Elisabeth Florin : Merano mortale

Merano mortale
Merano mortale Originalausgabe Emons Verlag, Köln 2022 ISBN 978-3-7408-1319-2, 267 Seiten
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Ispettore Emmenegger, der neue kommissarische Leiter der Mordkommission in Meran, hat mit Hilfe seiner Kollegin Eva Marthaler den ersten Fall aufzuklären: Jemand hat die für Kreditgeschäfte zuständige Direktorin der Cassa Popolare Meran erschlagen ...
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Kritik

Elisabeth Florin bietet mit "Merano mortale" eine unterhaltsame Lektüre, denn sie sorgt nicht nur für Spannung, Irreführung und überraschende Wendungen, sondern unterfüttert den Kriminalroman auch mit Lokalkolorit, Komik und Humor.
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Ispettore Emmenegger

Bevor Commissario Luciano Pavarotti bei der Polizia di Stato in Meran ausschied und mit seiner Verlobten Lissie von Spiegel nach Königstein im Taunus zog, sorgte er noch dafür, dass der 52-jährige Ispettore Amadeus Emmenegger zumindest kommissarisch sein Nachfolger als Leiter der Mordkommission wurde.

Von seinem Vorgänger hat Emmenegger auch die Sorge für dessen Adoptivsohn übernommen, Elsbeth Hochleitners verwaisten Enkel Justus Hochleitner – und damit zugleich für dessen besten Freund Paul Tschugg, der mit ihm in der von Justus geerbten, zum Jugendtreff umfunktionierten Fremdenpension Nikolausstift in Meran wohnt.

Pauls Mutter verschwand, als er vier Jahre alt war, und 13 Jahre später ließ ihn sein kleinkrimineller Vater in die Psychiatrie einliefern. Inzwischen ist Paul 22 Jahre alt und Stipendiat der Schauspielschule Meran. Aber als ihm nicht nur bewusst wird, dass er schwul ist, sondern auch, dass er sich in seinen Freund verliebt hat, endet das mit Justus‘ überstürzter Abreise nach Deutschland. Statt in Bruneck will er in Frankfurt/Main studieren. Die Trennung wirft Paul aus der Bahn; er fliegt von der Schauspielschule und beginnt, Taxi zu fahren.

Der Witwer Emmenegger ist ebenfalls verliebt, aber das gesteht er sich kaum selbst ein, und er tut alles, damit es seine 15 Jahre jüngere Kollegin Eva Marthaler nicht merkt. Dass sie schon lange auf Avancen von ihm wartet, ahnt er nicht. Ihr Vater wäre allerdings entsetzt über eine Liebesbeziehung seiner Tochter mit dem Ispettore, weniger wegen des Altersunterschieds, sondern vor allem, weil er Polizisten zu den armen Schluckern zählt.

Sein erster Mordfall

Am 21. März 2021 wird Lisa Granellis Leiche auf dem Hundeplatz in Oberlana gefunden. Die 61-Jährige war als eines der fünf Direktionsmitglieder der Cassa Popolare Meran für das Kreditgeschäft zuständig. Zufällig wohnte sie im selben Haus wie Ispettore Emmenegger, direkt unter ihm. Als Todesursache nimmt Dr. Sara Landers, die Leiterin der Gerichtsmedizin in Bozen, einen kräftigen Schlag mit einem Gegenstand an, der mit einer fünf Zentimeter im Durchmesser großen Fläche auftraf.

Emmenegger und Eva Marthaler suchen Leo Granelli in seiner Parfümerie in den Lauben auf, um ihn zu befragen. Der 66-jährige Witwer berichtet, dass sich seine Frau nach dem Tod des Sohnes Udo völlig verändert habe. Am 21. Dezember 2007 kam es zu einem heftigen Streit, weil der 15-Jährige sich als schwul geoutet hatte und die Mutter das verabscheute. Aufgewühlt verließ Udo die Wohnung. Er war offenbar auf einem als Treffpunkt von Schwulen bekannten Parkplatz im Vinschgau. Noch in der Nacht entdeckte der Fahrer eines Streufahrzeugs die Leiche des Jungen im Straßengraben. Jemand muss ihn überfahren haben, aber der Fall wurde nie aufgeklärt. Vielleicht gab sich Lisa Granelli mehr oder weniger unbewusst die Schuld am Tod ihres Sohnes. Jedenfalls ertrug ihr Mann den Zorn der verbitterten Frau nicht lange. Als sein Bruder zwei Jahre nach Udo starb und ihm die Parfümerie vererbte, gab Leo Granelli seinen Beruf als Mathematiklehrer auf, verließ seine Frau und übernahm den Laden mit der darüber liegenden Wohnung.

