Philip Roth : Operation Shylock

Operation Shylock

Philip Roth

Operation Shylock

Originalausgabe: Operation Shylock. A Confession Simon & Schuster, New York 1993 Operation Shylock. Ein Bekenntnis Übersetzung: Jörg Trobitius Carl Hanser Verlag, München / Wien 1994 ISBN: 3-446-17693-4, 459 Seiten, 45 DM Taschenbuch: dtv, München 1998 ISBN: 3-423-08450-2, 459 Seiten, 19.90 DM
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Kurz bevor Philip Roth nach Jerusalem reist, um sich mit seinem Kollegen Aharon Appelfeld zu treffen, erfährt er, dass dort ein Doppelgänger die Rücksiedlung der Aschkenasim aus Israel nach Europa propagiert, weil er einen zweiten Holocaust im Nahen Osten befürchtet. Am Tag nach seiner Ankunft in Jerusalem begegnet Philip Roth dem Mann, der behauptet, Philip Roth zu sein ...
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Kritik

"Operation Shylock. Ein Bekenntnis" ist ein verschachtelter, absurder und aberwitziger Roman, in dem sich Philip Roth äußerst kritisch mit der Politik der israelischen Regierung auseinandersetzt.
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Nach einer verpfuschten Knieoperation bricht Philip Roth im Sommer 1987 emotional zusammen. Die Halluzinationen werden vor allem durch ein Schlafmittel hervorgerufen. Sobald er dazu in der Lage ist, zieht er mit Claire, seiner dritten Ehefrau, nach New York, denn in das Farmhaus in Connecticut, in dem er krank wurde, will er nicht mehr zurückkehren.

Im Januar 1988 erhält Philip Roth einen Anruf Apters. Der vierundfünfzigjährige Cousin dritten Grades mütterlicherseits teilt dem berühmten Schriftsteller mit, dass die israelischen Medien über seine Anwesenheit beim Prozess gegen John Demjanjuk berichteten. Apter verlor im Holocaust seine gesamte Familie. Er selbst wurde von einem deutschen Offizier gerettet, der ihn an ein Männerbordell in München verschacherte. Jetzt verkauft Apter den Touristen im jüdischen Viertel der Altstadt Landschaftsbilder aus dem Heiligen Land.

Vier Tage nach Apter ruft der fünfundfünfzig Jahre alte israelische Schriftsteller Aharon Appelfeld an, mit dem Philip Roth in Jerusalem für ein Interview verabredet ist. Aharon Appelfeld bedauert, die Ankündigung eines Vortrags von Philip Roth im King David Hotel mit dem Thema „Diasporismus. Die einzige Lösung für die Judenfrage“ nicht früher entdeckt zu haben. Nun habe er bereits andere Verpflichtungen und könne nicht kommen. Kurz darauf ruft Aharon Appelfeld noch einmal an, um seinem Schriftsteller-Kollegen darüber zu informieren, dass in Israel ausführlich über seinen Besuch bei Lech Walesa, dem Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc, in Danzig berichtet werde.

Philip Roth, der inzwischen mit seiner Frau von New York nach London geflogen ist, kann sich das nicht erklären.

Das ist Zuckerman, dachte ich versponnen, töricht, eskapistisch, das ist Kepesh, das ist Tarnopol und Portnoy – das sind alle zusammen in einem, sie sind von der gedruckten Seite ausgebrochen und haben sich spöttisch als ein einziges satirisches Faksimile meiner selbst wieder zusammengesetzt. Mit anderen Worten, wenn es schon nicht [das Schlafmittel] Halcion ist und wenn es kein Traum ist, dann muss es eben Literatur sein – als könne es kein äußeres Leben geben, das zehntausendmal unvorstellbarer wäre als das innere Leben. (Seite 33)

Er ruft im King David Hotel in Jerusalem an und lässt sich mit Philip Roth verbinden. Mit verstellter Stimme und französischem Akzent gibt er sich als freier Journalist Pierre Roget in Paris aus. Der Mann in Jerusalem bestätigt, der Autor von „Portnoy et son complexe“ zu sein. Eine paradoxe Situation: Der echte Philip Roth behauptet, ein anderer zu sein, und der Gesprächspartner gibt sich als Philip Roth aus. Auf die Frage, ob er weiter Romane schreibe, antwortet der falsche Philip Roth:

„Romane schreiben, während Juden an einem Kreuzweg wie dem gegenwärtigen stehen? Mein Leben ist jetzt vollkommen auf die jüdisch-europäische Rücksiedlungsbewegung ausgerichtet. Auf den Diasporismus.“ (Seite 41)

Der Mann, der behauptet, Philip Roth zu sein, propagiert den Diasporismus, denn er befürchtet einen zweiten Holocaust, diesmal im Nahen Osten.

