Philip Kerr : Das Janusprojekt

Das Janusprojekt

Philip Kerr

Das Janusprojekt

Originalausgabe: The One from the Other Putnam, New York 2005 Das Janusprojekt Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann Wunderlich Verlag, Reinbek 2007 ISBN: 978-3-8052-0845-1, 446 Seiten, 19.90 € (D) Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek 2009 ISBN: 978-3-499-24607-4, 446 Seiten, 9.95 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Anders als die meisten Deutschen verdrängt der Privatdetektiv Bernie Gunther in der Nachkriegszeit nicht die jüngste Vergangenheit, sondern setzt sich mit seiner Schuld auseinander. Eine attraktive Frau beauftragt ihn, Beweise für den Tod ihres Ehemanns, des Kriegsverbrechers Friedrich Warzok, zu suchen, damit sie wieder heiraten kann. Gunther ahnt nicht, dass er mit der Annahme des Auftrags Opfer einer mörderischen Intrige wird ...
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Kritik

Philip Kerr vermischt in "Das Janusprojekt" Fiktion und Fakten. Es handelt sich um einen komplexen und ambitionierten, zynischen und spannenden Kriminalroman. Allerdings ist vieles davon nicht glaubwürdig.
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Als der Erste Weltkrieg ausbrach, war Bernhard („Bernie“) Gunther achtzehn Jahre alt und wurde eingezogen.

Seine Ehefrau kam bei der Grippe-Pandemie 1918 ums Leben.

Er fing nach dem Krieg bei der Polizei in Berlin an und wurde Kriminalkommissar. Dass er 1934 beim Überfall eines SA-Trupps auf Juden [Judenverfolgung im „Dritten Reich“] nicht einschritt, wirft er sich heute noch vor. Als die verschiedenen Polizeiverbände der Länder 1936 zentralisiert und Heinrich Himmler unterstellt wurden, quittierte Bernie Gunther den Dienst und wurde wegen seiner oppositionellen Haltung ein paar Wochen lang von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.

Nach seiner Entlassung eröffnete Bernie Gunther zusammen mit seinem Kollegen Bruno Stahlecker eine Privatdetektei in Berlin.

Im September 1937 lässt ihn SS-Sturmbannführer Dr. Franz Six ins Hohenzollernpalais rufen. Im Büro des für die Auswanderung von Juden zuständigen Referatsleiters im Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS trifft Gunther auch auf Paul Begelmann. Offenbar hat Six den jüdischen Eigentümer mehrerer Autohäuser in Deutschland dazu gebracht, seiner Emigration nach Palästina zuzustimmen und dort eine Vertretung seiner Firma einzurichten. Gunther soll vorab nach Jaffa reisen, eine Kiste mit Wertsachen hinschaffen, Konten bei der Anglo-Palestine Bank einrichten und einen Immobilienmakler mit der Suche nach einem für den Geschäftsmann geeigneten Haus beauftragen. Obwohl Gunther nicht wohl dabei ist, weil er annimmt, dass Begelmann massiv unter Druck gesetzt wurde und Six einen großen Teil seines Besitzes überlassen muss, nimmt er den gut bezahlten Auftrag an.

In der letzten Septemberwoche soll er mit zwei Agenten des Referatsleiters nach Palästina reisen.

Kurz zuvor taucht Gerhard Flesch von der Gestapo bei Bernie Gunther in der Detektei auf. Flesch weiß, dass Franz Six sich am Besitz jüdischer Auswanderer bereichert, hat aber dafür noch keine Beweise. Und er kennt Gunthers Auftrag. Der Privatdetektiv soll durch die Ausspähung der beiden Agenten während der Reise Belastungsmaterial gegen Six sammeln. Gunther wagt es nicht, ein Ansinnen der Gestapo abzulehnen.

Mit dem Zug reist er in die rumänische Hafenstadt Constanza, wo er zusammen mit Oberscharführer Herbert Hagen und Hauptscharführer Adolf Eichmann an Bord des Dampfers „Romania“ geht, der sie nach Palästina bringt. Während Gunther problemlos ein Visum für dreißig Tage bekommt, dürfen Hagen und Eichmann nur vierundzwanzig Stunden im Land bleiben. In der kurzen Zeit können sie ihren Auftrag, mit der zionistischen Untergrundorganisation Haganah und dem 1921 von den Briten ernannten Großmufti Hadsch Amin über eine Zusammenarbeit zu verhandeln, nicht erfüllen. Deshalb bitten sie Gunther, mit dem Haganah-Agenten Feivel Polkes Kontakt aufzunehmen und ihm ein Treffen in Kairo vorzuschlagen, an dem auch Franz Reichert vom deutschen Pressebüro in Jerusalem teilnehmen wird [Kontakt zwischen SD und Haganah].