Bei der von Generaldirektor Anton Pircher geleiteten Cassa Popolare Meran kannte Lisa Granelli kein Pardon für säumige Kreditnehmer. Sobald jemand mit den Monatsraten in Verzug kam, stellte sie die gesamte Summe fällig, auch wenn dies Privatpersonen ruinierte und Unternehmen in die Insolvenz trieb. Dabei kooperierte sie mit der Immobiliengesellschaft Realito in Ruggell/Liechtenstein, die bei Zwangsversteigerungen zum Zug kam.

Die polizeilichen Ermittlungen ergeben, dass zu den Betroffenen auch Rainer und Maria Renner gehören. Für die Erweiterung und Neugestaltung des Wellness-Bereichs im Hotel Rennerhof in Obermais nahmen sie im Sommer 2019 bei der Cassa Popolare Meran einen Kredit auf. Die Umbauten waren im März 2020 abgeschlossen – als die Corona-Pandemie für einen Geschäftseinbruch sorgte. Weil das Ehepaar Renner dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geriet, kündigte Lisa Granelli den Kredit – aber bisher ist noch nichts weiter geschehen.

Das Clubhaus der Flying Taifl

Ispettore Emmenegger wundert sich, als er den Unterlagen entnimmt, dass Hellmut Landauer („Hellboy“), sein bester Freund, bei der Cassa Popolare Meran einen Kredit über 50.000 Euro aufnahm und als Sicherheit das Clubhaus der Rockergruppe Flying Taifl in Marling einsetzte.

Das marode Gebäude, ein pleite gegangenes Romantikhotel, wurde von Luis Heiliger („Santiago“), dem Präsidenten des Motorradvereins, günstig erworben.

Von seinem Freund zur Rede gestellt, gibt Hellboy zu, den Kredit aufgenommen zu haben ohne Santiago etwas davon zu sagen. Weil der Präsident mit den Finanzen nichts zu tun haben will und Hellboy alleinvertretungsberechtigt für den Club handeln kann, war das nicht weiter schwierig. Hellboy benötigte das Geld, weil sein elfjähriger Enkel Robin schwer an Corona erkrankt war und nach der Behandlung auf der Intensivstation des Tappeiner Krankenhauses in ein teures Lungensanatorium in Luzern gebracht wurde. Dort starb er allerdings im Dezember 2020.

Die Cassa Popolare Meran hatte die Immobilie mit dem wertlosen Clubhaus ohne weiteres als Sicherheit akzeptiert, weil das Grundstück für die Verlegung der Anschlussstelle Marling zur Schnellstraße von Meran nach Bozen benötigt wird und die Gemeinde deshalb bereit wäre, Millionen dafür zu zahlen. Aber als Hellboy anonyme Briefe mit Drohungen für den Fall eines Kaufvertragsabschlusses erhielt, kam das Geschäft nicht zustande, und Hellboy konnte die dritte Rate nicht mehr zahlen. Daraufhin kündigte Lisa Granelli am 1. März 2021 den Kredit und plante die Versteigerung der Immobilie für 15. April.

Emmenegger unter Mordverdacht

Claudio Branga, der 42-jährige Polizeipräsident von Meran, zieht Ispettore Emmenegger von dem Mordfall ab und beauftragt Eva Marthaler mit der Leitung der Ermittlungen. Grund ist eine anonyme Mail, in der Emmenegger beschuldigt wird, korrupt zu sein und die Mitwisserin Lisa Granelli erschlagen zu haben. Als Beweis ist ein Foto beigefügt, das Emmenegger mit Emilio Scurese an der Theke im „Burggraf“ zeigt. Bei der Polizei ahnt man, dass der Wirt Emilio Scurese nicht der wahre Besitzer der als Geldwaschanlage benutzten Spelunke ist, sondern nur der Strohmann eines Mailänder Drogenbosses.

Es verwundert Emmenegger, dass der Polizeipräsident ausdrücklich sein Bedauern ausspricht:

„Mir ist klar, dass Sie ein Problem mit Vorgesetzten haben. Mit Führung insgesamt. […] Sie halten sich nicht an die Regeln. Der Umgang mit Ihnen ist anstrengend. Äußerst anstrengend. Aber das bin ich bereit in Kauf zu nehmen. Wir haben in unserer Polizei zu viele Sesselfurzer und Prinzipienreiter. Unorthodoxe Ermittler wie Sie sind rar. Wenn alle so wären wie Sie, würde die Polizeitruppe auseinanderbrechen. Aber einen von Ihrer Sorte halten wir schon aus.“