Ein zweiter Holocaust wird nicht auf dem europäischen Kontinent stattfinden, weil er der Schauplatz des ersten war. Doch hier [in Israel] könnte sich ein zweiter Holocaust nur allzu leicht ereignen, und wenn die Auseinandersetzung zwischen Arabern und Juden noch viel länger eskaliert, dann wird er eintreten – er muss eintreten. Die Zerstörung Israels in einem nuklearen Schlagabtausch ist eine Möglichkeit, die heutzutage längst nicht mehr so weit hergeholt erscheint wie vor fünfzig Jahren der Holocaust selbst.“ (Seite 44)

Um der befürchteten Vernichtung in Israel zu entgehen, sollen die Aschkenasim, die dominierende Hälfte der Juden in Israel, nach Europa zurückkehren, während die Sephardim bleiben sollen, allerdings in einem auf die Grenzen von 1948 verkleinerten Staat ohne Armee.

„Ich bin Israels Feind“, unterbrach er mich ein weiteres Mal, „wenn Sie es so sensationsträchtig ausdrücken wollen, aber nur, weil ich für die Juden bin und Israel nicht mehr im Interesse der Juden liegt. Israel ist zur ernstesten Bedrohung für jüdisches Überleben seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geworden.“ (Seite 42)

Während Philip Roth in Heathrow eine Maschine nach Tel Aviv besteigt, fliegt Claire zu Dreharbeiten nach Kenia. Im American Colony Hotel im Ostteil von Jerusalem ließ Philip Roth sich ein Zimmer reservieren. Am Abend besucht er Aharon Appelfeld und dessen Ehefrau Judith. Am nächsten Morgen beabsichtigt er, sich zu Apter in den jüdischen Teil der Altstadt fahren zu lassen, aber im Taxi überlegt er sich anders: Er will zum Demjanjuk-Prozess.

Laut Zeugenaussage von sechs älteren Überlebenden von Treblinka wurde während der fünfzehn Monate von Juli 1942 bis September 1943, als nahezu eine Million Juden in Treblinka ermordet wurden, die Gaskammer dort von einem ukrainischen Wachmann in Gang gehalten, der bei den Juden als Ivan der Schreckliche bekannt war; seine Nebenbeschäftigung bestand darin, die nackten Männer, Frauen und Kinder, die zusammengepfercht vor der Gaskammer standen und darauf warteten, erstickt zu werden, zu verletzen und zu quälen – vorzugsweise mit einem Schwert. Ivan war ein starker, tatkräftiger, ungebildeter Sowjetsoldat, ein Ukrainer Anfang Zwanzig, den die Deutschen an der Ostfront gefangen genommen und zusammen mit Hunderten weiterer ukrainischer Kriegsgefangener als Mannschaften für die in Polen gelegenen Vernichtungslager Belsec, Sobibor und Treblinka rekrutiert und ausgebildet hatten. John Demjanjuks Anwälte, von denen einer, Yoram Sheftel, ein Israeli war, stellten niemals die Existenz von Ivan dem Schrecklichen oder die Entsetzlichkeit der Gräueltaten, die er begangen hatte, in Frage. Sie machten lediglich geltend, dass Demjanjuk und Ivan der Schreckliche zwei verschiedene Menschen seien und dass die Beweismittel, die das Gegenteil belegen sollten, alle wertlos seien […] Der Demjanjuk der Verteidigung war ein Familienvater, der hart arbeitete und regelmäßig zur Kirche ging; er war 1952 mit seiner jungen ukrainischen Frau und einem Kleinkind aus einem europäischen Lager für displaced people nach Amerika gekommen – jetzt Vater dreier erwachsener amerikanischer Kinder, Facharbeiter bei Ford, ein anständiger, gesetzestreuer amerikanischer Staatsbürger, der bei den ukrainischen Amerikanern in der Vorstadt von Cleveland, wo er wohnte, für seinen wunderbaren Gemüsegarten und die Piroggen berühmt war, die er für die Feierlichkeiten in der orthodoxen Kirche des heiligen Wladimir den Damen zubereiten half. (Seite 51f)

Philip Roth wundert sich darüber, wie harmlos der Angeklagte aussieht. Offenbar ist es „gar nicht so schwierig […], ein liebevoller Großvater und ein Massenmörder zugleich zu sein“ (Seite 68).