Nach der Abwicklung der Angelegenheiten mit der Anglo-Palestine Bank und der Einschaltung eines Immobilienmaklers trifft Gunther sich mit Feivel Polkes und Eliahu Golomb, einem der Gründer der Haganah. Dabei erfährt er, dass die Haganah den Nationalsozialisten Informationen über britische Truppen- und Flottenbewegungen im östlichen Mittelmeer anbietet. Als Gegenleistung erwartet man Waffenlieferungen und die Förderung der Ansiedlung deutscher Juden in Palästina. Gunther klärt die beiden Juden darüber auf, dass Hagen und Eichmann vorhaben, sich in Kairo heimlich auch mit Hadsch Amin zu treffen. Eine Entscheidung über die Zusammenarbeit der Nationalsozialisten mit den Juden oder den Arabern werde erst nach der Berichterstattung der beiden SD-Agenten in Berlin erfolgen.

Der Privatdetektiv lässt sich von Eliahu Golomb dazu überreden, nach Kairo zu fahren, um mehr über die Pläne des SD herauszufinden. Es gelingt ihm, bei der Unterredung der SD-Agenten mit Hadsch Amin dabei zu sein. Der Großmufti, ein fanatischer Antisemit und glühender Anhänger Hitlers, erwartet von den Nationalsozialisten, dass sie keine weiteren Juden nach Palästina ausreisen lassen und rät ihnen, sie stattdessen zu ermorden.

Am Tag darauf findet das Treffen mit Feivel Polkes und Eliahu Golomb statt. Dann reisen die drei Deutschen mit dem Dampfer „Palestrina“ nach Brindisi. Am 26. Oktober treffen sie wieder in Berlin ein.

Im Zweiten Weltkrieg kommt Bernie Gunther als Oberleutnant mit einem Reserve-Polizeibataillon an die Ostfront. Aufgabe der Einheit ist es, Todesschwadrone der NKWD, also der sowjetischen Geheimpolizei, aufzuspüren. Als sie ein NKWD-Kommando stellen, das in Lutsk dreitausend Menschen ermordete, befiehlt Gunther, alle achtundzwanzig Männer und zwei Frauen zu erschießen. Dafür wird er belobigt, insbesondere, weil es sich ausschließlich um Juden handelte. Das wusste Gunther allerdings nicht, als er den Befehl erteilte.

Wegen seiner Gewissenskonflikte ersucht er seinen Vorgesetzten, SS-Gruppenführer Arthur Nebe, um eine Versetzung. Er wird schließlich zur Untersuchungsstelle des OKW für Verletzungen des Völkerrechts in Berlin abkommandiert. Als Wilhelm Kube, der Generalkommissar für Weißrussland, der die Liquidierung von fünftausend Juden sabotiert haben soll, am 23. September 1943 in Minsk ermordet wird, stellt Gunther entgegen einer Anweisung seine Ermittlungen nicht ein. Deshalb muss er erneut an die Ostfront. Dort gerät er in russische Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg grenzt Bernie Gunther sich von den Menschen ab, die von den Kriegsgräueln und vom Holocaust nichts mehr wissen wollen. Seine Schuld macht ihm auch weiterhin zu schaffen.

Im Herbst 1948 folgt Gunther einem Vorschlag seines Schwiegervaters und zieht mit seiner zweiten, neunzehn Jahre jüngeren Ehefrau Kirsten nach Dachau, wo Herr Handlöser das Hotel Schröderbräu betreibt. Einige Wochen später wirft Herr Handlöser sich in Altomünster vor einen Zug. Seine Tochter muss daraufhin ins Max-Planck-Institut für Psychiatrie in der Kraepelinstraße in München eingewiesen werden.

Gunther besucht sie jeden Tag. Um das verwaiste Hotel muss er sich kaum kümmern, denn es kommen keine Gäste.

Im Sommer 1949 taucht der jüdisch-amerikanische Major Jonathan Jacobs bei ihm auf. In der vor dem Hotel geparkten Limousine sitzt ein Deutscher, der mit Handschellen ans Lenkrad gefesselt ist. Er heißt Wolfgang Romberg und soll bei seiner Arbeit im Krematorium des Konzentrationslagers Dachau Leichen ausgeraubt haben.

