundung muss Veit sich erneut in Wien melden. „Kriegsverwendungsfähig Feld“ lautet das Ergebnis der Untersuchung. Immerhin erhält Veit noch einen Aufschub des Marschbefehls zur Front, der es ihm erlaubt, noch einmal zwei Tage mit Margot in Mondsee zu verbringen.

Als Veit fragt, welche Chancen Margot ihrer Liebesbeziehung gebe, antwortet sie ohne Zögern: „Hundert Prozent“.

Also klärten wir alles Wichtige. Wenn alles zusammenbricht – wo sehen wir uns? Wie finden wir einander? Wo ist unser Treffpunkt? Welches unsere Kontaktadresse? Ich sagte, Margot solle an meine Schwester in Graz schreiben, an Inge, und ich schreibe an ihre Mutter in Darmstadt.

Nachbemerkungen

Veit Kolbe kehrte Mitte Dezember 1944 zu seiner Einheit zurück, von der er sich im April 1945 in der Gegend von Schwerin absetzte. Das Kriegsende erlebte er in Mondsee. Er und Margot heirateten 1946 nach Margots Scheidung. Die beiden hatten neben Lilo zwei gemeinsame Kinder, Robert und Klärchen. 1953 beendete Veit Kolbe ein Studium der Elektrotechnik, unmittelbar darauf verbrachte er für Siemens zwei Jahre in Afghanistan beim Kraftwerksbau in Sarobi. Für mindestens ein Jahr waren auch Margot und die Kinder in Afghanistan. Später lebte die Familie Kolbe in Wien. Veit Kolbe arbeitete bei einem Energieunternehmen, Margot Kolbe bei einer Versicherung. Veit Kolbe starb am 3. Juni 2004, Margot Kolbe ist zum Zeitpunkt, da ich dies schreibe, fünfundneunzig Jahre alt.

Justus Neff, Margot Kolbes Vater, fiel im März 1945 in Schlesien. Lore Neff, Margots Mutter, starb 1961 an einem unzureichend behandelten Diabetes. Der Todesanzeige ist zu entnehmen, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes fünf Enkel hatte: Lilo, Robert, Klärchen, Adam und Hanne.

Robert Raimund Perttes, der Brasilianer, erlebte das Kriegsende in Zell am See, seine erste Postadresse nach dem Krieg war der Gasthof Auerwirt. Der Tod des Mondseer Postenkommandanten konnte ihm nicht angelastet werden, weitere Ermittlungen verliefen im Sand. Im März 1948 wanderte Robert Raimund Perttes erneut nach Brasilien aus. […]

Trude Dohm, die Quartierfrau, und ihr Mann gingen nach dem Krieg nach Freising. Von einem Gesinnungsgenossen hatte Max Dohm die Übernahme eines verwaisten Elektro- und Radiogeschäfts angeboten bekommen. Trude Dohm starb am 28. Jänner 1953 in der Heil- und Pflegeanstalt Haar bei München an einer erst in den letzten Lebenswochen diagnostizierten Syphilis im Quartärstadium. Ihr Mann lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1981 in Freising. […]

Margarete Bildstein, die Lagerlehrerin des Lagers Schwarzindien, übernahm im Jänner 1945 das Lager Hotel Post in Weißenbach am Attersee. Nach dem Krieg arbeitete sie als Lehrerin in Wien. Sie war nie verheiratet, keine Kinder. Im Jahr 2008 starb sie, neunundachtzigjährig, in Kirchberg am Wagram.

Kurt Ritler wurde am 21. April 1945 als Panzergrenadier auf Königstiger während des Rückzugs westlich von Hamburg bei einem Fliegerangriff am rechten Oberarm verwundet. Er hatte sehr starken Blutverlust mit Bewusstlosigkeit. Am 2. Mai 1945 wurde er in Horsens, Dänemark, in die Krankensammelstelle eingeliefert. […] dass Kurt Ritler unter dem Namen Kurt Ritter, geb. 23. April 1927, am 2. Mai 1945 in der Krankensammelstelle Horsens gestorben war. Der Schreibfehler im Namen war bis dahin niemandem aufgefallen. Kurt Ritler ist auf dem Horsens Kirchhof – B. 514 – begraben. […]

Oskar Meyer, alias Sándor Milch alias Andor Bakos, wurde im März 1945 während eines Transports in Richtung KZ Mauthausen ermordet. Die Männer, die ihm ausreichend Nahrung vorenthalten und seine Leiche in die Donau geworfen hatten, wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Wally und Georg Meyer waren bereits 1944 in Auschwitz ermordet worden. Über das weitere Leben des nach England in Sicherheit gebrachten Sohnes Bernhard weiß ich nichts. […]

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In seinem Antikriegsroman „Unter der Drachenwand“ zeigt Arno Geiger die Absurdität des Kriegs und rekonstruiert zugleich das Lebensgefühl der Menschen in den Kriegsjahren 1943/44, in denen die meisten bereits ahnten, dass das Deutsche Reich nicht mehr zu retten sein würde, andere sich jedoch an Hoffnungen klammerten.

Walter Kempowski stellte aus einer Sammlung von Briefen und Tagebucheintragungen, Fotos, Schlagertexten, Zeitungsmeldungen, Auszügen aus Wehrmachtsberichten, diplomatischen Depeschen, Friedhofsregistern und anderen historischen Dokumenten das zehnbändige „kollektive Tagebuch“ mit dem Titel „Echolot“ zusammengestellt. Arno Geiger übernimmt diese Idee in „Unter der Drachenwand“, allerdings mit vermutlich weitgehend fiktiven Nachlässen von Zeitzeugen. In den „Nachbemerkungen“ gibt er sich als Herausgeber aus, um Authentizität vorzutäuschen. Als Autor hat er sich ausgeblendet. Statt zu erzählen, reiht Arno Geiger Auszüge aus Briefen und Tagebüchern aneinander und lässt auf diese Weise mehrere Figuren in der Ich-Form zu Wort kommen. Neben dem desillusionierten Soldaten Veit Kolbe sind das der Wiener Schüler Kurt Ritler, Margots in Darmstadt lebende Mutter Lore Neff – und der aus Wien vertriebene jüdische Zahntechniker Oskar Meyer – dessen Biografie in keiner Weise mit den anderen verflochten ist. Weil Arno Geiger so tut, als seien alle Texte aus den Vierzigerjahren, wissen die „Autoren“ auch nicht mehr, als damals möglich war. In „Unter der Drachenwand“ tauchen zwar auch Täter und Mitläufer auf, aber nur am Rand und eher klischeehaft. Ihre Sicht der Dinge spart Arno Geiger bewusst aus.

„Unter der Drachenwand“ ist ein unprätentiöser Roman ohne Effekthascherei. Arno Geiger gelingt es, sich in die Figuren einzufühlen. Eine Besonderheit ist nicht zuletzt der Schrägstrich, den Arno Geiger immer wieder anstelle eines Absatzwechsels einsetzt, zum Beispiel in Dialogen, aber auch sonst im Text.

Den Roman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger gibt es auch als Hörbuch, gelesen von Torben Kessler, Michael Quast, Cornelia Niemann und Torsten Flassig (ISBN 978-3-8449-1786-4).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2018
Textauszüge: © Carl Hanser Verlag

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