Die Deutschen haben der ganzen Welt endgültig bewiesen, dass die Aufrechterhaltung zweier radikal divergenter Persönlichkeiten, einer sehr netten und einer nicht gar so netten, nicht länger allein das Vorrecht von Psychopathen ist. (Seite 68 – siehe dazu auch: Vorwort zu „Göring und Goebbels“)

Nach dem Ende der Verhandlung sucht Philip Roth in einem nahen Hotel Zuflucht vor einem Wolkenbruch.

Minuten später – meine Kleidung war tropfnass und meine Schuhe voller Wasser – stand ich im Foyer des Hotels und suchte nach einem Telefon, um ein Taxi zu rufen, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um und sah mich dem anderen Philip Roth gegenüber. (Seite 75)

Der Andere sieht nicht nur aus wie er, sondern trägt auch die gleiche Kleidung. An seinem Jackett fehlt ebenfalls ein Knopf. Der Doppelgänger zeigt Philip Roth seinen Pass: Name, Foto, Unterschrift, Einreisestempel – alles stimmt überein. Allerdings behauptet er, an Krebs im Endstadium zu leiden. Ungehalten fragt Philip Roth, welches Spiel der Andere spiele.

„Okay, ich werde ernsthaft antworten. Ich werde sogar ganz unverblümt sprechen. Es ist eine kleine Verschwendung, das Prestige, das Sie genießen. Es gibt so vieles, das Sie damit hätten tun können und nicht getan haben – so viel Gutes. Das ist keine Kritik, einfach eine Feststellung von Tatsachen. Ihnen genügt es zu schreiben – darüber hinaus schuldet ein Schriftsteller wie Sie weiß Gott niemandem irgendetwas. Es versteht sich, dass nicht jeder Schriftsteller dazu geeignet ist, eine öffentliche Figur abzugeben.“
„Deshalb sind Sie an meiner Stelle an die Öffentlichkeit gegangen.“
„Das ist reichlich zynisch ausgedrückt, finden Sie nicht?“
„Ach ja? Und wie drückt man das ohne Zynismus aus?“ (Seite 85)

„Also gut, Sie brauchen Kausalität? Ich werde Ihnen Kausalität geben. Lassen wir mal Sie und mich beiseite – es hätte weitere fünfzig kleine jüdische Jungen in unserem Alter gegeben, die groß geworden wären und so ausgesehen hätten wie wir, wären da nicht gewisse tragische Ereignisse gewesen, die sich zwischen 1939 und 1945 in Europa zutrugen. Und ist es so unmöglich, dass ein halbes Dutzend von ihnen vielleicht Roths gewesen wären? Ist unser Familienname so selten? Ist es so unmöglich, dass ein paar von diesen kleinen Roths vielleicht nach einem Großvater Fayvel wie Sie Philip genannt wurden, und wie ich? Aus der Perspektive Ihrer Karriere denken Sie vielleicht, es sei schrecklich, dass es zwei von uns gibt und dass Sie nicht einzigartig sind. Aus meiner jüdischen Perspektive muss ich sagen, ich finde, es ist schrecklich, dass nur zwei übriggeblieben sind.“ (Seite 87)

Philip Roth beschimpft sein Gegenüber als Betrüger und fordert ihn auf, aus seinem Leben zu verschwinden.

Aufgrund des Vorfalls kommt er zu spät zu seiner Verabredung mit Aharon Appelfeld im Café des Ticho-Hauses, aber der israelische Schriftsteller hat auf ihn gewartet. Im Interview gibt er zu, in seinem 1978 veröffentlichten Roman „Badenheim 1939“ die historische Erklärung vernachlässigt zu haben.

„Historische Erklärungen sind mir allerdings fremd gewesen, seit ich mir meiner selbst als Künstler bewusst wurde. Und die jüdische Erfahrung im Zweiten Weltkrieg war nicht ‚historisch‘. Wir kamen in Berührung mit archaischen, mythischen Kräften, einer Art von dunklem Unterbewussten, von dessen Bedeutung wir keine Kenntnis hatten, bis zum heutigen Tage nicht haben. Diese Welt ist scheinbar rational (mit Zügen, Abfahrtszeiten, Bahnhöfen und Lokomotivführern), doch tatsächlich handelte es sich um Reisen des Vorstellungsvermögens, der Lügen und Tricks, welche nur von tiefen, irrationalen Triebkräften hatten erfunden werden können. Denn die Motive der Mörder verstand ich nicht, verstehe ich bis heute nicht.“ (Seite 92f)

1940 hatten die Nationalsozialisten seine Mutter ermordet und den achtjährigen Jungen und seinen Vater in ein Konzentrationslager verschleppt. Aharon Appelfeld überlebte den Holocaust. Das Trauma verarbeitete er in seinem Roman „Tzili“. Philip Roth fragt ihn, ob er nie daran gedacht habe, von den schrecklichen Erlebnissen in einer Autobiografie zu berichten, statt sie zu fiktionalisieren. Aharon Appelfeld antwortet:

„Die Dinge aufzuschreiben, wie sie sich zugetragen haben, bedeutet, sich zum Sklaven des Gedächtnisses zu machen […] Das Material ist tatsächlich Material aus dem eigenen Leben, doch der schöpferische Akt ist letztlich ein unabhängiges Geschöpf.“ (Seite 94f)

Der falsche Philip Roth lässt dem richtigen durch eine Frau „von kreatürlicher Weiblichkeit“ (Seite 97) Mitte dreißig namens Wanda Jane („Jinx“) Possesski einen Brief überbringen.