„Der Kerl im Auto“, sagte der Amerikaner, „der war ein richtig geschäftstüchtiger Mann. Bevor er die Leichen verbrannt hat, hat er ihnen mit einer Kneifzange die Goldzähne herausgebrochen. Er hatte eine Astschere, um Finger abzuschneiden, damit er an die Eheringe kam. Er hatte sogar eine Spezialpinzette, um die intimen Körperteile der Toten auf Geldscheinrollen, Juwelen und Goldmünzen durchsuchen zu können. Es ist erstaunlich, was er alles gefunden hat. Genug, um eine leere Weinkiste zu füllen, die er vor der Befreiung des Lagers im Garten Ihres Schwiegervaters vergraben hat.“ (Seite 55)

Weil Romberg zu schwach zum Graben ist und Gunther die beiden so rasch wie möglich wieder loswerden möchte, schaufelt er selbst an der angegebenen Stelle ein Loch, bis er auf die Kiste stößt, die sich Jacobs von Romberg in den Kofferraum heben lässt, bevor er mit ihm wegfährt.

Bernie Gunther beauftragt einen Anwalt, das geerbte Hotel zu verkaufen und mietet ein Büro in der Galeriestraße in München, in dem er sich erneut als Privatdetektiv einrichtet.

Am 21. September 1949 wird er von dem Rechtsanwalt Erich Kaufmann gebeten, in dessen Kanzlei zu kommen. Obwohl Kaufmann Jude ist, gehört er dem Heidelberger Juristenkreis an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kriegsverbrecher zu verteidigen. Der Privatdetektiv soll sich mit dem amerikanischen Hauptgefreiten John Ivanov treffen und sich ein Bild von ihm machen, denn der GI mit dem russischen Namen hat sich bereit erklärt, als Zeuge über Misshandlungen von Häftlingen im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg auszusagen. Gunther stellt mit ein paar Fragen fest, dass Ivanov lügt, wenn er behauptet, als Gefangenenwärter in Landsberg gearbeitet zu haben.

Auch Baron von Starnberg, ein weiterer Klient, engagiert den Privatdetektiv, um einen in Landsberg inhaftierten Kriegsverbrecher freizukriegen. Es handelt sich um seinen siebenunddreißigjährigen Sohn Vincenz von Starnberg, einen Juristen, der 1936 zur SS gegangen und 1941 stellvertretender Leiter einer motorisierten Tötungseinheit in Litauen geworden war. 1948 verurteilte man ihn zum Tod, aber General Lucius D. Clay, der Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone, begnadigte ihn zu lebenslanger Haft. Nachdem Helene Elisabeth von Starnberg, die Tochter des Barons, vor zwei Wochen von ihrem Porsche aus einen Juden in der Münchner Straßenbahn sah, den ihr Bruder 1934 vor der Gestapo beschützt hatte, sieht Baron von Starnberg eine Chance, zu beweisen, dass Vincenz kein Antisemit gewesen sei, sondern nur Befehle befolgt habe. Gunther soll den Juden Wolfgang Stumpff finden. Das gelingt dem Privatdetektiv denn auch und er teilt seinem Auftraggeber Stumpffs Adresse in Mittersendling mit.

Wegen hohen Fiebers wird Kirsten Gunther in die Frauenklinik in der Maistraße verlegt. Die Vierunddreißigjährige stirbt noch in der Nacht. Der Arzt meint, eine Grippe sei die Todesursache gewesen und rät dem Witwer dringend, wegen der Ansteckungsgefahr einer sofortigen Einäscherung zuzustimmen.

Eine attraktive Frau, die sich als Britta Warzok vorstellt, beauftragt den Privatdetektiv, Beweise für den Tod ihres Ehemanns zu beschaffen, denn sie möchte sich mit dem Segen der katholischen Kirche wieder verheiraten. Friedrich Warzok wurde 1903 in Krakau geboren. 1938 wurde Britta, damals achtzehnjährig, seine Frau. Er brachte es zum SS-Obersturmführer und leitete schließlich das Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska, in dem 300 000 Häftlinge starben. Bei Kriegsende tauchte Warzok unter. Britta sah ihn im März 1946 noch einmal in Ebensee bei Salzburg. Danach hörte sie nichts mehr von ihm. Deshalb vermutet sie, dass er ums Leben kam.

Gunther besucht im Kriegsverbrechergefängnis in Landsberg den Häftling Fritz Gebauer. Der frühere SS-Hauptsturmführer wurde verurteilt, weil er bei der Ardennenoffensive im Winter 1944/45 die Erschießung amerikanischer Kriegsgefangener befohlen hatte. Weil Gebauer vor seinem Einsatz an der Westfront die zum Lager Lemberg-Janowska gehörenden Fabrikanlagen geleitet hatte, erhofft Gunther sich von ihm Hinweise auf den Verbleib Warzoks. Gebauer erzählt ihm, Friedrich Warzok und dessen Vorgänger Gustav Wilhaus seien Sadisten gewesen. Wegen der von ihnen befohlenen Gräuel habe er sich an die Front versetzen lassen.