Auf dem „Beweisfoto“ ist hinter Emmenegger und Scurese eine Überwachungskamera zu erkennen. Um an die gespeicherten Aufzeichnungen zu kommen, gibt sich Paul im „Burggraf“ als Sohn des Polizeipräsidenten Claudio Branga und Leiter der Abteilung Interne Ermittlungen aus. Angeblich liegt bei der Polizei in Bozen ein von der Überwachungskamera im „Burggraf“ aufgenommenes Foto, auf dem Ispettore Emmenegger bei einer Schmiergeldübergabe zu sehen ist.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Showdown (Spoiler)

Wie erwartet, offenbart die Aufzeichnung, wer Emmenegger mit Emilio Scurese an der Theke im „Burggraf“ geknipst hat. Es handelt sich um den Privatdetektiv Karl („Charlie“) Trimmer, der Emmenegger hasst, weil der vor einiger Zeit dafür sorgte, dass Charlie die Flying Taifl verlassen musste.

Charlie ist abgetaucht. Die Polizei leitet eine Fahndung ein.

Als Amadeus Emmenegger mit dem Motorrad unterwegs ist, reißt Charlie plötzlich die Fahrertür eines geparkten Autos auf, bringt ihn zu Fall, betäubt ihn mit Chloroform und entführt ihn auf eine Jagdhütte seines verstorbenen Vaters Julius Trimmer, des Herausgebers der Zeitung „Der Südtiroler“, an der Südflanke der Mutspitze.

Mit einer Audiodatei wendet er sich am 24. März an den Polizeipräsidenten Claudio Branga, teilt ihm mit, dass er den Ispettore in seiner Gewalt habe und fordert ihn auf, die Fahndung einzustellen.

Die Jagdhütte brennt, als Eva Marthaler sie erreicht. Durch ein eingeschlagenes Fenster klettert sie hinein und zieht den bewusstlosen, durch einen Schuss am Bein Verletzten ins Freie.

Charlie, der den Polizeihubschrauber gehört hat und zur Hochmuth-Seilbahn fliehen will, stößt auf dem Vellauer Felsenweg auf Hellboy, der zur Trimmer-Hütte unterwegs ist. Als Hellboy einem Schuss ausweicht, rutscht er ab und kann sich gerade noch an einer Felskante festklammern. Kurz darauf reißt eine Gerölllawine Charlie in den Abgrund – und Hellboy wird vom Hubschrauber gerettet.

Bergretter bringen auch Emmenegger ins Tappeiner Krankenhaus in Meran, wo er nach zwei Tagen aus dem Koma erwacht.

Auflösung? (Spoiler)

Die Ermittlungen ergeben, dass Charlie für Lisa Granelli arbeitete. Die Sparkassen-Direktorin konspirierte beispielsweise mit einem Unternehmen, das die Spelunke „Burggraf“ abreißen und auf dem wertvollen Grundstück neu bauen wollte. Weil Emilio Scurese jedoch nicht bereit war, über einen Verkauf der Immobilie zu verhandeln, beauftragte Lisa Granelli den Privatdetektiv, sich dort umzusehen und nach Möglichkeit etwas zu finden, mit dem sie Druck hätte ausüben können. Als Charlie dann den Ispettore mit dem vermutlich von der Mafia eingesetzten Wirt an der Theke sah, knipste er ein Foto.

Charlie hatte auf Geheiß seines inzwischen an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorbenen Vaters Julius Trimmer Jura studieren müssen. Als er im Dezember 2007 zum wiederholten Mal in einer Klausur versagte, kam es zu einem heftigen Streit. Charlie ergriff die Autoschlüssel seines Vaters und raste mit dessen Porsche los. Nachdem er auf der vereisten Straße einen Passanten überfahren hatte, rief er in der Verzweiflung seinen Vater an. Der riet ihm, den Schwerverletzten – der später an inneren Blutungen starb – in den Straßengraben zu ziehen und nach Hause zu kommen. Dem Zeitungsherausgeber kam es nur darauf an, nicht mit dem Unfall in Verbindung gebracht zu werden.

Dass Lisa Granelli lange Zeit ahnungslos mit dem Mann konspirierte, der 2007 ihren Sohn Udo totgefahren hatte, ist eine Kapriole des Schicksals. Aber vor kurzem fand sie es wohl heraus – und wurde deshalb von Charlie erschlagen.

Der Journalist Magnus Braunhofer berichtet in der Zeitung „Der Südtiroler“ ausführlich über die ebenso gefährliche wie erfolgreiche Ermittlungsarbeit des Ispettore Emmenegger und weist darauf hin, dass damit beide Kapitalverbrechen Karl Trimmers aufgeklärt seien. „Charlie“ habe sowohl Udo Granelli als auch dessen Mutter Lisa auf dem Gewissen.