„LASSEN SIE MICH EXISTIEREN. Zerstören Sie mich nicht, um Ihren guten Namen zu bewahren. ICH BIN IHR GUTER NAME. Ich verausgabe nur das Ansehen, das Sie horten […] ZUGUNSTEN DES JÜDISCHEN VOLKES.“ (Seite 96)

Am nächsten Tag treffen Philip Roth und Aharon Appelfeld sich erneut zum Mittagessen im Café des Ticho-Hauses. Ein älterer verkrüppelter Mann nähert sich ihrem Tisch auf Krücken und vergewissert sich, ob er Philip Roth vor sich hat. Sie kommen kurz ins Gespräch, und der Fremde, der sich Louis B. Smilesburger nennt, meint:

„Gott hat Hitler gesandt, weil Gott verrückt ist. Ein Jude kennt Gott und weiß, wie Er funktioniert […] Die Gojim lächeln: Gott ist gnädig, Gott ist liebevoll, Gott ist gut. Juden lächeln nicht – sie kennen Gott […] Sich an einen verrückten, gewalttätigen Vater zu wenden, und zwar dreitausend Jahre lang, das heißt es, ein verrückter Jude zu sein!“ (Seite 122f)

Smilesburger brachte es als Juwelenhändler in New York zu einem Vermögen, aber dann hielt er es für seine Pflicht, nach Israel zu ziehen. Schließlich kommt er zu seinem eigentlichen Anliegen: Er überreicht Philip Roth ein Kuvert mit einem Scheck als Beitrag für das Diasporismus-Projekt. Dann geht er wieder. Philip Roth glaubt nun zu begreifen, auf was es sein Doppelgänger abgesehen hat; er glaubt, es handele sich um einen Betrüger, der den Israeli Geld für ein fiktives Projekt aus der Tasche zieht. Verblüfft ist er, als er den Scheck aus dem Umschlag nimmt und feststellt, dass er 1 Million Dollar wert ist.

Zufällig begegnen sich Philip Roth und der Palästinenser George Ziad („Zee“). In den Fünfzigerjahren hatten sie zusammen in Chicago studiert, sich dann aber aus den Augen verloren. George wohnt in seiner Geburtsstadt Ramallah. Statt endlich Apter aufzusuchen, lässt Philip Roth sich von George überreden, mit nach Ramallah zu fahren. Als sie zu Georges Auto kommen, wird Philip Roth Zeuge einer demütigenden Behandlung des Palästinensers durch zwei israelische Polizisten.

Kein Wunder, dass George nicht gut auf die Israelis zu sprechen ist. Er wirft den Besatzern des Westjordanlands eine „Unterdrückungs- und Kolonisierungspolitik“ (Seite 142) vor.

[…] dass es die Überlebenden des Holocaust waren, vergiftet von ihrer Holocaust-Pathologie, gegen deren „Willen zur Herrschaft“ die Palästinenser inzwischen seit über vier Jahrzehnten um ihr Überleben kämpften. (Seite 139)

„Dies ist ein Staat, der auf Zwang gegründet ist und durch Zwang aufrechterhalten wird, ein machiavellistischer Staat, der gewalttätig auf die Rebellion eines unterdrückten Volkes in einem besetzten Gebiet reagiert, ein machiavellistischer Staat in einer zugegeben machiavellistischen Welt, aber etwa so heilig wie das Polizeidepartment von Chicago.“ (Seite 152)

George behauptet, die Aschkenasim überließen den Sephardim das Foltern:

„Die Aschkenasim ziehen es vor, ihre Hände nicht schmutzig zu machen. Sie überlassen das Foltern ihren dunkleren Brüdern. Die unwissenden Araberhasser aus dem Orient stellen den verfeinerten Aschkenasim einen sehr nützlichen proletarischen Mob, der zu allem zu gebrauchen ist. Selbstverständlich haben sie, als sie noch in Marokko lebten, die Araber nicht gehasst. Sie haben eintausend Jahre lang mit Arabern harmonisch zusammengelebt. Aber das haben ihnen die weißen Israelis nun beigebracht – wie man die Araber hasst und wie man sich selbst hasst. Die weißen Israelis haben sie zu ihren Handlangern gemacht.“ (Seite 156f)