Nach seiner Rückkehr aus Landsberg erfährt Gunther von dem Journalisten Friedrich Korsch, einem seiner früheren Kollegen bei der Berliner Polizei, dass Fritz Gebauer im Zwangsarbeiterlager Lemberg-Janowska zum Spaß von seinem Balkon aus Häftlinge erschossen habe.

Als Nächstes nimmt Gunther Kontakt mit Pater Gotovina auf. Der antisemitische und antikommunistische Geistliche, mit dem er in einem Beichtstuhl der Heilig-Geist-Kirche spricht, gehört einem Netzwerk an, das untergetauchten Nationalsozialisten zur Flucht nach Südamerika verhilft. Gunther trägt ihm den Fall seiner Klientin vor, und bei einem zweiten Treffen berichtet ihm Pater Gotovina, was er inzwischen herausfand. Friedrich Warzok hatte sich 1946 in der Ruprechtskirche in Wien an Pater Lajolo gewandt, der sich ebenfalls im Netzwerk engagiert. In einem Versteck in Ebensee wartete Warzok zusammen mit dem früheren SS-Hauptsturmführer Willy Hintze auf die Reisepapiere. Hintze wurde wohl von der jüdischen Racheorganisation Nakam erschossen; man fand seine Leiche im Wald bei Thalgau. Warzok fiel vermutlich ebenfalls der Nakam zum Opfer. Zum Abschied rät Pater Gotovina seinem Gesprächspartner dringend, seine Ermittlungen in dem Fall einzustellen.

Britta Warzok verabredet sich mit Bernie Gunther im Restaurant Waltherspiel im Hotel Vier Jahreszeiten, um sich berichten zu lassen, was der Privatdetektiv herausgefunden hat. Ein Gast am Nebentisch grüßt sie, und als Britta behauptet, ihn nicht zu kennen, nennt er seinen Namen – Felix Klingerhoefer – und erinnert sie daran, wie sie vor wenigen Stunden im Flugzeug von Wien nach München mit ihm gesprochen habe. Britta meint dennoch, es müsse sich um eine Verwechslung handeln.

Nach dem Verlassen des Hotels in der Maximilianstraße wird Gunther von drei Männern zusammengeschlagen und im Fond einer Limousine zu einer Lagerhalle gebracht. Die Verbrecher geben ihm zu verstehen, dass er sich um Dinge kümmert, die ihn nichts angehen. Mit Hammer und Meißel trennen sie ihm den kleinen Finger der linken Hand ab. Dann fahren sie ihn zu einem Krankenhaus und legen ihn vor den Eingang.

Der Arzt Dr. Heinrich Henkell findet ihn. Es dauert einige Zeit, bis Gunthers Verletzungen geheilt sind und er im Krankenhaus von einer Lungenentzündung kuriert wird. Henkell lädt ihn ein, sich in seinem Chalet „Mönch“ in Sonnenbichl bei Garmisch-Partenkirchen zu erholen. Er würde ihm damit einen Gefallen tun, behauptet der Arzt, denn in dem Landhaus lebe ein suizidgefährdeter Freund von ihm, dem Gunther Gesellschaft leisten könnte.

Bevor Gunther entlassen wird, stiehlt er Methamphetamin aus der Krankenhaus-Apotheke. Die Droge ermöglicht es ihm, sich trotz seines noch immer schlechten Gesundheitszustandes von dem Taxifahrer Faxon Stuber zur Heilig-Geist-Kirche fahren zu lassen. Er beabsichtigt, Pater Gotovina zu erschießen, denn er ist davon überzeugt, dass der Geistliche die Folterknechte auf ihn hetzte. Als er auf das Freiwerden des besetzten Beichtstuhls wartet und dann Britta Warzok herauskommen sieht, ist er so verblüfft, dass er Pater Gotovina unbehelligt in die Sakristei gehen lässt. Weder Britta Warzok noch Pater Gotovina haben ihn bemerkt. Dass die beiden sich kennen, wirft neue Fragen auf. Denen will der Privatdetektiv nachgehen, sobald er sich in Sonnenbichl noch ein wenig erholt hat.

Bei Henkells Freund handelt es sich um Dr. Erich Grün. Sie kennen sich seit 1928, als sie beide in Frankfurt am Main Medizin studierten. Grün hatte kurz zuvor in Wien ein Mädchen geschwängert und deshalb seine Heimatstadt verlassen. Seiner Familie gehören die bedeutendsten Zuckerfabriken Europas, aber sein Vater ist tot, und mit seiner Mutter hat er sich überworfen. Im Zweiten Weltkrieg waren die beiden Ärzte bei der Waffen-SS, Grün bei der Panzerdivision „Hohenstaufen“, Henkell bei der Panzerdivision „Frundsberg“. Im September 1944 erhielt der Panzer, in dem Grün saß, einen Treffer. Anders als seine Kameraden kam Grün zwar mit dem Leben davon, ist jedoch seither aufgrund einer Querschnittlähmung auf einen Rollstuhl angewiesen und schwer krank. Die junge Pflegerin Engelbertina Zehner kümmert sich im Chalet „Mönch“ um ihn.