Emmeneggers Erkenntnis (Spoiler)

Emmenegger liegt am 11. April noch im Krankenhaus. Er ruft Leo Granelli an, aber obwohl es innerhalb der Öffnungszeitungen der Parfümerie geschieht, hebt niemand ab. Da klickt es beim Ispettore. Plötzlich erinnert er sich an ein Foto, auf dem Leo Granelli einen Hund neben sich hatte. Dabei behauptete er, gegen Hundehaare allergisch zu sein und deshalb die verwaiste Hündin seiner Frau nicht übernehmen zu können.

Emmenegger würde gern rennen. Aber dazu ist er ein paar Wochen zu früh dran. Oder zu spät – wie man’s nimmt.
Eine Mischung aus Hüpfen und Hinken ist alles, wozu er momentan in der Lage ist.
[…] Er ähnelt einer riesigen verletzten Krähe, die versucht, sich in die Lüfte zu schwingen.
Die Laubengasse ist voller Passanten. Die Leute bleiben stehen, um dieser seltsamen Erscheinung hinterherzustarren, die im Bademantel und in Badelatschen durch Merans Fußgängerzone wankt.
[…] Ihn interessiert bloß die Zeit und dass sie wahrscheinlich schneller ist als er.

Zu spät erreicht Emmenegger die Parfümerie. Die Tür ist verschlossen. Aber er kann durch ein offenes Fenster hineinklettern. Leo Granelli ist tot. Emmenegger ruft die Carabinieri an.

Bevor die Polizisten eintreffen, findet er einen Abschiedsbrief, in dem Leo Granelli gesteht, seine Frau erschlagen zu haben. In ihrem Hass hatte sie gedroht, seine Existenz zu zerstören. Sie wusste, dass 2009 ein Mädchen mit einer Lyral-Allergie an einem seiner selbst komponierten Parfums gestorben war. Das wollte sie in die Öffentlichkeit bringen. Der Stößel, mit dem Leo Granelli zugeschlagen hatte, liegt in einer Schublade. Emmenegger lässt sowohl das Geständnis als auch die Mordwaffe verschwinden und schweigt.

Epilog

Drei Wochen später besuchen Amadeus Emmenegger und Eva Marthaler eine Aufführung der Bühnenfassung des Romans „Das Parfüm“ von Patrick Süskind im Stadttheater Meran. Paul Tschugg, der an die Schauspielschule zurückkehren durfte, spielt die Hauptrolle.

Emmenegger hat Lampenfieber, denn am nächsten Tag ist er bei Evas hochnäsigen Eltern zum Brunch eingeladen.

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In „Commissario Pavarotti probt die Liebe“, ihrem fünften Kriminalroman, lässt Elisabeth Florin den bisherigen Leiter der Mordkommission in Meran nach Königstein im Taunus ziehen. Und ihr sechstes Buch, „Merano mortale“, dreht sich nun um seinen Nachfolger Ispettore Amadeus Emmenegger.

Auf ihrer Website schreibt Elisabeth Florin über die neue Hauptfigur:

Anders als Pavarotti ist Emmenegger kein Italiener, sondern Südtiroler – in Meran geboren und aufgewachsen. Entsprechend bodenständig und im Land verwurzelt ist der Mann. Emmenegger ist ein Dickschädel, dem es schwerfällt, Autoritäten zu akzeptieren. Dem Neuen am Meraner Kornplatz geht es nicht um Recht, sondern um Gerechtigkeit. Der Dienstweg? Die Meinung von Vorgesetzten? Das alles ist Emmenegger schnurzegal.

Elisabeth Florin bietet mit „Merano mortale“ eine unterhaltsame Lektüre, denn sie sorgt nicht nur für Spannung, Irreführung und überraschende Wendungen, sondern unterfüttert den Kriminalroman auch mit Komik und Humor. Die Komplexität der Zusammenhänge ist genau richtig dosiert, und der Aufbau der vom 20. März bis 11. April [2021] in Meran spielenden, chronologisch entwickelten Handlung ist gut durchdacht. Die Figuren und Szenen wirken farbig und lebendig. Das gilt vor allem auch für die gleich zu Beginn im Vorgriff auf Seite 249f geschilderte Szene. Elisabeth Florins Darstellung ist stringent und temporeich. Und wer schon einmal in Meran und Umgebung war, wird einiges in „Merano mortale“ wiedererkennen.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2022
Textauszüge: © Emons Verlag

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