In einer marxistischen britischen Zeitschrift veröffentlichte George einen Beitrag über „Die zionistische Erpressung der amerikanischen Judenheit“. Er weist Philip Roth darauf hin, dass der Holocaust kommerzialisiert werde, beschimpft den früheren israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin als „Holocaust-Hausierer“ (Seite 151) und meint:

„Dann 1967: der israelische Sieg im Sechstagekrieg. Und als Folge nicht etwa die Bestätigung jüdischer Ent-Entfremdung oder jüdischer Assimilierung oder jüdischer Normalisierung, sondern jüdischer Macht, die zynische Institutionalisierung des Holocaust nimmt ihren Anfang. Genau an dieser Stelle, nämlich mit einem jüdischen Militärstaat, der hämisch triumphiert, wird es zur offiziellen jüdischen Politik, die Welt Minute für Minute, Stunde für Stunde, tagein tagaus daran zu erinnern, dass die Juden Opfer waren, ehe sie zu Eroberern wurden, und dass sie nur deshalb Eroberer sind, weil sie Opfer sind. Das ist die Werbekampagne, die mit so viel Raffinesse von dem Terroristen Begin ersonnen wurde: den israelischen militärischen Expansionsdrang für historisch gerecht zu erklären, indem er mit der Erinnerung an die jüdische Opferrolle verknüpft wird; was so rationalisiert wird – als historische Gerechtigkeit, als gerechte Vergeltung, als bloße Selbstverteidigung –, das ist das Verschlingen der besetzten Gebiete und die neuerliche Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land. Wodurch ist es gerechtfertigt, dass man jede Gelegenheit ergreift, Israels Grenzen auszudehnen? Durch Auschwitz. Was rechtfertigt die Bombardierung von Zivilisten in Beirut? Auschwitz. Wodurch ist es gerechtfertigt, palästinensischen Kindern die Knochen zu zerschmettern und arabischen Bürgermeistern die Glieder zu zerfetzen? Durch Auschwitz. Durch Dachau, Buchenwald, Belsen, Treblinka, Sobibor, Belsec.“ (Seite 149f)

„There’s no business like Shoah business.“ (Seite 150)

Schließlich kommt er auf Philip Roths Romane zu sprechen:

„Philip! Alter Freund! Dein ganzes Leben hast du der Aufgabe gewidmet, die Juden vor sich selbst zu retten und sie über ihre Selbsttäuschungen aufzuklären. (Seite 153)

George fährt mit dem Schriftsteller zum Militärgerichtshof in Ramallah, wo gerade unter einer fadenscheinigen Anklage gegen den sechzehn oder siebzehn Jahre alten Bruder eines Freundes verhandelt wird.

Mein zweiter jüdischer Gerichtshof in zwei Tagen. Jüdische Richter. Jüdische Gesetze. Jüdische Fahnen. Und nichtjüdische Angeklagte. (Seite 158)

Danach nimmt George seinen Freund mit nach Hause. Seine Ehefrau Anna, die Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmanns aus Ramallah, besuchte exzellente Schulen in Beirut und in den USA. In Boston, wo sie als Layout-Grafikerin für eine Werbeagentur arbeitete, lernte sie George kennen. Die beiden haben einen fünfzehnjährigen Sohn, er heißt Michael. Hinsichtlich der Chancen auf eine Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israelis ist Anna pessimistisch:

„Für diese Juden und diese Araber gibt es in der Zukunft nichts als weitere Tragödie, Leiden und Blut. Der Hass auf beiden Seiten ist zu groß, er umfasst alles. Es gibt kein Vertrauen, und es wird für die nächsten tausend Jahre auch keines geben.“ (Seite 183)

Auf dem Rückweg nach Jerusalem wird Philip Roth von einer israelischen Patrouille aus dem Taxi gezerrt. Zum Glück erkennt Leutnant Gal Metzler, der gerade eines seiner Bücher ausgelesen hat, den berühmten Schriftsteller. Der zweiundzwanzigjährige Sohn eines erfolgreichen Fabrikanten aus Haifa bringt ihn im Armee-Jeep zum American Colony Hotel.

Als Philip Roth den Schlüssel haben möchte, erfährt er, dass er schon da ist. Der Doppelgänger – den er inzwischen herabsetzend Moishe Pipik (Moses Bauchnabel) nennt – liegt auf seinem Bett und verlangt den Scheck, der für ihn gedacht war. Aber den hat Philip Roth nicht mehr.