Gunther freundet sich mit Grün an und beginnt eine Affäre mit Engelbertina, einer jüdischen Österreicherin, die ihm erzählt, sie habe Auschwitz überlebt, dafür allerdings einen hohen Preis bezahlt, denn sie sei eines der Mädchen im Block 24a, also im Lagerbordell, gewesen.

Eines Tages bringt sie ihrem Liebhaber die Pistole ihres Patienten, und Gunther versteckt die Waffe hinter dem Boiler im Bad, damit Grün sich nicht damit erschießen kann. Engelbertina macht Grün und Gunther darauf aufmerksam, wie ähnlich sie sich sehen. Außerdem fehlt ihnen beiden der kleine Finger der linken Hand.

Dass Britta Warzok und Pater Gotovina sich kennen, lässt dem Privatdetektiv keine Ruhe. Als er noch einmal die Nummer in München wählt, die ihm seine Auftraggeberin gegeben hatte, heißt es, man habe vorübergehend Anrufe für Britta Warzok entgegengenommen, doch inzwischen sei sie wieder in Wien. Gunther lässt sich die Adresse geben.

Inzwischen weiß er, dass Heinrich Henkell in einem von der CIA eingerichteten Labor in Garmisch-Partenkirchen tropenmedizinische Forschung betreibt und zusammen mit Grün einen Impfstoff gegen Malaria entwickeln will. Als Henkell ihn einmal mitnimmt, trifft Gunther zu seiner Verwunderung auf Major Jonathan Jacobs. Der amerikanische Besatzungsoffizier kümmert sich um die Beschaffung der von Dr. Henkell benötigten Materialien, zum Beispiel lebende Moskitos aus Florida, die mit den Krankheitserregern infiziert werden.

Durch ein Telegramm aus Wien erfährt Erich Grün vom Tod seiner Mutter. Mit der Hinterlassenschaft könnte Grün die Forschungen finanzieren, doch um das Erbe anzutreten, müsste er nach Wien reisen, und dazu ist er nicht in der Lage. Als Gunther, der ohnehin nach einer Gelegenheit sucht, noch einmal mit Britta Warzok zu sprechen, hört, dass Grün seit zwanzig Jahren nicht mehr in seiner Heimatstadt war und ihn dort außer dem langjährigen Familienanwalt wahrscheinlich niemand mehr kennt, erklärt er sich bereit, hinzufahren und sich als Erich Grün auszugeben. Der Gelähmte bittet ihn, dann auch der 1928 von ihm sitzen gelassenen Vera Messmann 25 000 Schilling zu übergeben, ihr aber nichts über die Herkunft des Geldes zu verraten.

Jacobs beschafft die für die Überquerung der Zonengrenzen erforderlichen Papiere auf den Namen Dr. Erich Grün. Um nicht bei einer Kontrolle aufzufallen, lässt Gunther seinen eigenen Pass in Sonnenbichl zurück.

In Wien meldet er sich bei Dr. Bekemeier, dem Familienanwalt der Familie Grün, der nicht nur seinen Pass überprüft, sondern auch nachsieht, ob der kleine Finger an linken Hand fehlt, den Erich Grün 1938 bei einem Unfall verlor. Nachdem er sich von der Identität seines Besuchers überzeugt hat, lässt er ihn die vorbereiteten Dokumente unterschreiben und übergibt ihm die Papiere, die er für die Umschreibung der Konten bei der Bank benötigt.

Am Nachmittag sucht der Privatdetektiv Vera Messmann auf und fordert sie auf, sich am nächsten Tag mit ihm in der Bank zu treffen, damit er ihr im Auftrag eines anonymen Klienten 25 000 Schilling übergeben könne. Die achtunddreißigjährige Korsettmacherin durchschaut allerdings, dass das Geld von Erich Grün kommt. Ihre Tochter Magda sei bei einem Fliegerangriff 1944 ums Leben gekommen, sagt sie. Unerwartet zieht sie ihren Besucher ins Schlafzimmer und geht mit ihm ins Bett.

Nach der Beerdigung Elisabeth Grüns wird Gunther von einer Frau übel beschimpft, bei der es sich offenbar um eine Hausangestellte der Verstorbenen handelt. Wenig später kommt Elisabeth Grüns Butler Tibor Medgyessi zu ihm ins Hotel, entschuldigt sich für das Benehmen seiner Ehefrau Klara und deutet dann mit höflichen Worten an, der „gnädige Herr“ müsse befürchten, von Klara an die Besatzungsmächte verraten zu werden. Für 25 000 Schilling erklärt Medgyessi sich jedoch bereit, Klara davon abzuhalten.