Moishe Pipik behauptet, er betreibe zusammen mit drei Partnern eine Privatdetektei in Chicago. Im August 1963, als US-Präsident John F. Kennedy nach Chicago kam, sei er als Bodyguard eingesetzt gewesen, erzählt Moishe Pipik. Im Büro des Bürgermeisters habe Kennedy ihn begrüßt und ihn offenbar mit Philip Roth verwechselt, denn er sagte, er sei ein großer Bewunderer des Romans „Letting Go“ und er meinte, sie sollten sich einmal in Washington zusammen mit William und Rose Styron zum Essen treffen. Dann öffnet Moishe Pipik die Hose und stellt seine Erektion zur Schau. Philip Roth packt ihn und wirft ihn hinaus.

Noch in derselben Nacht taucht Jinx Possesski bei Philip Roth im American Colony Hotel auf. Sie macht sich Sorgen, weil ihr Gefährte vorhat, mit orthodoxen Juden zusammen Demjanjuks Sohn zu entführen.

Die Erektion sei auf ein Implantat zurückzuführen, verrät sie Philip Roth, das ihr Liebhaber sich nach der Krebsoperation habe machen lassen.

Die Tochter eines polnischen Vaters und einer irischen Mutter wurde katholisch erzogen. Mit vierzehn lief sie davon, schlug sich nach Kalifornien durch, fühlte sich als Hippie-Mädchen und nahm Drogen. Mit fünfzehn begann sie, ein enthaltsames christliches Leben zu führen und wurde Krankenschwester. Als sie zehn Jahre später zusehen musste, wie sich ihr neun Jahre älterer Patient zu Tode fastete, um Gott näher zu kommen, verlor sie ihren Glauben. Nicht jedoch den Antisemitismus, den sie als Christin entwickelt hatte. Weil sie es in der Onkologie nicht mehr aushielt, ließ sie sich mit sechsundzwanzig zur Chirurgie versetzen. Dort lernte sie den anderen Philip Roth kennen und wurde Mitglied in der von ihm gegründeten Selbsthilfegruppe „Anonyme Antisemiten“ (AAS).

„Ein Teil von dem, was der christliche Glaube für mich bedeutete, bedeutete, nicht zu denken. Bedeutete, dass es möglich war, zu den Kirchenältesten zu gehen und sie zu fragen, was ich tun sollte. Und zu Gott zu gehen. Mitte Zwanzig wurde mir klar, dass Gott nicht antwortet. Und dass die Ältesten nicht schlauer sind als ich. Dass ich für mich selber denken konnte.“ (Seite 260)

An dieser Stelle wirft der Buchautor ein:

Soweit der Plot bis zu dem Moment, da der Schriftsteller die immer noch schmerzlich darin verstrickte Frau verlässt und sich mit dem Koffer in der Hand auf Zehenspitzen, um sie nicht in ihrer postkoitalen Ruhe zu stören, leise aus dem Plot davonstiehlt, aufgrund seiner generellen Unglaubwürdigkeit, des totalen Mangels an Ernst, des Rückgriffs auf unwahrscheinliche Zufälle an zu vielen entscheidenden Stellen, der Abwesenheit eines inneren Zusammenhangs und selbst der dürftigsten Anhaltspunkte für irgendetwas, das nach einer ernsthaften Bedeutung oder Absicht aussähe. Die Story ist bis dahin nicht stichhaltig ausgedacht, zu ausgedacht, für meinen Geschmack überhaupt zu kapriziös ausgedacht, mit exotischen Begebenheiten, die so wild um jede Ecke getorkelt kommen, dass der Verstand nirgends Fuß fassen und eine Perspektive entwickeln kann. (Seite 276)

Doch ich habe es gar nicht zuwege gebracht, dieser plotgetriebenen Welt zu entrinnen und in einer angemesseneren, subtil wahrscheinlichen, sich von innen her entwickelnden Erzählung meiner eigenen Erfindung Zuflucht zu finden. (Seite 280)

Auf dem Weg zum Flughafen lässt Philip Roth den Taxifahrer umdrehen. Er will ins King David Hotel. An der Rezeption hält man ihn für den Zwillingsbruder des Gastes, der vor einer halben Stunde abreiste. Philip Roth ruft im American Colony Hotel an, aber Jinx Possesski ist auch nicht mehr da. Er hört nie wieder etwas von den beiden.

Als er in London die Tonbandaufnahmen des Interviews mit Aharon Appelfeld abhört, stößt er auf ein Band mit der Aufschrift „AAS Übungsband Nr. 2“. Jemand leugnet den Holocaust und behauptet, in Auschwitz habe es weder Gaskammern noch Krematorien gegeben. Das Band muss Moishe Pipik ihm unbemerkt zugesteckt haben.