In der Bank wartet Gunther vergeblich auf Vera Messmann. Er findet sie in ihrem Geschäft. Man hat sie mit einem Nylonstrumpf erdrosselt. Ihm ist bewusst, dass man ihn verdächtigen wird, zumal die Karte seiner Detektei in der Wohnung der Ermordeten liegt.

Ganz in der Nähe befindet sich die Straße, in der Britta Warzok wohnen soll. Gunther geht hin. Die Türe ist angelehnt. In der Wohnung stößt Gunther alias Grün auf zwei Wiener Gendarme, die kurz vor ihm eintrafen und Britta Warzoks Leiche in der Badewanne fanden. Sie wurde ebenfalls mit einem Nylonstrumpf erdrosselt. Gunther verschweigt den Polizisten, dass die Tote in der Badewanne nicht die Frau ist, die sich in München als Britta Warzok ausgab.

Vor dem Hotel „Erzherzog Rainer“, in dem Gunther abgestiegen ist, steht ein Fahrzeug der Internationalen Patrouille. Da weiß er, dass bereits nach ihm gesucht wird. Er wagt es weder sein Gepäck zu holen noch ein anderes Hotelzimmer zu nehmen. Stattdessen lässt er sich im Nachtlokal „Oriental“ am Petersplatz von einer Animierdame ansprechen und gibt ihr 100 Mark dafür, dass sie ihn zum Schlafen mit nach Hause nimmt.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Obwohl er im Zweiten Weltkrieg die Mitglieder einer Todesschwadron des NKWD erschießen ließ, wagt Gunther sich in die Wiener Kommandantura der sowjetischen Besatzungsmacht und erkundigt sich in der Außerordentlichen Staatlichen Kommission nach den Kriegsverbrechern Erich Grün und Heinrich Henkell. Die Rechtsoffizierin Christotonowna sucht ihm die Akten heraus.

Der Tropenmediziner Grün trat 1934 der NSDAP bei und kam im Jahr darauf zur SS. Als Mitarbeiter der Gesundheitsabteilung im Reichsinnenministerium führte er Experimente mit geistig behinderten Kindern durch. Während des Krieges infizierte er als Lagerarzt zunächst in Lemberg-Janowska, dann in Majdanek und schließlich in Dachau zahlreiche Häftlinge mit Typhus bzw. Malaria, um Gegenmittel zu erproben [Malaria-Forschung in Dachau]. In Dachau gehörte er zum Stab des Luftwaffen-Generalarztes Gerhard Rose, der zahlreiche Menschenversuche durchführte. Die Kapo-Krankenschwester Albertine Zehner assistierte dabei. Von einer Verwundung Grüns steht nichts in der Akte. Offenbar täuschte er die Lähmung nur vor.

Henkell wirkte am Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten mit und war nacheinander in Auschwitz, Majdanek, Buchenwald und Dachau tätig.

In der Österreichischen Nationalbibliothek blättert Gunther in der Ausgabe des Life Magazins vom 4. Juni 1945, das er im Labor in Garmisch liegen sah und findet darin einen Artikel, demzufolge sich achthundert Freiwillige in amerikanischen Strafanstalten zu Forschungszwecken mit Malaria infizieren ließen. Kein Wunder, dass die CIA die Arbeit Grüns und Henkells fördert, statt sie als Kriegsverbrecher zu entlarven.

Von einem öffentlichen Fernsprecher aus ruft er in Sonnenbichl an. Grün hebt ab und erklärt ihm bereitwillig, die Amerikaner seien zwar daran interessiert, ihn und Henkell in die USA zu holen, wollten jedoch keine Zeitungsmeldungen über die Zusammenarbeit mit einem gesuchten Nazi-Arzt riskieren. Deshalb bestünden sie darauf, dass Dr. Erich Grün entweder als tot oder verhaftet gilt, bevor sie ihn aus Deutschland herausholen. Als Major Jacobs in Dachau Gunther kennenlernte und ihm auffiel, wie ähnlich dieser Grün sieht, kam er auf die Idee, wie sich die Bedingung der Amerikaner erfüllen lässt. Grüns Frau gab sich als Britta Warzok aus, und alles war darauf angelegt, Gunther mit Grüns Papieren nach Wien zu locken. Seine kranke Mutter ließ Grün im richtigen Augenblick „von ihren Leiden erlösen“. Die beiden anderen Frauen wurden von einem Nakam-Kommando ermordet, mit dem Jacobs in Verbindung steht. Das war nötig, um sicherzustellen, dass Gunther nicht mehr aus Wien herauskommt. Nach seiner Festnahme werden Mittelsmänner dafür sorgen, dass er keine Gelegenheit bekommt, das Gericht von seiner wahren Identität zu überzeugen.

Gunther sieht nur noch eine Chance. Weil das Netzwerk, dem die Kirchenmänner angehören, offenbar nichts mit der mörderischen Intrige gegen ihn zu tun hat, wendet er sich an Pater Lajolo in der Ruprechtskirche. Er sei zur Beerdigung seiner Mutter Elisabeth nach Wien gekommen und von einer Bediensteten erkannt worden, erklärt er ihm, und nun würden die Besatzungsmächte nach ihm fahnden. Pater Lajolo sorgt dafür, dass der LKW-Fahrer Walter Timmermann den Bedrängten zwischen der Ladung versteckt durch die Kontrollen schmuggelt und in ein Benediktinerkloster bei Kempten bringt.

Dort soll der vermeintliche Kriegsverbrecher, für den Papiere auf den Namen Carlos Hausner ausgestellt werden, zusammen mit zwei Gleichgesinnten warten, bis alles für die Flucht nach Argentinien vorbereitet ist. Die Decknamen der beiden anderen Männer lauten Pedro Geller und Ricardo Klement. Den letzteren kennt Gunther, es ist Adolf Eichmann, und bei Pedro Geller handelt es sich um Herbert Kuhlmann, den ehemaligen Kommandeur der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“.

In einem Bierwagen des Klosters lässt Gunther sich mit nach Garmisch-Partenkirchen nehmen. Er schlägt eine Scheibe des Laborgebäudes ein und klettert durchs Fenster. Auf einem Tisch liegen Pässe und Flugtickets auf die Namen Gus und Bertha Braun, Eduard und Ingrid Hoffmann. Im Aktenschrank entdeckt Gunther eine Akte, der er entnimmt, dass seine Frau in der psychiatrischen Klinik in München mit Malaria infiziert wurde und deshalb starb. Grün und Henkell haben also auch Kirsten auf dem Gewissen.

Gunther wird von Jacobs überrascht und mit vorgehaltener Pistole gezwungen, sich im Keller einsperren zu lassen.

Ein paar Stunden später trifft ein von Jacobs verständigtes Nakam-Kommando ein. Vergeblich beteuert Gunther den drei Juden, er sei nicht der gesuchte Kriegsverbrecher. Sie glauben ihm nicht und bringen ihn in das inzwischen leer stehende Chalet „Mönch“. Nur weil einer der Männer ihn bewusstlos geschlagen hat, braucht er sein Grab nicht selbst zu schaufeln. Als er wieder zu sich kommt, muss er sich ausziehen und seine Kleidungsstücke ebenso wie die Unterwäsche in das Grab werfen. Er könne ihnen sagen, wo Eichmann zu finden ist, behauptet er. 1947 habe er mit Feivel Polkes und Eliahu Golomb in Palästina gut zusammengearbeitet, erklärt er, die könnten für ihn bürgen. Der Anführer des Kommandos will keinen Fehler machen und die Angaben überprüfen. Er sperrt Gunther ins Bad und wirft ihm die Decke hin, die Grün benutzte, wenn er im Rollstuhl saß. Gunther holt die hinter dem Boiler versteckte Pistole hervor und versteckt sie unter der Decke. Als ihn die Männer herausholen und erneut zum Grab führen, tötet er zwei von ihnen und schießt dem dritten ins Bein.

Mit dem Wagen des Kommandos rast er zur Rhein-Main Air Base bei Frankfurt am Main. Dem Wachposten zeigt er zwei an Major Jonathan Jacobs adressierte Pakete, die er im Laborkeller fand, und erklärt, der amerikanische Offizier müsse sie dringend zur Langley Air Force Base in Virginia mitnehmen. Der Flug wurde wegen Nebels auf den nächsten Morgen verschoben. Jacobs, Grün, dessen Frau und Henkell schlafen in einem nahen Hotel. Der Mann, der als einziger im Frachtlager Dienst tut, fordert ihn auf, die Pakete in die Frachtbox für Langley zu legen. Gunther öffnet rasch die Koffer, die er darin findet, durchsticht mit einem Taschenmesser die Gaze der Insektarien, die er erwartungsgemäß darin findet und schließt die Gepäckstücke wieder. Ein drittes, ebenfalls durchstochenes Insektarium legt er in Jacobs Auto.

Dann kehrt er zum Kloster zurück.

In Genua, wo die drei Flüchtlinge von Pater Eduardo Dömöter betreut werden, holen sie sich am 14. Juni 1950 auf dem argentinischen Konsultat die Visa ab und zwei Tage später gehen sie an Bord der „Giovanna“, die sie nach Buenos Aires bringen wird.