Im Foyer des Londoner Hotels wird Philip Roth von zwei Schülern angesprochen. Der Antiquar David Supposnik, der ebenfalls in der Halle auf ihn wartete, hilft ihm dabei, sie abzuwimmeln. Supposnik möchte den berühmten amerikanischen Schriftsteller für den Kampf gegen den Antisemitismus gewinnen und drängt dem Widerstrebenden zwei Tagebücher auf. Sie stammen von Leon Klinghoffer, einem seit einem Schlaganfall gelähmten jüdischen Haushaltsgerätehersteller aus New York, der während einer Kreuzfahrt mit seiner Ehefrau Marilyn auf der „Achille Lauro“ am 8. Oktober 1985 von palästinensischen Terroristen erschossen und mitsamt seinem Rollstuhl ins Meer geworfen wurde (Entführung der „Achille Lauro“). In den Tagebüchern hatte Leon Klinghoffer Eindrücke einer Mexiko-Reise im Jahr 1976 und einer Kreuzfahrt nach Israel drei Jahre später festgehalten. So wie Eleanor Roosevelt für die amerikanische Ausgabe des Tagebuchs der Anne Frank das Vorwort geschrieben hatte, soll Philip Roth sich nun ein Geleitwort für die geplante Veröffentlichung der Tagebücher von Leon Klinghoffer ausdenken.

In einer Fußnote hält der Buchautor fest, dass Yoram Sheftel, der jüdische Verteidiger John Demjanjuks, am 1. Dezember 1988 von dem siebzigjährigen Holocaust-Überlebenden Yisroel Yehezkeli mit Salzsäure angegriffen wurde. Dadurch erblindete er auf dem linken Auge, aber durch eine Operation in Boston konnte seine Sehkraft wieder hergestellt werden. Während seines Aufenthalts in den USA kümmert John Demjanjuk jr. sich um ihn. Yisroel Yehezkeli wurde in Jerusalem zu drei Jahren Haft verurteilt.

Plötzlich wird Philip Roth von zwei Männern verschleppt und in ein Schulhaus gebracht.

Während er dort in einem Klassenzimmer wartet, muss er daran denken, dass der Philosophie-Professor Richard Popkin in seinem Buch „The Second Oswald“ die These vertritt, an der Ermordung von John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas sei auch ein Doppelgänger von Lee Harvey Oswald beteiligt gewesen.

Unerwartet taucht Louis B. Smilesburger auf. Er händigt Philip Roth noch einmal den Scheck über 1 Million Dollar aus. Den habe er auf dem Rückweg von Ramallah nach Jerusalem verloren, meint er, bevor er versucht, den Schriftsteller für die Beteiligung an einer von ihm geleiteten Geheimdienst-Operation zu gewinnen.

– – –

Im Vorwort zu seinem Buch „Operation Shylock. Ein Bekenntnis“ schreibt Philip Roth am 1. Dezember 1992:

Aus juristischen Gründen musste ich eine Reihe von Tatsachen in diesem Buch abändern. Es handelt sich um geringfügige Abweichungen, bei denen es in erster Linie um Einzelheiten der Identifizierung und des Schauplatzes geht […]
Ich stütze mich bei Operation Shylock auf Tagebuchaufzeichnungen. Das Buch ist eine genauestmögliche Darstellung tatsächlicher Begebenheiten, die ich im Alter von Mitte Fünfzig erlebt habe und die Anfang 1988 ihren Höhepunkt darin fanden, dass ich mich einverstanden erklärte, eine nachrichtendienstliche Operation für den israelischen Geheimdienst Mossad durchzuführen. (Seite 9)

Den Bericht über die „Operation Shylock“ sucht man in dem Buch allerdings vergeblich, denn Philip Roth folgte dem Rat seines israelischen Führungsoffiziers und strich das entsprechende Kapitel.

Eine Woche nachdem Philip Roth eine Kopie des Manuskripts von Smilesburgers Büro geschickt hatte, rief dieser ihn vom Kennedy Airport aus an, und sie trafen sich in New York. Bei dieser Gelegenheit erfuhr Philip Roth, dass George Ziad vor einem Jahr in Ramallah vor den Augen seines Sohnes erstochen worden war. Die Witwe Anna lebte mit Michael wieder in Boston. Louis B. Smilesburger, der seit achtzehn Monaten pensioniert war, riet dem Schriftsteller, den autobiografischen Bericht als Fiktion auszugeben und auf das Kapitel über die „Operation Shylock“ zu verzichten.