Mich trieb es nicht, Eichmann zu verurteilen. Das war nicht meine Sache. Dafür, dass er gerade der Justiz entkommen war, gab er auf dem Schiff eine ziemlich traurige und verlorene Gestalt ab. Er wusste, er würde Deutschland und Österreich nie wiedersehen. Wir redeten nicht viel. Er blieb die meiste Zeit für sich.
An dem Tag, als wir aus dem Mittelmeer auf den Atlantik hinauskamen, standen wir beide gemeinsam am Heck und sahen zu, wie Europa langsam am Horizont verschwand. (Seite 446)

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Mit dem 1989 veröffentlichten Roman „March Violets“ – „Feuer in Berlin“ (Übersetzung: Hans J. Schütz, Reinbek 1995) – schuf der britische Schriftsteller Philip Kerr (* 1956) die Figur des deutschen Privatdetektivs Bernhard („Bernie“) Gunther. Zu der damit begonnenen Berlin-Trilogie gehören auch die Thriller „The Pale Criminal“ (1990) – „Im Sog der dunklen Mächte“ (Übersetzung: Hans J. Schütz, Reinbek 1995) – und „A German Requiem“ (1991) – „Alte Freunde, neue Feinde“ (Übersetzung: Hans J. Schütz, Reinbek 1996). In den Kriminalromanen „The One from the Other“ (2007) – „Das Janusprojekt“ (Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann, Reinbek 2007) – und „A Quiet Flame“ (2008) – „Das letzte Experiment“ (Übersetzung: Axel Merz, Reinbek 2009) – greift Philip Kerr die Figur Bernie Gunther wieder auf.

Bei Bernie Gunther handelt es sich um einen illusionslosen Zyniker. Anders als die meisten Deutschen verdrängt er in der Nachkriegszeit nicht die jüngste Vergangenheit, sondern setzt sich mit seiner Schuld auseinander. Bei den dreißig Juden, die er liquidieren ließ, handelte es sich allerdings um die Mitglieder einer Todesschwadron des NKWD (Narodnyj komissariat wnutrennych del). Als er 1949 in München eine Privatdetektei eröffnet, erhält er die ersten Aufträge von Leuten, die versuchen, verurteilte Kriegsverbrecher aus den Gefängnissen freizubekommen, und weil er auf das Geld angewiesen ist, kann er die zwielichtigen Klienten nicht zurückweisen.

Schockierender sind jedoch andere Erkenntnisse für ihn: Die Kirche beteiligt sich daran, gesuchten Kriegsverbrechern die Flucht nach Südamerika zu ermöglichen. Die US-Amerikaner arbeiten mit deutschen Kriegsverbrechern zusammen, nicht zuletzt, weil sie sich davon im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion Vorteile versprechen. Und jüdische Rache-Organisationen werden dazu missbraucht, auch Unschuldige zu ermorden.

In einem 36 Seiten langen Prolog setzt Philip Kerr das Szenario. Er vermischt in „Das Janusprojekt“ Fiktion und Fakten. Viele Figuren des in der Ich-Form erzählten Romans tragen Namen von Menschen, die es tatsächlich gab. Auch die erwähnten Organisationen existierten. Reale Straßennamen, Gebäude und Trambahnverbindungen sowie anschaulich geschilderte Szenen in München und Wien schaffen ein farbiges Lokalkolorit. „Das Janusprojekt“ ist ein komplexer und ambitionierter, zynischer und spannender Kriminalroman. Allerdings ist vieles davon nicht glaubwürdig. Der deutsche Titel „Das Janusprojekt“ soll wohl wie ein Januskopf auf die Ambivalenz der Zusammenhänge hinweisen. Der Originaltitel bezieht sich dagegen auf einen von Philip Kerr zitierten Aphorismus des amerikanischen Philosophen Reinhold Niebuhr (1892 – 1971):

God, give us grace to accept with serenity the things that cannot be changed, courage to change the things which should be changed, and the wisdom to distinguish the one from the other.
Gott, gib uns die Gnade, in Demut hinzunehmen, was wir nicht ändern können; den Mut, zu verändern, was verändert werden muss, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2009
Textauszüge: © Rowohlt Verlag

Fakten zu „Das Janusprojekt“

Charlotte Roche - Schoßgebete
Charlotte Roche schreibt nicht gerade stringent. Aber die Einfachheit der Darstellung und der unbekümmerte Gebrauch der Umgangssprache passen zur Hauptfigur des in einigen Passagen erschütternden Romans "Schoßgebete".
Schoßgebete

Charlotte Roche

Schoßgebete

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