Bald jedoch schon fragte ich mich, ob es nicht das Beste wäre, das Buch nicht als ein autobiografisches Bekenntnis zu präsentieren, das beliebig viele Leser, und zwar die feindseligen ebenso wie die wohlwollenden, hinsichtlich der Glaubwürdigkeit anzuzweifeln sich herausgefordert sähen, also nicht als eine Story, bei der es eben um ihre unwahrscheinliche Realität ging, sondern – indem ich für mich in Anspruch nahm, ersonnen zu haben, was mir in reichem Maße unentgeltlich von der allzu erfindungsreichen Wirklichkeit zur Verfügung gestellt worden war – als Fiktion, als bewusste Traumerfindung, deren latenten Inhalt der Autor sich ebenso willkürlich ausgedacht hatte wie den krass manifesten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Operation Shylock, irreführend als Roman präsentiert, von einigen wenigen Scharfsinnigen als eine Chronik der Halcion-Halluzinationen aufgefasst werden könnte, für die selbst ich sie während einer der erstaunlichsten Episoden in Jerusalem einige Momente lang zu halten versucht war. (Seite 411)

Ich habe mich entschieden, mein Schlusskapitel zu streichen – einen Text von zwölftausend Wörtern […] Von diesem gesamten Buch, das Smilesburger als vollendetes Manuskript hatte prüfen wollen, wurde nur der Inhalt von Kapitel 11, das den Titel „Operation Shylock“ trägt, so eingestuft, dass es dort Informationen gäbe, die den Interessen seines Dienstes und auch der israelischen Regierung zu sehr schaden könnten, als dass sie auf Englisch, geschweige denn in etwa fünfzehn anderen Sprachen veröffentlicht werden sollten. Selbstverständlich war ich ihm, seinem Dienst oder dem Staat Israel gegenüber ebenso wenig verpflichtet, diese über vierzig Seiten wegzulassen, wie ich überhaupt dazu verpflichtet war, das gesamte Manuskript oder irgendeinen Teil davon zu einer Vorablektüre einzureichen. (Seite 407)

In einer abschließenden „Anmerkung für den Leser“ stellt Philip Roth klar:

Dieses Buch ist ein fiktives Werk […] Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Ereignissen oder Schauplätzen oder Personen, seien sie lebendig oder tot, ist reiner Zufall. Dieses Bekenntnis ist falsch. (Seite 457)

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In seinem Roman „Operation Shylock. Ein Bekenntnis“ legt der jüdisch-amerikanische Schriftsteller Philip Roth verschiedenen Figuren ungewohnt kritische Äußerungen über Israel in den Mund und setzt sich außerdem mit dem Verhältnis der Juden in Israel und in der Diaspora auseinander.

Nicht nur der Inhalt, auch die Form des Buches ist außerordentlich: Im Vorwort verspricht Philip Roth die „genauestmögliche Darstellung tatsächlicher Begebenheiten“, aber in einer abschließenden Anmerkung behauptet er, es handele sich um eine fiktive Geschichte, allerdings nicht, ohne vorher die Gründe genannt zu haben, die ihn dazu veranlassten, die Autobiografie als Roman auszugeben. Zwischendurch, nach zwei Dritteln des Buches, meldet sich der Autor selbstkritisch zu Wort: „Die Story ist bis dahin nicht stichhaltig ausgedacht, zu ausgedacht, für meinen Geschmack überhaupt zu kapriziös ausgedacht, mit exotischen Begebenheiten, die so wild um jede Ecke getorkelt kommen, dass der Verstand nirgends Fuß fassen und eine Perspektive entwickeln kann.“ Der Ich-Erzähler will sich deshalb aus dem Plot davonstehlen, bleibt dann aber doch. Dieses aberwitzige Spiel mit Identitäten, Fiktion und Tatsachen treibt Philip Roth auf die Spitze, indem er (angeblich) das anfangs als Höhepunkt angekündigte Kapitel über seine Beteiligung an der Geheimoperation „Shylock“ des israelischen Geheimdienstes Mossad weglässt, obwohl er das Buch danach benannt hat.

Fazit: „Operation Shylock. Ein Bekenntnis“ ist ein verschachtelter, absurder und aberwitziger Roman, in dem sich Philip Roth äußerst kritisch mit der Politik der israelischen Regierung auseinandersetzt.

Nicht nur für einen der beiden Philip Roths gibt es ein tatsächlich lebendes Pendant, sondern auch für Figuren wie John Demjanjuk (* 1920), Aharon Appelfeld (* 1932) und Leon Klinghoffer (1916 – 1985).

Shylock heißt ein Jude in der Komödie „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2010
Textauszüge: © Carl Hanser Verlag

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